{"id":1416,"date":"2003-12-18T13:54:31","date_gmt":"2003-12-18T11:54:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=234"},"modified":"2003-12-18T13:54:31","modified_gmt":"2003-12-18T11:54:31","slug":"predigthilfe-vom-28-12-2003-jesaja-547-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-28-12-2003-jesaja-547-10\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 28.12.2003 &#8211; Jesaja 54,7-10"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Der Blick auf den Heiland <br \/>Predigtthema: Das Gotteserbarmen <\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 54,7-10<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Hans Pfau<\/strong><\/p>\n<p>1. Der Zusammenhang<br \/>\nKapitel 54 ist durchzogen von der Aufforderung zum Jubeln und zum Freuen. Immer wieder ist das ja in den bisherigen Kapiteln zum Ausdruck gekommen. Seit Kapitel 40 ging es immer wieder um Trost f\u00fcr das geschlagene Volk. Beides, der Zuspruch und der Trost haben ihren Grund im Leiden des Gottesknechtes. Wo Vergebung der S\u00fcnde ist, da ist Freude und Jubel \u00fcber das Handeln Gottes. <\/p>\n<p>Nach der Aufforderung zur Freude in Vers 1 folgt die Aufforderung:<br \/>\n\u201eF\u00fcrchte dich nicht\u201c bis zum Jubel \u00fcber das neue Jerusalem in den letzten Versen.  <\/p>\n<p>2.Biblische Parallelen<br \/>\nBu\u00dfpsalmen von David z.Ps.32<br \/>\nR\u00f6mer 8, 28-31<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<br \/>\nVers 7-8     Die \u201ekurze\u201c Zeit der Verlassenheit<br \/>\nVers 8b u. 9 Der Vergleich mit Noah<br \/>\nVers 10      Gottes Bund auf ewig<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nVers 7<br \/>\nNur eine kleine Weile habe ich dich verlassen.<br \/>\nEntsetzlich lang erscheint Israel die Zeit des babylonischen Exils.<br \/>\nGerade in den Zeiten der Freude und des Jubels wird noch einmal deutlich, was Verlassenheit von Gott bedeutet. F\u00fcr Israel ist es das ausgesetzt sein an die V\u00f6lker, preisgegeben in die menschliche Willk\u00fcr. Viele bittere Jahre der Gottverlassenheit musste Israel schon ertragen und durchleben. S\u00fcnde bewirkt Verlassenheit bei Gott, bittere Trennung vom Sch\u00f6pfer, ohne den das Leben nur ein Abklatsch sein kann.<br \/>\nDer Zorn Gottes ist die Reaktion seiner Heiligkeit auf unsere S\u00fcnde.<br \/>\nPsalm 32,3 solange ich schwieg, da ward ich verzehrt bis ins Mark, endlos w\u00e4hrte mein St\u00f6hnen. Psalm 30,8, da du dein Antlitz verbargst, da ward ich ersch\u00fcttert, bis ins Mark. Gottesferne bedeutet immer unseren Tod. In der Verlassenheit Jesu am Kreuz sehen wir die konzentrierte Last und Konsequenz der Schuld. <\/p>\n<p>Vers 8a<br \/>\nDer Zorn Gottes ist sichtbar in der Gefangenschaft in Babylon, im Gerichtshandeln. Es ist ausdr\u00fccklich eine kurze Zeit des Zornes, vor\u00fcbergehend.<br \/>\nDer Grund wurde uns schon in Kap. 50,1 beschrieben \u2013 um eurer S\u00fcnden willen wurdet ihr verkauft. Gefangenschaft in Babylon ist Gerichtshandeln Gottes und bereits schon wieder Heilshandeln. F\u00fcr eine kurze Zeit habe ich dich verlassen, beinhaltet doch den Wiederanfang.<br \/>\nNoch mal Kap. 50,1 \u2013 es gibt keinen Scheidebrief \u2013 das Band ist nicht zerschnitten. <\/p>\n<p>Vers 7b<br \/>\nDer Verlassenheit wird von Gott das \u201eheimholen\u201c entgegengesetzt. Es ist die Situation des verlorenen Schafes. Jesus sucht \u2013 bis er es findet, darin steckt alle Liebe, Ausdauer und Geduld unseres Herrn. Er sucht nicht eine Zeit lang oder bis es Abend ist, er sucht bis er es findet. Das Sammeln der Herde steht im Gegensatz zum Gerichtshandeln. Israel, das zerstreut ist unter die V\u00f6lker, bekommt die Zusage der Sammlung und der Wiederherstellung. Israel wird ins Land der V\u00e4ter zum Weideplatz zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Noch ist es nicht die letzte Sammlung, die hier beschrieben wird, eine viele schlimmere Zerstreuung f\u00fcr Israel steht diesem Volk ja noch bevor, 70 n. Chr.<br \/>\nMit gro\u00dfer Liebe hole ich dich wieder heim, das ist eine viel gr\u00f6\u00dfere Dimension als nur f\u00fcr Zeit der Gefangenschaft in Babylon.<br \/>\nEs beschreibt auch schon das nach Hause bringen von uns verlorenen Menschen. Hier ist Gott unterwegs und aktiv um sein Volk abzuholen und nach Hause zu f\u00fchren. Wir kommen von Weihnachten her und haben die Ankunft des Retters gefeiert \u2013 das war der Anfang der Aktion Gottes. <\/p>\n<p>Vers 8b<br \/>\nDer zeitlichen Beschr\u00e4nkung des Zornes steht die ewige Huld\/Gnade<br \/>\n(hesed = treue Liebe) entgegen. Das geht noch weiter \u00fcber die Lebensgrenze hinaus die in Psalm 30,6 beschrieben wird &#8230;..lebenslang dauert seine Gnade. Hier hei\u00dft es \u201emit ewiger Huld erbarme ich mich deiner\u201c. <\/p>\n<p>In beiden Versen 7 und 8 werden die Gegens\u00e4tze deutlich:<br \/>\nkleine Weile \u2013 gro\u00dfe Liebe<br \/>\nverlassen \u2013 sammeln<br \/>\neinen Augenblick \u2013 ewig<br \/>\nZorn \u2013 Gnade<br \/>\nGottes Liebe ist st\u00e4rker als die Macht der S\u00fcnde, das ist unsere Rettung. <\/p>\n<p>Vers 9<br \/>\nDer Bund mit Noah ist ein heilsgeschichtlicher Neuanfang in der Geschichte der Menschheit. Niemals mehr wird es eine Flut geben wie zur Zeit Noahs. Der Kreislauf von Tag und Nacht, Saat und Ernte wird nicht mehr unterbrochen werden. 1. Mose 8,22. Gott hat sich festgelegt.<br \/>\nDamals hat sich Gott sogar ein Zeichen gesetzt, f\u00fcr sich zur \u201eErinnerung\u201c. Niemals mehr! In 1. Mose 8 und 9 lesen wir von dem noachitischen Bund, dass Gott die Menschheit nie mehr mit einem allgemeinen Gericht vernichten w\u00fcrde. Es werden sich wieder Wolken zusammenballen und uns Angst machen, Belastungen werden kommen und uns niederdr\u00fccken. Die Finsternis die Wolken der S\u00fcnde verdunkeln, aber der Bund Gottes bleibt bestehen.<br \/>\nJes. 60, 2 Siehe Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die V\u00f6lker, aber \u00fcber dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint \u00fcber dir. Das ist Weihnachten, Ankunft des Sohnes, das ist Jesus, der als Licht in unsere Welt gekommen ist.<br \/>\nMit dem Sterben und Herrschen des Knechtes wird eine Wende eintreten, noch weit gr\u00f6\u00dfer als zur Zeit Noahs, Zeit der Gnade in der wir heute immer noch leben.<br \/>\nWie damals nach der Flut, so schw\u00f6re ich, so lege ich mich fest: nimmermehr zu z\u00fcrnen, noch dich zu schelten.<br \/>\n\u201eAuch die Pforten der H\u00f6lle sollen meine Gemeinde nicht \u00fcberwinden\u201c<br \/>\nso hat Jesus, der Knecht Gottes, seinen J\u00fcngern versprochen. Es ist der neue Bund des vergossenen Blutes. Der neue Bund ist eine Liebesverbindung durch ein erneuertes Herz. <\/p>\n<p>Vers 10<br \/>\nDie Berge stehen fest, ihre Festigkeit ist Zeichen der Bundestreue Gottes. Wenn diese Berge wanken und weichen, wird Gottes Treue trotzdem bestehen bleiben, sie ist mehr als felsenfest.<br \/>\nMatth. 24,29 und 2. Petr. 3,10 beschreibt und die Zeit wo Berge und Elemente ins Wanken kommen. Dann, wenn unser Herr Jesus wiederkommt und in gro\u00dfer Treue seine Gemeinde zu sich holen wird.<br \/>\nDer Friedensbund, den der Messias gebracht hat ist kein zeitlich begrenzter Bund \u2013 er hat Ewigkeitswert.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nGottes unverbr\u00fcchliche Treue und Erbarmen.<br \/>\n2.Tim.2 13 Wenn wir untreu sind so bleibt er doch treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen. <\/p>\n<p>6. Der Text heute.<br \/>\nIn unserer Gesellschaft wird \u00fcberdeutlich, wie viele Menschen in der Gefangenschaft der S\u00fcnde gebunden sind. Die Sehnsucht der Menschen ist riesengro\u00df und viele landen \u00fcber den schillernden Angeboten unserer Zeit noch viel tiefer in den Bindungen Satans. Schon immer schienen die Angebote der Welt Gro\u00dfartiges zu versprechen, am Ende bleibt Leere und Gebundenheit.<br \/>\nGott hat unser Verlorensein zu seinem Problem gemacht, und seinen Sohn zum Blitzableiter der S\u00fcnde erw\u00e4hlt. Und Jesus selbst hat geweint \u00fcber Jerusalem und \u00fcber uns, statt Zorn war bei ihm Liebe, statt Vergeltung<br \/>\nStellvertretung. \u201eEr wird ein Knecht und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein.\u201c<br \/>\nDas Leben ist ohne den Messias nicht zu finden.<br \/>\nUnser Text kann auch ein R\u00fcckblick sein auf das vergangene Jahr, auf Zeiten der Not, auf gottesferne Zeiten. Unser Herr Jesus will vergeben, ich muss nicht in der Ferne bleiben. Sein Bund der Liebe bleibt. <\/p>\n<p>Zu Vers 10<br \/>\nVer\u00e4nderung ist ein Kennzeichen unserer Zeit. Nichts bleibt wie es ist. Was fr\u00fcher gut war, kann sich heute l\u00e4ngst schon negativ auswirken. Es gibt immer weniger Beispiele von Best\u00e4ndigkeit, von bleibenden Werten. Was in vergangenen Jahren zumindest zum Gro\u00dfteil als unverbr\u00fcchlich galt, wird alles zur Disposition gestellt. Die Werte in Ehe, Familie, Erziehung usw. haben l\u00e4ngst keine allgemein g\u00fcltige Bedeutung mehr. Vielen Menschen macht diese Unbest\u00e4ndigkeit Angst.<br \/>\nSchon Kinder sind von diesen Fragen nach der Verl\u00e4sslichkeit umgetrieben. Vor ein paar Jahren kam eine unserer T\u00f6chter aus dem Kindergarten nach Hause mit einer ganz gro\u00dfen Angst. Der Grund, in kurzer Zeit haben 3 V\u00e4ter ihre Familien verlassen. \u201eGehst, Du auch weg, wenn ihr euch streitet\u201c. Als Vater und Ehemann kann ich keine hundertprozentige Verl\u00e4sslichkeit garantieren. Unser Vater im Himmel kann es und er hat es mehr als felsenfest versprochen.<br \/>\nEs mag sein, dass uns manchmal der Boden zu wanken scheint. Aber gerade dann gilt: Was der Herr, der uns liebt, versprochen hat, ist verl\u00e4sslicher als meine \u00c4ngste und Fragen. <\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\nTreue und Verl\u00e4sslichkeit haben fr\u00fcher schon in Staunen versetzt.<br \/>\nBeispiel: \u201eDie B\u00fcrgschaft\u201c von Friedrich Schiller. Das beste Beispiel<br \/>\nist aber unser Herr selbst. <\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nGottes Barmherzigkeit<br \/>\n1. und die kurze Zeit der Unterbrechung<br \/>\n2. und die feste Zusage zum Leben<br \/>\n3. und der ewige Bund der Liebe <\/p>\n<p>Schluss:<br \/>\nIm Kommen Jesu ist alles erf\u00fcllt. So klar und einfach ist das Evangelium, das wir weitersagen m\u00fcssen. Wer Jesus hat, der hat das Leben in alle Ewigkeit.  <\/p>\n<p>Quellen: Wuppertaler Studienbibel<br \/>\n         Komm.    Das AT von John F. Walvoord &amp; Roy F. Zuck<br \/>\n         Arno Gabelein Kommentar zum AT<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Der Blick auf den Heiland Predigtthema: Das Gotteserbarmen Bibelstelle: Jesaja 54,7-10 Verfasser: Hans Pfau 1. Der Zusammenhang Kapitel 54 ist durchzogen von der Aufforderung zum Jubeln und zum Freuen. 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