{"id":1356,"date":"2002-12-02T11:19:32","date_gmt":"2002-12-02T09:19:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=174"},"modified":"2002-12-02T11:19:32","modified_gmt":"2002-12-02T09:19:32","slug":"predigthilfe-vom-29-12-2002-lukas-121-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-29-12-2002-lukas-121-12\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 29.12.2002 &#8211; Lukas 12,1-12"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Dem Retter vertrauen<br \/>Predigtthema: Ihn bekennen<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 12,1-12<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDie Auseinandersetzung Jesu mit den Frommen Israels (Pharis\u00e4er und Schriftgelehrte). Eine Lehre Jesu, nachdem er bei einem Pharis\u00e4er Gast gewesen war und sie sich provoziert f\u00fchlten (vgl. 11,53+54)<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nDie Aussendungsrede Jesu in Matth. 10 ist n\u00e4chste Parallele. Jesus predigt dieselben Bilder und Gedanken bewusst mehrfach.<\/p>\n<p>3. Aufbau des Textes<br \/>\na) V. 1-3 Warnung vor Heuchelei<br \/>\nb) V. 4-7 Vertrauen auch in Verfolgung<br \/>\nc) V. 8-12 Warnung vor dem Abfall<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nVers 1<br \/>\n&#8222;Unz\u00e4hlige&#8220; Menschen (so w\u00f6rtl.) umdr\u00e4ngten Jesus, es kam sogar zu Rangeleien. Jesus war kein &#8222;Winkelgeschehen&#8220;, seine Person und seine Worte erregte die Massen. Er redet zuerst zu seinen J\u00fcngern, die anderen k\u00f6nnen zuh\u00f6ren. &#8222;Sauerteig&#8220; ist hier als negatives Beispiel gebraucht: ein bisschen Heuchelei verdirbt die ganze Fr\u00f6mmigkeit. Die Fr\u00f6mmigkeit der Pharis\u00e4er mit ihrer \u00e4u\u00dferen Gesetzlichkeit l\u00e4sst das Herz b\u00f6se bleiben.<\/p>\n<p>Vers 2<br \/>\nDer Sinn des Verses: Es kommt doch eines Tages an\u00b4s Licht, sp\u00e4testens vor Gottes Augen. Es kann nichts geheim &#8211; unter der Decke &#8211; gehalten werden. Hinter der Maske wird das wahre Gesicht sichtbar.<\/p>\n<p>Vers 3<br \/>\n&#8222;In der Finsternis&#8220;, meint, im eigenen Herzen: Auch das wird \u00f6ffentlich &#8211; im Lichte Gottes,; Was geheim gehalten werden soll &#8211; &#8222;in der Kammer&#8220; -, etwa, wie die Pharis\u00e4er die Gebote umgingen (vgl. Luk. 11, 39ff; auch Matth. 23), das wird &#8222;von den D\u00e4chern&#8220;, in aller \u00d6ffentlichkeit ausgebreitet werden.<\/p>\n<p>Vers 4<br \/>\n&#8222;Freunde&#8220;, so nennt Gott nur Mose und Abraham. Welche W\u00fcrde der Jesusleute. Es wird Verfolgung kommen, sogar von den &#8222;eigenen&#8220; Leuten (Juden &#8211; vgl. auch Matth. 24,10), doch mehr als den Leib k\u00f6nnen die Feinde nicht t\u00f6ten. Sind wir, wie die J\u00fcnger damals bereit zur Lebenshingabe bis zum Tod? Jesus setzt das voraus.<\/p>\n<p>Vers 5<br \/>\nGott allein ist zu f\u00fcrchten, denn er kann auch in die H\u00f6lle werfen. Der Satan kann die H\u00f6lle nur anheizen, Gott wirft hinein. Ein J\u00fcnger Jesu lebt in der Gottesfurcht, dann hat er sonst keine Furcht mehr.<\/p>\n<p>Vers 6 + 7<br \/>\nGottesfurcht ist nicht schreckende Angst, sondern vertrauende Ehrfurcht: Gott vergisst nicht die wohlfeilen Spatzen &#8211; 5 f\u00fcr 2 Pfennige -, sogar die Haare auf unserem Haupt z\u00e4hlt er. Wie sollte er seine Nachfolger alleine lassen? &#8222;Ihr seid besser&#8220;, w\u00f6rtl.: Ihr seid mehr wert! Deshalb k\u00f6nnen wir ihm in allen Situationen &#8211; gerade auch im Schweren &#8211; v\u00f6llig vertrauen. Gottesfurcht, Vertrauen und Liebe sind Geschwister.<\/p>\n<p>Vers 8<br \/>\nWir k\u00f6nnen uns vertrauend zu Jesus bekennen. w\u00f6rtl.: das selbe sagen = uns zu Jesus und seinem Wort stellen, gerade wo es andere in Zorn bringt. Jesus stellt sich dann auch im Gericht zu uns: Die Gerichtsengel k\u00f6nnen uns nicht von ihm wegziehen.<\/p>\n<p>Vers 9<br \/>\nWer Jesus &#8222;verleugnet&#8220;, w\u00f6rtl.: Nein sagen, nicht kennen wollen (vgl. Matth. 26,72), den wird der Herr auch im Endgericht nicht &#8222;kennen&#8220;, nicht als seinen J\u00fcnger bei sich behalten. Unsere Haltung hier zu Jesus hat ewige Konsequenzen.<\/p>\n<p>Vers 10<br \/>\nWenn ein Mensch jetzt gegen Jesus spricht &#8211; ihn nicht anerkennt -, kann er immer noch Vergebung finden. Noch ist Zeit der Gnade und der Umkehr! Doch wo ein J\u00fcnger, einer der Jesu Macht erlebt hat, bewusst dem Glauben absagt &#8211; so die &#8222;S\u00fcnde wider den Heiligen Geist&#8220;, &#8222;l\u00e4stern&#8220;, w\u00f6rtl. (bewusst) B\u00f6sereden, da gibt es keine Umkehr mehr. Vgl. 1. Joh. 5,16; Hebr. 6, 4ff; 10, 26ff.<\/p>\n<p>Vers 11+12<br \/>\nSolche &#8222;S\u00fcnde wider den Heiligen Geist&#8220; droht in der Verfolgungssituation, wenn etwa einer um der Rettung des irdischen Lebens willen, Jesus schm\u00e4ht. Deshalb gilt hier besonders: gerade da auf den Beistand des Heiligen Geistes zu vertrauen. Er &#8222;lehrt&#8220; uns die richtigen Worte, eben in dieser Situation. Keiner kann hier vollm\u00fcndig sagen: &#8222;Ich bleibe treu&#8220;, (vgl. Matth. 26,33ff), wir k\u00f6nnen nur vertrauend bitten: &#8222;Herr, halte mich nah bei dir!&#8220; Die Verfolgung der Gemeinde begann durch das Judentum (Synagoge) vgl. Apg. 8, 1ff und breitete sich \u00fcber alle V\u00f6lker aus.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nChristen sollen echt sein in allen Lagen.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\na) Heuchelei schleicht sich leicht in unsere Fr\u00f6mmigkeit ein. \u00dcberall dort, wo wir unser Versagen, unsere Fehler \u00fcberspielen, werden wir Heuchler. Demut und S\u00fcndenbekenntnis bewahren vor Heuchelei. Heuchler sind wie Schauspieler, sie &#8222;verkleiden&#8220; sich, spielen eine Rolle. Doch ds t\u00e4gliche Leben entlarvt sie. In der Verfolgung wird klar, ob mein Glaube echt ist.<br \/>\nb) Unser Text redet in den L\u00e4ndern der Verfolgung ganz anders, wie bei uns, etwa in Indien. Da kostet es tats\u00e4chlich vielen das Leben, sich klar zu Jesus zu bekennen. Doch sie erleben es auch, der Geist Gottes h\u00e4lt sie und macht sie zu vollm\u00e4chtigen Zeugen. Sind wir bereit zum Leiden? Nicht: Ich bleibe fest!, sondern: &#8222;Herr halte mich fest!&#8220; Leidensfit durch anhaltende, dem\u00fctige Bitte um des Geistes Vollmacht.<br \/>\nc) Die S\u00fcnde wider den Heiligen Geist. Es gilt:<br \/>\n1.Wer umgetrieben ist, ob er sie begangen hat, hat sie nicht begangen.<br \/>\n2.Es ist viel schwerer Jesus abzusagen, als sich f\u00fcr Jesus zu entscheiden.<br \/>\n3.Sage nie, mir kann das nicht geschehen. Es gibt keine Glaubenssicherheit, wohl aber wachsende Glaubensgewissheit in der t\u00e4glichen Jesusgemeinschaft.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\na) Heuchelei: Bin ich nur furniert oder Echtholz = gewachsenes Holz!<br \/>\nb) Ein wenig Sauerteig: Jede besch\u00f6nigte, wegerkl\u00e4rte S\u00fcnde macht das Zeugnis ungenie\u00dfbar.<br \/>\nc) Kein Schauspieler kann seine Rolle auf Dauer spielen. Die wirkliche Person l\u00e4sst sich nicht verbergen.<br \/>\nd) Im Gottesgericht wird alles ganz aufgedeckt.<br \/>\ne) \u00dcber ein dreckiges Hemd ein sauberes anziehen? Dann &#8222;muffelts&#8220; bald.<br \/>\nf) Gottesfurcht wirkt Freimut gegen\u00fcber allen Menschen. Vgl. Luther und der Papst.<br \/>\ng) Gott z\u00e4hlt unsere Haare. Dann ist ihm unsere ganze Person gewiss nicht unwichtig.<br \/>\nh) Die H\u00f6lle ist eine biblische Wirklichkeit. Der Satan sch\u00fcrt nur, Gott bringt hinein.<br \/>\ni) Jesus bekennt uns vor den Engeln: Er ruft meinen Namen: Du bist mein. Vgl. Jes. 43,1<br \/>\nj) Leidensfit wird der Dem\u00fctige und Bu\u00dfbereite. Beichte sch\u00fctzt vor Hochmut.<br \/>\nk) Der Geist wird es euch in dieser Stunde lehren: Wann kaufe ich die Busfahrkarte? Bei der Abfahrt!<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: Dieser eichene Schrank ist nur furniert. Dahinter ist S\u00e4gmehl. Wir sollen Echtholz sein!<\/p>\n<p>1. Echte Christen<br \/>\nPharis\u00e4er haben Jesus zum Essen eingeladen, aber sie wollten ihn nur belauern, zu Fall bringen. Jesus nennt sie klar: Heuchler und warnt vor Heuchelei. Nur gespielte Fr\u00f6mmigkeit! sind wir echt vor- und miteinander? Auch unser Versagen eingestehen. Echt werde ich durch Beichte. Echt werde ich durch das Eingestehen meiner Fehler. Echt werde ich durch wachsende N\u00e4he zu Jesus. Echt bleibe ich in der Demut. Echt bleibe ich in der Bitte um Geisteskraft. Echt bleibe ich, wo ich mich von den Br\u00fcdern und Schwestern &#8222;beleuchten&#8220; = zurechtbringen lasse. Echt bin ich, wenn ich das Wort Gottes ernst nehme.<\/p>\n<p>2.Vertrauende Christen<br \/>\nDie Echtheit erweist sich besonders im Leiden, in der Verfolgung: &#8222;gel\u00e4utert, wie Gold im Feuer&#8220;. Wir brauchen uns nicht vor Menschen zu f\u00fcrchten. Gottesfurcht gibt k\u00f6nigliche Unabh\u00e4ngigkeit. Menschen k\u00f6nnen nur (?) den Leib t\u00f6ten. Unsere so gro\u00dfe Leibsorge. Oft leben wir, als sei dieses Leben alles. &#8222;Das Sch\u00f6nste kommt noch!&#8220; Sind wir bereit zur Lebenshingabe f\u00fcr Jesus? Heute Wirklichkeit in vielen L\u00e4ndern. Doch: Nicht den Mund zu voll nehmen. Warnendes Beispiel: Petrus! Sondern: Immer abh\u00e4ngiger von Jesus werden. Bitte: &#8222;Halte mich nah bei dir jeden Tag!&#8220; (Lied singen lassen). Vor Gott sind wir unendlich viel wert (Spatzen, Haare). Er sorgt f\u00fcr uns. Jesus bringt uns durch. Zu der Stunde: Fahrkarte bei Abfahrt!<\/p>\n<p>3.Bekennende Christen<br \/>\nWir stellen uns zu Jesus. Heute: Wir vertrauen seinem Wort und bezeugen es so, wie geschrieben steht. Gegen den Zeitgeist, gerade in ethischen Fragen. Wir bekennen seine Ma\u00dfst\u00e4be, selbst wenn die Leute uns verlachen oder &#8211; das wir immer mehr &#8211; anfeinden. Jesus verleugnen, wo ich sein Wort abschw\u00e4che, wo ich bei offenkundiger S\u00fcnde schweige. Nur wer selbst nach dem Wort Gottes lebt, kann auch Jesus vollm\u00e4chtig bezeugen.<br \/>\nJesus stellt sich zu uns! Bis in Ewigkeit. Das ist tiefster Trost und Ermutigung. S\u00fcnde wider Heiligen Geist? (Vgl. 6c)<\/p>\n<p>Schluss: Unsere Zeit heute lechzt nach echten Jesuszeugen. Sag so zum Leiden: So echt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Dem Retter vertrauenPredigtthema: Ihn bekennen Bibelstelle: Lukas 12,1-12 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 1. Zusammenhang Die Auseinandersetzung Jesu mit den Frommen Israels (Pharis\u00e4er und Schriftgelehrte). 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