{"id":1292,"date":"2001-10-26T21:42:48","date_gmt":"2001-10-26T19:42:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=110"},"modified":"2001-10-26T21:42:48","modified_gmt":"2001-10-26T19:42:48","slug":"predigthilfe-vom-25-11-2001-hesekiel-34-1-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-25-11-2001-hesekiel-34-1-10\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 25.11.2001 &#8211; Hesekiel 34, 1-10"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Christus \u2013 der Verhei\u00dfene<br \/>Predigtthema: Christus gegen die falschen Hirten<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Hesekiel 34, 1-10 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nAls &#8222;Einleitung&#8220; zu den Heilsweissagungen (Kap. 33-48) wird zuerst der Schaden, die Schuld &#8211; hier der F\u00fchrer Israels &#8211; deutlich benannt.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nDie falschen Hirten (vgl. Jer. 23, 1-4). Der Mietling aus Johannes 10. Das Volk ohne rechte Hirten, wie Jesus es erbarmend sieht (Matth. 9, 35ff). Dazu die gro\u00dfen Hirtenbilder (Psalm 23 und Joh. 10).<\/p>\n<p>3. Der Aufbau \/ Gliederung des Textes<br \/>\nV. 1-4 \tHirten, die ausbeuten<br \/>\nV. 5-6 \tSchafe, die zerstreut sind<br \/>\nV. 7-10 Das Gericht \u00fcber die Hirten<\/p>\n<p>4.Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV. 1: Die &#8222;Botenformel&#8220;: Es ist nicht das Wort Hesekiels, sondern Gottes Wort, das der Prophet Wort f\u00fcr Wort weitersagt.<br \/>\nV. 2: Ein schweres Amt: &#8222;Weissagen gegen&#8220; &#8211;  w\u00f6rtlich: vom Gottesgeist ergriffen gegen jemand laut rufen. Gott redet nie &#8222;hintenherum&#8220;, sondern in aller \u00d6ffentlichkeit. Die Hirten, die F\u00fchrer des Volkes werden ganz direkt angesprochen und das &#8222;Wehe&#8220; vor ihnen ausgesprochen &#8211; w\u00f6rtlich: Unheil \u00fcber euch! Sie &#8222;weiden&#8220; sich selbst, das ist die entscheidende Anklage. &#8222;Weiden&#8220; &#8211; hebr.= ganz umsorgen; sogar: heiraten, bzw. Brautf\u00fchrer sein. Das ist der Auftrag des Hirten &#8211; erst in Jesus vollkommen zu sehen. Die Hirten Isarels weiden nur sich selbst. Die Eigensucht ist die Urform der S\u00fcnde!<br \/>\nV. 3: Sie leben ganz von den Schafen, aber sie sorgen in keiner Weise f\u00fcr die Herde.<br \/>\nV. 4: Der Zustand der Herde wird in deutlichen Worten beschreiben: &#8222;Schwach = k\u00f6rperlich am Ende; krank = psychisch fertig; verwundet = w\u00f6rtl.: ausgedroschen, zerschlagen; verirrt = ohne festen Halt; verloren = umhergesto\u00dfen. Ein j\u00e4mmerlicher Zustand (vgl. Matth. 9, 36) und was noch einigerma\u00dfen gesund ist, das &#8222;trampeln sie nieder&#8220;, dem brechen die Hirten das Genick (so w\u00f6rtlich).<br \/>\nV. 5: Schutzlos ist die Herde den wilden Tieren ausgeliefert.<br \/>\nV. 6: Die auseinandergesprengte Herde irrt hoffnungslos umher. Niemand &#8222;fragt nach ihnen&#8220;, w\u00f6rtl.: erforscht sie, im Sinne von: ist interessiert an ihrem Ergehen. Niemand &#8222;achtet&#8220; auf sie = in die Tiefe gehen, also wirklich nach den Ursachen der Not fragen.<br \/>\nV. 7: Darum ergeht das Wort = der Urteilsspruch Gottes gegen die F\u00fchrer Israels.<br \/>\nV. 8: Gott schw\u00f6rt bei seinem Sein, so wichtig ist ihm die Herde; &#8211; Jesus gibt sogar sein Leben f\u00fcr die Schafe! &#8211; und er wiederholt die Schuld der Hirten, ihre Eigensuche!<br \/>\nV. 9: Feierlich wird der Urteilsspruch noch einmal eingeleitet.<br \/>\nV. 10: Vierfach ist das Gericht: 1. &#8222;Ich will an sie&#8220; &#8211; eigentlich: gegen sie. Gott stellt sich gegen sie. 2. Er fordert Rechenschaft = er wird unerbittlich, bis ins Kleinste ihre Schuld aufdecken. 3. Er wird ein Ende machen = Gott wird die Hirten vertreiben aus ihrem Amt und 4. Sie werden sie nicht mehr fressen = die Hirten werden keinerlei Nutzen mehr haben von der Herde, ihnen wird die Lebensgrundlage entzogen.<br \/>\nDie Schafe aber wird Gott retten, w\u00f6rtl.: herausziehen (aus dem Rachen des Todes). das ist der Jesushorizont.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nDie eigensuchenden Hirten verfallen Gottes Gericht; sie haben Gott zum Feind.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\na) &#8222;Hirten&#8220;, das sind alle, die in der Gemeinde Leitung f\u00fcr andere tun. Sie haben eine besondere Verantwortung. Ihr Dienst ist F\u00fcrsorgedienst. &#8222;Weiden&#8220; hei\u00dft v\u00f6llige F\u00fcrsorge in Selbsthingabe. Das sollten wir als Gemeindeleiter neu h\u00f6ren.<br \/>\nb) Die S\u00fcnde des Hirten ist die Eigensucht. Wie viel Dienst geschieht aus Ehrsucht? Auch unter uns. Dass vor Gott unsere Motive rein sind!<br \/>\nc) Auf diesem dunklen Bild der b\u00f6sen Hirten erstrahlt das Vorbild des guten Hirten Jesus. Wir predigen Johannes 10 (Psalm 23) bewusst mit!<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\na) &#8222;Hirte&#8220;, das ist der wehrhafte Besch\u00fctzer. Der Einzige, dem erlaubt war st\u00e4ndig eine Waffe bei sich zu f\u00fchren zum Schutz der Herde.<br \/>\nb) Der Hirte David, der seine Schafe aus dem Rachen des L\u00f6wen rettete (vgl. 1. Sam. 17,34ff)<br \/>\nc) Der Hirte Jesus, der sein Leben hingibt f\u00fcr die Schafe (Joh. 10, 11)<br \/>\nd) Heutige Hirten, die nicht sich selber suchten, sondern ganz f\u00fcr die Herde da waren: Etwa im 3. Reich Landesbischof Wurm, Pfarrer Busch in Essen, Gemeindeleiter in der Sowjetunion, die ins Gef\u00e4ngnis gingen, weil sie Taufunterricht gaben etc.<br \/>\ne) Hirtendienst dient nie zur Selbstbest\u00e4tigung, sondern sucht immer das Wohlergehen der Herde, ist deshalb Selbsthingabe.<br \/>\nf) Wie viel Treue so vieler Mitarbeiter \u00fcber lange Jahre. Wer will sich heute noch l\u00e4ngerfristig binden? Der Chorleiter, der 30 Jahre lang Sonntag f\u00fcr Sonntag seinen Dienst tut ist ein guter Hirte!<br \/>\ng) Wie viel falsche Lehre gibt es heute in den Kirchen! Da wird die Herde irregeleitet! Gute Weide ist biblische Lehre.<br \/>\nh) Die Bibelkritik treibt die Herde auseinander. Die Bibel ist der sichere Pferch.<br \/>\ni) Ein Schaf braucht den Hirten, denn es hat keinen Orientierungssinn, findet allein nie zur Herde zur\u00fcck.<br \/>\nj) Und ganz praktisch: Wir tun unseren Dienst im WBB ohne finanzielle Interessen.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: Gott sieht die Not ganz deutlich: Die b\u00f6sen Hirten, die kaputte Herde. Damals in Israel, heute so viel Verwirrung in der Gemeinde. Dagegen tritt er an.<\/p>\n<p>1. Jeder sucht das Seine<br \/>\nDas ist die Grundnot, die Urform der S\u00fcnde: Das ICH, die Eigensucht. Damals: die F\u00fchrer Israels &#8222;bringen ihr Sch\u00e4fchen ins Trockene!&#8220; Fett essen = sich ein Polster zulegen, wollene Kleider = sich sch\u00fctzen! Nur die da oben? Das setzt sich fort: Jeder sucht nur seinen Vorteil. Hirten = alle, denen andere anvertraut sind. Bsp: Eltern: ich suche mich in meinen Kindern; sie sollen machen, was meinen Stolz befriedigt. Im Betrieb: Ellbogenmentalit\u00e4t; Mobbing.  Die fromme Variante: &#8222;Was bringt\u00b4s mir (der Jugendkreis, die Gemeinde)? Ich bin dabei, solange es mir Spa\u00df macht! Mitarbeite? Ja, ich habe meinen Ehrgeiz! Solange es mir n\u00fctzt, nicht meine &#8222;Entfaltung&#8220; verhindert. Ich kann mich nicht f\u00fcr l\u00e4ngerfristig binden!<br \/>\nDie falschen Hirten in Kirche und Gemeinde: Falsche Lehre verwundet, zerstreut, zerschl\u00e4gt die Gemeinde. Das klare biblische Wort ist sch\u00fctzender Pferch, gute Weide!<br \/>\nDie kaputte Herde: Wie viele Christen sind orientierungslos geworden, gerade heute, in den Zeiten wachsender, weltweiter Angst. Es fehlt eine nachgehende, wirklich nachfragende Seelsorge.<\/p>\n<p>2. Gott sucht uns<br \/>\n&#8222;Ich will meine Schafe erretten&#8220;. Das ist Gottes Programm. So viel sind wir ihm wert! Er setzt sich ganz ein. Das gilt auch und besonders f\u00fcr Israel &#8211; gerade heute: Er wird sie retten, trotz aller Aussichtslosigkeit der aufgipfelnden Probleme (Intifada!)<br \/>\nDie Such-Bewegung Gottes: Deshalb kam Jesus. Er ist der gro\u00dfe &#8222;Heimsucher&#8220;! Ihn erbarmt, w\u00f6rtl: bis in die Eingeweide ersch\u00fcttert, der Zustand der Herde.<br \/>\nVerloren = ohne Lebensperspektive: Depressiv, Diagnose Krebs. Er sagt: Ich gehe mit dir, ich lasse dich nicht los (Psalm 23, 4). Verwundet = angeschlagen, resigniert: In meiner Ehe \u00e4ndert sich doch nichts mehr!? Ich bin dem Druck in Beruf und Familie nicht mehr gewachsen: Bei Jesus aufschnaufen. Er befreit von dem Treiberstecken des Ehrgeizes.<br \/>\nEr sammelt seine Herde = zur Gemeinde zusammenbringen. Dort lebt man anders. Leben wir als Christen anders in unserer Gemeinde? Danke f\u00fcr deine Gemeinde! Der erste Ton macht die Musik!<\/p>\n<p>3. In Jesus sind wir gefunden<br \/>\nEr ist der gute Hirte. Er lie\u00df sein Leben f\u00fcr die Schafe. Jetzt k\u00f6nnen wir leben mit ihm, bei ihm und hinter ihm her. Ihm gerne folgen: Er f\u00fchrt uns nicht am Strick. Lied: &#8222;Jesu geh voran&#8230; und wir wollen nicht verweilen, dir getreulich nach zu eilen&#8230;&#8220;<br \/>\nBei Jesus haben wir Schutz. Joh. 16, 33: &#8222;Ihr habt Angst, aber seid getrost&#8230;&#8220; Das heute ganz neu ergreifen. Er 2weidet&#8220; uns: sein klares Wort. Nur wer die Bibel ganz verbindlich h\u00f6rt, hat wirkliche Leitung, echte Orientierung, hoffenden Durchblick.<\/p>\n<p>Schluss: &#8222;Weiden&#8220;, hebr. Brautf\u00fchrer sein, sogar: heiraten: Die Hochzeit des Lammes. Wir sind die Braut. Darauf leben wir freuend zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Christus \u2013 der Verhei\u00dfenePredigtthema: Christus gegen die falschen Hirten Bibelstelle: Hesekiel 34, 1-10 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 1. 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