{"id":1391,"date":"2003-07-07T11:40:24","date_gmt":"2003-07-07T09:40:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=209"},"modified":"2003-07-07T11:40:24","modified_gmt":"2003-07-07T09:40:24","slug":"predigthilfe-vom-3-8-2003-johannes-1-35-42","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-8-2003-johannes-1-35-42\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3.8.2003 &#8211; Johannes 1, 35-42"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Unter Gottes Augen leben: Petrus<br \/>Predigtthema: Zu Jesus gef\u00fchrt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Johannes 1, 35-42<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nJohannes der T\u00e4ufer bezeugt eindeutig Jesus als den Sohn Gottes, das Lamm Gottes (1,20-34). Zwei seiner J\u00fcnger &#8222;pr\u00fcfen&#8220; sein Zeugnis nach und Andreas bringt Simon zu Petrus (unser Text). Philippus wird in die Nachfolge gerufen und bringt Nathanael zu Jesus (1, 43 ff).<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nUnser Text wird nur von Johannes berichtet. Zu vergleichen sind aber die Berufungsgeschichten im AT und NT. Zu Jesus bringen: vgl. Mark. 2,1ff u.a.<\/p>\n<p>3. Aufbau des Textes<br \/>\na) Johannes der Wegweiser V 35-37<br \/>\nb) Zwei J\u00fcnger, die Nachfolger V 38-39<br \/>\nc) Andreas, der erste Missionar V 40-42<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV 35 Der &#8222;n\u00e4chste Tag&#8220; ist der Tag nach der Taufe Jesu. Johannes hatte auch &#8222;J\u00fcnger&#8220;, also j\u00fcngere Leute, die bei ihm lernten und ihm halfen (Ordnungsdienste etc.). Sie anerkannten Johannes als ihren Lehrer; er lehrte sie beten (vgl. Luk.11,1) und fasten (vgl. Matth. 9,14), etc.<\/p>\n<p>V 36 Johannes wiederholt sein Zeugnis \u00fcber Jesus. &#8222;Gottes Lamm&#8220;, das weist in die alttestamentliche Geschichte: Das Passah-Lamm (vgl. 2. Mose 12), wegen dessen Blut an den T\u00fcrpfosten der Todesengel Israel verschonte, vgl. auch Jes. 53, 7ff, wo der Messias als Opferlamm angesagt wird. Er ist das S\u00fcndopfer f\u00fcr die Welt.<\/p>\n<p>V 37 Die zwei h\u00f6ren und pr\u00fcfen selber. &#8222;Folgen&#8220; = der Auftrag ganzer Nachfolge.<\/p>\n<p>V 38 Jesus weist sie nicht ab. Seine Frage gibt den beiden die M\u00f6glichkeit ihren Willen auszudr\u00fccken. Wenn sie nach der &#8222;Herberge&#8220;,  w\u00f6rtl. &#8222;wo bleibst du&#8220; = &#8222;wo ist dein Zuhause?&#8220;, fragen, zeigen sie an, dass sie l\u00e4nger bei ihm sein wollen. &#8222;Rabbi&#8220; ist ehrerbietige Anrede.<\/p>\n<p>V 39 Eine genaue Zeitangabe: die zehnte Stunde = 16.00 Uhr &#8211; Ist Johannes der andere J\u00fcnger? Und das ist seine Bekehrungsstunde?<br \/>\nJesus l\u00e4dt die beiden ein. Er nimmt ihr Suchen ernst. So 2erleben&#8220; sie Jesus diesen Tag ganz pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p>V 40 Einer der beiden ist Andreas (griech. Name = der M\u00e4nnliche). Sein Vater war wohl nicht streng orthodox; er gab seinem Sohn den griechischen Namen. Vgl. auch Joh. 10,22: Andreas ist Ansprechpartner f\u00fcr griechische Jesussucher. Simon = Erh\u00f6rung, der sp\u00e4tere Petrus wird dann der bekanntere J\u00fcnger.<\/p>\n<p>V 41 Aber er verdankt seine Jesusstunde dem Andreas. Der hat Petrus &#8222;gesucht&#8220;. Er muss ihm unbedingt die &#8222;frohe Nachricht&#8220; weitergeben: Wir = aus zweier Zeugen Mund &#8211; &#8222;haben gefunden&#8220;: Der Ton der Freude klingt hier mit. Und Andreas hat schon die volle Jesuserkenntnis: Der ist der Messias, der verhei\u00dfene Erl\u00f6ser!<\/p>\n<p>V 42 &#8222;Er f\u00fchrte ihn zu Jesus&#8220;. Das ist der bis heute beste Dienst, den man einem anderen tun kann. Jesus blickt durch. Er kennt Simon mit Namen &#8211; die pers\u00f6nliche Zuwendung Jesu zu einem jeden Menschen &#8211; und er gibt ihm prophetisch schon den neuen Namen, den Dienstnamen: Petrus, der Fels (vgl. Matth. 16,18).<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nDie pers\u00f6nliche Begegnung mit Jesus f\u00fchrt in die Nachfolge und macht zum &#8222;Missionar&#8220;.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\na) Sind wir solche Wegweiser wie Johannes der T\u00e4ufer? 1. Er weist von sich weg. 2. Er bezeugt den zentralen Jesus: Das S\u00fcndopferlamm! 3. er l\u00e4sst seine J\u00fcnger zu Jesus gehen.<br \/>\nb) Sind wir solche Pr\u00fcfer wie die beiden Johannesj\u00fcnger? Sie glauben nicht &#8222;ins Blaue&#8220; hinein. Sie pr\u00fcfen selbst, einen ganzen Tag lang intensiv, wer dieser Jesus ist. Wir &#8222;pr\u00fcfen&#8220; durch eindringendes Studium der Bibel. Nehmen wir uns daf\u00fcr auch wirklich Zeit?<br \/>\nc) Sind wir solche Hin-F\u00fchrer zu Jesus wie Andreas? Er sucht seinen eigenen Bruder (n\u00e4chste Umgebung also); er bezeugt ihm klar den Heiland; er f\u00fchrt ihn hin zu Jesus. Ohne pers\u00f6nliche Suche und Hinf\u00fchrung geschieht kein Aufbruch: Der &#8222;Andreasdienst&#8220; ist wirksamer als X Gro\u00dfevangelisationen.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\na) Johannes ist Weg-Weiser: Von sich weg &#8211; auf Jesus hin. Wir wollen nicht Br\u00fcderbundleute werben, sondern Jesusnachfolger.<br \/>\nb) Schlimm, wenn ein Wegweiser in die falsche Richtung f\u00fchrt. Im Gebirge kann das t\u00f6dlich enden. Eine einzige Richtung: Hin zu Jesus.<br \/>\nc) Wir haben als Gl\u00e4ubige eine Pr\u00fcfpflicht, eben f\u00fcr die Verk\u00fcndigung. So sagen die Leute von Sychar: &#8222;Von nun an glauben wir nicht mehr um deiner Rede willen, denn wir haben selber geh\u00f6rt und erkannt (Joh. 4,42).<br \/>\nd) Die zwei J\u00fcnger suchten Jesus und sie bleiben bei ihm. Das Bleiben ist entscheidend, sonst ist es ein Strohfeuer: Das st\u00e4ndige Feuer des hl. Geistes.<br \/>\ne) Das klare Zeugnis ist unverzichtbar. Wer ist Jesus? Das Lamm Gottes; der, &#8222;der dir deine S\u00fcnde vergibt und heilet alle deine Gebrechen&#8220; (Ps. 103,3+4)<br \/>\nf) Andreas sucht seinen Bruder. Wo gibt es bei uns diese Suchbewegung eines noch Ungl\u00e4ubigen?<br \/>\ng) Er bringt ihn zu Jesus: Das braucht Geduld. Sind wir Wegleiter?<br \/>\nh) Jesus sieht den Petrus wie er ist und was er sein wird: Jesus sieht jeden Menschen mit &#8222;Zukunft&#8220;.<\/p>\n<p>8.Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: Drei wichtigste Dienste in der Jesusgemeinde:<br \/>\n1. Der Johannes-Dienst<br \/>\nWeg-Weiser: Weg von sich, hin auf Jesus. Das ist unser erster Auftrag. Wir wollen nicht &#8222;Br\u00fcderbundler&#8220; machen, sondern Jesusleute. Die Gefahr bei dem Wegweiser; t\u00f6dliche Gefahr! Johannes h\u00e4lt seine J\u00fcnger nicht eigens\u00fcchtig bei sich, er l\u00e4sst los. Johannes der Wegweiser mit klarer &#8222;Aufschrift&#8220;: Jesus das Gotteslamm. Das ist und bleibt Kern unserer Verk\u00fcndigung.<\/p>\n<p>2. Der Andreas-Dienst<br \/>\nAndreas sucht seinen Bruder. a) Pers\u00f6nliche Evangelisation ist die Wurzel des Gemeindewachstums. Gro\u00dfveranstaltungen sind oft nur Strohfeuer. b) Er sucht: Wo ist unsere Suche nach Ungl\u00e4ubigen? Andreas-Dienst: Er f\u00fchrt zu Jesus. Sind wir solche Wegbegleiter? c) Andreas ist selber entz\u00fcndet f\u00fcr Jesus, er glaubt! Er hat gepr\u00fcft. Die Pr\u00fcfpflicht der Gemeinde.<\/p>\n<p>3. Der Petrus-Dienst<br \/>\nJesus sieht den &#8222;Simon&#8220; = Petrus, wie er ist. Er weist ihn nicht ab. Er wendet sich ihm ganz pers\u00f6nlich zu, nennt ihn beim Namen (vgl. Jes. 43,1), das ist die Jesusart: Der Einzelne ist wichtig. Jesus sieht den Petrus-Simon, was er werden wird: Der Blick der Liebe, der Zukunft er\u00f6ffnet. Petrus-Dienst: Fels (vgl. Matth. 16,18). Er soll und wird die Gemeinde gr\u00fcnden, lehren und weiden (vgl. Joh. 21).<\/p>\n<p>Schluss: Die &#8222;Missionsmethode&#8220;: Allein auf Jesus zentriert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Unter Gottes Augen leben: PetrusPredigtthema: Zu Jesus gef\u00fchrt Bibelstelle: Johannes 1, 35-42 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 1. Zusammenhang Johannes der T\u00e4ufer bezeugt eindeutig Jesus als den Sohn Gottes, das Lamm Gottes (1,20-34). 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