{"id":1295,"date":"2001-11-28T17:37:26","date_gmt":"2001-11-28T15:37:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=113"},"modified":"2001-11-28T17:37:26","modified_gmt":"2001-11-28T15:37:26","slug":"predigthilfe-vom-16-12-2001-hesekiel-34-25-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-16-12-2001-hesekiel-34-25-31\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 16.12.2001 &#8211; Hesekiel 34, 25-31"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Christus &#8211; der Hirte<br \/>Predigtthema: Christus &#8211; der Segnende<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Hesekiel 34, 25-31<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Mirko Lau<\/strong><\/p>\n<p>0. Der Text (unrevidierte Elberfelder \u00dcbersetzung)<br \/>\n25 Und ich werde einen Bund des Friedens mit ihnen machen, und werde die b\u00f6sen Tiere aus dem Lande vertilgen; und sie werden in der W\u00fcste sicher wohnen und in den W\u00e4ldern schlafen.<br \/>\n26 Und ich werde sie und die Umgebungen meines H\u00fcgels zum Segen machen; und ich werde den Regen fallen lassen zu seiner Zeit, Regen des Segens werden es sein.<br \/>\n27 Und der Baum des Feldes wird seine Frucht geben, und das Land wird seinen Ertrag geben; und sie werden in ihrem Lande sicher sein. Und sie werden wissen, da\u00df ich Jehova bin, wenn ich die St\u00e4be ihres Joches zerbreche und sie aus der Hand derer errette, welche sie knechteten.<br \/>\n28 Und sie werden nicht mehr den Nationen zur Beute sein, und die wilden Tiere der Erde werden sie nicht mehr fressen; sondern sie werden in Sicherheit wohnen, und niemand wird sie aufschrecken.<br \/>\n29 Und ich werde ihnen eine Pflanzung erwecken zum Ruhme {Eig. zum Namen}, und sie werden nicht mehr durch Hunger weggerafft werden im Lande und nicht mehr die Schmach der Nationen tragen.<br \/>\n30 Und sie werden wissen, da\u00df ich, Jehova, ihr Gott, mit ihnen bin, und da\u00df sie, das Haus Israel, mein Volk sind, spricht der Herr, Jehova.<br \/>\n31 Und ihr, meine Herde, Herde meiner Weide, ihr seid Menschen; ich bin euer Gott, spricht der Herr, Jehova.<\/p>\n<p>1. Der Zusammenhang<br \/>\nZeitlich ist dieser Abschnitt durch Hes. 33,21 bestimmt: Das 12. Jahr der Wegf\u00fchrung Hesekiels, das ist das 2. Jahr nach der endg\u00fcltigen Zerst\u00f6rung Jerusalems, also ca. das Jahr 585 v. Chr.<br \/>\nEs ist der Abend, bevor ein Augenzeuge es Hesekiel endg\u00fcltig best\u00e4tigt, dass die Stadt geschlagen ist.<br \/>\nUnd Gott macht es klar: Wenn das Volk Israels nicht gehorsam ist, sondern anderen G\u00f6ttern nachl\u00e4uft, dann hat es keinen Anspruch mehr auf das Land (Hes. 33,25+26).<br \/>\nIsrael h\u00f6rt sich zwar die frommen Worte an, aber es l\u00e4sst keine frommen Taten folgen! Damit stellt Gott noch einmal eindeutig die Schuld des einzelnen fest.<br \/>\nDann nimmt er in besonderer Weise die Hirten in den Blick: Die Hirten haben versagt, sie haben die Herde ausgenutzt, aber ihnen keinerlei Schutz und Orientierung geboten. Deshalb wird Gott ihnen die Herde entziehen, sich selber um die Herde k\u00fcmmern und dann jeden, sowohl Hirten als auch Schafe nach seinen Taten richten! Anschliessend wird Gott selber wieder Gott seines Volkes sein und die Zeit des Segens wird anbrechen&#8230;<br \/>\nUnd das beschreibt unser Abschnitt: Nach der Distanz und dem Gericht Gottes, wird er wieder der bekannte und segnende Gott sein. <\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\n* Der zuk\u00fcnftige Bund (des Friedens) (Vers 25): Jes. 55,3; Jer. 31,31f; Hes. 16,60ff ; Hes. 37,26; Hos 2, 16ff; Lk. 22,20; R\u00f6mer 11, 25-27; Hebr. 8, 6ff; 10, 12-25 <\/p>\n<p>* Das gesegnete Leben: Joel 2, 19ff; 3. Mose 25, 18f; 3. Mose 26!; Offb. 21,1ff<br \/>\n* Jahwe wird Gott seines Volkes sein (Vers 30): 2. Mose 29, 45; Jer. 11,4; 24,7; 31,33; Sach. 8,8; Offb. 21,7<\/p>\n<p>3. Der Aufbau<br \/>\nVers 25a: Gottes Willenserkl\u00e4rung: Der zuk\u00fcnftige Bund des Friedens<br \/>\nVerse 25b-31: Die Auspr\u00e4gungen des Bundes:<br \/>\n   Verse 25b-29: Leben in Ruhe und im materiellen Segen und ohne negative menschliche und<br \/>\nmaterielle Einfl\u00fcsse von innen und au\u00dfen<br \/>\n   Vers 30+31: Endg\u00fcltige Zugeh\u00f6rigkeit der Menschen zu Gott<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nVers 25:<br \/>\n* &#8222;Bund des Friedens&#8220; ist eine seltene Formulierung, die in besonderer Weise die erneuerte und vom Frieden Gottes gepr\u00e4gte Beziehung nach dem starken Gericht betont.<br \/>\n* &#8222;Bund&#8220; ist ein Vertrag, den Gott mit seinem Volk schliesst. Bei einer entsprechenden Gegenleistung bietet Gott eine Leistung an: Israel akzeptiert ihn als den treuen Gott und Herren und daf\u00fcr wird sich Gott als der Treue und Allm\u00e4chtige zu seinem Volk stellen. Im Alten Testament kann man dann sehen, wie oft Gott bereit war, zu seiner Leistung zu stehen, obwohl Israel immer wieder Vertragsbr\u00fcchig geworden ist. Am Ende wird dieser Bund dann aber endg\u00fcltig und f\u00fcr immer stehen.<br \/>\n* die &#8222;b\u00f6sen Tiere&#8220; waren in Hes. 14,21 als Gottes Gericht angek\u00fcndigt worden. Schon in 3. Mose 26 hat Gott angek\u00fcndigt, bei Gehorsam die b\u00f6sen Tiere zu vernichten!<br \/>\n* das hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr &#8222;vertilgen&#8220; (der b\u00f6sen Tiere) hat die gleiche Wurzel wie das Wort f\u00fcr den j\u00fcdischen Sabbat: Durch das Vertilgen der b\u00f6sen Tiere wird gleichzeitig eine Ruhe einkehren, wie sie f\u00fcr die Beziehung zu Gott so wichtig ist. Vgl. 2. Mose 20, 8-12 und Hebr. 4<br \/>\n* &#8222;Land&#8220; meint hier wirklich den Teil, den Gott seinem Volk zugedacht hat, auch hier klingt seine Treue an.<br \/>\n* &#8222;W\u00fcste&#8220; ist nicht unbedingt im Sinne einer immer unwirtlichen W\u00fcste in der Art der Sahara zu verstehen, dennoch ist es ein Ort, an dem der Aufenthalt nicht immer gut war. Aber wenn Gott den Bund errichtet, dann wird selbst da ein sicheres wohnen m\u00f6glich sein. Vgl. Hes.14,15: Gott macht die Folgen des Gerichtes wieder r\u00fcckg\u00e4ngig<br \/>\n* Im Wald waren wilde Tiere (s. z. B. 2. K\u00f6n 2,24). Wenn man nun im Wald schlafen kann, dann ist auch das ein Bild f\u00fcr den umfassenden Frieden, wie wir ihn bis dahin eigentlich nur aus dem Paradies kennen.<br \/>\n* Gott beschreibt hier die Zeit des neuen Bundes mit den Verheissungen, die sich f\u00fcr Israel erf\u00fcllen, wenn sie gehorsam leben. Ein Indiz daf\u00fcr, dass diese zuk\u00fcnftige innige Gemeinschaft von Israel und Gott auch von Gehorsam gepr\u00e4gt sein wird (vgl. Jer. 31,31ff)<br \/>\n* F\u00fcr uns Christen ist diese Zeit nur vergleichbar mit dem neuen Jerusalem in Ofb. 21,1ff, hier in der Welt haben wir noch Bedr\u00e4ngnis und warten auf die Erf\u00fcllung der Verheissung<\/p>\n<p>Vers 26<br \/>\n* &#8222;H\u00fcgel&#8220; wurden von den Juden leider oft verwendet, um mit anderen G\u00f6ttern bzw. G\u00f6tzen zu huren (s. z. B. Hes. 6,13). Wenn Gott hier von &#8222;Seinem H\u00fcgel&#8220; spricht, dann zeigt er damit, dass er Gott sein wird. Und die, die sich um ihn lagern (&#8222;die Umgebung seines H\u00fcgels&#8220;), werden seinen Segen empfangen und werden f\u00fcr andere zum Segen werden. <\/p>\n<p>* &#8222;Regen&#8220; ist eigentlich oft Zeichen des Gerichtes (s. Hes. 13, 11+13), aber hier betont Gott, dass es ein Regen des Segens sein wird! <\/p>\n<p>Vers 27<br \/>\n* Die Feinde Israels essen Israels Fr\u00fcchte, nachdem sie das Land erobert haben (Hes. 25,4), aber nun wird Gott wieder Fr\u00fcchte f\u00fcr sein Volk wachsen lassen, wenn auch nicht wortw\u00f6rtlich, klingt hier doch auch Gottes Sch\u00f6pfungshandeln aus 1. Mose 1, 11+12 durch. Gott macht eine neue Sch\u00f6pfung f\u00fcr sein Volk.<br \/>\nDies wird unterstrichen durch das hebr\u00e4ische Wort adamah f\u00fcr &#8222;Land&#8220;. Dieses Wort wird auch ben\u00fctzt f\u00fcr den &#8222;Erdboden&#8220; in 1. Mose 1+2 aus dem Gott den Menschen bildet.<br \/>\n* &#8222;sicher&#8220; ist das gleiche Wort wie in Vers 25. Diese Wiederholung betont das sichere Wohnen.<br \/>\n* &#8222;wissen&#8220; oder &#8222;erkennen&#8220; bezeichnet im Hebr\u00e4ischen nicht nur ein blosses Wissen im Sinne einer gespeicherten Information, sondern ist ein tieferer Begriff. &#8222;Erfahren&#8220; bedeutet hier, dass man wirklich existenziell Gott begegnet ist und ganz real erlebt hat, dass er der Jahwe ist.<br \/>\n* In den meisten Bibel\u00fcbersetzungen steht hier &#8222;HERR&#8220;. Wenn diese vier gro\u00dfen Buchstaben in der Bibel stehen (\u00fcber 5200 mal im Alten Testament), dann ist das ein Zeichen, dass sich Gott hier mit seinem Vornamen AJahwe&#8220; zeigt und vorstellt. Die Juden haben aus Erfurcht nicht diesen Namen ausgesprochen und statt dessen immer AHerr&#8220; gesagt, deshalb steht auch in unseren \u00dcbersetzungen immer AHERR&#8220;, wo eigentlich AJahwe&#8220; stehen sollte. Gott benutzt diesen Vornamen immer dann, wenn er seine Treue und seine Best\u00e4ndigkeit unterstreichen will (vgl. 2. Mose 3, 13-15) Er sagt hier also: &#8222;Sie sollen erfahren, dass ich DER TREUE bin&#8220; &#8222;Ich habe versprochen, dass ihr mein Volk seid, also seid ihr auch mein Volk.&#8220;<br \/>\nGott ist der Pers\u00f6nliche und der Treue. Er hat sich mit seinem Namen pers\u00f6nlich vorgestellt und der Name steht besonders im Alten Testament f\u00fcr die Pers\u00f6nlichkeit und zu dieser Pers\u00f6nlichkeit steht er jetzt!<br \/>\n* Das &#8222;Joch&#8220; ist Teil des Gerichtes (siehe 5. Mose 28,48 oder Jer. 27,11+12, wo sich Israel unter dieses Joch sogar f\u00fcgen soll, um zu \u00fcberleben), nun macht Gott dieses Joch r\u00fcckg\u00e4ngig.<br \/>\n* Auch &#8222;die Hand derer, die sie knechteten&#8220; war nat\u00fcrlich von Gott benutzt. Aber er ist eben der Treue, der zu seinem Volk steht. <\/p>\n<p>Vers 28<br \/>\n* &#8222;Beute der Nationen sein&#8220; ist wieder w\u00f6rtlicher Fluch von Gott z. B. aus Hes. 25,7<br \/>\n* &#8222;Tiere&#8220; vgl. wieder Hes. 5,17; 14,15.21; 32,4<br \/>\n* &#8222;Sicherheit&#8220; ist wieder die gleiche Wurzel wie in Vers 25 und Vers 27<\/p>\n<p>Vers 29<br \/>\n* Das Gepflanzte war oft von Feinden verzehrt worden: 5. Mose 28,30; Amos 5,11 Das war die Folge des Gerichtes. Nun w\u00fcrde Gott pers\u00f6nlich etwas pflanzen! Und zwar so viel und so gut, dass es ger\u00fchmt wird. W\u00f6rtlich &#8222;eine Pflanzung zum Namen!, also: Eine Pflanzung, die so bekannt ist, dass man ihr einen Namen geben k\u00f6nnte.<br \/>\n* Auch Hunger ist ein Gerichtshandeln Gottes (Hes. 6,11), dass er hier r\u00fcckg\u00e4ngig macht.<br \/>\n* Schmach der Nationen sind der Hohn und Spott, den Israel erntete f\u00fcr seine gro\u00dfe Niederlage, umgedreht k\u00f6nnte man daraus schlie\u00dfen, dass Israel wieder seine alte St\u00e4rke zur\u00fcckbekommt<\/p>\n<p>Vers 30<\/p>\n<p>* &#8222;Wissen&#8220; ist das gleiche Wort wie in Vers 27.<br \/>\n* Hier verdichtet sich die neue Beziehung. Auf der einen Seite Gott, der sich hier als Gott vorstellt, das bedeutet, dass er der Allm\u00e4chtige ist. Dann stellt er sich als Jahwe, als der Treue, vor und schlie\u00dflich redet er von sich als Herr, als der er Gehorsam erwartet. Es wird also ein umfassendes Wissen \u00fcber Gott geben!<br \/>\n* In diesem Vers f\u00e4llt die starke Klammerung auf: Ganz am Anfang &#8222;Sie werden wissen&#8220; ganz am Ende &#8222;Ausspruch des Herrn Jahwe&#8220;. Auf der einen Seite die tiefe Gewissheit des Volkes und auf der anderen Seite die unverr\u00fcckbare Aussage Gottes.<br \/>\n* Das &#8222;Haus Israel&#8220; (von Rahel und Lea gegr\u00fcndet &#8211; s. Ruth 4,11) bezeichnet hier das ganze Volk also ehemaliges Nordreich und S\u00fcdreich. Bisher war das &#8222;Haus Israel&#8220; eher durch Ungehorsam aufgefallen (Hes. 3,7; 8,6; 12,9; 14,5 usw.) jetzt wird es seinen Gott wieder kennen und wissen, dass es zu ihm geh\u00f6rt! <\/p>\n<p>Vers 31<br \/>\n* Auch dieser Vers hat noch einmal so eine Klammer: Auf der einen Seite stehen die Israeliten (&#8222;Ihr&#8220;) auf der anderen Seite steht &#8222;Ausspruch des Herrn Jahwe&#8220;.<br \/>\n* &#8222;Weide&#8220; bedeutet Versorgung, Nahrung<br \/>\n* Zun\u00e4chst betont Gott, dass es seine Herde ist. Und dann ist diese (seine) Herde auf seiner Weide. Gott hat sich also seiner Herde ganz angenommen: Er hat sich selber zum Hirten gemacht und dann versorgt er sie mit seiner Nahrung. Damit wird auch deutlich, dass es nicht eine gleichrangige Freundschaft zwischen Gott und Volk ist, sondern da ist auf der einen Seite Gott, der alles lenkt, und auf der anderen Seite das Volk, das von Gott gelenkt wird.<br \/>\n* Menschen im Sinne der Israeliten wurden bisher bei Hesekiel nur ausgerottet (Hes. 14; Hes. 19; Hes 29), jetzt sind sie Gottes Schutzbefohlene. Auch hier verwendet Gott wieder das Wort adamah, also das Wort, das auf die Sch\u00f6pfung weist.<br \/>\n* Gott setzt sich als Gott bewusst den Menschen vor: &#8222;Ich bin euer Gott&#8220; Das ist Zuspruch, aber auch Anspruch<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nVers 30+31: Nachdem Gott die Folgen des Gerichtes korrigiert werden Gott und Mensch sich (wieder) richtig kennen und akzeptieren<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\n6.1 Unsere Beziehung zur Welt<br \/>\nIst uns klar, was f\u00fcr einen guten Gott wir haben, wie sehr er uns segnet? Letztlich verweist uns Christen dieser Text auf die Ewigkeit und es gibt noch mancherlei negatives, mit dem wir bis dahin rechnen und leben m\u00fcssen.<br \/>\nAber wenn wir uns mit der restlichen Welt vergleichen, wieviel Segen empfangen wir dann jetzt schon: Wir leben an einem Ort und in einem Sozialsystem an dem es reichlich Nahrung gibt, und in dem niemand verhungert. Wir leben an einem Ort, wo wir eigentlich kaum Angst vor gef\u00e4hrlichen Tieren haben m\u00fcssen. Und wir leben in einer Region, in der Sonne und Regen sich in guter Weise abwechseln. Und wir leben in einem System, in dem wir nicht so sehr Unterdr\u00fcckung aber viele Freiheiten geniessen.<br \/>\nWie gesagt: Es steht nat\u00fcrlich noch einiges aus und es kann sich in dieser Welt alles sehr schnell \u00e4ndern und manch Gutes hat seine Schattenseiten. <\/p>\n<p>Aber seit langer Zeit schon geht es uns in Deutschland irdisch gemessen sehr gut! Wir wollen nicht klagen \u00fcber das was fehlt, sondern danken f\u00fcr das was da ist. <\/p>\n<p>6.1 Unsere Beziehung zum Himmel<br \/>\nDieser Text insgesamt verweist uns auf eine Zeit, in der es kein Leid mehr gibt. Aus unserer Sicht die Ewigkeit in der ewiger Frieden herrscht!<br \/>\nDies ist die Ausrichtung des Gl\u00e4ubigen in allen Schwierigkeiten.<br \/>\nMan wirbt heute mit vielen &#8222;Vorteilen des Glaubens&#8220;: Sinn im Leben, tolle Gaben von Gott, Gesundheitsf\u00f6rdernde Wirkung des Glaubens.<br \/>\nAber letztlich bleibt dem Gl\u00e4ubigen nur die Ausrichtung auf die Ewigkeit. Auch ein Paulus hat sich im Leben und in der Verk\u00fcndigung auf diese Ewigkeit ausgerichtet, weil er im Leben viel zu sehr angefochten war.<br \/>\nMan spricht dann heute schnell von &#8222;Jenseitsvertr\u00f6stung&#8220;, aber das war es f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen der Bibel nie! F\u00fcr sie war dieses ewige Friedensreich eine Hoffnung, auf die sie ihr Leben gebaut haben. Es war kein &#8222;vielleicht&#8220;, sondern ein &#8222;ich bin gewiss.&#8220;<br \/>\nWir wollen uns freuen, wenn wir durch den Glauben im Leben jetzt Vorteile haben. Und wir wissen um die Vorl\u00e4ufigkeit dieser Dinge und wollen unseren letzten Halt deshalb im Endg\u00fcltigen suchen und das ist dieses ewige Friedensreich bei Gott<\/p>\n<p>6.2 Unsere Beziehung zu Gott<br \/>\nWir brauchen eine Ausgewogenheit in der Beziehung zu Gott, so wie er sich in Vers 30+31 offenbart:<br \/>\nGott &#8211; ist der Allm\u00e4chtige: Wir wollen alles von ihm erwarten. Dort wo W\u00fcste war, da kann er gutes Leben schenken!<br \/>\nJahwe &#8211; ist der Treue: Er hat es versprochen und so bleibt er doch treu, auch wenn wir untreu sind.<br \/>\nDer Herr &#8211; ist der, der Gehorsam m\u00f6chte: Wir sind die Schafe, die seiner Stimme folgen und wir wollen diese Stimme ernst nehmen und ihr nicht &#8222;die Spitze abbrechen&#8220;, wenn uns eine Forderung &#8222;unrealistisch&#8220; erscheint<br \/>\nWir brauchen in dieser Offenbarung Gottes eine Ausgewogenheit, damit wir nicht kleingl\u00e4ubig, \u00e4ngstlich oder respektlos gegen\u00fcber Gott werden.<br \/>\nLassen wir uns da hinterfragen. <\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n7.1 ProChrist nennt 10 gute Gr\u00fcnde, warum man beim n\u00e4chsten mal wieder mitmachen sollte, aber nicht einer ist ein wirklich ewigkeitsorientierter Grund. Was erwarten wir vom Glauben? Wissen wir noch worauf es ankommt? Wo wird es eventuell gef\u00e4hrlich, wenn wir das Wesentliche aus den Augen verlieren? <\/p>\n<p>7.2 Lieder unserer Zeit haben Zeilen wie &#8222;I want it all and I want it know&#8220; (Ich will alles und zwar jetzt!), &#8222;Leb dein Leben jetzt&#8220; Wo haben wir uns als Christen da angepasst und erwarten alles jetzt und sofort und sind nicht mehr in der Lage auf die Ewigkeit zu hoffen? Wo haben wir dadurch leidensbereitschaft verloren? <\/p>\n<p>7.3 &#8222;Ich bin Schokoknacker und Milchschaumschl\u00fcrfer&#8220; (Werbespruch f\u00fcr &#8222;Prof Rhino&#8220; von Ferrero) Gott hat beide Facetten: Er ist der Harte, der Gehorsam fordert und der richtet, wo ungehorsam ist. Und er ist der Weiche, der treu ist und den Untreuen zur\u00fcck auf die richtige Bahn holt. <\/p>\n<p>7.4 Wir sind schnell darin, Leute zu richten, \u00fcber Leute negativ zu reden, aber sind wir auch bereit, ihnen zu helfen und treu zur Seite zu stehen, so wie Gott, der sein untreues Volk wieder zur\u00fcckholt? <\/p>\n<p>7.5 Ist uns im Vergleich mit der restlichen Welt eigentlich klar, wie gut es uns geht? Liste4n wir unsere &#8222;Selbstverst\u00e4ndlichkeiten&#8220; doch einmal auf: Volle Regale, warmes Bett, fliessend Wasser, Dach \u00fcber dem Kopf, soziale Absicherung, freiheitliche Grundordnung. Wieviel Prozent auf der Welt haben das noch? Machen wir es uns bewusst. Und ist uns dann klar, wie sehr Gott uns dar\u00fcber hinaus eigentlich noch segnet, wenn wir an die himmlischen Segnungen (vgl. Eph 1) denken?<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung des Textes<\/p>\n<p>Thema: Christus &#8211; der Segnende<\/p>\n<p>Einleitung:<br \/>\nWorauf richten wir unser Leben eigentlich aus? N\u00e4chstes Kind, eigenes Haus, n\u00e4chstes Auto, Karrieresprung? Was ist unser Ziel? Welche Rolle spielt dabei Gott ganz praktisch?<br \/>\nNehmen wir Christus den Segnenden wieder bewusst in den Blick<\/p>\n<p>1.<br \/>\nChristus der Segnende schliesst einen Bund<br \/>\nVon Anfang an wollte Gott den Menschen und die Gemeinschaft mit ihm, die Menschen wollten aber nicht. Aber \u00fcber verschiedenen Stationen wird es am Ende den &#8222;Bund des Friedens&#8220; geben!<br \/>\nNiemand konnte und niemand kann Gott mit seinem Vorhaben aufhalten. Gott und die Gl\u00e4ubigen werden einmal f\u00fcr immer im Frieden vereint sein, so wie Gott es wollte.<br \/>\nDer wunderbare Gott benutzt seine Allmacht, um uns damit die Treue zu erweisen! Er ist kein Gott, vor dem wir Angst haben m\u00fcssten, sondern einer, der unser wahrer, liebevoll erziehender Vater sein m\u00f6chte.<br \/>\nSegen heisst ja bei Gott, dass er das Leben mit seinen geistlichen und materiellen Gaben f\u00f6rdert.<br \/>\nUnd schon jetzt erleben wir vielen materiellen und geistlichen Segen (siehe unter Punkt 7), und am Ende der Zeit wird dieser Segen in den H\u00f6hepunkt einm\u00fcnden: Gott wird mit seinen geistlichen Gaben das ewige Leben bei seinen Kindern f\u00f6rdern und f\u00fcr immer einsetzen. Es wird zu einer innigen und vollkommenen Beziehung mit Gott kommen, die mit diesem neuen ewigen Bund des Friedens besiegelt wird. Gott beweist sich als der Treue, der nach dem Gericht sein Volk zu sich holt.<br \/>\nChristus, der Sohn des lebendigen Gottes, unser gute Hirte, der sein Leben f\u00fcr seine Schafe, f\u00fcr uns, gegeben hat, hat diesen Bund mit seinem Tod und Blut besiegelt. Er hat unser Gericht auf sich genommen, und so kann sein Vater uns zu sich holen.<br \/>\nDas ist der beste Segen, den wir jemals bekommen k\u00f6nnen!<br \/>\nLassen wir uns das von der Bibel ganz bewusst immer wieder sagen: \u00dcber das irdische Leben hinaus, hat Gott ein ewiges Ziel mit uns, an dem er pers\u00f6nlich arbeitet. Deshalb werden wir bei ihm ankommen!<br \/>\nUnser Problem: Es z\u00e4hlt das jetzt, es z\u00e4hlt der Lustgewinn, es z\u00e4hlt das Kurzfristige. Christsein muss Spa\u00df und Freude machen. F\u00fcr Gott zu leiden, ist unattraktiv. Und wenn ich dann ein so kuscheliges Christsein habe, dann r\u00fcckt die Ewigkeit in weite Ferne und wird zur Jenseitsvertr\u00f6stung. <\/p>\n<p>Und wir lernen auch nie, im Leid auf die Ewigkeit zu schauen, weil wir das Leid ja aus unserem Glaubensleben verbannt haben.<br \/>\nDa gilt es vielleicht wieder neu, das Leid zu riskieren, &#8222;unattraktiv zu glauben&#8220; und sich immer wieder vor Augen zu f\u00fchren, dass viele Dinge zwar gut und sch\u00f6n sind, aber sehr zerbrechlich.<br \/>\nWas z\u00e4hlt, ist die Ewigkeit: Was ist besser: Ein &#8222;cooles Christsein&#8220; ohne Ewigkeit, oder &#8222;coole Ewigkeit&#8220; nach einem entbehrungsreichen irdischen Christsein?<br \/>\nRein mathematisch liegt die Antwort auf der Hand.<br \/>\nUnd wenn wir unsere Treue dann mit Gottes Treue vergleichen?<br \/>\nWie oft sind wir untreu, sind nicht zuverl\u00e4ssig oder oberfl\u00e4chlich oder machen hintenrum andere Menschen schlecht, anstatt direkt negative Dinge zu kl\u00e4ren. Hier sind wir herausgefordert, uns von Gottes Treue anstecken zu lassen.<br \/>\nChristus der Segnende schlie\u00dft einen Bund der Friedens mit uns, wir empfangen jetzt und  besonders in Ewigkeit geistlichen Segen die F\u00fclle &#8211; nehmen wir uns das im Kleinen zum Vorbild<\/p>\n<p>2.<br \/>\nChristus der Segnende beschreibt uns den Himmel<br \/>\nGott bel\u00e4sst es nicht bei dieser Nachricht, sondern er schildert uns etwas genauer, wie es im Himmel sein wird: keine Feinde, egal ob Tiere, Spott von Menschen, Temperaturschwankungen bzw. Wetterf\u00fchligkeit, kein Nahrungs- oder Wassermangel mehr. Vergleiche Offb. 21,1ff<br \/>\nSo ganz anders als hier, gerade wenn wir vielleicht unter solchen Dingen leiden!<br \/>\nWenn wir leiden, dann lesen wir dies als Trost und Zuspruch Gottes. Es wird eine Zeit kommen, gegen\u00fcber der die Leiden der jetzigen Zeit nicht mehr ins Gewicht fallen: R\u00f6m. 8,18<br \/>\nVielleicht k\u00f6nnen wir solchen Zuspruch auch auswendig lernen, damit wir in der Not Avon innen raus&#8220; etwas gegen die Not setzen k\u00f6nnen!<br \/>\nAls Christen brauchen wir da nicht die Katze im Sack zu nehmen, sondern Gott zeigt uns genauer, wie der himmlische Segen aussieht!<br \/>\nER ist gut! <\/p>\n<p>3. Christus der Segnende offenbart uns Gott selber<br \/>\nGott hat verschiedene Facetten: Er ist der Allm\u00e4chtige, er ist der Treue, er ist der Herr!<br \/>\nWir m\u00fcssen bei Gott nicht rumraten oder uns m\u00fchsam selber einen Gott Azimmern&#8220;. Nein! Gott liebt uns, deshalb hat er uns gezeigt, wer und wie er ist.<br \/>\nAuch das ist Segen:<br \/>\nEs f\u00f6rdert unser Leben, wenn wir mit Gottes Allmacht rechnen, wenn wir im Gebet uns ganz an seine M\u00f6glichkeiten h\u00e4ngen.<br \/>\nEs f\u00f6rdert unser Leben, wenn wir um Gottes Liebe und Treue wissen, dass er uns vergibt, dass er uns als seine Schafe haben m\u00f6chte, deren Namen er kennt und f\u00fcr die er sich einsetzt wie David f\u00fcr seine Herde als der L\u00f6we kam.<br \/>\nUnd es f\u00f6rdert unser Leben, wenn wir um Gottes Herrschaft und Heiligkeit wissen, die wir sie ernst nehmen m\u00fcssen. Denn nur dann erkennen wir unsere S\u00fcnde, erkennen die Notwendigkeit, dass jemand sterben muss und k\u00f6nnen annehmen, was Jesus f\u00fcr uns getan hat! Und nur so k\u00f6nnen wir zu ihm kommen. Und nur wenn wir diese Herrschaft ernst nehmen, kann es auch zur Bu\u00dfe kommen, dass unser Leben sich wirklich \u00e4ndert.<br \/>\nLuther schreibt in den Erkl\u00e4rungen zu den Geboten: Wir sollen Gott f\u00fcrchten, lieben und vertrauen. Hier spiegeln sich auch die verschiedenen Facetten wieder: Den Herrn f\u00fcrchten, den Treuen lieben und dem Allm\u00e4chtigen vertrauen.<br \/>\nAlles dies sehen wir in besonderer Weise auch in dem, der sich selbst den guten Hirten nennt: Christus, der Allm\u00e4chtige, erwartet, dass wir ihn als Gott erkennen und akzeptieren, und dann wird seine Treue f\u00fcr uns wirksam, mit der er unser Gericht auf sich genommen hat. <\/p>\n<p>Deshalb sollen wir Gott mit diesen verschiedenen Facetten ernst nehmen, ohne sie w\u00fcssten wir nicht, wer Gott ist.<br \/>\nEin Segen, dass Christus uns das jetzt schon zeigt. Wir k\u00f6nnen zu Gott Vater sagen, wir d\u00fcrfen seine Kinder sein dank Christus.<br \/>\nWieviel mehr wird es Freude und Segen sein, wenn wir dann f\u00fcr immer mit Gott zusammensein k\u00f6nnen und wirklich nichts mehr unsere Gemeinschaft mit IHM tr\u00fcbt.<br \/>\nWas wird das f\u00fcr ein Segen sein! <\/p>\n<p>Schluss:<br \/>\nWir wollen nicht auf das schauen, was uns von irgendwem angeboten wird, selbst wenn es vermeintlich fromme Leute sind. Und wir wollen auch nicht mit verg\u00e4nglichem und vorl\u00e4ufigem f\u00fcr Gott &#8222;werben&#8220;.<br \/>\nWir wollen auf das schauen, womit Christus uns segnet, dass wir schon jetzt wissen k\u00f6nnen wie Gott ist und dass wir durch unsere Beziehung zu Christus dem guten Hirten eine wunderbare Ewigkeit im Himmel verbringen werden, in der wir mit Gott pers\u00f6nlich zusammen sein werden! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Christus &#8211; der HirtePredigtthema: Christus &#8211; der Segnende Bibelstelle: Hesekiel 34, 25-31 Verfasser: Mirko Lau 0. 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