{"id":1341,"date":"2002-09-02T18:13:04","date_gmt":"2002-09-02T16:13:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=159"},"modified":"2002-09-02T18:13:04","modified_gmt":"2002-09-02T16:13:04","slug":"predigthilfe-vom-29-9-2002-lukas-9-1-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-29-9-2002-lukas-9-1-9\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 29.9.2002 &#8211; Lukas 9, 1-9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Der vollm\u00e4chtige Retter<br \/>Predigtthema: Sein Wort beauftragt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 9, 1-9<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Stefan Greiner<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDie erste H\u00e4lfte des Wirkens Jesu (in Galil\u00e4a). Jesus wirbt um das Haus Israel (Mt.10,6) und setzt dazu seine J\u00fcnger ein.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nMarkus (6,-7-13) berichtet diese Aussendung genauso knapp wie Lukas. Matth\u00e4us (10,5-14) berichtet ausf\u00fchrlicher.<br \/>\nAussendung der 72 J\u00fcnger  &#8211; Lk.10,1-12<br \/>\nHerodes und Jesus &#8211; Mt.14,1-2; Mk.6,14-16<\/p>\n<p>3.  Der Aufbau des Textes<br \/>\nV.1-2 Sendung der J\u00fcnger<br \/>\nV.3 Gebot \u00fcber die Ausr\u00fcstung<br \/>\nV.4-5 Gebot \u00fcber ihr Verhalten<br \/>\nV.6 Die Ausf\u00fchrung<br \/>\nV.7-9 Herodes und die Frage nach Jesus<\/p>\n<p>4.  Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nSie sind im Wesentlichen eine Zusammenfassung der Kommentare zum Lukas Evangelium von Gerhard Maier, Fritz Rienecker und William Barclay.<\/p>\n<p>V.1: Die \u201eZw\u00f6lf\u201c, das ist der engste J\u00fcngerkreis (Lk.6,12-16). Jesus \u201egab ihnen Kraft und Vollmacht\u201c. Kraft = die F\u00e4higkeit zum Wunder (Lk.5,17; 8,46). Vollmacht = die von Gott verliehene Autorit\u00e4t (w\u00f6rtl.: das K\u00f6nnen, das Recht, die Erlaubnis). Nur Jesus ist der Geber, deshalb bleiben die J\u00fcnger total abh\u00e4ngig von ihm.<\/p>\n<p>V.2: \u201esenden\u201c, w\u00f6rtl.: weg-senden (griech.: apostollo) &#8211; Apostel = Gesandter<br \/>\nNach Matth\u00e4us immer \u201ezwei und zwei\u201c. Doppelter Auftrag: Verk\u00fcndigung und Heilungen. Wichtige Reihenfolge: Zuerst die Verk\u00fcndigung, dann Heilungen.<\/p>\n<p>V.3: \u201eweder Stab\u201c, zur Abwehr von Hunden. Im Markusevangelium wird ein Stab mitzunehmen erlaubt. M\u00f6gliche L\u00f6sung: Die, welche einen Stab schon haben, sollen ihn mitnehmen. Die anderen aber sollen sich keinen besorgen. \u201eKeine Tasche\u201c (w\u00f6rtl. Reisesack) = Vorratsbeutel. \u201eKein Brot\u201c, also kein Proviant. \u201eKein Geld\u201c, wurde in der G\u00fcrteltasche aufbewahrt. \u201eKeine zwei Hemden\u201c = Unterhemd \/ Untergewand. Warum diese Kargheit? Um den Glauben zu schulen und um die Mission schnell und beweglich zu machen. Sie sollen sich mit nichts beschweren, der Auftrag ist dringlich. So sind die J\u00fcnger flexibel und gleichzeitig m\u00fcssen sie vertrauen.<\/p>\n<p>V.4: \u201eIn ein Haus (gleichzeitig auch Familie) gehen\u201c &#8211; Gastfreundschaft finden und dort \u201ebleiben\u201c. Eine Hausgemeinde ist der erste verbindliche Glaubensort. In diesen H\u00e4usern fanden die J\u00fcnger ihre Versorgung. \u201eZieht weiter\u201c &#8211; Sendungsbefehl nicht aus den Augen verlieren.<\/p>\n<p>V.5: \u201eWenn sie euch nicht aufnehmen\u201c, das ist wider das Gastrecht, das jedem eigentlich zustand. Das zeigt bewusste und feindselige Ablehnung. \u201eDann geht fort und sch\u00fcttelt den Staub von den F\u00fcssen\u201c &#8211; Aufk\u00fcndigung der Gemeinschaft und deutliches Gerichtszeichen.<\/p>\n<p>V.6: Sie zogen los in die D\u00f6rfer. Gehorsam befolgten sie den Auftrag, bis in den letzten Winkel Galil\u00e4as. Sie verk\u00fcndigten und heilten (Reihenfolge !)<\/p>\n<p>V.7: Herodes = Herodes Antipas, der Sohn von Herodes d. Grossen. Regierte als Landesf\u00fcrst (\u201eTetrarch\u201c) &#8211; also kein K\u00f6nig &#8211; von 4 v.Chr. bis 39 n.Chr. \u00fcber Galil\u00e4a und Per\u00e4a. Er \u201eh\u00f6rte von allem was geschah\u201c. Die Nachrichten von Jesus und die verschiedenen Meinungen \u00fcber die Person Jesu versetzte Herodes \u201ein gro\u00dfe Unsicherheit\u201c. Meinungen \u00fcber Jesus: Johannes ist von den Toten auferstanden, . . . <\/p>\n<p>V.8: . . . Elia ist erschienen oder einer der alten Propheten ist auferstanden. Dies k\u00f6nnte ein zweiter Mose sein, ein zweiter Jeremia, oder sonst ein wiederauftretender Prophet aus dem alten Bund. Solch eine Erwartung war in Israel lebendig.<\/p>\n<p>V.9: \u201eWer ist dann der?\u201c Die Frage nach Jesus ist die damals dieselbe wie heute. Herodes wollte Jesus sehen. H\u00e4tte er es ernstlich gewollt, h\u00e4tte er Erfolg gehabt. Die Begegnung zwischen Herodes und Jesus kam dann erst in der Passionswoche zustande (Lk.23,6ff).<\/p>\n<p>5. Spitze des Textes<br \/>\nJesus nimmt die J\u00fcnger mit in seinen missionarischen Auftrag hinein und bevollm\u00e4chtigt sie zur rettenden Botschaft und zu heilendem Tun.<\/p>\n<p>6.  Der Text heute<br \/>\n6.1 Jesus nimmt alle seine Nachfolger in den \u201eAposteldienst\u201c. Alle sendet er aus &#8211; Missionsbefehl (Mt.28,16ff). Er gibt auch uns den Auftrag, ein k\u00f6niglicher Auftrag. Die Gebote f\u00fcr die Art und Weise und die Strategie solchen Zeugendienstes sind bis heute g\u00fcltig: Gehorsam, mobil und flexibel, deutliche Rede (auch vom Gericht) und das helfende Tun. Dazu bedarf es einer Basis (Gemeinde, Hausgemeinde).<\/p>\n<p>6.2 Die Predigt ist das Erste und Entscheidende. Wunder sind nur zur Unterst\u00fctzung des Evangeliums da. Nur aus der Predigt kommt der Glaube (R\u00f6m.10,17). Die Wortverk\u00fcndigung muss im Mittelpunkt stehen. Wir wollen Jesus gehorchen und hinausgehen zu den Bed\u00fcrftigen. Wir m\u00fcssen deutlich davon reden, dass Menschen ohne Jesus verloren gehen.<\/p>\n<p>6.3 Es darf nicht nur beim H\u00f6ren bleiben. Man kann viel von Jesus h\u00f6ren, aber ich muss seine Worte annehmen, damit Rettung geschieht.<\/p>\n<p>7.  Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n7.1 Jesus sendet aus. Er traut seinen J\u00fcngern etwas zu. Sie sollen selbst\u00e4ndig werden. Er gibt ihnen Anteil an seinem Auftrag. So sollen auch wir einander etwas zutrauen. Aufgaben verteilen, denn jeder Christ wird gesandt und kann \/ soll somit mitdienen.<\/p>\n<p>7.2 Ich soll nicht fragen: \u201eWill mich Jesus als Zeuge?\u201c, sondern: \u201eWo will mich Jesus als Zeuge?\u201c<\/p>\n<p>7.3 Jesus sendet die J\u00fcnger zu zweit aus. Es gibt in der Bibel keine christlichen Stars. Habe ich solch eine Zweierschaft? <\/p>\n<p>7.4  Der materielle Verzicht f\u00e4llt uns oft schwer. Aber zuviel Haben hindert. Kann ich auf<br \/>\nirdische G\u00fcter bewusst verzichten, um Jesus zu dienen?<\/p>\n<p>7.5 Die missionarische \u201eStrategie\u201c Jesu setzt nicht an Gro\u00dfveranstaltungen an. Die Hausgemeinde, der Hauskreis ist die Basis. Gottes Weg: von den Einzelnen zu den Vielen.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: E-Mail ist eine tolle Sache. Nachrichten, Briefe, Gr\u00fc\u00dfe in die ganze Welt verschicken. Ein Befehl ist notwendig, damit es geschieht: SENDEN. Das Evangelium von Jesus muss in die ganze Welt verschickt werden. Jesus selber gibt den Befehl: SENDEN. Jesus sendet uns.<\/p>\n<p>Jesus sendet, das bedeutet . . .<br \/>\n1.  die st\u00e4ndige Abh\u00e4ngigkeit von Gott<br \/>\nDen Sendungsbefehl ausf\u00fchren sollte man nie allein. Zu zweit, mit der Gemeinde und vor allem mit Gott. In der Abh\u00e4ngigkeit und mit vollem Vertrauen soll losgezogen werden. Mobil, Flexibel und ohne Belastungen soll der Auftrag ausgef\u00fchrt werden, denn es ist ein dringlicher Auftrag. Wo sind wir starr, eingefahren, traditionsgebunden, unflexibel? Der Reichtum, unser volles Haben, verf\u00fchren zur \u201eSesshaftigkeit\u201c.<\/p>\n<p>2.  offene aber auch verschlossene T\u00fcren<br \/>\nMissionarische Grunderfahrung: Aufnahme und Ablehnung. Wir sind die Vertreter von Jesus &#8211; Lk.10,16. Bei offenen T\u00fcren bleiben: lehren, begleiten, Glaubenswachstum. Bei verschlossenen T\u00fcren: weiterziehen. Warum sollte man vielfach gegen eine verschlossene T\u00fcre anrennen, wenn die T\u00fcr daneben offen ist. Der Weggang ist Zeichen des Gerichts. Wer den Boten Jesu ablehnt, lehnt Jesus ab.<\/p>\n<p>3. Menschen h\u00f6ren von Jesus<br \/>\nNachrichten h\u00f6rt man viele. Viele kann man schnell wieder vergessen, oder braucht man erst gar nicht h\u00f6ren. Die Nachricht von Jesus sollte man aber nicht nur h\u00f6ren, so wie der Herodes, sondern auch annehmen. Wie ist das bei dir: Du hast viel von Jesus geh\u00f6rt und das macht dich sogar unruhig. Du hast die freie Willensentscheidung auf das Geh\u00f6rte zu reagieren. Aber nur h\u00f6ren reicht nicht. Das Geh\u00f6rte muss in die Tat umgesetzt werden. Jesus annehmen und seinen Sendungsbefehl annehmen. Beim blo\u00dfen H\u00f6ren geschieht nichts: keine Rettung und keine \u201eAuftragsausf\u00fchrung\u201c. <\/p>\n<p>Schluss: Nicht fragen: Will mich Jesus als Zeuge?, sondern: Wo will mich Jesus als Zeuge? Wichtige, aber auch gef\u00e4hrliche Frage. So wie mein Computer den Befehl SENDEN akzeptiert und ausf\u00fchrt, so sollen wir den Sendungsbefehl von Jesus annehmen und den gegebenen Auftrag ausf\u00fchren.<br \/>\nDie Theorie ist klar, jetzt folgt die Praxis in der n\u00e4chsten Woche.<\/p>\n<p>Abrundung: Lied Nr. 321 (Ich will dir danken): \u201eJesus, ich will gehen, sende mich.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Der vollm\u00e4chtige RetterPredigtthema: Sein Wort beauftragt Bibelstelle: Lukas 9, 1-9 Verfasser: Stefan Greiner 1. Zusammenhang Die erste H\u00e4lfte des Wirkens Jesu (in Galil\u00e4a). Jesus wirbt um das Haus Israel (Mt.10,6) und setzt dazu seine J\u00fcnger ein. 2. Biblische Parallelen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-1341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lukas"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-21 11:30:07","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1341"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1341\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}