{"id":1334,"date":"2002-07-15T11:06:40","date_gmt":"2002-07-15T09:06:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=152"},"modified":"2002-07-15T11:06:40","modified_gmt":"2002-07-15T09:06:40","slug":"predigthilfe-vom-11-8-2002-lukas-711-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-11-8-2002-lukas-711-17\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 11.8.2002 &#8211; Lukas 7,11-17"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Rettung aus Glauben<br \/>Predigtthema: Vom Weinen zum Staunen<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 7,11-17<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: J\u00fcrgen Vier<\/strong><\/p>\n<p>Nichts ist unm\u00f6glich!<\/p>\n<p>1. Zusammenhang:<br \/>\nDiese Geschichte hat uns nur Lukas \u00fcberliefert. Er berichtet ja nicht streng zeitlich \/ chronologisch geordnet, sondern ordnet unter Umst\u00e4nden thematisch. So wohl auch hier. Wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass Lukas diesen Bericht der Totenauferstehung bewusst hier eingeordnet hat zur Veranschaulichung von V. 22!<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen:<br \/>\nEinziger Bericht dieser Totenauferstehung, aber weitere Berichte wie z. B. 2. K\u00f6 4 sind hilfreich.<\/p>\n<p>3. Textaufbau:<br \/>\nLk 7,11+12 \tSituationsbeschreibung<br \/>\nLk 7,13+14\tReaktion Jesu auf diese Situation<br \/>\nLk 7,15-17\tReaktion der Beteiligten auf Jesu Handeln!<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen:<br \/>\nV. 11:<br \/>\nJesus wandert nun von Kapernaum nach Nain. Nain lag ca. 35 km Luftlinie von Kapernaum entfernt. Das entspricht ca. 10 Stunden Fu\u00dfweg. Wahrscheinlich war das damals mit so vielen Menschen eher eine Zwei-Tages-Tour. Nain war ein kleines und unbedeutendes D\u00f6rfchen. Aber man geht davon aus, dass sich dort einst das ereignet hat, was uns in 2.K\u00f6 4 berichtet wird (Totenauferweckung bei Elisa!).<\/p>\n<p>V. 12:<br \/>\nAber diese Totenauferstehung ist lange her \u2013 und selbst wenn sie wirklich so geschehen ist bleibt doch auch f\u00fcr uns in unserem Dorf: Menschen werden geboren, sterben und werden begraben. Und jetzt war eben so eine Beerdigung. An die Totenauferstehung damals denkt doch niemand, wenn er sein einziges Kind zu Grabe tragen muss. Das einzige Kind, und sie war dazu noch Witwe. Sie war v\u00f6llig allein, ohne Hilfe, ohne Sozialversicherung, keine Unterst\u00fctzung, keinen Ansprechpartner, keinen gegen\u00fcber mehr. Und das Dorf trauerte mit!!<br \/>\nZugleich bedeutete ein fr\u00fcher Tod im AT Gericht Gottes (vgl. Ps 55,24; 102,25; 1.K\u00f6 17,17ff)<br \/>\nDer Tod ist die volkst\u00fcmlichste Macht der Welt. Nichts ist so sicher wie der Tod. Aber halten wir auch hier fest: Der Tod ist in der Bibel die Trennung von Gott, dem Herrn des Lebens. Darum sind bereits viele tot, obwohl sie leben, weil sie nicht mit Gott leben!<br \/>\nDer Tod ist der Feind Gottes und des Menschen (vgl. bei Lazarus; Lk 9,60; Mt 23,29-32). Diesem Feind veranstaltet man kein Fest.<\/p>\n<p>V. 13-15:<br \/>\nJesus zeigt nun in dieser notvollen Situation echtes Erbarmen, echtes Mitleid. Halten wir uns aber bildhaft vor Augen was genau geschieht: Aus Nain kommt eine gro\u00dfe Trauermenge, die dem Tod die letzte Ehre erweist, die die Macht des Todes anerkennt. Gleichzeitig schreitet Jesus mit einer Menge in Richtung Nain, die Jesus als den Herrn des Lebens, als den Messias verehrt. Diese Gruppen bewegen sich aufeinander zu \u2013 und nun zeigt Jesus, wer der wirkliche Herr ist. Er zieht nicht and\u00e4chtig den Hut, er gibt nicht dem Tod die Ehre \u2013 so wie wir das getan h\u00e4tten, sondern er zeigt die Grenzen des Todes auf.<br \/>\nEr spricht diesen J\u00fcngling an, so als ob er lediglich schl\u00e4ft (vgl. Lk 20,38). Er bricht das Todesschweigen, redet kurz mit dem \u201eerwachenden J\u00fcngling\u201c und \u00fcbergibt ihn wieder seiner Mutter (vgl. 2.K\u00f6 4,36 und Joh 19,26). <\/p>\n<p>V. 16:<br \/>\nEhrfurcht greift um sich, nachdem Jesus so \u00f6ffentlich und klar seine Macht gezeigt hat. Rechte Ehrfurcht f\u00fchrt, wie wir hier sehr sch\u00f6n sehen, zum Gotteslob &#8211;  und nicht zur Angst. Ehrfurcht entsteht immer da, wo Menschen in ungewohnter Weise in Ber\u00fchrung kommen mit der unsichtbaren Welt und Wirklichkeit.<br \/>\nEchte Gottesfurcht f\u00fchrt dann auch zum Gottesbekenntnis. Ein gro\u00dfer Prophet und Gott hat sein Volk besucht(vgl. Lk 1,68, 4,41 oder die J\u00fcnger in Lk 9,20 \u201eDu bist der Christus\u201c = wesentlichen gleiche Bekenntnis).<\/p>\n<p>V. 17:<br \/>\nDiese Tat machte Jesus \u00fcberaus bekannt im ganzen umliegenden Land. Wir sehen hier aber auch: Personen stehen bei solchen Wundern wenig im Blickpunkt, sondern Jesus selbst (vgl. Lazarus von Bethanien Joh 11,1; Tochter des Jairus Lk 8,41; Mk 5,22; hier gibt es gar keine weiteren Personenangaben; vgl. AT: 1. K\u00f6 17,17-24; 2. K\u00f6 4,8-37).<\/p>\n<p>5. Textspitze:<br \/>\nBei Jesus ist wirklich nichts unm\u00f6glich!<\/p>\n<p>6. Text heute:<br \/>\n&#8211; Wir leben in einer Zeit, in der Menschen glauben \/ bef\u00fcrchten \/ hoffen, dass bald dem Menschen nichts mehr unm\u00f6glich sein wird. Neue Entdeckungen auf vielen Gebieten geben dazu Anlass. Aber an einem Punkt gibt es bisher keine menschliche Hoffnung: Der Tod ist eine Grenze, die der Mensch nicht in den Griff bekommen wird. Jesus allein ist der Herr auch \u00fcber den Tod.<\/p>\n<p>7. Veranschaulichungen:<br \/>\n&#8211; Werbung von Toyota: Nichts ist unm\u00f6glich \u2013 Toyota! Stimmt das?<br \/>\n&#8211; Ist das \u00fcberhaupt eine tolle Vorstellung? Wir denken an Grenzbereiche und dar\u00fcber hinaus (z.B. klonen, kleine Computer im K\u00f6rper, genmanipulierte Nahrungsmittel&#8230;)<br \/>\n&#8211; Gleichzeitig will doch niemand an einer Krankheit sterben, f\u00fcr die es l\u00e4ngst Medikamente gibt \u2013 oder? Aber es gibt f\u00fcr uns immer wieder Grenzen, die wir akzeptieren m\u00fcssen (sofern Gott nicht ein Wunder tut!), in die wir hineingestellt sind,  z.B.:<br \/>\n&#8211; Pers\u00f6nlich: Krankheiten, Behinderungen, Allergien, Unf\u00e4lle, Ehekrise bei den Kindern, nachlassen der eigenen Kraft; Abh\u00e4ngigkeiten von Alkohol, Drogen, Sex, Arbeitssucht, Tod&#8230;<br \/>\n&#8211; Arbeitswelt: Gewissensk\u00e4mpfe durch Schulalltag (Fantasiereisen, Mandalas, Evolutionslehre); betriebliche Auftragslage, Einsch\u00e4tzung durch den Chef, beruflichen Ver\u00e4nderungen immer gewachsen?&#8230;<br \/>\n&#8211; Gemeinde: Mitarbeitersituation bestimmt Angebot und M\u00f6glichkeiten; Gaben der Mitarbeiter &#8211; wie auch meine &#8211; sind begrenzt;  Projekte werden geistreich und fantasievoll ins Auge gefasst und am Ende bleiben doch nur Luftblasen; oft herrscht die Einstellung vor: Das Evangelium will keiner wissen! Wissen wir, dass das Evangelium jeder wissen muss?&#8230;.<br \/>\n&#8211; Weitere M\u00f6glichkeit: Totensonntag = Widerspruch in sich selber, da wir mit jedem Sonntag daran erinnern \u2013 auch uns: Der Herr ist auferstanden!<br \/>\n&#8211; Beerdigungen: Wir veranstalten dem Feind kein Fest! Ganz praktisch k\u00f6nnte das so aussehen, dass man sich zu Lebzeiten konkrete Gedanken dar\u00fcber macht, wie seine eigene Beerdigung gestaltet werden soll: Welche Lieder? Welcher Predigttext? Welcher Grabsteintext?&#8230;..<\/p>\n<p>8. Predigtgliederung:<br \/>\nI. Einleitung:<br \/>\nSiehe Punkt sieben!<\/p>\n<p>II. Hauptteil:<br \/>\n1. Jesu Reden und Handeln schafft Leben!<br \/>\na. Sehen wir hier an der Totenauferweckung!<br \/>\nb. Sehen wir auch in Sch\u00f6pfung!<br \/>\nc. Sehen wir das auch heute bei unseren Beerdigungen? <\/p>\n<p>2. Jesu Reden und Handeln fordert Reaktionen!<br \/>\na. Gottesfurcht<br \/>\nb. Gotteslob<br \/>\nc. Gottesbekenntnis \/ Jesusbekenntnis<\/p>\n<p>3. Jesu Reden und Handeln geschah f\u00fcr uns!<br \/>\na. Jesus entthront den Tod!<br \/>\nb. Jesus weist auf seinen eigenen Tod vor den Toren der Stadt und der gro\u00dfen Menge hin.<br \/>\nc. Sprichwort: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer \u2013 aber sobald die erste Schwalbe da ist, wissen wir: Es kommt der Sommer! Er ist nahe! Darauf ist Verlass! Diese Totenauferweckung ist f\u00fcr uns so eine Schwalbe der Hoffnung!<\/p>\n<p>III. Schluss:<br \/>\nNichts ist unm\u00f6glich \u2013 bei Jesus! Glaubst du das?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Rettung aus GlaubenPredigtthema: Vom Weinen zum Staunen Bibelstelle: Lukas 7,11-17 Verfasser: J\u00fcrgen Vier Nichts ist unm\u00f6glich! 1. Zusammenhang: Diese Geschichte hat uns nur Lukas \u00fcberliefert. Er berichtet ja nicht streng zeitlich \/ chronologisch geordnet, sondern ordnet unter Umst\u00e4nden thematisch. 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