{"id":1384,"date":"2003-05-17T11:10:54","date_gmt":"2003-05-17T09:10:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=202"},"modified":"2003-05-17T11:10:54","modified_gmt":"2003-05-17T09:10:54","slug":"predigthilfe-vom-15-6-2003-micha-41-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-15-6-2003-micha-41-5\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 15.6.2003 &#8211; Micha 4,1-5"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Durchblick haben<br \/>Predigtthema: Der Blick auf Frieden<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Micha 4,1-5<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Stefan Greiner<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang und Erkl\u00e4rungen zum Propheten Micha<br \/>\nMicha ist trotz der K\u00fcrze seines Buches einer der wichtigsten Propheten.<br \/>\nMicha bedeutet \u201eWer ist gleich dem Herrn?\u201c. \u00dcber seine Person wissen wir nur sehr wenig. Er war geb\u00fcrtig von Moreseth-Gad, dem Ackerbaust\u00e4dtchen zwischen Hebron und Gaza im S\u00fcdreich. Sehr wahrscheinlich war er wie Amos Landwirt. Es kann sein, dass er sich mit anderen Fl\u00fcchtlingen vor dem heranst\u00fcrmenden Assyrerheer nach Jerusalem geflohen war, wo er sein Prophetenamt aus\u00fcbte.<br \/>\nMicha hat unter den K\u00f6nigen Judas: Jotham, Ahas und Hiskia prophezeit.<br \/>\nEr war ein Zeitgenosse von Jesaja und Hosea (Nordreich).<br \/>\nMicha trat noch vor dem Fall Samarias (Hauptstadt des Nordreiches) auf, das im 16.Regierungsjahr des K\u00f6nigs Ahas zerst\u00f6rt wurde (722 v.Chr.). Micha trat zwischen 740 und 700 v.Chr. als Prophet auf.<br \/>\nDie Botschaft von Micha: Gottes Gericht und sp\u00e4teres Heil. Jahwe ist ein heiliger und gerechter Gott, welcher Ungerechtigkeit bestraft, aber dann auch Gnade schenkt. Wie Amos sieht Micha Israel und Juda in ihrem Ungehorsam dem Bund Jahwes gegen\u00fcber. Es gibt G\u00f6tzendienst, soziale und juristische Ungerechtigkeit, und darauf steht Gericht. Dem gegen\u00fcber hat aber auch Micha die Botschaft der Hoffnung und Verhei\u00dfungen f\u00fcr den \u201e\u00dcberrest\u201c.<\/p>\n<p>Zusammenhang zu Micha 4,1-5:<br \/>\nKapitel 1: Das Gericht \u00fcber Samaria und Jerusalem wird angek\u00fcndigt.<br \/>\nKapitel 2,1-11: Die Ursachen f\u00fcr dieses Gericht wird geschildert.<br \/>\nKapitel 2, 12-13: Vorhersage von der zuk\u00fcnftigen Sammlung des Volkes Israels.<br \/>\nKapitel 3,1-8: Die Verurteilung der F\u00fchrer Israels.<br \/>\nKapitel 3,9-12: Die Folge der Korruption der F\u00fchrer: Die Zerst\u00f6rung Jerusalems<br \/>\nIn unserem Abschnitt (Kapitel 4,1-5) geht es nun mit dem Thema \u201eJerusalem\u201c weiter. Hier haben wir es jedoch mit der zuk\u00fcnftigen Herrlichkeit der Stadt zu tun.<\/p>\n<p>Heilsgeschichtlicher Zusammenhang:<br \/>\nMicha 4,1-5 spricht vom kommenden Gottesreich. Es handelt sich um eine Prophetie \/ Vorhersage auf das tausendj\u00e4hrige Friedensreich auf der Erde. Der biblische \u201eStationenplan\u201c f\u00fcr die Weltgeschichte sagt uns die Zeit des Antichristen (Drangsals-, Tr\u00fcbsalszeit) voraus, verbunden mit der Auferstehung der verstorbenen Christen und der Entr\u00fcckung der lebenden Christen (vor, w\u00e4hrend oder nach dem antichristlichem Reich &#8211; hier gehen die Meinungen auseinander). Um das Reich des Antichristen zu beenden und den Antichrist zu besiegen kommt Jesus wieder und richtet auf der Erde das tausendj\u00e4hrige Friedensreich auf. Micha 4,1-5 nennt besondere Merkmale dieses k\u00fcnftigen Gottesreiches. <\/p>\n<p>2.  Biblische Parallelen<br \/>\nV.1-3 sind fast identisch mit Jes.2,2-4<br \/>\nBeschreibungen und Merkmale des tausendj\u00e4hrigen Reiches: Hos.3,5; Sach.3,10; 8,20-23; 14,9-10; Jes.11,6-10; 35,10; 41,18-19; Am.9,13-15; Offb.20,2<\/p>\n<p>3.  Der Aufbau des Textes<br \/>\nV.1-5: Merkmale des zuk\u00fcnftigen tausendj\u00e4hriges Reiches.<\/p>\n<p>4.  Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV.1a: \u201eAm Ende der Tage\u201c &#8211; bezeichnet die Zeit, da Gott alle Ereignisse der Geschichte zur Vollendung bringen wird. Diese Wendung bezieht sich gew\u00f6hnlich auf die Drangsal oder auf das tausendj\u00e4hrige Reich (so wie hier). Des Herrn Haus ist der Tempel, welcher auf dem Berg Zion steht. Dieser wird h\u00f6her als alle Berge und erhaben \u00fcber die H\u00fcgel sein. Buchst\u00e4bliche Deutung: Der Tempel in Jerusalem auf dem Berg Zion wird das h\u00f6chste Geb\u00e4ude sein und alle anderen Geb\u00e4uden \u00fcberragen, verbunden mit geographischen Ver\u00e4nderungen (vgl. Hes.40-43; Sach.14,10). \u00dcbertragene Bedeutung (das eine schlie\u00dft aber das andere nicht aus): Der Tempel wird gro\u00dfe Wichtigkeit besitzen und eine herausragende Stellung einnehmen. Somit wird der Tempelberg das Zentrum des tausendj\u00e4hrigen Reiches sein, der Ort, von aus Christus herrschen wird (Sach.8,3).<\/p>\n<p>V.1b: Viele V\u00f6lker werden nach Jerusalem und seinem Tempel herzulaufen. Im tausend-j\u00e4hrigen Reich wird von Jerusalem eine gro\u00dfe Anziehungskraft ausgehen.<\/p>\n<p>V.2: Menschen wollen lernen und in den Wegen des Herrn zu gehen. Der Herr soll sie lehren. Das ist der Grund, warum viele nach Jerusalem zum Tempelbezirk pilgern (vgl. Sach.8,20-22), denn von dort wird Weisung (Lehre) und des Herrn Wort ausgehen. Christus wird die Menschen in Jerusalem lehren . . .<\/p>\n<p>V.3a: . . . und richten. Dann werden viele Heiden und gro\u00dfe V\u00f6lker ihre Streitigkeiten vor den Herrn bringen. Sie werden sich Gottes Urteil unterwerfen in der Einsicht, dass er entscheidet, was richtig ist und wer recht hat. Am Ende der Zeiten wird sich die ganze Welt willig dem Wort Gottes und seinem Ratschlu\u00df beugen. Das tausendj\u00e4hrige Reich ist ein Reich der Gerechtigkeit, weil der K\u00f6nig der Gerechtigkeit selbst regiert.<\/p>\n<p>V.3b: Umstellung der Kriegsproduktion auf Zivilproduktion. Es wird kein Krieg mehr geben, ja die Menschen werden sogar verlernen was Krieg bedeutet. Das tausendj\u00e4hrige Reich ist ein Friedensreich (sogar in der Tierwelt &#8211; Jes.11,6-10).<\/p>\n<p>V.4: Ein Bild der Sicherheit und des allgemeinen Wohlstandes ist die Aussage, dass ein jeder unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen werde (vgl. 1.K\u00f6.5,5; Sach.3,10). Alles was bisher Micha schrieb ist kein M\u00e4rchen oder menschlicher Wunschtraum, sondern die Wahrheit, denn der Mund des Herrn Zebaoth hat es geredet.<\/p>\n<p>V.5: Dieser Vers bezieht sich auf die heidnischen V\u00f6lker zu Michas Zeit. Es k\u00f6nnen hier nicht die V\u00f6lker des tausendj\u00e4hrigen Reiches gemeint sein, von denen Micha in V.2+3 sagte, dass sie nach Jerusalem gehen werden, um sich in der Lehre des Herrn unterweisen zu lassen. Auch wenn die heidnischen V\u00f6lker G\u00f6tzen anbeten, so wird Micha sich nicht abbringen lassen im Namen seines Herrn zu wandeln (d.h. nach seinem Willen leben und ihm dienen) und zuk\u00fcnftig ganz Israel im tausendj\u00e4hrigen Reich.<\/p>\n<p>5. Spitze des Textes<br \/>\nGottes Vorhersagen \u00fcber sein k\u00fcnftiges tausendj\u00e4hriges Friedensreich.<\/p>\n<p>6.  Der Text heute<br \/>\n6.1 Die Frage nach der Erf\u00fcllung von Micha 4,1-5 (ich schreibe hier von meinem pers\u00f6nlichen Verstehen des Textes (Schriftverst\u00e4ndnis) &#8211; andere m\u00f6gen anderer Meinung sein):<br \/>\nMicha 4,1-5 wird zuk\u00fcnftig buchst\u00e4blich im tausendj\u00e4hrigen Reich in Erf\u00fcllung gehen.<br \/>\nWarum? Literalprinzip &#8211; ich nehme den Text buchst\u00e4blich, so wie er da steht. So hat der Text sich noch nicht erf\u00fcllt, aber Gott hat es so verhei\u00dfen, also muss es und wird es noch so kommen. Ich traue Gott alles zu, auch die wortw\u00f6rtliche Erf\u00fcllung dieser Vorhersagen.<\/p>\n<p>Andere Meinungen: Ideale Schilderung (= Utopie) ohne wirkliche Erf\u00fcllung; Hoffnungsbild (Frieden) f\u00fcr die Menschen, ohne es aber je zu erreichen; geistliche Erf\u00fcllung in der Gemeinde &#8211; symbolische Redeweise (als geistliche \u00dcbertragungen m\u00f6glich); es sind weltliche Bilder zur Beschreibung der Ewigkeit.<\/p>\n<p>6.2 Wir m\u00fcssen es erleben, wie Gottes Worte in den Schmutz gezogen werden, verl\u00e4stert werden, f\u00fcr Werbeslogan missbraucht werden und falsch ausgelegt werden. Aber es wird die Zeit kommen, in der alle Menschen acht haben auf die Worte des Herrn, sein Reden ernst genommen wird und die Menschen sich danach ausrichten.<\/p>\n<p>6.3 Wir gro\u00df ist doch heute der Wunsch nach Friede und Gerechtigkeit. Bei der UNO in New York h\u00e4ngt ein Bild mit der Aufschrift \u201eSchwerter zu Pflugscharen\u201c. Das wird es aber auf der Erde nie geben, die Menschen werden es nicht von sich schaffen, bis zu dem Tag, an dem Jesus (Friedef\u00fcrst und Richter) sein Reich auf Erden aufrichtet. Aber im Kleinen soll es und kann es anfangen. Friede mit Gott bekomme ich durch den stellvertretenden Tod von Jesus. Gerechtigkeit vor Gott bekomme ich, weil Jesus f\u00fcr meine Schuld bezahlt hat. Nach dem Empfang von Friede und Gerechtigkeit sollen wir es wieder weitergeben an unsere Mitmenschen.<\/p>\n<p>6.4 Viele Menschen um uns herum \u201ewandeln im Namen seines Gottes\u201c. Jeder macht was er will, was er f\u00fcr richtig erachtet. Wir wollen fest stehen wir Micha &#8211; \u201eaber wir\u201c. Aber wir bleiben fest bei unserem Glauben an unseren Gott. Wir lassen uns nicht durch Zeitstr\u00f6mungen, Aufl\u00f6sung der Werte von unserem Wandel abbringen. Wir leben in unserer Zeit nach dem Willen Gottes und dienen alleine ihm.<\/p>\n<p>7.  Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n7.1 Fragen wir noch nach dem Herrn? \u201eGehen\u201c wir zum Herrn um einen Rat, Weisung zu empfangen. H\u00f6ren wir auf ihn und seine Worte, bei Streitigkeiten. Durch seinen Geist lehrt er uns heute schon. Wir d\u00fcrfen und wollen lernen von ihm. Wir d\u00fcrfen und wollen auf seinen Wegen gehen, auf seinen Pfaden wandeln.<\/p>\n<p>7.2 Gott h\u00e4lt die Welt und ihre Geschichte in seiner Hand. Nicht die Menschen bestimmen die Weltgeschichte, sondern Gott. Gott f\u00fchrt seinen Plan aus. Ihm d\u00fcrfen wir vertrauen, dass seine Zusagen eintreffen. Alle Verhei\u00dfungen auf Jesu erstes Kommen, auf die Gemeinde, teilweise auf Israel sind treu in Erf\u00fcllung gegangen. Deshalb werden die Ausstehenden sich auch treu, w\u00f6rtlich erf\u00fcllen. Wir glauben an den Herrn der Welt.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: Zusammenhang erkl\u00e4ren; Thema Friede einsteigen; kurze Einf\u00fchrung \u00fcber die Aussagen zum tausendj\u00e4hrigen Reich.<\/p>\n<p>Wir bekommen 8 Merkmale des k\u00fcnftigen Gottesreichen:<br \/>\n(Gliederung nach \u201eDas Alte Testament &#8211; erkl\u00e4rt und ausgelegt\u201c)<\/p>\n<p>1.  Der Tempel im tausendj\u00e4hrigen Reich wird die ganze Welt \u00fcberragen &#8211; 4,1a<br \/>\n2.  Die V\u00f6lker der ganzen Welt werden nach Jerusalem kommen &#8211; 4,1b<br \/>\n3.  Jerusalem wird der Ort der Weisung f\u00fcr die ganze Welt sein &#8211; 4,2a<br \/>\n4.  Die Offenbarung wird von Jerusalem ausgehen &#8211; 4,2b<br \/>\n5.  Der Herr wird Richter sein in Jerusalem &#8211; 4,3a<br \/>\n6.  \u00dcberall wird Friede herrschen &#8211; 4,3b<br \/>\n7.  Israel wird in Sicherheit und Frieden wohnen &#8211; 4,4<br \/>\n8.  Israel wird zu seiner Religion zur\u00fcckkehren &#8211; 4,5<br \/>\n(Evtl. mit Folie die einzelnen Punkte w\u00e4hrend der Predigt aufdecken)<\/p>\n<p>Oder:<br \/>\n1.  Von Jerusalem geht die Lehre aus<br \/>\n2.  Von Jerusalem geht die Rechtsprechung aus<br \/>\n3.  Von Jerusalem geht der Frieden und Sicherheit aus<\/p>\n<p>Schluss: \u201eWir wandeln im Namen des Herrn\u201c<\/p>\n<p>Abrundung: Lied Nr.74 (Ich will dir danken): \u201eW\u00fcst ist das Land\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Durchblick habenPredigtthema: Der Blick auf Frieden Bibelstelle: Micha 4,1-5 Verfasser: Stefan Greiner 1. Zusammenhang und Erkl\u00e4rungen zum Propheten Micha Micha ist trotz der K\u00fcrze seines Buches einer der wichtigsten Propheten. 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