{"id":1388,"date":"2003-06-18T11:26:32","date_gmt":"2003-06-18T09:26:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=206"},"modified":"2003-06-18T11:26:32","modified_gmt":"2003-06-18T09:26:32","slug":"predigthilfe-vom-13-7-2003-micha-69-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-13-7-2003-micha-69-16\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 13.7.2003 &#8211; Micha 6,9-16"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Tiefblick gewinnen<br \/>Predigtthema: Die rechte Gottesfurcht<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Micha 6,9-16<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Markus Neumann<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDritter Hauptabschnitt des Buches:<br \/>\nDer Rechtsstreit Gottes mit Israel und die Verhei\u00dfung der zuk\u00fcnftigen Gnade (Kap. 6,1 &#8211; 7,20)<br \/>\nDritter Teil des Rechtsstreits Gottes mit Israel im sechsten Kapitel:<br \/>\na) V. 1-5:  Die Anklage des Herrn wegen Israels Undankbarkeit<br \/>\nb) V. 6-8:  Michas Antwort (f\u00fcr das Volk): Das Wesen wahrer Fr\u00f6mmigkeit<br \/>\nc) V. 9-16: Das Gerichtsurteil des Herrn aufgrund der S\u00fcnde<\/p>\n<p>Im folgenden werden einige der S\u00fcnden aufgez\u00e4hlt, die Ursache f\u00fcr den Rechtsstreit mit Gott waren. Die offensichtliche Schuld des Volkes wird Konsequenzen haben.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\n3 Mose 26,26; 5 Mose 28,30.33; 1 K\u00f6n 16,16-28.30-33; 2 Chr 22,4; Spr 20,10; Hes 22,29; Mi 2,1-2; Hos 4,10<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<br \/>\na) V. 9: Die Anrede Gottes an Jerusalem<br \/>\nb) V. 10-12: Der Anlass f\u00fcr den Rechtsstreit: Die S\u00fcnden des Volkes<br \/>\nc) V. 13-16: Die Ank\u00fcndigung der Strafe Gottes<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 9  Erneute Aufforderung an das Volk zu h\u00f6ren (vgl. V.1). \u201eDer Herr ruft der Stadt zu\u201c: dies ist ein Alarmruf, Gefahr droht. Israel tut gut daran, auf Gottes Reden und Z\u00fcchtigung (\u201eZuchtrute\u201c) zu achten.<\/p>\n<p>V. 10-12  Hier werden wieder einige S\u00fcnden erw\u00e4hnt, die beispielhaft f\u00fcr andere stehen.<br \/>\n&#8211; Anh\u00e4ufung von Reicht\u00fcmern mit unredlichen Mitteln<br \/>\n&#8211; Unehrliche Gesch\u00e4ftspraktiken, Betrug &#8211; Gebrauch eines falschen, weil zu kleinen Ma\u00dfes (Epha) und falsch anzeigender Waagen\/Gewichte<br \/>\n&#8211; Gewalt<br \/>\n&#8211; L\u00fcge<br \/>\nIhr Handeln steht im Gegensatz zu dem, was der Herr fordert (vgl. 3 Mose 19,35-36; 5 Mose 25,13-16; Spr 11,1; 16,11; 20,23; Hos 12,8; Am 8,5). Deshalb muss er auch richten.<br \/>\nVgl. V.8: \u201eMan hat dir mitgeteilt, was gut ist&#8230;\u201c \u2013 Die Verhaltensweisen, die Micha tats\u00e4chlich bei seiner Generation  beobachten kann, stehen im direkten Kontrast zum Gesetz Gottes.<\/p>\n<p>V. 13-15  Diese Verse erkl\u00e4ren, was die Zuchtrute bedeutet: Wegen der Verw\u00fcstung des Landes wird die Gier der Reichen (die sich in unrechtm\u00e4\u00dfiger Weise bereichert haben) nicht befriedigt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nEine richterliche Verurteilung zu Krankheit und Zerst\u00f6rung wird ausgesprochen.<br \/>\nDer Zusammenhang mit dem Sinaibund (Gesetzgebung) ist offensichtlich, da die Strafe die Bundesfl\u00fcche aufgreift, die im mosaischen Gesetz festgelegt sind (V.15 vgl. 3 Mose 26,20; 5 Mose 28,40.51).<\/p>\n<p>V. 16  Das Volk hatte Gottes Forderungen (V. 8) nicht eingehalten. Welche Ordnungen hielten sie? Die Ordnungen Omris und Ahabs (und seiner Dynastie), der zwei schlimmsten K\u00f6nige des Nordreiches. Das beinhaltete G\u00f6tzendienst (Baalskult, s. 1 K\u00f6n 16,21-22.28-33), Verfolgung von Propheten (1 K\u00f6n 18,4), Raub und Mord &#8211; vom Nordreich her kamen diese S\u00fcnden auch nach Juda, und nun sind alle schuldig. Sie werden zu einem Objekt des Entsetzens unter den Nationen werden (vgl. Klgl 2,15-16).<\/p>\n<p>5. Spitze des Textes<br \/>\nGott ist es keineswegs entgangen, dass die gesamte Lebenspraxis des Volkes im v\u00f6lligen Gegensatz zu allem steht, was er durch das Gesetz als \u201egut\u201c vorgegeben hatte (vgl. V.8). Deshalb muss er jetzt richten bzw. z\u00fcchtigen.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>6.1 Wiederum die Aufforderung \u201eHorch&#8230;!\u201c (V.1) &#8211; vgl. Predigttipp vom 6.7.: Das Wort Gottes ist eine laute Herausforderung an den Menschen (Jes 1,2; Mt 17,5; Offb 2,7). Das H\u00f6ren ist eine innere Stellungnahme, ein aktiver Willensakt, die Bereitschaft, sich dem Wort Gottes auszusetzen. S\u00fcnde beginnt, wo der Mensch nicht h\u00f6ren will, was Gott ihm zu sagen hat (Jer 7,24-28; 25,3-11). Da die Bibel Gottes inspiriertes Wort ist, ist sie in der Lage, von S\u00fcnde zu \u00fcberf\u00fchren und zurechtzuweisen (2 Tim 3,16; vgl. Joh 16,7-8).<\/p>\n<p>6.2 V.16: Israel wird wegen S\u00fcnde zu einem Objekt des Entsetzens unter den Nationen werden (vgl. Klgl 2,15-16). Gott beh\u00e4lt sich offenbar auch heute vor, S\u00fcnde, die z.B. die Zeugniskraft der Gemeinde extrem beeintr\u00e4chtigen, besonders augenf\u00e4llig zu quittieren (Apg 5,1-11; 1 Kor 11,29-30).<\/p>\n<p>6.3 Auch wir Christen sind aufgefordert, den Kampf gegen die S\u00fcnde aufzunehmen (Hebr 12,4). Wenn wir diese Notwendigkeit vernachl\u00e4ssigen, haben wir mit Gottes Z\u00fcchtigung zu rechnen, die dann als ein Ausdruck der Liebe des Vaters gegen einen Sohn zu sehen ist (Hebr 12,5-11).<\/p>\n<p>6.4 Der gebotene Weg f\u00fcr den Umgang mit der eigenen S\u00fcnde lautet \u201ebekennen\u201c (1 Joh 1,9), d.h. nicht nur aufz\u00e4hlen oder hersagen, sondern S\u00fcnde so sehen, wie Gott sie sieht. Das wird unweigerlich den Wunsch zur Umkehr ausl\u00f6sen.<br \/>\nDer Weg f\u00fcr den Umgang mit S\u00fcnde in der Gemeinde ist in Mt 18,15-17 skizziert.<\/p>\n<p>6.5 vgl. V.12: Die Zunge \u2013 das unkontrollierte (unkontrollierbare?) Organ (Jak 3,7-10)<\/p>\n<p>6.6 vgl. V 12: Das Motiv, reich werden zu wollen (= Geldliebe), kann in Konkurrenz zu Gott treten und schwerwiegende Folgen haben (1.Tim 6,9-11; Jak 4,13; Mt 6,24).<\/p>\n<p>6,7 Die Fruchtlosigkeit des Lebens (vgl. V.13-15) k\u00f6nnte die Folge von Gottesferne sein (Jak 4,1-5; 5,1-6).<\/p>\n<p>6.8 Ahab und Omri waren K\u00f6nige &#8211; extrem hochstehende Pers\u00f6nlichkeiten also &#8211; allerdings die schlimmsten K\u00f6nige die das Nordreich Israel je hatte, G\u00f6tzendiener und M\u00f6rder. Angesehene und prominente Pers\u00f6nlichkeiten k\u00f6nnen v\u00f6llig falsche Vorbilder sein! 1.Kor 15,33: Irrt euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>7.1 Wenn das ganze Kapitel 6 die Form eines Gerichtsverfahrens hat, dann haben wir hier die Anklageschrift (V.10-12) und die Urteilsverk\u00fcndigung (V.13-16).<\/p>\n<p>7,2 vgl. Predigttipp vom 6.7.: Die Verse 1-8 (welche Forderungen hatte Gott an Israel gestellt?) und 9-16 (welche Verhaltensweisen lassen sich im Volk tats\u00e4chlich beobachten?) bilden eigentlich eine Einheit. Eine vollst\u00e4ndige Gliederung k\u00f6nnte dann wie folgt aussehen:<br \/>\na) V. 1-5:  Die Anklage des Herrn wegen Israels Undankbarkeit<br \/>\nb) V. 6-8:  Michas Antwort (f\u00fcr das Volk): Das Wesen wahrer Fr\u00f6mmigkeit<br \/>\nc) V. 9-16: Das Gerichtsurteil des Herrn aufgrund der S\u00fcnde<\/p>\n<p>7.3 s.V.10: Epha  = Trockenhohlma\u00df von ca. 36 Liter<\/p>\n<p>7.4 V.12-13: Volksmund: \u201eUnrecht Gut gedeihet nicht.\u201c<\/p>\n<p>7.5 V.15 vgl. 3 Mose 26,20; 5 Mose 28,40.51 &#8211; \u201eGehorsam bringt Segen, Ungehorsam bringt Fluch\u201c.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>Veranschaulichung: Gottes Gericht &#8211; Das Fass ohne Boden wird nicht voll (V.14-15)&#8230;<\/p>\n<p>Gliederung:<br \/>\na) V. 9: Alarm \u2013 H\u00f6r auf Gott!<br \/>\nb) V. 10-12: Alarm \u2013 Unrecht Gut gedeihet nicht!<br \/>\nc) V. 13-16: Alarm \u2013 w\u00e4hle Segen statt Fluch!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Tiefblick gewinnenPredigtthema: Die rechte Gottesfurcht Bibelstelle: Micha 6,9-16 Verfasser: Markus Neumann 1. 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