{"id":1396,"date":"2003-08-11T12:00:27","date_gmt":"2003-08-11T10:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=214"},"modified":"2003-08-11T12:00:27","modified_gmt":"2003-08-11T10:00:27","slug":"predigthilfe-vom-7-9-2003-matthaus-1916-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-7-9-2003-matthaus-1916-30\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 7.9.2003 &#8211; Matth\u00e4us 19,16-30"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Unter Gottes Augen leben: Petrus<br \/>Predigtthema: Der zugesagte Lohn<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 19,16-30<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Markus Neumann<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nMt 17,22-20,34: vielf\u00e4ltige Anweisungen Jesu an seine J\u00fcnger, v.a. im Blick auf die Ab-lehnung des Messias durch sein Volk<br \/>\nMt 20,1-16: Illustration des hier Gesagten mit einem Gleichnis (vgl. Mt 19,30 und 20,16)<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nParallelstellen: Mk 10,17-31; Lk 18,18-30<br \/>\nMt 5-7 (Die Bergpredigt): Die Auslegung des Gesetzes durch Jesus \u2013 viele Paralle-len\/Anwendungen in Kap. 19<br \/>\nDie Unf\u00e4higkeit des Menschen, das Gute von sich aus zu erreichen: R\u00f6m 1-2<br \/>\nDie Gebote im Gesetz Moses: 2.Mose 20,12-16; vgl. 5.Mose 5,17-20; 3.Mose 19,18<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<br \/>\nV. 19-22 Das Gespr\u00e4ch Jesu mit dem reichen Mann<br \/>\nV. 23-26 Die Lehre Jesu zum Reichtum, dem Reich Gottes und der Errettung<br \/>\nV. 27-30 Die Lehre Jesu zum Lohn der Nachfolge<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV.16 \u201e&#8230;einer trat herbei&#8230;\u201c- dieser Mann ist jung (V.20), reich (V.22) und ein Oberster (Lk 18,18 vgl. Lk 14,4; 23,35; Joh 3,1; 7,48; 12,42; Apg 3,17)<br \/>\nDie Frage des Mannes setzt voraus, da\u00df man Gutes tun kann, um ewiges Leben zu be-kommen: \u201eWie kann ich mich qualifizieren, welchen sicheren Weg in das Reich kann ich nehmen?\u201c Das \u201eich\u201c (Ego, Fleisch, S\u00fcndennatur) steht im Vordergrund (R\u00f6m 8,8).<br \/>\nEr denkt nicht an Rettung\/Erl\u00f6sung.<\/p>\n<p>V.17 Wenn man \u00fcber \u201edas Gute\u201c nachdenkt, gibt es nur einen Ma\u00dfstab: Gott, \u201eder Gute\u201c schlechthin (Mt 5,48). Um Gemeinschaft mit Gott in seinem Reich zu haben, mu\u00df man dieselbe vollkommene Gerechtigkeit besitzen wie er. Laut Jesus entsprechen auch die Obersten der Juden diesem Ma\u00dfstab keineswegs (Mt 5,20).<br \/>\nGottes Gerechtigkeit ist in seinen Geboten offenbart. Das vollkommene Halten dieser Gebote w\u00e4re also ein Erweis, ein Dokument dieser geforderten Gerechtigkeit. <\/p>\n<p>V.18-19 Die Frage, welche Gebote in Betracht kommen, wird verst\u00e4ndlich angesichts der 613 Einzelforderungen, auf die man das Gesetz durch menschliche Auslegung und Tradition aufgebl\u00e4ht hatte. Sind die alle zu ber\u00fccksichtigen?<br \/>\nJesus nennt sechs, n\u00e4mlich die Gebote 5-9 (anhand dieses zweiten Teils des Gesetzes ist es leichter, sein Verhalten nachzupr\u00fcfen) und zus\u00e4tzlich die allumfassende Aussage aus 3 Mose 19,18 (den N\u00e4chsten lieben), die in der Lehre des Herrn zentrale Bedeutung hat (vgl. Mt 22,37-39). Damit gibt er seinem Gespr\u00e4chspartner Gelegenheit, seine Unf\u00e4-higkeit zu erkennen, \u201edas Gute\u201c von sich aus erreichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>V.20 Die Antwort des Mannes ist nicht zwangsl\u00e4ufig ein falsches, irriges Selbstbewu\u00dft-sein, also Selbstgerechtigkeit. Nach j\u00fcdischer Gesetzesauslegung war ein Halten der Gebote m\u00f6glich. Eventuell liegt der Fehler des J\u00fcnglings nicht darin, da\u00df er seine eige-nen \u00dcbertretungen nicht erkannt h\u00e4tte, sondern in einem grunds\u00e4tzlich falschen Geset-zesverst\u00e4ndnis. Mit diesem hatte Jesus bereits in der Bergpredigt \u201eaufger\u00e4umt\u201c.<br \/>\nDas Denken des Mannes entspricht dem Denken der geistlichen F\u00fchrer seiner Zeit: \u201eWenn der Herr mich liebt, macht er mich reich.\u201c Deshalb erwartet er auf seine Gegen-frage \u201eWas fehlt mir noch?\u201c vermutlich die Antwort: \u201eNichts\u201c. Wom\u00f6glich erhofft er von Jesus nur die Best\u00e4tigung seiner Eignung, von der er \u00fcberzeugt zu sein scheint.<\/p>\n<p>V.21 Jesus gibt ihm statt dessen einen Auftrag der ihm zeigen soll, da\u00df er unf\u00e4hig ist, das zu erf\u00fcllen, was Gott eigentlich will.<br \/>\n\u201eVollkommen sein\u201c entspricht dem Anspruch und Ma\u00dfstab Gottes (Mt 5,48).<br \/>\nDen eigenen Besitz zugunsten der Armen zu ver\u00e4u\u00dfern, hie\u00dfe, dem N\u00e4chsten dasselbe zur Verf\u00fcgung zu stellen wie sich selbst (also: ihn zu lieben, wie sich selbst). Nach die-sem Grundsatz zu leben, war die Behauptung des jungen Mannes gewesen (s.o. V.19 und 20) &#8211; hier wird sie auf die Probe gestellt.<br \/>\nGott selbst erf\u00fcllt dieses Prinzip: Das Kostbarste, das er hat, stellt er uns, den Armen und Bed\u00fcrftigen, als Geschenk zur Verf\u00fcgung (R\u00f6m 8,32).<br \/>\nIst das wertvoll genug, um den menschlichen Reichtum dagegen einzutauschen, wenn man die Wahl h\u00e4tte (Mt 13,44-46)?! Ist ein Schatz im Himmel und bei Jesus zu sein ein ad\u00e4quater Ausgleich f\u00fcr die finanziellen Reserven?<br \/>\nHier mu\u00df eine Entscheidung fallen.<\/p>\n<p>V.22 Er ging betr\u00fcbt (lypoumenos &#8211; sehr traurig) davon. Diesen Auftrag konnte er nicht erf\u00fcllen &#8211; Grund: Er hatte viele G\u00fcter &#8211; man liest unwillk\u00fcrlich \u201eG\u00f6tter\u201c (vgl. 1 Thes 1,9). Der Reichtum war ihm wichtiger als das erste Gebot (2 Mose 20,3). Dies beweist auch, da\u00df er entgegen seiner eigenen Aussage das zweite Gebot (3 Mose 19,18) nicht hielt (vgl. jeweils Mt 22,37-39). Er bleibt demnach erl\u00f6sungsbed\u00fcrftig. <\/p>\n<p>V.23-24 In dem nun folgenden Exkurs macht Jesus eine sehr betonte Aussage, indem er zweimal ansetzt, um dieselbe Wahrheit auszusprechen (V.23b und 24). Im zweiten Fall wird eine Illustration hinzugef\u00fcgt, die w\u00f6rtlich zu verstehen ist &#8211; Kamel durch ein Nadel\u00f6hr (rhaphidos &#8211; N\u00e4hnadel) &#8211; und nicht sinnbildlich (z.B. als ein kleines Tor): Es ist nicht nur schwierig, von sich aus das ewige Leben zu bekommen &#8211; es ist unm\u00f6glich (vgl. V.26)!<br \/>\nWarum ist der Reichtum hier der Haupthinderungsgrund? F\u00fcr die Juden war der Reich-tum ein Zeichen des Segens Gottes (s.o.), deshalb hingen die Frommen besonders an ihm. Sie w\u00e4hnten sich von Gott dadurch in ihrer Gerechtigkeit best\u00e4tigt. Damit verstellt der Besitz den Blick auf die eigene Unzul\u00e4nglichkeit und schiebt sich als Objekt des Vertrauens zwischen den Menschen und Gott. Die Aussage Jesu war f\u00fcr j\u00fcdische Ohren daher besonders \u00e4rgerlich und auch erschreckend (V.25 vgl. Mt 5,20).<\/p>\n<p>V.25 Der Einflu\u00df dieses Denkens sitzt tief: Auch die J\u00fcnger sind entsetzt und v\u00f6llig rat-los, was das Konzept und die Chance der Rettung angeht: \u201eWenn schon die Reichen nicht, wer dann?!\u201c<\/p>\n<p>V.26 Allerdings liegen die J\u00fcnger v\u00f6llig richtig. Die konsequente Antwort lautet: \u201enie-mand\u201c, unm\u00f6glich &#8211; aus eigener menschlicher Anstrengung.<br \/>\nP. Timblin schreibt: \u201eDie Rettung des Menschen ist abh\u00e4ngig von Gott. Was der Mensch selbst nicht erreichen kann, das kann Gott durch seinen Sohn Jesus Christus.\u201c<\/p>\n<p>V.27 H\u00e4tte der reiche Mann sich als gerecht erwiesen, oder besser: sich gerecht spre-chen lassen, indem er an Jesus geglaubt h\u00e4tte (R\u00f6m 4,5), dann h\u00e4tte er Jesus nachfol-gen sollen.<br \/>\nBei diesem Thema (Nachfolge) setzt Petrus nun an. Die J\u00fcnger hatten als Gl\u00e4ubige (Mt 16,16-17) den Bedingungen eines Lebens an der Seite Jesu zugestimmt (Mt 16,21.24). Diese Bedingungen waren hart. Im Gegensatz zu dem reichen Mann hatten sie daf\u00fcr alles aufgegeben &#8211; w\u00fcrde es sich lohnen? W\u00fcrde ihnen ein \u00e4hnlicher Ausgleich winken (vgl. V.21)?<\/p>\n<p>V.28 War die Frage vermessen? Die Antwort jedenfalls sprengt sicher die k\u00fchnsten Er-wartungen: Petrus und die anderen erhalten eine Verhei\u00dfung in bezug auf ihren zuk\u00fcnf-tigen Lohn.<br \/>\n\u201eDer Begriff \u201eWiedergeburt&#8220; bezieht sich hier auf die Erneuerung des Bundes mit Israel zu Beginn des Millenniums. Jesus wird auf dem Thron sitzen, und die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels werden vereint sein. Die J\u00fcnger selbst werden in dieser Zeit Israel repr\u00e4sentie-ren und mit Jesus zusammen herrschen (= richten).\u201c (P. Timblin)<\/p>\n<p>V.29 Die J\u00fcnger nehmen also einen besonderen Platz ein, aber auch alle anderen, die zur Nachfolge bereit sind, bekommen die Zusage eines zuk\u00fcnftigen Lohnes.<br \/>\nAnhand dieser Worte wird deutlich: letztendlich verlieren wir nichts, wir geben nichts auf, wir werden nicht \u00e4rmer, sondern reicher! Es mag zwar jetzt einen anderen Anschein ha-ben, aber wir werden \u00fcberreich entsch\u00e4digt (hundertfach).<br \/>\n\u201eDas ewige Leben ist zwar ein Geschenk Gottes. Aber diejenigen, die dieses \u201eOpfer&#8220; bringen, werden auch erben (vgl. R\u00f6m. 8,17; Hebr. 4,11 und 10,32-39) und das ewige Leben in seiner F\u00fclle genie\u00dfen k\u00f6nnen. Es geht um die Qualit\u00e4t in dem zuk\u00fcnftigen Le-ben. Jesus redet in Vers 29b vom \u201eerben&#8220;. Es geht hier um Lohn,&#8230;\u201c (P. Timblin)<\/p>\n<p>V.30 Die jetzt alles aufgegeben haben, scheinen die \u201eLetzten\u201c zu sein. Aber das Blatt wendet sich sp\u00e4testens in der Ewigkeit. Der reiche J\u00fcngling wird nicht wieder erw\u00e4hnt. Vermutlich blieb er bei seiner Entscheidung. Wer wie er alles zu besitzen scheint (Ers-ter), wird schlie\u00dflich feststellen, da\u00df er alles verloren hat (Letzter).<\/p>\n<p>5. Spitze des Textes<br \/>\nWie kann ein Mensch gerettet werden?<br \/>\nWas ist der Lohn der Nachfolge?<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\n6.1 R\u00f6m 4,1-5: Gerechtigkeit, die vor Gott z\u00e4hlt, ist nicht aus Werken sondern aus Glau-ben.<\/p>\n<p>6.2 Wir beobachten \u201egute\u201c Menschen in unserer Umwelt, die Jesus nicht haben. Die Lehre Jesu ist eindeutig: Auch der gute, moralische, dem\u00fctige, ernste, mutige Mensch, dem das Bewu\u00dftsein seiner Verlorenheit fehlt, bleibt erl\u00f6sungsbed\u00fcrftig! Auch ein guter Charakter bringt nicht das Heil!<\/p>\n<p>6.3 Dies gilt f\u00fcr Juden und Heiden gleicherma\u00dfen (R\u00f6m 1,16-17; 3,9-20; 10,1-4).<\/p>\n<p>6.4 Was das Gute angeht, so mu\u00df es sich stets an Gott messen, bzw. von ihm her moti-viert sein. Dies ist auch die Quintessenz aus Mi 6,8 (vgl. 5 Mose 10,12).<br \/>\nGottes Anspr\u00fcchen wird also nur gen\u00fcge getan, indem uns die vollkommene Gerechtig-keit Christi zugerechnet wird (2 Kor 5,17.21). Dies geschieht bei der Bekehrung.<br \/>\nSoll \u201edas Gute\u201c in der t\u00e4glichen Lebenspraxis des Gl\u00e4ubigen dann zur Entfaltung kom-men, so mu\u00df auch dies von Gott her geschehen (Gal 5,16.18.25). <\/p>\n<p>6.5 Auch beim Beten sollte ber\u00fccksichtigt werden: Gott mu\u00df nicht nur nicht informiert werden, denn er wei\u00df alles, er mu\u00df auch nicht zu etwas Gutem motiviert werden, denn er ist \u201eder Gute\u201c.<\/p>\n<p>6.6 Reichtum birgt die Gefahr, zum Lebensinhalt, zur Konkurrenz f\u00fcr Gott und damit zum G\u00f6tzen zu werden (Mt 6,24; Jak 4,13-17). Eine wichtige Rolle spielt hier das Motiv, reich werden zu wollen (= Geldliebe); es betrifft Arme wie Reiche gleicherma\u00dfen (1 Tim 6,9-11). Paulus bezeugt, da\u00df Mangel und \u00dcberflu\u00df gleicherma\u00dfen Herausforderungen sind, die nur in der Kraft Gottes bew\u00e4ltigt werden k\u00f6nnen (Phil 4,12-13).<\/p>\n<p>6.7 Jesus bezeugt: Auch wenn das Volk jetzt sein Angebot (Mt 4,17) verwarf, w\u00fcrde das Himmelreich gem\u00e4\u00df der AT-Verhei\u00dfungen dennoch verwirklicht (Mt 23,37-39). Das 1000j. Reich ist w\u00f6rtlich zu nehmen in seinen geistlichen, politischen und geographi-schen Belangen: Christus wird auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen (V.28 vgl. 1.Chr 17,11-14; Mt 25,31; Lk 1,31-33; Offb 20,6). Hier werden auch die beteiligt sein, die teil-haben an der \u201eErsten Auferstehung\u201c (Offb 20,6), also auch wir, die Gl\u00e4ubigen der Ge-meinde. Hier machen sich bereits die Privilegien derer bemerkbar, die bereit waren, in der Nachfolge Jesu die richtigen Priorit\u00e4ten zu setzen (V.28-29). Eine Sonderrolle neh-men hier die J\u00fcnger ein, aber auch wir \u201eempfangen hundertfach\u201c.<\/p>\n<p>6.8 Der Text bietet damit die M\u00f6glichkeit, ausgiebig das Thema \u201eLohn\u201c zu behandeln. \u00dcber die Belohnung der Gl\u00e4ubigen wird nach der Entr\u00fcckung vor dem Richterstuhl (\u201eBema-Sitz\u201c = Preisgericht) Christi entschieden (2 Kor 5,10; R\u00f6m 14,10-12; 1 Kor 3,10-15). Hier werden die Werke der Gl\u00e4ubigen beurteilt (nicht dar\u00fcber befunden, ob jemand gerettet oder verloren ist!). <\/p>\n<p>6.9 Die Bibel nennt weitere Kriterien (neben denen in V.27-29), die f\u00fcr die ewige Beloh-nung relevant sind. Der Lohn hat hier die ideelle Form einer sichtbaren Auszeichnung (Kronen\/Siegeskr\u00e4nze &#8211; entspricht den Medaillen bei heutigen Sportwettk\u00e4mpfen), be-schr\u00e4nkt sich aber wohl nicht darauf (\u201e\u00fcber St\u00e4dte herrschen\u201c s. Lk 19,17.19.25):<br \/>\na) Die unverg\u00e4ngliche Krone: 1 Kor 9,24-25 (Denen verliehen, die sich in Zucht halten; den Sieg \u00fcber den alten Menschen\/die s\u00fcndige Natur errungen haben; gelernt haben, den Geist Gottes im Leben herrschen zu lassen)<br \/>\nb) Die Krone des Ruhmes: 1 Thes 2,19 (Denen verliehen, die Menschen f\u00fcr Christus gewonnen haben, z.B. Zeugen, Prediger, Missionare&#8230;)<br \/>\nc) Die Krone der Gerechtigkeit: 2 Tim 4,7-8 (F\u00fcr die bestimmt, die in Lehre und Leben trotz widriger Umst\u00e4nde den Glauben bewahrt haben; die bewu\u00dft mit der baldigen Wie-derkunft Christi rechnen)<br \/>\nd) Die Krone des Lebens: Jak 1,12 (F\u00fcr die, die Anfechtungen erdulden); Offb 2,10 (F\u00fcr die, die f\u00fcr ihren Glauben leiden, bis hin zum M\u00e4rtyrertod)<br \/>\ne) Der unverwelkliche Ehrenkranz: 1 Petr 5,2-4 (F\u00fcr solche, die die Herde Gottes treu geleitet haben; die Schafe mit der Milch und festen Speise des Wortes Gottes versorgt haben)<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n7.1 Erl\u00f6sungskonzepte<br \/>\nder Welt: \u201eWer immer strebend sich bem\u00fcht, den k\u00f6nnen wir erl\u00f6sen.\u201c (Goethe, Faust)<br \/>\ndes Katholizismus: das Kreuz Jesu und die Anwendung der sieben Sakramente; Aneig-nung durch Glauben und gute Werke<br \/>\ndes Islam: f\u00fcnfmal t\u00e4glich beten, nach Mekka pilgern&#8230; \u2013 dann vielleicht<br \/>\nder Bibel: Mt 19,26, vgl. Joh 19,30: \u201e&#8230;Es ist vollbracht&#8230;\u201c<\/p>\n<p>7.2 In unserem Text gibt es zwei Themen, die miteinander verkn\u00fcpft sind, aber unter-schieden werden m\u00fcssen: Das Heil einerseits und die Belohnung der Gl\u00e4ubigen ande-rerseits.<br \/>\nP. Timblin schreibt dazu: \u201eDas ewige Leben ist zwar ein Geschenk Gottes (V.25-26). &#8230;Es geht hier (V.27-30) um Lohn, den Jesus denen verspricht, die nicht nur das Ge-schenk des ewigen Lebens angenommen haben, sondern auch ihr physisches Leben hier f\u00fcr Ihn eingesetzt haben. Wir k\u00f6nnen heute etwas tun f\u00fcr die Ewigkeit!\u201c<\/p>\n<p>7.3 Das angef\u00fcgte Gleichnis Jesu (Mt 20,1-16) geh\u00f6rt eigentlich unmittelbar zum Kon-text von Mt 19,27-30 (vgl. Mt 19,30 mit Mt 20,16). Es soll die Tatsache der Belohnung veranschaulichen und zeigt folgende wichtige Prinzipien:<br \/>\na) Die Verteilung des Lohnes ist von Gott (seiner Souver\u00e4nit\u00e4t und seiner Gnade) ab-h\u00e4ngig (vgl. R\u00f6m. 9,20-21).<br \/>\nb) Die Menge unserer Werke ist nicht entscheidend nach dem g\u00f6ttlichen Ma\u00dfstab.<br \/>\nc) Ebenso wenig der Zeitpunkt, wann wir in das Arbeitsfeld einsteigen.<br \/>\nd) Gott belohnt nicht, weil wir etwas verdient h\u00e4tten, denn als seine Knechte, tun wir nur das, was wir schuldig sind (vgl. Lk. 17,7-10). Die Grundlage ist vielmehr seine G\u00fcte und Gnade. Eifersucht ist daher fehl am Platz.<\/p>\n<p>7.4 Was bedeutet \u201eBema-Sitz\u201c (Richterstuhl) nach 2 Kor 5,10?<br \/>\nEs handelt sich urspr\u00fcnglich um eine Trib\u00fcne im Stadion f\u00fcr Staatsoberh\u00e4upter und Eh-renb\u00fcrger der Stadt bei den Olympischen Spielen. D. Pentecost schreibt:<br \/>\n\u201eNach dem Kampf wurde der Sieger von den Schiedsrichtern vor das Podium, das \u201ebaema\u201c gef\u00fchrt, um dort einen Eichen- oder Lorbeerkranz als Kopfschmuck um die Stirn oder als Girlande \u00fcber die Schulter zu erhalten. Diesen Siegeskranz durfte er f\u00fcr die Dauer der Spiele zum Zeichen daf\u00fcr tragen, da\u00df er gesetzm\u00e4\u00dfig gek\u00e4mpft und ge-siegt hatte.<br \/>\nPaulus schildert den Gl\u00e4ubigen als Teilnehmer an einem Wettkampf und sagt, da\u00df die Sieger vor das \u201ebaema\u201c gef\u00fchrt werden. Auf dieser Trib\u00fcne sitzen jedoch nicht irgend-welche Ehreng\u00e4ste, sondern der Herr Jesus Christus selber. Aus seiner Hand nehmen die Sieger ihren Lohn entgegen. Dem Apostel geht es also nicht um die S\u00fcnde, sondern um die Belohnung der Kinder Gottes.\u201c <\/p>\n<p>7.5 Arbeitskampf der IG Metall \u2013 gescheitert.<br \/>\nUnser Arbeitskampf \u2013 erfolgreich! Die Bemessung unseres Lohnes ist bei Gott in den besten H\u00e4nden. Unsere Verantwortung ist es, treu zu sein.<br \/>\nSo oder \u00e4hnlich k\u00f6nnte man die aktuelle Wirtschaftslage zum Aufh\u00e4nger machen.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nV. 19-22 Der \u201egute\u201c Reiche<br \/>\nV. 23-26 Die armen Reichen<br \/>\nV. 27-30 Die reichen Armen<\/p>\n<p>Literatur:<br \/>\nDas neue Testament &#8211; erkl\u00e4rt und ausgelegt; H\u00e4nssler<br \/>\nWuppertaler Studienbibel; Brockhaus<br \/>\nDwight Pentecost, Bibel und Zukunft; CV<br \/>\nArnold Fruchtenbaum, Handbuch der biblischen Prophetie; Schulte &amp; Gerth<br \/>\nPaul Timblin, Das Matth\u00e4us-Evangelium; Braker Unterrichtsnotizen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Unter Gottes Augen leben: PetrusPredigtthema: Der zugesagte Lohn Bibelstelle: Matth\u00e4us 19,16-30 Verfasser: Markus Neumann 1. 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