{"id":1337,"date":"2002-08-05T11:07:57","date_gmt":"2002-08-05T09:07:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=155"},"modified":"2002-08-05T11:07:57","modified_gmt":"2002-08-05T09:07:57","slug":"predigthilfe-vom-1-9-2002-lukas-8-1-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-1-9-2002-lukas-8-1-21\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 1.9.2002 &#8211; Lukas 8, 1-21"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Der vollm\u00e4chtige Retter<br \/>Predigtthema: Sein Wort wirkt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 8, 1-21<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Stefan Greiner<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDie Wirksamkeit Jesu in Galil\u00e4a (4,14 &#8211; 9,50).<br \/>\nNeben der Erw\u00e4hnung der J\u00fcnger (6,12-16) nun auch die Erw\u00e4hnung der J\u00fcngerinnen.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\n2.1  Die J\u00fcngerinnen von Jesus (8,1-3)  &#8211;  Markus 15,40.41; Apostelgeschichte 1,14<br \/>\n2.2  Vom S\u00e4mann (8,4-8) &#8211;  Matth\u00e4us 13,1-9; Markus 4,1-9<br \/>\n2.3  Vom Sinn der Gleichnisse (8,9-10)  &#8211;  Matth\u00e4us 13,10-17; Markus 4,10-12<br \/>\n2.4  Die Deutung des Gleichnisses vom S\u00e4mann (8,11-15)  &#8211;  Matth\u00e4us 13,18-23; Markus 4,13-20<br \/>\n2.5  Gleichnisse (+ Deutung) aus der \u201eLandwirtschaft\u201c  &#8211;  Matth\u00e4us 13,24-30 + 31-32 + 36-43; Markus 4,26-29 + 30-34<br \/>\n2.6  Vom Licht und vom rechten H\u00f6ren (8,16-18)  &#8211;  Matth\u00e4us 5,14-16; Markus 4,21-25<br \/>\n2.7  Jesu wahre Verwandte (8,19-21)  &#8211;  Matth\u00e4us 12,46-50; Markus 3,31-35<br \/>\nMatth\u00e4us und Markus bringen das Thema der Verwandtschaft vor dem Gleichnis, Lukas nach dem Gleichnis. Aber bei allen ist klar, dass das Erz\u00e4hlen des Gleichnisses vom S\u00e4mann und der Besuch der Verwandtschaft auf denselben Tag f\u00e4llt.<\/p>\n<p>3.  Der Aufbau des Textes<br \/>\nV. 1-3 Die J\u00fcngerinnen von Jesus<br \/>\nV. 4-8 Gleichnis vom S\u00e4mann<br \/>\n   V. 5 Weg und V\u00f6gel<br \/>\n   V. 6 Fels und verdorren<br \/>\n   V. 7 Dornen und ersticken<br \/>\n   V. 8 Gutes Land und Frucht<br \/>\nV. 9-10 Vom Sinn der Gleichnisse<br \/>\nV. 11-15 Die Deutung des Gleichnisses vom S\u00e4mann<br \/>\n   V. 12 Weg<br \/>\n   V. 13 Fels<br \/>\n   V. 14 Dornen<br \/>\n   V. 15 Gutes Land<br \/>\nV. 16-18 Vom Licht und vom rechten H\u00f6ren<br \/>\n   V. 16-17 Licht<br \/>\n   V. 18 H\u00f6ren<br \/>\nV. 19-21 Jesu wahre Verwandte<\/p>\n<p>4.  Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nSie sind im Wesentlichen eine Zusammenfassung der Kommentare zum Lukas Evangelium von Gerhard Maier, Fritz Rienecker und William Barclay.<br \/>\nV.  1: \u201eEs geschah in der folgenden Zeit\u201c &#8211; wir erfahren keine genaue Datierung.<br \/>\nDas durchziehen von St\u00e4dten und D\u00f6rfern ist ein Kennzeichen von Jesu \u00f6ffentlichem Auftreten und Wirksamkeit. Das Imperfekt \u201eer zog umher\u201c bezeichnet eine langsame und anhaltende Art des Reisens. Jesus nahm sich Zeit, \u00fcberall zu verweilen. Er will alle Menschen retten, indem er predigte und verk\u00fcndigte. Das Wort steht bei Jesus im Mittelpunkt und nicht die Wunder. Er bringt den Menschen das Evangelium (w\u00f6rtl. Frohbotschaft) vom Reich Gottes.<br \/>\nUnd die zw\u00f6lf mit ihm: Bedeutet mehr als blo\u00dfe Mitl\u00e4ufer. Sie sind Jesu Mitarbeiter auch bei der Verk\u00fcndigung. Aber es war normal das ein Rabbi J\u00fcnger um sich hatte, auch bei der Wanderschaft.<\/p>\n<p>V. 2: \u00dcberraschend ist, dass nun auch Frauen erw\u00e4hnt werden. Normalerweise hatten Rabbinen keine Frauen in ihrem J\u00fcngerkreis aufgenommen und zur Wanderpredigt mitgenommen. Es waren sogar einige Frauen (V.3 viele Frauen). Das griech. Wort hier f\u00fcr Frau, kann eine verheiratete, wie auch eine unverheiratete Frau bezeichnen.<br \/>\nDiese einige Frauen wurden durch Jesus geheilt bzw. von b\u00f6sen Geistern befreit. Durch dieses Erlebnis sind sie Nachfolgerinnen von Jesus geworden.<br \/>\n\u201eMaria, genannt Magdalenerin\u201c: Maria stammte aus Magdala (5 km n\u00f6rdlich von Tiberias). Maria wurde von 7 D\u00e4monen befreit. Sie hatte offensichtlich eine dunkle, schreckliche Vergangenheit hinter sich. Maria Magdalena folgt Jesus bis zur Kreuzigung, erlebte seine Grablegung mit, wurde die erste Zeugin des Auferstandenen und \u00fcberbrachte die Botschaft von der Auferstehung den Aposteln (vgl. Mt.27,56.61; 28,1; Mk.15,40.47; 16,1.9; Lk.23,49.55; 24,10; Joh.19,25; 20,1.11ff).<\/p>\n<p>V.  3: \u201eJohanna, Frau des Chuzas\u201c: Auch sie erlebt die Passionsgeschichte mit (Lk.23,49.55;<br \/>\n24,10). Frau eines Verwalters des Herodes, deshalb war Johanna eine Frau aus der Oberschicht.<br \/>\n\u201eSusanna\u201c: Wird nur hier namentlich in der Bibel erw\u00e4hnt. Ein j\u00fcdischer Name, auf deutsch: \u201eLilie\u201c.<br \/>\n\u201eviele andere\u201c: Wer diese anderen waren erfahren wir hier nicht. In Mk.15,40-41 werden noch andere erw\u00e4hnt, welche hier evtl. auch schon dabei waren.<br \/>\n\u201edienten ihnen mit ihrer Habe\u201c: Hier findet die Frage: Wie wurde eigentlich \u201edie Kasse\u201c gef\u00fcllt? eine Antwort. Die Frauen dienten mit ihrem Verm\u00f6gen, dass Jesus und seine J\u00fcnger bei der Wanderschaft ben\u00f6tigten.<br \/>\nDie Frau wird hier zweifellos gegen\u00fcber der damaligen j\u00fcdischen Sitte aufgewertet. Sie wird J\u00fcngerin und Diakonin. Jedoch bleibt eine Grenze gewahrt: Sie wird nicht in das Leitungsamt (Apostolat) berufen und sie haben keinen Verk\u00fcndigungsdienst geleistet.<\/p>\n<p>V. 4: Als eine \u201ezahlreiche Menge\u201c aus den St\u00e4dten sich um Jesus versammelt, sagte er ein Gleichnis. Lukas berichtet nicht, wo das geschah. Von Matth\u00e4us (13,1) und Markus (4,1) erfahren wir, dass es ein Platz im Freien, am See Genezareth war.<br \/>\n\u201eer sagte vermittels eines Gleichnisses\u201c: Jesus tat das sehr oft. Gleichnis = bildhafte Rede.<\/p>\n<p>V. 5: Ein allt\u00e4gliches Bild f\u00fcr die Zuh\u00f6rer. Den Samen trug der s\u00e4ende Bauer in einer Art Umh\u00e4ngetasche. Er griff mit der Hand hinein und warf den Samen auf den Acker.<br \/>\n\u201eWeg und die V\u00f6gel\u201c: Mit dem Weg kann ein Trampelpfad durch die Felder oder ein regul\u00e4rer Weg neben dem Acker gemeint sein. Gepfl\u00fcgt wurde erst nach dem s\u00e4en. Somit ist der Weg hartgetrampelt und der Same kann nicht eindringen und wird deshalb zertrampelt. Dieser Teil der Saat ist ganz verloren, da nun die V\u00f6gel den Samen fressen.<\/p>\n<p>V. 6: Nat\u00fcrlich s\u00e4t der S\u00e4mann nicht auf den nackten Fels. Sonst k\u00f6nnte es ja gar nicht \u201eaufgehen\u201c. Gemeint ist vielmehr der mit einer ganz d\u00fcnnen Erdschicht bedeckte Fels. Weil der Fels ganz dicht unter der Erdoberfl\u00e4che liegt, kann die Saat wohl \u201eaufgehen\u201c, hat aber nicht gen\u00fcgend \u201eFeuchtigkeit\u201c. Die Folge ist, dass die Saat \u201everdorrt\u201c.<\/p>\n<p>V. 7: \u201eDornen\u201c ist ein Name f\u00fcr alle m\u00f6glichen Stachelpflanzen. Sie gehen \u201emit\u201c der Saat \u201eauf\u201c und dann st\u00e4rker als die Getreidehalme werden und somit am Ende die Saat \u201eersticken\u201c (ganz w\u00f6rtlich: \u201edie Luft abschn\u00fcren\u201c).<\/p>\n<p>V.  8: Hier wird nun das S\u00e4en zum Erfolg. Es ist \u201egutes Land\u201c und deshalb geht die Saat \u201eauf<br \/>\nund bringt hundertfach Frucht\u201c.<br \/>\nAm Ende des Gleichnisse fordert Jesus seine Zuh\u00f6rer auf \u201ezu h\u00f6ren\u201c. Es ist ein Weckruf, dass \u00e4u\u00dferliches h\u00f6ren nicht gen\u00fcgt, sondern man geistliche Ohren haben muss, um hier richtig \u201ezu h\u00f6ren\u201c.<\/p>\n<p>V.  9: Das \u201eFragen\u201c der \u201eJ\u00fcnger\u201c geschah abseits von der Menge (Mt.13,10). Sie m\u00f6chten<br \/>\ngerne die Bedeutung des Gleichnisses wissen.<\/p>\n<p>V. 10: Jesus deutet nicht sofort das Gleichnis (die eigentliche Frage der J\u00fcnger), sondern macht zun\u00e4chst eine Aussage \u00fcber den Unterschied von J\u00fcngern und Nichtj\u00fcngern. In Jesus hat Gott den J\u00fcngern das \u201eVerstehen gegeben\u201c. Wer kein J\u00fcnger ist, Jesus nicht hat, \u201eversteht nicht\u201c. \u201eDie anderen haben\u201c deshalb diese Geheimnisse \u201enur in Gleichnissen\u201c, die ihnen unverst\u00e4ndlich bleiben.<br \/>\n\u201eDamit\u201c dr\u00fcckt keine Absicht aus, so als ob Jesus sie mit Absicht in ihrem \u201enicht verstehen\u201c l\u00e4sst, sondern eine zuk\u00fcnftige Folge bzw. Ergebnis. Als \u201eSehende\u201c werden die Nichtj\u00fcnger \u201edoch nicht sehen\u201c. Als \u201eH\u00f6rende\u201c werden sie \u201edoch nicht verstehen\u201c.<\/p>\n<p>V.  11: Die Deutung des Gleichnisses:<br \/>\nSame = Gottes Wort &#8211; Der Same ist gut, jetzt h\u00e4ngt es an der unterschiedlichen Aufnahme.<\/p>\n<p>V.  12: Weg = Menschen die h\u00f6ren, aber das Wort dringt nicht tief ins Herz, sondern bleibt an<br \/>\nder Oberfl\u00e4che. V\u00f6gel (V. 5) = Teufel, der \u201ekommt\u201c und mit allerlei Methoden \u201edas Wort von den Herzen nimmt\u201c. Der Teufel ist der Hauptfeind unseres Glaubens und der Hauptfeind unserer Rettung &#8211; \u201edamit sie nicht glauben und nicht selig (w\u00f6rtl. gerettet) werden.<\/p>\n<p>V. 13: Fels = Menschen die h\u00f6ren, aber das Wort schnell mit Freuden annehmen, aber ohne Wurzeln, ohne Tiefgang. Sie \u201eglauben nur auf Zeit\u201c und \u201efallen ab bei Pr\u00fcfungen (w\u00f6rtl.).<br \/>\nPr\u00fcfungen = Erprobung, Versuchung, Anfechtung<\/p>\n<p>V. 14: Dornen = Menschen die h\u00f6ren und aufnehmen. \u201eIn ihrem Gang\u201c machen sich \u201eSorgen und Reichtum und Lebensfreuden (Lebensgen\u00fcsse, Lebensvergn\u00fcgungen) breit. Davon werden sie erstickt (erdr\u00fcckt, zusammengeschn\u00fcrt) und \u201ekommen nicht zur reifen Frucht\u201c.<\/p>\n<p>V.  15: Es gibt aber auch \u201edas gute Land\u201c. Es sind die dauerhaft Gl\u00e4ubigen, die mit einem<br \/>\n\u201erechten und guten Herzen\u201c, Gottes Wort \u201egeh\u00f6rt\u201c haben und daran \u201efesthalten\u201c. Dadurch entsteht \u201eFrucht in Geduld\u201c. Geduld &#8211; w\u00f6rtl. Drunterbleiben, Ausdauer.<\/p>\n<p>V. 16: Da in Israel die H\u00e4user nicht ausreichend Fenster hatten, war es \u00fcblich \u201eeine Lampe anzuz\u00fcnden\u201c, sogar tags\u00fcber um den \u201eHereinkommenden\u201c einen Orientierungspunkt zu geben. Deshalb stellt \u201eniemand\u201c dieses Licht \u201eunter ein Bett\u201c oder \u201ebedeckt es mit einem Gef\u00e4\u00df\u201c. Eine Lampe ist zum leuchten da.<\/p>\n<p>V.17: In diesem Zusammenhang ist die Lampe gleich das Wort Gottes. Jesus will nicht, dass Gottes Wort versteckt bleibt. Vielmehr soll es den Eintretenden den Weg zeigen. Jesus kann Gottes Wort nicht \u201everbergen\u201c oder \u201egeheim\u201c halten, es soll und wird an den Tag kommen.<\/p>\n<p>V. 18: Auf das \u201eWie\u201c des H\u00f6rens kommt es an. Der Mensch kann \u201edarauf sehen\u201c, ob er Weg oder felsiges oder dornenbesetztes oder gutes Land sein will. Wer einen guten Herzensboden hat (\u201ewer da hat\u201c), der wird immer mehr verstehen (\u201edem wird gegeben\u201c). Wer aber nicht richtig h\u00f6rt (\u201ewer da nicht hat\u201c), dem wird auch das noch genommen \u201ewas er zu haben glaubt\u201c.<\/p>\n<p>V. 19: Jesu \u201eMutter und Br\u00fcder\u201c kamen zu ihm. Br\u00fcder = nach Mt.13,55 &#8211; Jakobus, Josef, Simon und Judas. Vermutlich ist der Vater Josef inzwischen verstorben. Wegen einer Volksmenge konnten sie aber nicht zu ihm.<\/p>\n<p>V. 20: \u201eDa wurde es Jesus gemeldet\u201c. Meldung: \u201eDeine Familie ist drau\u00dfen und will dich sehen\u201c. \u201eDrau\u00dfen\u201c hat hier auch eine symbolische Bedeutung. Denn Mutter und Br\u00fcder waren zu diesem Zeitpunkt anderer Meinung als Jesus. Nicht einmal Blutsverwandtschaft mit Jesus gen\u00fcgt, um zum Glauben zu kommen.<\/p>\n<p>V. 21: Die J\u00fcnger und J\u00fcngerinnen (\u201edie Gottes Wort h\u00f6ren und tun\u201c) sind die eigentliche Familie von Jesus.<\/p>\n<p>5. Spitze des Textes<br \/>\nGottes Wort wird ausgestreut und ist gut. Jetzt kommt es auf das rechte H\u00f6ren an.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\n6.1  Der Same (Gottes Wort) ist gut. Wenn Gottes Wort nicht aufgeht, dann liegt es nicht an<br \/>\ndem Wort, sondern am Boden. Wir wollen es als diesen guten Samen weitergeben. Nicht Gottes Wort vermischen mit schlechter Saat oder \u201everpanschen\u201c mit eigenen Zus\u00e4tzen.<\/p>\n<p>6.2.  Ich bin nun Gottes S\u00e4mann: Gottes Wort gilt es auszustreuen. \u00dcberallhin den Samen<br \/>\nauswerfen. Verschwenderisch damit umgehen, so wie der S\u00e4mann. Der Same geht nie aus. Es ist nicht unsere Entscheidung und nicht unsere Verantwortung, welcher Mensch einen \u201eguten Boden\u201c hat. Unsere Aufgabe ist Gottes Wort zu verk\u00fcndigen. Wir d\u00fcrfen es nicht verbergen (Licht unter dem Bett).<\/p>\n<p>6.3 So wie der Landwirt auf das Feld hinauszieht, so ist Jesus umhergezogen in den St\u00e4dten und D\u00f6rfern. M\u00fcssen wir hier unsere Gemeindestruktur \u00fcberpr\u00fcfen? Haben wir nur eine \u201eKomm-Struktur\u201c &#8211; das Gemeindehaus ist f\u00fcr alle offen. Wir freuen uns \u00fcber jeden der kommt. Nur es kommt keiner. Haben wir daneben auch eine \u201eGeh-Struktur\u201c &#8211; hinaus zu den Menschen gehen, ihnen Gottes Wort bringen.<\/p>\n<p>6.4 Geduld ist n\u00f6tig. Auch der Same auf dem guten Land braucht seine Zeit. Durch das Gleichnis wird deutlich wieviel Geduld und Ausdauer n\u00f6tig ist beim auss\u00e4en Spr.16,32). Bei 3 von 4 Beispielen hat das auss\u00e4en \u201ekeinen Erfolg\u201c. <\/p>\n<p>7.  Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n7.1  Sinn der Gleichnisse:<br \/>\n1.  Um neue Wahrheiten zu offenbaren.<br \/>\n2.  Um gewisse Wahrheiten vor den Ungl\u00e4ubigen zu verbergen<br \/>\n3.  Um die Prophezeiungen von Jesaja 6,9-10 zu erf\u00fcllen<\/p>\n<p>7.2  Wort ist wichtiger als Wunder. Jesu Hauptaufgabe war das Wort Gottes zu verk\u00fcndigen.<br \/>\nDas Wort Gottes dringt in Menschenherzen ein und bewirkt Frucht.<\/p>\n<p>7.3  \u201eEs bleibt ja in der Familie\u201c &#8211; stimmt, was den Glauben betrifft, nicht. Durch<br \/>\nBlutsverwandtschaft wird nicht der Glaube vererbt. Um so froher und dankbarer k\u00f6nnen wir sein, wenn unsere Kinder an Jesus glauben. \u201eAufnahmebedingung\u201c um zur Familie Gottes zu geh\u00f6ren ist Gottes Wort h\u00f6ren und tun (Jakobus 1,22).<\/p>\n<p>7.4  Jesus schaut den Leuten \u201eaufs Maul\u201c. Er spricht ihre Sprache. Jesus nimmt vertraute<br \/>\nBeispiele und Anschauungsmittel um ihnen Gottes Wort nahe zu bringen.<\/p>\n<p>7.5 Als weitere Veranschaulichung dient der Landwirt mit seiner Arbeit, die Saat, das Wachsen und die Frucht. Gegenst\u00e4nde aus der Landwirtschaft, Bilder \/ Folie von einem S\u00e4mann k\u00f6nnen hier eine Hilfe sein.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: Die Arbeit eines Landwirtes skizzieren. Es kommt auf den Boden an.<br \/>\nJesus nimmt den Landwirtschaft f\u00fcr ein Gleichnis. Ein Gleichnis ist eine bildhafte Rede. Man muss h\u00f6ren und mitdenken.<\/p>\n<p>1.  Gottes Wort geht alle an<br \/>\nEs ist f\u00fcr alle da und es geht alle an. Jeder kann es h\u00f6ren und darauf reagieren. Beim Wort Gottes gilt absolute Gleichberechtigung. Das sehen wir bei den J\u00fcngern und J\u00fcngerinnen.<br \/>\nMann und Frau sind gleich angesprochen. Die J\u00fcngerinnen kommen aus verschieden Gesellschaftsschichten und verschiedene Vergangenheit. Gottes Wort geht alle an und ist f\u00fcr alle von Gott gegeben. Danken wir Gott mal wieder daf\u00fcr. Gott \u201everschwendet\u201c das Wort seiner Liebe an uns s\u00fcndigen Menschen.<br \/>\nUnsere Aufgabe: Gottes Wort auss\u00e4en, gro\u00dfz\u00fcgig, verschwenderisch. Nicht weil es nichts wert ist, sondern weil es so wertvoll ist. Wie soll der Same aufgehen, wenn nicht ges\u00e4t wird? Das Evangelium ist keine Geheimlehre, darf von uns nicht zur\u00fcckgehalten werden. Das Wort auss\u00e4en in unsere Kinder, in unsere Familie, in unsere Nachbarn, in unsere Arbeitskollegen, in unsere Mitsch\u00fcler und Studenten, in unsere Teilnehmer unserer Kreise hinein.<br \/>\nGehen wir doch hinaus in die Welt als S\u00e4m\u00e4nner und S\u00e4frauen. Dazu muss uns Gott Geduld und Ausdauer schenken, denn das ist oft n\u00f6tig bei dieser Arbeit.<\/p>\n<p>2. Gottes Wort geht nicht in allen auf<br \/>\nAuf welchen Boden der Same f\u00e4llt, wissen wir nicht und ist auch nicht unsere Verantwortung.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen zu den unterschiedlichen B\u00f6den siehe Punkt 4 &#8211; Einzelerkl\u00e4rungen.<\/p>\n<p>A.  Der Same f\u00e4llt auf den Weg<br \/>\nDas Wort geht nicht ins Herz.<br \/>\nDenken wir dran: Bei jeder Wortverk\u00fcndigung ist der Satan dabei um den Samen gleich wieder wegzunehmen.<\/p>\n<p>B.  Der Same f\u00e4llt auf felsigen Boden<br \/>\nDer Same kann keine Wurzeln bilden und verbrennt bei Bedr\u00e4ngnis und Verfolgung.<br \/>\nJesus rechnet mit zwei sicheren Tatsachen:<br \/>\n1.  Seine Gemeinde wird verfolgt<br \/>\n2.  Viele werden abfallen<br \/>\nEs gilt Wurzeln im Glauben zu schlagen (Kol.2,6+7), durch intensive Gemeinschaft mit Jesus.<br \/>\nDiese Wurzeln muss man f\u00f6rdern und pflegen.<\/p>\n<p>C.  Der Same f\u00e4llt unter die Dornen<br \/>\nDie Frucht fehlt. Sorgen, Reichtum und Begierden ersticken das Wort, welches einen guten Anfang genommen hat.<\/p>\n<p>D.  Der Same f\u00e4llt auf gutes Land<br \/>\nDas Wort wird aufgenommen, verinnerlicht, es wirkt und bringt zu gegebener Zeit viel Frucht.<br \/>\nDas ist das Ziel der Wortverk\u00fcndigung: Frucht<\/p>\n<p>Welchen Herzensboden habe ich?<br \/>\nL\u00e4sst du das Wort bei dir wirken, h\u00f6rst du es richtig und tust es auch, dann geh\u00f6rst du zur Familie Gottes, dann bist du Bruder \/ Schwester von Jesus.<br \/>\nJesus l\u00e4dt dich ein: Komm nimm mein Wort auf und lass es f\u00fcr mich Frucht bringen.<br \/>\nGebet von A. Bengel (Kommentar Edition C &#8211; Gerhard Maier): \u201eHerr Jesu, gib, dass dein Wort bei mir zu reifer und reicher Frucht komme.\u201c<\/p>\n<p>Schluss: Auftrag f\u00fcr die n\u00e4chste Woche: Gottes Wort aufnehmen und austeilen.<\/p>\n<p>Abrundung:<br \/>\nLied Nr. 425 (Ich will dir danken): \u201eDass dein Wort in meinem Herzen starke Wurzeln schl\u00e4gt\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Der vollm\u00e4chtige RetterPredigtthema: Sein Wort wirkt Bibelstelle: Lukas 8, 1-21 Verfasser: Stefan Greiner 1. Zusammenhang Die Wirksamkeit Jesu in Galil\u00e4a (4,14 &#8211; 9,50). Neben der Erw\u00e4hnung der J\u00fcnger (6,12-16) nun auch die Erw\u00e4hnung der J\u00fcngerinnen. 2. 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