{"id":1362,"date":"2003-01-03T11:21:35","date_gmt":"2003-01-03T09:21:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=180"},"modified":"2003-01-03T11:21:35","modified_gmt":"2003-01-03T09:21:35","slug":"predigthilfe-vom-26-1-2003-2-samuel-71-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-26-1-2003-2-samuel-71-13\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 26.1.2003 &#8211; 2.Samuel 7,1-13"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Unter Gottes Augen leben: David<br \/>Predigtthema: Mit Gottes Verhei\u00dfung<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2.Samuel 7,1-13<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Jochen K\u00f6nig<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDavids K\u00f6nigsamt wird Israelweit best\u00e4tigt. Auch die dauernde Auseinandersetzung mit den Philistern wird siegreich beendet. Friede<br \/>\nzieht ein im Land und David holt die Bundeslade wieder nach Jerusalem.  David will Gott ein \u201ew\u00fcrdiges Zuhause\u201c bauen.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nGott segnet Abraham: 1.Mose 12,1-3<br \/>\nGottes Tempel: \u201e&#8230; der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr&#8230;\u201c(1.Kor. 3,17)<br \/>\n\u201e&#8230; euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist.\u201c (1.Kor.6, 10)<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<br \/>\nV.1-3 David m\u00f6chte nach allem, was Gott f\u00fcr ihn getan hat, ihm ein Haus bauen.<br \/>\nV.4-7 Gott macht seinem Propheten Nathan deutlich, dass ER David nicht diesen Gedanken ins Herz, noch den Auftrag zu einem solchen Projekt gegeben hat.<br \/>\nV.8-11 Gott will dem David Gutes tun und ihm ein Haus bauen.<br \/>\nV.12-13 Gott wird dem Sohn Davids, seinem Thronfolger, den Auftrag zum Bau eines Gotteshauses geben.<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV.1 Dank der innen- und au\u00dfenpolitischen Lage kommt K\u00f6nig David zur Ruhe. Er kann sich tats\u00e4chlich wieder \u201eniederlassen\u201c, eine weitere \u00dcbersetzungsm\u00f6glichkeit von \u201enuwach\u201c, so wie Ruhe oder Rast.<br \/>\nV.2 Der K\u00f6nig lebt in einem Zedernholzhaus und Gottes Bundeslade (siehe 2.Mose 25,10-22) ist seit der W\u00fcstenwanderung in einem Zelt (Stiftsh\u00fctte: siehe 2.Mose 26) untergebracht.<br \/>\nV.3 Der Prophet ermutigt den K\u00f6nig nach seinem \u201eHerzen\u201c zu handeln: \u201elebab\u201c\/ Herz bezeichnet den inneren Menschen, den Verstand und den Willen des Menschen; das, was die Entscheidungsfindung eines Menschen ma\u00dfgeblich beeinflusst.<br \/>\nV.4 Wie an sehr vielen Stellen im AT spricht Gott, der Herr, direkt mit seinem Propheten. Ob durch einen Traum, eine Vision, durch eine reale Stimme wird hier nicht genauer bezeichnet, sie ist jedoch eindeutig von Gott.<br \/>\nV.5 Gott bezeichnet David als seinen Knecht \u201eebed\u201c, das auch mit Diener, Leibeigener oder Sklave \u00fcbersetzt werden kann.<br \/>\nV.6 Gott hat sich selbst bis zu diesem Zeitpunkt als Haus ein Zelt \u201eohel\u201c (Stiftsh\u00fctte) und als Wohnraum die Bundeslade \u201emishkan\u201c ausgesucht.<br \/>\nV.7 Gott bezeugt, dass er \u00fcber die ganzen Jahre seit dem Auszug aus \u00c4gypten mit seinem Volk \u201eumherzog\u201c. Das hebr\u00e4ische Wort \u201ehalak\u201c bzw. \u201eyalak\u201c bedeutet gehen, laufen, kommen.<br \/>\nV.8 Hier spricht der Herr Zebaoth. Im Hebr\u00e4ischen steht hier der Begriff \u201eYehova\u201c. Man k\u00f6nnte frei \u00fcbersetzen der Existierende und \u201etsaba\u201c als derjenige, der vorangeht, der Befehlshaber.<br \/>\nIn der hebr\u00e4ischen Schrift steht hier: \u201e&#8230;habe dich genommen von den Schafh\u00fcrden, vom Nachfolgen hinter Schafen, damit du Prinz (Regent oder F\u00fcrst) \u00fcber mein Volk Israel sein sollst.\u201c<br \/>\nV.9 Gott hat die Karriereleiter f\u00fcr David vorbereitet. Er geh\u00f6rt nun zu den \u201eGro\u00dfen\u201c, den Bekannten, den Ber\u00fchmten auf der Erde (\u201eerets\u201c hei\u00dft zun\u00e4chst einmal Land), wobei der Ruhm und der Bekanntheitsgrad Davids zur damaligen Zeit sicherlich weit \u00fcber die Grenzen des Israellandes hinausging.<br \/>\nV.10 Gott erinnert an seine Verhei\u00dfung, die er dem Abraham gegeben hat, dass er seinem Volk ein Land geben werde, darin sie wohnen und sich sicher f\u00fchlen werden. Das ist jetzt Tatsache.<br \/>\nV.11 Gott unterstreicht, dass er dem David, der als K\u00f6nig stellvertretend f\u00fcr das Volk Israel steht, schon seit der Zeit der Richter versprochen hat ein Zuhause zu geben.<br \/>\nV.12 Davids Zeit wird einmal \u201eum sein\u201c, andere \u00dcbersetzungsm\u00f6glichkeiten: erf\u00fcllt, \u00fcberflie\u00dft, komplett.<br \/>\n\u201ezu den V\u00e4tern schlafen legen\u201c = sterben<br \/>\nEin Nachfolger \u201eaus deinem Leib\u201c (Leib = Innereien): es ist ein von David gezeugter Nachfolger, sein Sohn.<br \/>\nDas K\u00f6nigtum \u201ebest\u00e4tigen\u201c bedeutet so viel wie vorbereiten, aufrichten und erhalten.<br \/>\nV.13 Der Name ist mehr als nur ein Unterscheidungskriterium. Er charakterisiert den Menschen, in diesem Falle Gott selbst, und dient dazu seinen Ruhm zu reflektieren.<\/p>\n<p>5.Die Spitze des Textes<br \/>\nGott der Herr beschenkt, segnet und sorgt f\u00fcr seinen Knecht David und dessen K\u00f6nigreich. <\/p>\n<p>6.Der Text heute<br \/>\na) Gott schenkt immer wieder Phasen der Ruhe. Zeitabschnitte, w\u00e4hrend denen uns innere und \u00e4u\u00dfere Anfechtungen nicht so zusetzen, und wir auch geistlich mal richtig Durchatmen k\u00f6nnen. Freuen wir uns dar\u00fcber und danken Gott, der uns dies erm\u00f6glicht.<br \/>\nb) Die Tatsache, dass jemand ein Christ ist, seinen Verstand gebraucht und danach handelt bedeutet noch nicht zwingend, dass er auch im Willen Gottes handelt. Das wird auch noch nicht dadurch gerechtfertigt, wenn ein weiterer Christ diese Gedanken f\u00fcr gut und richtig erachtet. In unserer oft rationalen Welt sollten wir Christen unser Handeln nicht allein von unserem Verstand abh\u00e4ngig machen, der sicherlich gut und von Gott geschenkt ist, sondern vor allem vom Willen Gottes, der zun\u00e4chst in seinem Wort festgehalten ist.<br \/>\nc) Gott l\u00e4sst seine Kinder, die versuchen nach seinem Wille zu entscheiden und zu leben, nicht einfach in die falsche Richtung laufen. Er spricht auch heute in unser Leben hinein, um gegebenenfalls Korrektur anzubringen, wo wir uns in die verkehrte Richtung bewegen.<br \/>\nd) Gott war und ist derjenige, der das Schicksal einer ganzen Welt, das Schicksal unserer Nation, aber auch unser pers\u00f6nliches Schicksal lenkt. Er ist derjenige, der f\u00fcr uns sorgt und der daf\u00fcr verantwortlich ist, wenn Dinge in unserem Leben gelingen. Gottes Art ist es auch heute noch seine Kinder zu beschenken. Nehmen wir uns davor in Acht, dass wir nicht die Missst\u00e4nde Gott in die Schuhe schieben und das Gute auf unserem Konto verbuchen.<\/p>\n<p>7.Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\na) Gerade hat Gott den bibeltreuen Christen in der evangelischen Kirche eine solche Ruhepause dadurch beschert, dass Er einen Bischof an die Spitze gesetzt hat, dessen Ausrichtung sich am Wort Gottes orientiert. Dadurch tritt in einigen Gebieten keine solch starke Opposition auf, wie das bei anderer personeller Besetzung wohl der Fall w\u00e4re.<br \/>\nb) Es ist gef\u00e4hrlich, als Christ sein Handeln dadurch zu rechtfertigen, indem man sagt, dass \u201eGott einem etwas auf\u00b4s Herz gelegt hat\u201c. Sowie bei David, selbst mit Best\u00e4tigung des Propheten Nathan, muss das noch lange nicht identisch sein mit dem, was Gott tats\u00e4chlich vorhat. Wir sind wieder ganz neu dazu aufgerufen unser Handeln am Willen Gottes auszurichten und dabei sein Wort, die Bibel, als Ma\u00dfstab anzulegen.<br \/>\nc) In unserer Beziehung zu Gott ist ER von Anfang an derjenige, der gestaltet, beschenkt, lenkt, segnet und uns Gutes will. Es ist Gottes Art sich zu verschenken und den Menschen in seiner Liebe zu begegnen und ihnen ein erf\u00fclltes Leben zu geben. Wir wollen Gott unsere Dankbarkeit wieder ganz neu deutlich machen, ihn loben und ihm danken f\u00fcr die kleinen Dinge in unserem Alltag wie auch die ganz gro\u00dfen Wunder, die er immer wieder tut.<br \/>\nR\u00f6mer 8,32: \u201e&#8230; der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn f\u00fcr uns alle dahingegeben \u2013 wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?\u201c Schenken \u2013 das bedeutet, dass wir niemals auf die Idee kommen sollten, etwas bei Ihm abzuleisten oder zur\u00fcckzubezahlen. Wir k\u00f6nnen uns nichts verdienen, aber wir d\u00fcrfen dankbar entgegennehmen und unseren Vater im Himmel loben. Aus dieser Dankbarkeit wollen wir jeden Tag leben.<\/p>\n<p>8.Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung:<br \/>\nSonntag, der siebte Tag der Sch\u00f6pfungsgeschichte, den Gott selbst zum Ruhetag ernannt hat, und was haben die Menschen daraus gemacht?<br \/>\nTatsache ist, dass die Menschen gar nicht mehr zur Ruhe kommen. Sie erleben keinen inneren Frieden, sondern sind unruhig und getrieben.<\/p>\n<p>Gott schenkt Ruhe<br \/>\nGut zu wissen, dass Gott als der Sch\u00f6pfer der Menschen genau wei\u00df, dass wir immer wieder Ruhephasen brauchen. Nicht zuletzt darum hat er gleich zu Beginn der Weltgeschichte den siebten Tag zum Ruhetag gemacht. Wie wichtig es Ihm mit dieser Ruhe ist, wird dadurch unterstrichen, dass Gott selbst an diesem Tag von allen seinen Werken ruhte und damit der Menschheit ein Beispiel gab. Aber es geht Gott nicht nur um die Notwendigkeit der \u00e4u\u00dferen Ruhe, sondern vielmehr auch um die innere Ruhe. Dazu hat er selbst den Kampf mit der S\u00fcnde aufgenommen und sieghaft am Kreuz und in der Auferstehung besiegelt. Wer dieses Geschenk f\u00fcr sich pers\u00f6nlich annimmt, der darf wahren Frieden und Ruhe erfahren.<\/p>\n<p>Gott schenkt Korrektur<br \/>\nGott hat uns Menschen einen Verstand, Gef\u00fchle und ein Gewissen geschenkt, die uns auf unserem Lebensweg als Orientierungshilfen dienen sollen. Aber auch bei Christen bedeutet das nicht automatisch, dass wir uns nur auf diese Gaben Gottes verlassen sollen, da sie leicht beeinflussbar sind. Ein wichtiges Kriterium ist darum auf alle F\u00e4lle und f\u00fcr alle F\u00e4lle unseres Lebens das Wort Gottes selbst. Das hat auf ewig Bestand und G\u00fcltigkeit.<\/p>\n<p>Gott schenkt Segen<br \/>\nGott war und ist seit Beginn dieser Welt derjenige, der uns Menschen Gutes will. Er hat damals Adam und Eva mit allem beschenkt, was sie ben\u00f6tigten und ihnen im \u00dcberfluss gegeben. Gott tut das auch heute noch. Er ist an unserem Wohl interessiert. Gott hat uns Deutsche in besonderer Weise beschenkt. Wir leben trotz viel Gemurre in einem der reichsten L\u00e4nder dieser Welt, es geht uns gut. Gott beschenkt aber nicht nur was das \u00c4u\u00dfere angeht, er m\u00f6chte sogar sich selbst uns zur Verf\u00fcgung stellen. In Jesus als unserem Herrn und durch das Geschenk des Heiligen Geistes haben wir Teil an Gottes F\u00fclle, an seiner Kraft, an seiner Herrlichkeit, an seinem Leben.<br \/>\nFreuen wir uns ganz neu \u00fcber die Tatsache, dass wir Beschenkte Gottes sind, und geben wir ihm daf\u00fcr die Ehre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Unter Gottes Augen leben: DavidPredigtthema: Mit Gottes Verhei\u00dfung Bibelstelle: 2.Samuel 7,1-13 Verfasser: Jochen K\u00f6nig 1. 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