{"id":1372,"date":"2003-03-10T11:06:58","date_gmt":"2003-03-10T09:06:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=190"},"modified":"2003-03-10T11:06:58","modified_gmt":"2003-03-10T09:06:58","slug":"predigthilfe-vom-6-4-2003-lukas-1511-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-6-4-2003-lukas-1511-32\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 6.4.2003 &#8211; Lukas 15,11-32"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Jesu Blick f\u00fcr Not<br \/>Predigtthema: Die Not der Gottesferne<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 15,11-32<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: G\u00fcnther Baumg\u00e4rtner<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nWieder nehmen die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten an Jesus Ansto\u00df weil er zu den S\u00fcndern geht, in einzigartiger Weise stellt Jesus das Evangelium f\u00fcr die Verlorenen dar.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nDas Gleichnis vom verlorenen Sohn geh\u00f6rt zum Sondergut des Lukas. <\/p>\n<p>1. Der Aufbau des Textes<br \/>\nV. 11-12:\tForderung des Erbes<br \/>\nV.13:\t\tAbreise<br \/>\nV. 14-16:\tNot in der Fremde<br \/>\nV. 17-19:\tS\u00fcndenerkenntnis<br \/>\nV. 20-21:\tS\u00fcndenbekenntnis<br \/>\nV. 22-24:\tWiederannehme<br \/>\nV. 25&#8211;30:\tZorn des \u00e4lteren Bruders<br \/>\nV. 31-32:\tWerben des Vater um den daheim gebliebenen Sohn<\/p>\n<p>2. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 11: Weiter, sagte er. Jesus kn\u00fcpft an die vorigen Gleichnisse an und hat immer noch die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er vor sich V.2.<\/p>\n<p>V.12: Die Initiative geht vom j\u00fcngeren Sohn aus. Es gab auch damals die M\u00f6glichkeit der Schenkung zur Lebzeit, allerdings behielt der Vater in der Regel die Nutznie\u00dfung.<br \/>\nDem j\u00fcngeren Sohn stand als Erbe ein Drittel des Verm\u00f6gens zu, dem \u00e4lteren Sohn standen zwei Drittel zu (5. Mose 21,17).<br \/>\nOhne Diskussion teilte der Vater das Erbe unter beiden S\u00f6hnen, doch behielt er beim \u00e4lteren Sohn die Nutznie\u00dfung.<\/p>\n<p>V.13: Fernes Land, bedeutet in ein heidnisches Land , also au\u00dferhalb von Israel.<br \/>\nPrassen, Z\u00fcgellos, w\u00f6rtl. heilloses, gottloses Leben (Vergl. Spr\u00fcche 23,21).<\/p>\n<p>V.14: Darben w\u00f6rtl: zu sp\u00e4t kommen, verfehlen, ausgeschlossen werden, Mangel leiden, entbehren. Er hat das Ziel verfehlt, ist ausgeschlossen von der Gemeinschaft mit Gott.<br \/>\nEr kommt am tiefsten Punkt an.<\/p>\n<p>V.15:  h\u00e4ngte sich an einen B\u00fcrger, w\u00f6rtl. nur durch anhaltendes und dringendes Bitten lie\u00df der B\u00fcrger sich bewegen ihn aufzunehmen.<br \/>\nSchweine h\u00fcten ist das allerniedrigste f\u00fcr einen Juden, denn nach 3. Mose 11,7 sind Schweine unreine Tiere. Welch eine Dem\u00fctigung f\u00fcr einen Juden.<\/p>\n<p>V.16: Er begehrte: ein lang anhaltender und immer wieder neuer Versuch, eine Zeit der Qual. Er litt Hunger.<br \/>\nSchoten, sind die Fr\u00fcchte  des Johannisbrotbaums.<\/p>\n<p>V.17: Er ging in sich,(schlug er in sich) d.h.: Er kam zu sich, er kehrte bei sich ein. Er erwachte und wurde n\u00fcchtern, dachte \u00fcber die Situation nach. Es erwachte die Sehnsucht nach der Heimat, Gottessehnsucht.<\/p>\n<p>V.18: aufmachen und zu meinem Vater gehen. Der Entschluss zur Heimkehr reifte in der Fremde, in der Not.<br \/>\nZuerst gegen den Himmel, das hei\u00dft gegen Gott. Dann gegen Menschen.<br \/>\nDie Not brachte eine S\u00fcndenerkenntnis, doch aus der S\u00fcndenerkenntnis muss ein S\u00fcndenbekenntnis werden.<\/p>\n<p>V.20: Es darf nicht bei einem Entschluss bleiben, er muss ausgef\u00fchrt werden.<br \/>\nEr sah, lief, fiel, k\u00fcsste, hier sehen wir im Verhalten des Vaters des Wesen Gottes, das Vaterherz Gottes. So kommt Gott uns in Jesus Christus entgegen.<br \/>\nLaufen ist gegen die Sitte des Orients, denn der W\u00fcrdigere wartet oder l\u00e4uft langsam, durch die Liebe wird die Sitte durchbrochen.<br \/>\nKuss hei\u00dft: wir geh\u00f6ren zusammen.<\/p>\n<p>V.21: Ein klares Schuldbekenntnis wird ausgesprochen ohne Besch\u00f6nigung oder Abw\u00e4lzung der Schuld. (Vergl. Bu\u00dfpsalmen Davids 32 und 51; 1. Joh.1,7 und 9).<\/p>\n<p>V.22-23:&gt; Kleid: Bild f\u00fcr das neue Leben (Vergl. Matth. 22,12)<br \/>\n\t   &gt;  Ring: Bild f\u00fcr eine neue Beziehung (Wir geh\u00f6ren zusammen)<br \/>\n&gt; Sandalen: Bild f\u00fcr den neuen Weg  ( Nur eigene Kinder bekamen Schuhe,          die Knechte nicht)<br \/>\nDiese drei Gegenst\u00e4nde sind ein Beweis f\u00fcr die Wiedereinsetzung in den Sohnesstand.<br \/>\n\t   &gt; Fest: Bild f\u00fcr die Freude der Heimkehr ins Vaterhaus (Lk. 15,10)<\/p>\n<p>V.24:Tod bedeutet: geistlicher Tod (getrennt von Gott), lebendig weil er jetzt an Gott glaubte.<\/p>\n<p>V.27: Gesund wieder, bedeutet nicht nur \u00e4u\u00dferes Wohlbefinden, sondern auch die geistige und geistliche Gesundheit.<\/p>\n<p>V.28: Keine Freude \u00fcber die Heimkehr des Bruders, auch ein Bild f\u00fcr die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten in Israel.<br \/>\nDer Vater kam heraus, im Griechischen kommt hier das Intensive bem\u00fchen des Vaters zum Ausdruck, er nahm mehrfach Anlauf um den Sohn zu bewegen.<br \/>\nSo wirbt Jesus auch um die Anwesenden Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten V.2.<\/p>\n<p>V.29: Der Sohn sah seinen Dienst nicht als Liebesdienst sondern als Sklavendienst.<br \/>\nDer zornige Sohn bezeichnete seinen Bruder als \u201edein Sohn\u201c dem Vater gegen\u00fcber, diese Bezeichnung war sehr ver\u00e4chtlich.<\/p>\n<p>V.30-31: Mein Sohn,  noch einmal wirbt der Vater um den \u00e4lteren Sohn. Der Vater erinnert an das was ihm geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>V.32: Jesus macht hier einen Schlusspunkt. \u00dcber den \u00e4lteren Sohn erfahren wir nichts mehr, wohl auch deshalb weil er in der Gestalt der Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten vor ihm steht und selber entscheiden muss was er will.<\/p>\n<p>3. Die Spitze des Textes<br \/>\nGott kommt uns in Jesus Christus entgegen und nimmt uns in seine Gemeinschaft auf.<\/p>\n<p>4. Der Text heute<br \/>\na) Die Menschen ohne Jesus sind auf dem Weg zum Schweinetrog, ins Verderben<br \/>\nb) Gott kommt uns in Jesus Christus entgegen und schenkt uns Vergebung.<br \/>\nc) Jesus nimmt uns als seine Kinder an (Joh.1,12) und gibt uns ein erf\u00fclltes Leben.<br \/>\nd) Der daheim gebliebene Sohn lebte ein Leben der Armut in der F\u00fclle<br \/>\n(Bild f\u00fcr so manche Gl\u00e4ubige heute)<\/p>\n<p>5. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>1) Die Fremde<br \/>\na) Jeder Mensch ist auf dem Weg in die Fremde wie der verlorene Sohn<br \/>\nb) Ein Leben ohne Gott kennt nur die kurzzeitige Freude<br \/>\nc) Am Ende steht der Schweinetrog, das Verderben<br \/>\nd) Der Weg ohne Jesus kann auch Konsequenzen haben<br \/>\n(Bsp.: Heirat mit einem Ungl\u00e4ubigen)<\/p>\n<p>2) Die Heimkehr<br \/>\na) Die tiefe Not bringt ein Nachdenken mit sich, weckt eine Sehnsucht nach Zuhause, nach Gott.<br \/>\n(Beispiele aus unserem Umfeld suchen)<br \/>\nb) Die Sehnsucht  nach Gott steckt im Herzen eines jeden Menschen (Prediger 3,11). Selig sind sie Heimweh haben, denn sie sollen nach Hause kommen (Jung- Stilling).<br \/>\nc) Der Weg ins Vaterhaus Gottes steht durch Jesus Christus f\u00fcr jeden offen (Joh.14,6).<br \/>\nd) Der Vater nimmt mit offenen Armen auf. Hier sehen wir das Vaterherz Gottes.<br \/>\n(Heute wieder neu betonen, da viele Menschen oft eine v\u00f6llig falsche Gottesvorstellung haben).<br \/>\ne) Auf das S\u00fcndenbekenntnis erfolgt Vergebung, ohne Bu\u00dfe keine Vergebung.<\/p>\n<p>3) Das Freudenfest<br \/>\na) Der heimkehrende Sohn wird wieder aufgenommen und zwar als Sohn (Joh.1,12)<br \/>\n(Bsp: Kuss, Kleid, Ring, Sandalen, siehe Einzelauslegung)<br \/>\nb) Das Fest ist zugleich Ausblick auf Gottes Fest im Himmel (Vergl. Off.4-5)<\/p>\n<p>6. Gliederung zur Predigt<br \/>\nA) In der Fremde<br \/>\nB) Die Heimkehr<br \/>\nC) Das Freudenfest<\/p>\n<p>Sollten nur Gl\u00e4ubige Menschen in unseren Gottesdienst kommen, w\u00e4re es gut den Text von der Seite des daheimgebliebenen Sohnes auszulegen. Viele gl\u00e4ubige Menschen gleichen diesem daheimgebliebenen Sohn, der in unserem Text auch ein Bild f\u00fcr die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten der damaligen Zeit ist. Hier w\u00fcrde sich das Thema eignen: Der Reichtum in Jesus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Jesu Blick f\u00fcr NotPredigtthema: Die Not der Gottesferne Bibelstelle: Lukas 15,11-32 Verfasser: G\u00fcnther Baumg\u00e4rtner 1. 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