{"id":1339,"date":"2002-08-19T10:16:52","date_gmt":"2002-08-19T08:16:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=157"},"modified":"2002-08-19T10:16:52","modified_gmt":"2002-08-19T08:16:52","slug":"predigthilfe-vom-15-9-2002-lukas-8-26-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-15-9-2002-lukas-8-26-39\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 15.9.2002 &#8211; Lukas 8, 26-39"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Der vollm\u00e4chtige Retter<br \/>Predigtthema: Sein Wort befreit<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 8, 26-39<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Stefan Greiner<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDie Wirksamkeit Jesu in Galil\u00e4a (4,14 &#8211; 9,50). Die erste H\u00e4lfte des Wirkens Jesu.<br \/>\nLukas berichtet (wie auch Mt. und Mk.) hintereinander die Sturmstillung, die Heilung eines D\u00e4monischen, die Heilung der blutfl\u00fcssigen Frau und die Auferweckung  der Tochter des Jairus. Diese Tatsachenberichte bezeugen den H\u00f6hepunkt der Wundermacht Jesu. Jesus bewies seine Vollmacht \u00fcber die Naturgewalten, \u00fcber die D\u00e4monenwelt, \u00fcber Krankheit und \u00fcber Tod.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\n2.1  Matth\u00e4us (8,28-34) und Markus (5,1-20) berichten auch von dieser D\u00e4monenaustreibung.<br \/>\n2.2  Austreibung b\u00f6ser Geister &#8211; Mt.9,32; Mk.1,23-26+34+39; 6,13; 16,9; Lk.4,33-35; Apg.16,16-22; 19,11-20<br \/>\n2.3  Vollmacht b\u00f6se Geister auszutreiben &#8211; Mt.10,8; Mk.16,17<\/p>\n<p>3.  Der Aufbau des Textes<br \/>\nV.26 Ortsangabe<br \/>\nV.27-31 Begegnung mit dem Besessenen; Gespr\u00e4ch zwischen Jesus und den b\u00f6sen Geistern<br \/>\nV.32-33 Das Ende der b\u00f6sen Geister<br \/>\nV.34-37 Reaktion der Hirten und der Leute aus der Umgebung<br \/>\nV.38-39 Der Geheilte und der ausgef\u00fchrte Auftrag<\/p>\n<p>4.  Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nSie sind im Wesentlichen eine Zusammenfassung der Kommentare zum Lukas Evangelium von Gerhard Maier, Fritz Rienecker und William Barclay.<\/p>\n<p>V.26 Jesus war mit seinen J\u00fcngern zum Ostufer unterwegs. Sie kommen an dem Land an, dass \u201eGalil\u00e4a gegen\u00fcberliegt\u201c, n\u00e4mlich das \u201eLand der Geresener\u201c<\/p>\n<p>V.27 W\u00f6rtl. \u201evon D\u00e4monen besessen\u201c &#8211; und das schon \u201eseit langem\u201c. Auswirkungen: trug keine Kleider, \u201elebte in den Grabanlagen\u201c (in den Fels gehauene Gr\u00e4ber \/ Grabh\u00f6hlen). Der Mann aus der Stadt Gergesa war ein Heide (Gebiet der griech. Dekapolis). Nach Mt.8,28ff hatte er einen Leidensgenossen. Es waren also zwei Besessene.<\/p>\n<p>V.28 Es kommt zum Zwiegespr\u00e4ch zwischen Jesus und den D\u00e4monen (durch den Mund des Besessenen). Die D\u00e4monen erkennen sofort, mit wem sie es zu tun haben. \u201eJesus, du Sohn Gottes\u201c. Der Ausdruck \u201ewas habe ich mit dir zu schaffen\u201c bedeutet eine bewusste Trennung. Warum? Die Antwort liegt in der \u201eBitte, qu\u00e4le mich nicht\u201c. Das griech. Wort f\u00fcr qu\u00e4len bezeichnet vor allem die Folter bei der gerichtlichen Untersuchung oder die seelische Pein.<\/p>\n<p>V.29 Die Bitte (V.28) der D\u00e4monen wird verst\u00e4ndlich, weil Jesus ihnen \u201egeboten hatten aus dem Menschen auszufahren\u201c. Der Besessene hatte eine unglaubliche k\u00f6rperliche Kraft. Er war st\u00e4rker als \u201eKetten\u201c und \u201eFu\u00dffesseln\u201c und wurde \u201ein die Ein\u00f6de (w\u00f6rtl. einsamen Gegenden\u201c) getrieben\u201c.<\/p>\n<p>V.30 Die Antwort auf Jesu Frage nach dem Namen lautet: \u201eLegion\u201c. Ein Wort aus der r\u00f6m. Milit\u00e4rsprache. Gemeint ist der gr\u00f6\u00dfte r\u00f6mische Truppenverband. Eine Legion umfasst 4000 &#8211; 6000 Mann. Der Mensch wurde also von einem starken d\u00e4monischen Heeresverband geplagt.<\/p>\n<p>V.31 D\u00e4monen k\u00f6nnen Jesus nur \u201ebitten\u201c. Sie wollen nicht in die \u201eUnterwelt\u201c &#8211; griech. Abyssos (siehe Punkt 7. Verdeutlichungen).<\/p>\n<p>V.32 Jesus kontrolliert die Situation. D\u00e4monen \u201ebaten ihn, dass er ihnen erlaube, in die Schweine zu fahren\u201c. Jesus \u201eerlaubte es\u201c. Die Schweineherde zeigt, dass sie sich in einem heidnischen Gebiet aufhalten, denn f\u00fcr die Juden waren dies unreine Tiere.<\/p>\n<p>V.33 Es geschah wie Jesus es erlaubte. Warum erlaubt Jesus das? &#8211; Siehe Punkt 7. Verdeutlichungen. Die D\u00e4monen fuhren in die Schweine. Das hat vermutlich einen Schrecken bei ihnen verursacht und dadurch das Hinabst\u00fcrmen der Schweine in den See herbeigef\u00fchrt. \u201eDie Herde (nach Mk.5,13: 2000 Schweine) ertrank\u201c, nicht die b\u00f6sen Geister.<\/p>\n<p>V.34 Beobachter von diesem Ereignis waren \u201edie Hirten\u201c. Ihre Reaktion: Flucht. Dadurch berichteten sie in den St\u00e4dten und D\u00f6rfern von diesem Ereignis.<\/p>\n<p>V.35 \u201eDie Leute\u201c machten sich auf den Weg zu Jesus um selber \u201ezu sehen, was geschah\u201c. Sie fanden Jesus und den Geheilten. Die Ver\u00e4nderung war offensichtlich. Vorher nackt, jetzt angezogen. Vorher irr, jetzt vern\u00fcnftig (geistig und seelisch gesund). Vorher gemeingef\u00e4hrlich, jetzt sitzt er auf dem Boden, \u201ezu den F\u00fcssen Jesu\u201c. Diese Ver\u00e4nderung kann nur Gott bewirken und so \u201ef\u00fcrchteten sie sich\u201c.<\/p>\n<p>V.36 Augenzeugen (\u201edie es gesehen hatten\u201c) berichten von der Befreiung.<\/p>\n<p>V.37 Wegen ihrer Furcht baten die Anwohner, dass Jesus sie verlassen solle. Es kommt zu keinem Streit und zu keiner Diskussion, sondern Jesus kommt ihrer Bitte nach.<\/p>\n<p>V.38 Der Geheilte (\u201edie b\u00f6sen Geister\u201c waren wirklich \u201eausgefahren\u201c) m\u00f6chte aber \u201ebei ihm bleiben\u201c. Jesus \u201eschickt ihn weg\u201c. Jesus ist der Herr \u00fcber die D\u00e4monen, aber auch \u00fcber dem menschlichen Leben. Jesus hat einen anderen Plan f\u00fcr ihn (V.39).<\/p>\n<p>V.39 Auftrag: \u201eKehre zur\u00fcck in dein Haus\u201c (Familie, Heimat) und \u201eerz\u00e4hle was Gott getan hat\u201c. Er soll Zeugnis ablegen. Der Geheilte ist gehorsam und f\u00fchrt den Auftrag aus.<\/p>\n<p>5. Spitze des Textes<br \/>\nJesus, als Gottessohn ist den schlimmsten d\u00e4monischen M\u00e4chten \u00fcberlegen. Seinem Wort m\u00fcssen sich D\u00e4monen und sollen sich Menschen beugen, dadurch kommt Gott zur Ehre.<\/p>\n<p>6.  Der Text heute<br \/>\n6.1 Die Bibel spricht von der Wirklichkeit d\u00e4monischer Besessenheit. Krankheiten und Besessenheit wird deutlich unterschieden. Manche Ausleger setzen Besessenheit gleich mit einer psychischen Krankheit. Man darf diese Dinge nicht vermischen. Eine d\u00e4monische Besessenheit kann es auch heute noch geben. Aber man braucht eine geistliche und seelsorgerliche Reife um dies zu erkennen. Ein Kennzeichen von Besessenheit ist, dass jemand keinen eigenen Willen mehr entwickeln kann und willenloses Werkzeug der d\u00e4monischen Kr\u00e4fte wird. Von den J\u00fcngern wird berichtet, dass auch sie die Vollmacht hatten von b\u00f6sen Geistern zu befreien (Mt.10,8; Mk.16,17). An einer anderes Stelle konnten die J\u00fcnger es aber nicht (Mt.17,19f). Nicht jeder hat die Gabe der Heilung. Vorsicht ist geboten. Man sollte mit mehreren reifen Christen einem Besessenen entgegentreten. <\/p>\n<p>6.2 Jesus ist und bleibt der uneingeschr\u00e4nkte Herr. Die D\u00e4monen k\u00f6nnen ihn nur bitten und um Erlaubnis fragen. Jesus hat das letzte Wort, er ist der Herr. Und deshalb kann auch nur er frei (Joh.8,36) sprechen von d\u00e4monischer Besessenheit. Nur im Namen Jesu kann eine Befreiung stattfinden.<\/p>\n<p>6.3 Erlebnisse mit Jesus sind nicht nur f\u00fcr mich da. Ich soll dies verk\u00fcndigen, damit andere von dem Wirken Gottes h\u00f6ren. Gott greift auch in unser Leben ein, deshalb k\u00f6nnen auch wir und sollen wir erz\u00e4hlen, welche grosse Dinge Gott an mir getan hat. Wir wollen hier dem Willen Jesu gehorchen und gehorsam an \u201eunserem Platz\u201c Jesus gross machen.<\/p>\n<p>7.  Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n7.1 In der geistlich unsichtbaren Welt ist Jesus bekannt (Apg.19,15; Jak.2,19). Der Teufel und seine D\u00e4monen haben den Durchblick, sie kennen die Wahrheit und wissen, wer der Sieger ist &#8211; im Gegensatz zu vielen Menschen und Religionen.<\/p>\n<p>7.2 Was ist die \u201eAbyssos\u201c (Unterwelt)? Sie ist der Herkunftsort der Heuschrecken von Offb.9,1ff, des b\u00f6sen Engelf\u00fcrsten Abaddon (Offb.9,11), des Antichrist (Offb.11,7; 17,8) und das Gef\u00e4ngnis des Satans (Offb.20,1ff) sowie der fernste Ort der Toten (R\u00f6m.10,7). Mit einem Wort: Sie ist der au\u00dferirdische Bereich der gottfeindlichen b\u00f6sen M\u00e4chte. <\/p>\n<p>7.3  Warum erlaubt Jesus den D\u00e4monen in die Schweine zu fahren? Die Heilung eines<br \/>\nMenschen ist in Gottes Augen kostbarer als das Leben der Tiere. Der Geheilte bekommt sehr eindr\u00fccklich vor Augen gef\u00fchrt, dass er wirklich befreit wurde.<\/p>\n<p>7.4 Der Teufel und die D\u00e4monen bringen stets den Tod. Die D\u00e4monen mussten nun vielleicht doch in die Unterwelt, nachdem die Schweine starben. Doch da wollten sie ja gar nicht hin. Kennzeichen f\u00fcr die Grausamkeit dieses Ortes? <\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>1.  Sein Wort befreit<br \/>\nTeufel und seine D\u00e4monen sind eine Realit\u00e4t. Wir wollen dies wissen und sehr ernst nehmen. Aufpassen m\u00fcssen wir nicht alles vorschnell \u201ed\u00e4monisch\u201c zu nennen. Jesus ist der Herr und der Sieger dar\u00fcber. Alles und alle m\u00fcssen sich ihm und seinem Wort beugen. Nur Jesus kann (auch heute) aus d\u00e4monischer Gefangenschaft befreien.<\/p>\n<p>2. Sein Wort wird abgelehnt<br \/>\nDie Hirten und das Volk haben Jesus weggeschickt. Dadurch haben sie eindeutig ihn und sein Wort abgelehnt. Wo und wie wird Jesus heute abgelehnt. Sie haben sich gegen Jesus entschieden. Jesus akzeptiert diese Entscheidung und l\u00e4sst sie stehen. Jesus zw\u00e4ngt sich niemandem auf, er zwingt niemanden an ihn zu glauben. Aber Jesus kommt eines Tages wieder, dann kann ich ihn nicht mehr wegschicken. Dann steht er mir gegen\u00fcber und dann hat er das letzte Wort.<\/p>\n<p>3. Sein Wort gibt Weisung<br \/>\nDie D\u00e4monen m\u00fcssen seiner Weisung folgen. Dem Menschen l\u00e4sst er den Willen, wie man auf die Weisung Jesu reagiert. Der Geheilte ist gehorsam. Der Geheilte ist ein Vorbild f\u00fcr uns. Er verzichtet auf seine eigenen Interessen, auf seinen Wunsch und ist gehorsam gegen\u00fcber dem Wort von Jesus. Bin ich gehorsam seinen Weisungen gegen\u00fcber?<\/p>\n<p>4. Sein Wort wird verk\u00fcndigt<br \/>\nDer Geheilte wird zum Missionar. In seiner Familie und dar\u00fcber hinaus verk\u00fcndigt er was Jesus getan hat. Er hat den Auftrag ausgef\u00fchrt. Wei\u00df ich noch um meinen Auftrag?<br \/>\nGott wirkt auch an dir und an deinem Leben &#8211; erz\u00e4hle es! <\/p>\n<p>Abrundung: Lied Nr.193 (Ich will dir danken): \u201eJesus Christus ist der Sieger \u00fcber H\u00f6lle, Tod und Teufel\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Der vollm\u00e4chtige RetterPredigtthema: Sein Wort befreit Bibelstelle: Lukas 8, 26-39 Verfasser: Stefan Greiner 1. Zusammenhang Die Wirksamkeit Jesu in Galil\u00e4a (4,14 &#8211; 9,50). Die erste H\u00e4lfte des Wirkens Jesu. 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