{"id":1414,"date":"2003-12-10T11:10:25","date_gmt":"2003-12-10T09:10:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=232"},"modified":"2003-12-10T11:10:25","modified_gmt":"2003-12-10T09:10:25","slug":"predigthilfe-vom-25-12-2003-jesaja-5267-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-25-12-2003-jesaja-5267-12\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 25.12.2003 &#8211; Jesaja 52,(6)7-12"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Der Blick auf den Heiland<br \/>Predigtthema: Das Evangelium<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 52,(6)7-12<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Hans Pfau<\/strong><\/p>\n<p>1. Der Zusammenhang<\/p>\n<p>Unsere Texte steuern einem H\u00f6hepunkt entgegen, der Verk\u00fcndigung der Rettungstat des Herrn in Kapitel 53. Es klingt bereits die Freude der vollbrachten Erl\u00f6sung an. Gott hat sich durch die Botschaft von der Erl\u00f6sung vor den V\u00f6lkern gezeigt und auch die unverbr\u00fcchliche Treue zu seinem Volk best\u00e4tigt. Israel wird wieder aufgebaut werden und darf sich schm\u00fccken mit neuen Kleidern. <\/p>\n<p>2.Biblische Parallelen<\/p>\n<p>Exil und Auszug aus \u00c4gypten<br \/>\nJes. Kap. 40 <\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<\/p>\n<p>Vers 7 &#8211; 8  Die Freudenbotschaft \u2013 dein Gott ist K\u00f6nig<br \/>\nVers 9 \u2013 10 Die Kraft Gottes \u2013 der starke Arm<br \/>\nVers 11- 12 Der Aufruf zur Trennung <\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>Vers 6<br \/>\nHier wird das Heil f\u00fcr Israel beschrieben und wir k\u00f6nnen es auf einen kurzen Nenner bringen: Heil geschieht, wenn eine neue Gotteserkenntnis geschenkt wird, wenn Israel, wenn Menschen, verstehen und begreifen,  Gott hat sich uns zugewandt. Was f\u00fcr ein Wort, wenn Gott seinem Volk zuruft: \u201eSiehe, hier bin ich\u201c. <\/p>\n<p>Gott ist wieder da, in Hesekiel 10,4.18-19 wird gezeigt, wie Gott den Tempel verlassen hat. W\u00e4hrend der babylonischen Gefangenschaft schien Gott sein Volk verlassen zu haben, der Tempel war verbrannt, Jerusalem zerst\u00f6rt und der Gro\u00dfteil des Volkes in heidnischer Gefangenschaft. <\/p>\n<p>Vers 7<br \/>\nDieser Vers gibt uns detaillierte Informationen \u00fcber Boten, Botschaft<br \/>\nund Auftraggeber: <\/p>\n<p>Die F\u00fc\u00dfe des Boten sind lieblich(sch\u00f6n), weil sie einem Boten geh\u00f6ren, der eine Freudenbotschaft \u00fcberbringt. \u201eSch\u00f6n\u201c steht im hebr\u00e4ischen Denken f\u00fcr das Geschehende. Toll, sch\u00f6n, dass es so gekommen ist,<br \/>\nw\u00fcrden wir heute sagen. Die F\u00fc\u00dfe eilen \u00fcber die Berge, da k\u00f6nnen wir uns erinnern an Jes. 40, wo Gott im unwegsamen Gel\u00e4nde einen Weg geebnet hat. <\/p>\n<p>Die Botschaft ist Friedensbotschaft<br \/>\nEs ist wie eine Ank\u00fcndigung an das Volk, erinnert euch doch: Euer Gott ist K\u00f6nig \u2013 es sind nicht die M\u00e4chtigen, die Kriegsherren, die Jerusalem in Schutt und Asche gelegt haben, die das letzte Sagen haben, es ist der Gott Israels. Es ist keine Botschaft mehr von Gewalt und Gegengewalt, sondern Botschaft des Friedens. <\/p>\n<p>Das Botenwort ist die Erl\u00f6sungsbotschaft \u2013 weil es Gottes Wort ist.<br \/>\nWie entscheidend wichtig ist das H\u00f6ren auf das Wort und das Bleiben am Wort. Das Wort Gottes hat ver\u00e4ndernde Kraft. Der Glaube kommt aus dem Wort, Ver\u00e4nderung des Menschen kommt aus dem Wort. Das Wort vom Kreuz ist Torheit vor der Welt, uns aber ist es eine Gotteskraft.  <\/p>\n<p>Die Freudenbotschaft f\u00fcr Israel ist das Ende der Gefangenschaft 536 v.Chr., hier wird deutlich Gottes Wort ist \u201eTatwort\u201c \u2013 was er spricht, geschieht. Der Text weist aber weit \u00fcber dieses geschichtliche Ereignis hinaus, wenn Israels Messias, wenn Jesus zur\u00fcckkehrt nach Israel, um zu regieren, dann wird Freude sein. <\/p>\n<p>Das Heil liegt immer im Messias<\/p>\n<p>Vers 8<br \/>\nHorch, die W\u00e4chter rufen!! Die Bewohner einer Stadt haben ihr Ohr in ganz besonderer Weise bei ihren W\u00e4chtern. Durch ihr Rufen und wurden die schlimmsten Eroberer angek\u00fcndigt, es war \u00fcberlebensnotwendig dieses Rufen zu h\u00f6ren und darauf zu reagieren. Die W\u00e4chter auf den Zinnen einer Stadt sind immer auch die Ersten, die einen gern gesehenen Ank\u00f6mmling ausmachen und ank\u00fcndigen. Horch, die W\u00e4chter erheben ihre Stimme zu einem Freudenruf, keine Angst oder Bedr\u00e4ngnis liegt in der Stimme, sondern Freude. Der Grund &#8211; Gott kommt. <\/p>\n<p>Anschaulich wird beschrieben wie sie einander anschauen, Auge in Auge sich freuen und fr\u00f6hlich sind. Gott kommt selbst nach Jerusalem zur\u00fcck. In den Gassen liegen noch die Tr\u00fcmmer, herrscht Not, die Freudenbotschaft aber wird schon ausgerufen. Nach dem Wiederaufbau des  Tempels unter Serubbabel und Esra (Hag.2,5)konnte das Volk im Glauben die Gegenwart Gottes erfassen. Leibhaftig war Jesus erst sp\u00e4ter auf einem Eself\u00fcllen in die Stadt Jerusalem eingezogen.<\/p>\n<p>Die W\u00e4chter, das ist auch ein Bild f\u00fcr die Gemeinde, f\u00fcr Nachfolger Jesu, denen die Heilsbotschaft selbst zum Leben geworden ist und die diese Botschaft der Rettung gern und schnell an alle weitergeben. <\/p>\n<p>Vers 9<br \/>\nBrecht in Jubel und Freude aus ihr Tr\u00fcmmer \u2013 alles was zerbrochen, zerschlagen ist, wird wieder heil werden. Wie viel Hoffnung liegt in diesen Worten f\u00fcr kranke und belastete Menschen.  <\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen auch hier wieder die verschiedenen Ebenen der Aussagen im Bild des Tr\u00fcmmerfeldes entdecken.<br \/>\n1.\tDas zerst\u00f6rte Jerusalem, in das die Heimkehrenden aus Babylon<br \/>\n\t   einzogen und unter gro\u00dfen M\u00fchen Vieles wieder aufbauten<\/p>\n<p>2.\tder Mensch heute, unser Leben ist und bleibt ohne das Heil<br \/>\n\tGottes ein totes Tr\u00fcmmerfeld, von der S\u00fcnde v\u00f6llig verw\u00fcstet.<br \/>\n\tWo Gott kommt, wo Jesus ein Leben neu macht, da kehrt das Heil bei uns ein. Oft gibt es noch viel M\u00fche, die Tr\u00fcmmer der S\u00fcnde beiseite zu r\u00e4umen, aber die Grundlage ist gelegt, die Ketten zerrissen. Das ist Grund zum Jubeln, das haben die Hirten auf den Feldern um Bethlehem erlebt in der Heiligen Nacht. <\/p>\n<p>3.\tUnd dann erst recht, wenn Jesus der Herr vom Himmel her kommen<br \/>\nwird um in Jerusalem seinen Thron aufzurichten.  Offb. 11,15 \u201eNun ist das Weltk\u00f6nigreich unseres Herrn und seines Christus aufgerichtet, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.\u201c<br \/>\n      Dann hat das Leiden f\u00fcr alle Kinder Gottes auf ewig ein Ende.<br \/>\n      Dann wird Gott in Herrlichkeit inmitten seiner Leute sein, und<br \/>\n      wird abwischen alle Tr\u00e4nen.. Offb. 21,1 ff.<\/p>\n<p>Vers 10<br \/>\nGott hat den \u00c4rmel hochgekrempelt, um einzuschreiten. Vor aller Welt hat Gott seine St\u00e4rke sichtbar gemacht \u2013 der Arm ist besonders bei Jesaja das Zeichen f\u00fcr St\u00e4rke und Kraft. <\/p>\n<p>Gott hat seinen Sohn, den Messias pr\u00e4sentiert. Auf Golgatha hat Gott seinen Arm entbl\u00f6\u00dft und seine Kraft und sein Handeln vor aller Welt gezeigt. <\/p>\n<p>Vers 11<br \/>\nFort! Fort! Zieht weg von dort.<br \/>\nNun ergeht an Israel der Aufruf zur Trennung. Die politischen Voraussetzungen sind unter K\u00f6nig Cyrus geschaffen, das Volk kann ziehen. Der Rechtsakt ist abgeschlossen. Dass viele bleiben, liegt daran, dass sie sich eingerichtet haben in der heidnischen Welt, scheinbar gut zurechtkommen mit Wohlstand, Bequemlichkeit und dem Glauben an die G\u00f6tzen Babylons. Scheidung macht immer diese beiden M\u00f6glichkeiten deutlich, den Aufbruch in das Neue, aber auch das Verharren im Alten, lieb gewordenen. Wie schwer f\u00e4llt uns dieses Loslassen. Wir kennen alle das tragische Beispiel von der Frau Lot`s, die zur Salzs\u00e4ule erstarrt ist, weil sie sich nicht losreissen konnte. <\/p>\n<p>Israel kann seine Wurzeln nicht in Babylon haben. Seit Kreuz und Auferstehung k\u00f6nnen Menschen ausziehen, das Gef\u00e4ngnis ist ge\u00f6ffnet, aber wir m\u00fcssen es wollen und tun. Josua hat das seinem Volk in aller Konsequenz vorgelebt, ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen. Josua 24,15.<br \/>\nDas Hinken auf beiden Seiten bringt immer Not in unser Leben. <\/p>\n<p>R\u00f6mer 13,12 Last uns die Werke der Finsternis ablegen und Anlegen die Waffen des Lichts. Die Voraussetzungen sind durch Jesus geschaffen, das Evangelium lautet \u2013 Keiner muss verloren gehen.<br \/>\n2. Kor. 6,14 Was hat das Licht f\u00fcr Gemeinschaft mit der Finsternis<\/p>\n<p>Reinigt euch, die ihr des Herrn Ger\u00e4te tragt.<br \/>\nIm Alten Bund sind das die Priester aus dem Geschlecht Aarons. Im NT sind die Gl\u00e4ubigen das priesterliche Volk, das in diese besondere Aufgabe des Dienstes gestellt ist. 1. Petr. 2,9. Wer ehrlich in sein Leben hineinschaut, wei\u00df wie notwendig wir dieser Aufforderung bed\u00fcrfen. <\/p>\n<p>Heilig sind wir nicht von uns aus. Heilig sein bedeutet abgesondert sein f\u00fcr Gott. Die Trennung hat stattgefunden, der Preis f\u00fcr mich wurde bezahlt. <\/p>\n<p>Vers 12<br \/>\nNichts wie weg hier.. aus vielen Situationen kennen wir so einen Ausruf. Israel ist aufgefordert in Ruhe aufzubrechen, das ist neu im Vergleich mit dem Auszug aus \u00c4gypten. Dort stand noch das Eilige im Vordergrund, die Lenden umg\u00fcrtet, die Lampen in der Hand.  <\/p>\n<p>Hier geht es ruhig und geordnet zu. Befreiung und Erl\u00f6sung wurde von Gott bezahlt, Gott blieb niemandem etwas schuldig. Einen besseren Begleitschutz kann man sich nicht mehr w\u00fcnschen. Gott geht vor euch her und er macht den Abschluss. Er garantiert f\u00fcr den Weg und h\u00e4lt uns auch den R\u00fccken frei.    <\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nGott hat sich seinem Volk und uns Menschen zugewandt. Die Gef\u00e4ngnist\u00fcren stehen offen. Wir sind schon B\u00fcrger der neuen Welt.<\/p>\n<p>6. Der Text heute.<br \/>\nDie gr\u00f6\u00dfte Gefahr f\u00fcr die Gemeinde Jesu in unserem Teil der Welt ist das Aufgehen in der Welt. Wenn wir nicht bereit sind, unsere Wurzeln im Alten ganz hinter uns zu lassen, dann werden wir nicht frei f\u00fcr das Neue, das wir entgegennehmen d\u00fcrfen und f\u00fcr das wir berufen sind.  <\/p>\n<p>Gemeinde Jesu hat eine Aufgabe in dieser Welt. Gerade deshalb muss sie innerlich frei sein. Wir wissen Jesus ist gekommen, das haben wir an Heilig Abend verk\u00fcndigt und gefeiert. Sind wir bereit mit Jesus den Weg zu gehen, die Trennung von lieb gewordenem und Altem zu vollziehen. <\/p>\n<p>Reinigt euch und trennt euch:<br \/>\nvon Geldgier und Geiz<br \/>\nvon Streitigkeiten und Unvers\u00f6hnlichkeiten<br \/>\nvon den Zweideutigkeiten dieser Welt<br \/>\nvon K\u00e4lte und Lieblosigkeit<br \/>\nvon Halbwahrheiten und b\u00f6sem Gerede.<br \/>\nIn vielen F\u00e4llen sind es diese banalen Allt\u00e4glichkeiten die uns festhalten und blockieren. <\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n\u201eIch darf\u00b4s erz\u00e4hlen\u201c \u2013 so streiten sich unsere Kinder manchmal, wenn sie etwas tolles erlebt haben und diese \u201efrohe Botschaft\u201c nun zuhause an den Mann bringen wollen. Eine gute Nachricht \u00fcberbringen ist eine sch\u00f6ne Aufgabe. <\/p>\n<p>Der L\u00e4ufer von Marathon der den Athenern die Siegesbotschaft \u00fcber die Perser \u00fcberbrachte, hat sein Leben daran gesetzt, um die Befreiungsbotschaft so schnell wie m\u00f6glich zu \u00fcberbringen. <\/p>\n<p>Zu Vers 11 und 12<br \/>\nPositives Beispiel: Josef in seiner Versuchung mit Frau Pothipar.<br \/>\n                    Er wusste wem er geh\u00f6rt und wem er verantwortlich<br \/>\n                    ist, deshalb konnte er sich trennen und fliehen. <\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>Die frohe Botschaft \u2013 der K\u00f6nig ist gekommen  Vers 7-8<br \/>\n                    &#8211; der K\u00f6nig hat gehandelt  Vers 9-10<br \/>\n                    &#8211; die Trennung ist Not-wendig Vers 11-12<\/p>\n<p>Vers 7 &#8211; 8  Die Freudenbotschaft \u2013 dein Gott ist K\u00f6nig<br \/>\nVers 9 \u2013 10 Die Kraft Gottes \u2013 der starke Arm<br \/>\nVers 11- 12 Der Aufruf zur Trennung <\/p>\n<p>Schluss: <\/p>\n<p>Quellen: Wuppertaler Studienbibel<br \/>\n         Komm.    Das AT von John F. Walvoord &amp; Roy F. Zuck<br \/>\n         Arno Gabelein Kommentar zum AT<br \/>\n         Jesaja, Hans Brandenburg  \t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Der Blick auf den HeilandPredigtthema: Das Evangelium Bibelstelle: Jesaja 52,(6)7-12 Verfasser: Hans Pfau 1. Der Zusammenhang Unsere Texte steuern einem H\u00f6hepunkt entgegen, der Verk\u00fcndigung der Rettungstat des Herrn in Kapitel 53. 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