{"id":1340,"date":"2002-08-27T20:34:35","date_gmt":"2002-08-27T18:34:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=158"},"modified":"2002-08-27T20:34:35","modified_gmt":"2002-08-27T18:34:35","slug":"predigthilfe-vom-22-9-2002-lukas-8-40-56","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-22-9-2002-lukas-8-40-56\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 22.9.2002 &#8211; Lukas 8, 40-56"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Der vollm\u00e4chtige Retter<br \/>Predigtthema: Sein Wort bringt Leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 8, 40-56<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Stefan Greiner<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDie Wirksamkeit Jesu in Galil\u00e4a (4,14 &#8211; 9,50). Die erste H\u00e4lfte des Wirkens Jesu.<br \/>\nLukas berichtet (wie auch Mt. und Mk.) hintereinander die Sturmstillung, die Heilung eines D\u00e4monischen, die Heilung der blutfl\u00fcssigen Frau und die Auferweckung  der Tochter des Jairus. Diese Tatsachenberichte bezeugen den H\u00f6hepunkt der Wundermacht Jesu. Jesus bewies seine Vollmacht \u00fcber die Naturgewalten, \u00fcber die D\u00e4monenwelt, \u00fcber Krankheit und \u00fcber Tod.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\n2.1  Matth\u00e4us (9,18-26) und Markus (5,21-43) berichten auch von dieser Krankenheilung und<br \/>\nder Auferweckung des Kindes.<br \/>\n2.2  \u201eSpezialtruppe\u201c Petrus, Jakobus, Johannes &#8211; Mt.17,1; 26,37; Mk.13,3<br \/>\n2.3  Krankenheilungen werden in den Evangelien und in der gesamten Bibel viele geschildert.<br \/>\n2.4  Totenauferweckung &#8211; 1.K\u00f6.17,17-24; 2.K\u00f6.4,32-37; Lk.7,11-17; Joh.11,1-45; Apg.9,36-<br \/>\n43; 20,6-12<\/p>\n<p>3.  Der Aufbau des Textes<br \/>\nV.  40-42 Jesus und die Bitte des Jairus<br \/>\nV. 43-44 Heilung der Frau<br \/>\nV.  45-48 Jesus und das Gespr\u00e4ch mit der Geheilten<br \/>\nV. 49-56 Jesus und die Auferweckung des Kindes<\/p>\n<p>4.  Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nSie sind im Wesentlichen eine Zusammenfassung der Kommentare zum Lukas Evangelium von Gerhard Maier, Fritz Rienecker und William Barclay.<\/p>\n<p>V.40 Wieder am Westufer des Sees Genezareth angekommen, \u201eempfing\u201c eine \u201eMenge\u201c Menschen Jesus, welche \u201ealle auf ihn warteten\u201c. Diese Geschichte spielt sich bei Kapernaum ab (Mt.9,1).<\/p>\n<p>V.41 Jairus (deutsch: \u201eGott wird erleuchten\u201c) war \u201eSynagogenvorsteher\u201c \/ der bzw. ein Leiter der Synagoge. Dadurch war er mit Sicherheit Pharis\u00e4er. Jairus \u201efiel Jesus zu F\u00fc\u00dfen\u201c, dies ist eine Handlung der Demut, und er \u201ebat ihn, in sein Haus zu kommen\u201c.<\/p>\n<p>V.42 Grund der Bitte: Seine \u201eeinzige Tochter lag im Sterben\u201c. Als einziges Kind war die Tochter erbberechtigt und mit \u201e12 Jahren\u201c evtl. schon kurz vor der Heirat. Jesus macht sich gleich auf den Weg doch \u201edas Volk umdr\u00e4ngte ihn\u201c (w\u00f6rtl. Die Massen waren dabei, ihn zu ersticken\u201c).<\/p>\n<p>V.43 Die kranke Frau mit 12 Jahren Blutfluss (krankhafte Blutungen) tritt auf. Nach 3.Mo.15,25 war nicht nur sie unrein, sondern auch alles, worauf sie sich setzte, legte und wer sie anlangte wurde dadurch unrein. Somit war sie isoliert von den Menschen und durfte nicht in die Synagoge, in den Tempel und nicht auf den Markt. Sie versuchte mit allen Mitteln gesund zu werden, aber sie \u201ekonnte von keinem geheilt werden\u201c.<\/p>\n<p>V.44 Sie nutzte das Gedr\u00e4nge und \u201eber\u00fchrte von hinten die Quaste seines Obergewandes\u201c. Dieses Obergewand (Mantel) hatte 4 Zipfel, an jedem hing eine Quaste aus blauem Purpur, welche zu Erinnerung an die Gebote Gottes dienen sollten (4.Mo.15,37ff). Durch diese Ber\u00fchrung wurde sie \u201esofort\u201c geheilt. Lukas, der Arzt berichtet sehr genau.<\/p>\n<p>V.45 Jesus hat die Ber\u00fchrung gesp\u00fcrt und fragt, wer es war. Nachdem alle es verneinten, versucht Petrus (Sprecher der J\u00fcnger) die Ber\u00fchrung logisch zu erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>V.46 Jesus fragt aber nicht nach einer gew\u00f6hnlichen Ber\u00fchrung im Gedr\u00e4nge, sondern nach der Ber\u00fchrung durch die \u201eKraft\u201c (griech. Dynamis) von ihm \u201eausging\u201c. Jesus wu\u00dfte jemand hat ihn gezielt \u201eber\u00fchrt\u201c und dieser jemand glaubte an ihn und suchte Heilung bei ihm.<\/p>\n<p>V.47 Erneut ein Fu\u00dffall, nun von der geheilten Frau. \u201eZitternd\u201c trat sie in die \u00d6ffentlichkeit und berichtete von der Heilung, weil sie es nicht verbergen konnte. Sie blieb bei der Wahrheit und bei ihrem Vertrauen zu Jesus.<\/p>\n<p>V.48 Jesus nennt das Verhalten der Frau \u201eGlaube\u201c. Jesus sieht das Herz an. Ihr \u201eGlaube hat sie gerettet\u201c. Gerettet von der Krankheit, aber auch zur ewigen Rettung bedarf es den Glauben. Der Friedensgru\u00df von Jesus dr\u00fcckt das aus. Jetzt hat die geheilte Frau neben ihrer Gesundheit auch den Frieden mit Gott. Alles aus dem Glauben.<\/p>\n<p>V.49 In der Zwischenzeit ist die Tochter des Jairus gestorben. \u201eEiner von seinen Leuten\u201c bringt ihm diese traurige Botschaft. Jetzt braucht er ganz offensichtlich und nach dem menschlichen Verstand \u201eden Lehrer nicht mehr bem\u00fchen\u201c.<\/p>\n<p>V.50 Bevor Jairus zu Jesus etwas sagte, ergreift Jesus das Wort. Jesus will ihm die Furcht vor dem Tod nehmen und fordert ihn auf zu \u201eglauben\u201c. \u201eGlaube nur\u201c &#8211; und doch schwer genug in dieser Situation. Ohne Glaube (= Vertrauen) will Jesus nichts tun. \u201eDann wird sie gesund\u201c (w\u00f6rtl. gerettet) = ins Leben zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>V.51 Jairus schwieg und glaubte, den sie kamen am Haus des Jairus an. Aber nur Jesus, Petrus, die Zebed\u00e4uss\u00f6hne Johannes und Jakobus und die Eltern beraten das Haus. Es gab eine Rangordnung im Zw\u00f6lferkreis. Die drei J\u00fcnger dienten auch als Zeugen im Sinne der alttestamentlichen Rechtsordnung (5.Mo.17,6). Das Dabeisein der Eltern ist eine besondere Barmherzigkeit, die den Glauben der Eltern festigen soll.<\/p>\n<p>V.52 Im Haus herrschte die Totenklage. Jesus tr\u00f6stet sie mit \u201eweint nicht\u201c, denn \u201esie ist nicht gestorben, sondern sie schl\u00e4ft\u201c. War das Kind nur scheintot? Der Ausdruck \u201eschlafen\u201c bezeichnet in der Bibel sehr oft den Zustand, in dem sich die Verstorbenen befinden (1.Thess.5,10; Mt.27,52; 1.Kor.7,39). Gemeint ist der Zwischenzustand zwischen Tod und Auferstehung. Der Sinn der Aussage Jesu ist wohl: \u201eDas Kind ist tot. Aber es existiert fort, und ich kann sie in dieses Leben zur\u00fcckholen (aufwecken)\u201c.<\/p>\n<p>V.53 Daraufhin wurde Jesus ausgelacht. Nicht von den J\u00fcngern und den Eltern, sondern von den Totenkl\u00e4gern (vgl. Mt.9,23ff; Mk.5,38ff). Aber alle wussten, dass das M\u00e4dchen wirklich \u201egestorben war\u201c.<\/p>\n<p>V.54 Nach Mt. und Mk. schickte Jesus nun auch die Totenkl\u00e4ger hinaus, mit Ausnahme der Eltern und den drei J\u00fcngern. Jesus nahm die Hand der Toten und gab den Befehl aufzustehen. Jesu g\u00f6ttlicher Ruf erreicht also auch die Toten.<\/p>\n<p>V.55 Der Geist kehrte zur\u00fcck. Dies beschreibt die Wiederkehr des Lebens im irdischen Sinne. Biblisch betrachtet ist es so, dass sich beim Sterben die innere Pers\u00f6nlichkeit (\u201eGeist\u201c) und der Leib voneinander trennen. Deshalb bezeichnet die Wiederkehr des Geistes in den Leib die Wiederbelebung. Das M\u00e4dchen muss aber deshalb, genau wie Lazarus oder der J\u00fcngling von Nain, eines Tages wieder sterben. Dieses Wunder offenbart die G\u00f6ttlichkeit Jesu. \u201eSofort stand sie auf\u201c und sollte etwas zu essen bekommen. Jesus handelt ganz nat\u00fcrlich.<\/p>\n<p>V.56 Die Eltern \u201egerieten au\u00dfer sich\u201c. Aber Jesus mahnt sie es nicht zu erz\u00e4hlen. Nat\u00fcrlich konnte das Leben des M\u00e4dchen nicht verborgen bleiben, aber Jesus wollte keine Propaganda durch die Eltern. Jesus wollte zuerst seinen messianischen Auftrag vollenden, bevor man ihn missionarisch verk\u00fcndigt.<\/p>\n<p>5. Spitze des Textes<br \/>\nDer Glaube an Jesus hilft.<\/p>\n<p>6.  Der Text heute<br \/>\n6.1  Das Volk hat auf Jesus gewartet. Warten wir auch auf Jesus, auf seine Wiederkunft? In<br \/>\ndiesem Warten geschieht manch leidvolles (z.B. Krankheit, Trauer, Sorgen). Wir wollen Jesus erwarten und von ihm seine Hilfe f\u00fcr unser Leben.<\/p>\n<p>6.2  In dem Warten des Volkes haben sie ihre Geduld bewiesen. Auch Jairus brauchte Geduld,<br \/>\nbis Jesus endlich bei ihm Zuhause war. Jesus ist immer bei uns, aber manchmal handelt und wirkt Jesus nicht sofort und so wie wir es wollen. Da wollen wir die Geduld haben, die dem Herrn ganzen Spielraum l\u00e4sst. <\/p>\n<p>6.3  Menschen lachen Jesus aus. An den Tod wird mehr geglaubt, als an Jesus. Menschen<br \/>\nlachen uns und unseren Glauben aus. \u201eWer zuletzt lacht, lacht am Besten\u201c.<\/p>\n<p>6.4 Jesus ist der Herr des Lebens. Durch Jesus werde ich leben, auch wenn ich sterbe. Jesus schenkt mir das Leben (Joh.11,25-26). Jesus ist m\u00e4chtiger als der Tod. Der Ruf Jesu dringt ins Totenreich. Wenn ich zu Jesus geh\u00f6re, dann wird er auch mich herausrufen und ich darf auferstehen zum ewigen Leben in der Gemeinschaft mit ihm. Jeder wird gerufen, die einem zum ewigen Leben bei Jesus, die anderem zum Gericht (Joh.5,25-29). Bei der Auferstehung m\u00fcssen alle dem Ruf Jesu gehorchen.<\/p>\n<p>7.  Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n7.1 Telefonauskunft 11880 &#8211; Verona Feldbusch: \u201eHier wird ihnen geholfen\u201c. Bei Jesus finden wir wirkliche Hilfe &#8211; Hilfe f\u00fcr das Leben jetzt und hier und in Ewigkeit.<\/p>\n<p>7.2 Sind wir manchmal auch zu stolz um jemanden (Menschen und Gott) um Hilf zu bitten. Wir meinen das Leben allein meistern zu k\u00f6nnen. Doch nur wenn wir dem\u00fctig und bescheiden mit unserer Not zu Gott kommen und ihn um Hilfe bitten, erfahren wir das Wunder seiner Gnade. Bittet, so werdet ihr empfangen &#8211; ohne zu bitten empfangen wir nichts.<\/p>\n<p>7.3 Was unrein war, wurde durch Jesus rein. Und umgekehrt: Jesus, der Reine, nahm die Unreinheit auf sich und wurde um unseretwillen unrein. Jes.53,4: \u201eEr trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen\u201c.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: Was braucht der Mensch, Tiere, Pflanzen zu Leben? Nahrung, Sauerstoff, Licht usw. Thema: Sein (Jesu) Wort bringt Leben!<\/p>\n<p>1.  Mit der Not zu Jesus<br \/>\nJairus und die kranke Frau sind mit ihrer Not zu Jesus gegangen. Sie haben keinen anderen Ausweg mehr gewusst, als zu Jesus zu gehen. Jeder darf zu Jesus kommen, ob reich oder arm, Pharis\u00e4er oder Unreine, ob Mann oder Frau. Alle d\u00fcrfen kommen und sogar ihre Not mitbringen. Es liegt nicht an Gott oder Jesus, dass nicht alle zu ihm kommen. Es liegt an uns, ob wir es tun! Geh mit deiner Not zu Jesus. Er wird dich nicht abweisen oder zur\u00fcckschicken. Jesaja 59,1<\/p>\n<p>2.  Der Glaube an Jesus hilft<br \/>\nWas lernen wir pers\u00f6nlich aus dieser Glaubensgeschichte? Welche Rolle spielt bei Jesus der Glaube? Der Glaube hilft, nicht bei jeder \u00e4u\u00dferen Krankheit, aber 100 % bei der inneren Krankheit der S\u00fcnde. Der Glaube an Jesus, der den stellvertretenden Tod f\u00fcr mich starb, hilft mir von Gott angenommen zu werden, Vergebung zu empfangen. Die Frau wurde durch die Gesundheit wieder rein. Durch meine S\u00fcnde bin ich unrein, dreckig vor Gott. Mein Glauben an Jesus macht mich rein. Dar\u00fcber hinaus hilft der Glaube mir, f\u00fcr mein Leben, f\u00fcr meine Beziehungen, f\u00fcr mein Verhalten. Durch meinen Glauben bekomme ich Gemeinschaft mit Gott und Frieden mit ihm. Halte den Glauben an Jesus durch, auch wenn alles dagegen spricht. Glauben, auch ohne zu sehen. Glauben (= Vertrauen) auch wenn es gegen unseren Ratio (Verstand) spricht. Der Glaube rettet. Auf den Glauben, der aus dem Herzen kommt, hat Jesus immer reagiert (Mt.8,8ff; Lk.7,50).<\/p>\n<p>3. Sein Wort bringt Leben<br \/>\nJesus ist der Sieger \u00fcber den Tod. Er hat den Tod \u00fcberwunden und besiegt. Der Glaube an Jesus ist st\u00e4rker als der Tod. Wenn ich seinem Wort glaube, werde ich leben auch wenn ich sterbe. Wenn ich eine pers\u00f6nliche Beziehung zu Jesus habe, dann wird er mich aus dem Totenreich heraus rufen und mich \u201emitnehmen\u201c in die Herrlichkeit seines Vaters.<\/p>\n<p>Abrundung: Lied Nr.331 (Ich will dir danken): \u201eDu gibst das Leben, das sich wirklich lohnt\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Der vollm\u00e4chtige RetterPredigtthema: Sein Wort bringt Leben Bibelstelle: Lukas 8, 40-56 Verfasser: Stefan Greiner 1. 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