{"id":1291,"date":"2001-10-22T20:33:30","date_gmt":"2001-10-22T18:33:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=109"},"modified":"2001-10-22T20:33:30","modified_gmt":"2001-10-22T18:33:30","slug":"predigthilfe-vom-18-11-2001-hesekiel-2825-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-11-2001-hesekiel-2825-26\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 18.11.2001 &#8211; Hesekiel 28,25-26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Christus \u2013 der Verhei\u00dfene<br \/>Predigtthema: Christus &#8211; der Heilige<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Hesekiel 28,25-26<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>Bei diesem Text folgen wir nicht dem sonstigen Schema der Predigttipps, sondern machen eine ausf\u00fchrliche Predigtskizze:<\/p>\n<p>Einleitung: Unendlich viele Erkl\u00e4rungen von Politikern, Experten und Verantwortlichen \u00fcber das &#8222;Problem&#8220; Naher Osten\/Israel. Meist sind es nur Worth\u00fclsen, welche die ganze Hilflosigkeit derer, die sich mit diesem &#8222;Pulverfass&#8220; befassen, nur um so deutlicher werden lassen.<br \/>\nHier ist eine &#8222;Erkl\u00e4rung&#8220;: der ewige, allm\u00e4chtige Gott selbst spricht \u00fcber den Nahen Osten. Er ruft seinen Willen aus. Sein Wort steht unter der \u00dcberschrift: &#8222;So er spricht, so geschieht\u00b4s&#8220;! <\/p>\n<p>1. Der heilige Gott<br \/>\na) Bei der Frage nach der Existenz und der Zukunft Israel steht die Frage nach dem Sein und Wesen Gottes auf dem Spiel. Er hat Israel seit Abraham erw\u00e4hlt und zu seinem Volk , dem geliebten ersterw\u00e4hlten Sohn, erkl\u00e4rt. Die Glaubw\u00fcrdigkeit seines Wortes, seiner Treue, seiner Verhei\u00dfung steht also in Frage. Die Israelfrage ist deshalb die Gottesfrage.<br \/>\nb) Der Satan k\u00e4mpft seit dem Paradies gegen Gott. Ihn selbst kann er nicht angreifen. Deshalb greift er sein &#8222;Liebstes&#8220;, sein Volk Israel an, durch die Zeiten, bis heute. Die tiefste Wurzel des Antisemitismus ist der Gotteshass. Nur so ist zu verstehen, was Israel, den Juden, bis hin zum Holocaust widerfahren ist. Wer Israel antastet, &#8222;tastet Gottes Augapfel an&#8220; (vgl. Sach. 20,12).<br \/>\nc) &#8222;Ich werde mich als heilig erweisen&#8220;, das ist die \u00dcberschrift, um die Geschichte Israels &#8211; gerade auch heute zu verstehen. &#8222;Heilig&#8220; im Wurzelreim des Wortes verstanden: &#8222;Haupt sein&#8220;: Die Allmacht Gottes, seine Einzigkeit und sein sch\u00f6pferisches Handeln sind hier benannt. Keine Macht der Erde, keine Macht der H\u00f6lle kann Gottes Plan mit Israel, die Heilsgeschichte, hindern. Auch die geballte Erd- und Satansmacht mit ihrem Angriff auf Israel wird kl\u00e4glich scheitern (vgl. Offb. 19, 17ff; 20, 7 ff).<br \/>\nd) Gott hat sein Volk Israel durch die Zeiten gegen alle Vernichtungsangriffe erhalten (vgl. etwa 2. Mose 14, besonders V. 14). Daran wird seine Allmacht und seine Treue sichtbar. Israel &#8211; eben gerade auch heute &#8211; steht f\u00fcr Gottes alles \u00fcberlegene Macht. An Israels Geschichte, seiner Existenz durch die Jahrtausende, wird Gottes Existenz, sein Sein erkannt.<br \/>\ne) Freiheit ist Gottes Liebe zu Israel &#8211; keine &#8222;Streichel-Liebe&#8220;. Er f\u00fchrt das &#8222;halsstarrige&#8220;, ungehorsame Volk durch viele Gerichte. Eben auch die Zerstreuung unter die V\u00f6lker, endg\u00fcltig seit 135 n. Chr., ist Gericht Gottes \u00fcber sein Volk. Aber es gilt ein Doppeltes: &#8222;Wen der Herr lieb hat, den z\u00fcchtigt er&#8220;; es sind im Tiefsten Erziehungsgerichte. Und: Gott l\u00e4sst sein Volk nicht untergehen. Er gibt ihm eine durchgehende Verhei\u00dfung (vgl. Hesekiel 33-48).<br \/>\nf) &#8222;Ich will mich heilig erweisen&#8230; vor den Augen der Heiden&#8220;, das ist Gottes Zusage. &#8222;Heilig&#8220; im Sinne von &#8222;gl\u00e4nzend, strahlend&#8220;. Seine Herrlichkeit, sein Siegesglanz zeigt sich an dem, wie er Israel wiederherstellt und umsch\u00fctzt. Wir sind heute Augenzeugen. Seit der Staatsgr\u00fcndung 1948 vollzieht sich Hesekiel 28, 25 f wortw\u00f6rtlich. wer die biblischen Verhei\u00dfungen nicht ernst nimmt, kann die heutige Nahostgeschichte nicht verstehen.<br \/>\ng) Freilich: Noch ist es das &#8222;blinde&#8220; Israel, mit der &#8222;Decke&#8220; vor den Augen (vgl. R\u00f6mer 10, 10 und 2. Kor. 3, 14 ff). Wir Christen huldigen keiner falschen Israelverehrung; unsere Liebe zu Israel kommt aus der Liebe zu Gott, ist Gottesanbetung, Lob seiner Treue. Gottes Heilshandeln geschieht nicht wegen Israels Qualit\u00e4t, sondern trotz der Blindheit und Verstockung des Volkes. Auch f\u00fcr Gottes Heil an Israel gilt: &#8222;Allein aus Gnade!&#8220;<\/p>\n<p>2. Der handelnde Gott<br \/>\na) Gott wird am Ende der Zeit Israel wieder sammeln. Das sagt er hier ganz klar und eindeutig. Er ist der Handelnde. Dass Israel heute wieder als Volk und Staat im Land Israel ist, das ist ganz allein Gottes Tun.<br \/>\nb) Es ist sein Treue-Tun. Er h\u00e4lt seine Zusage felsenfest, die er &#8222;Jakob&#8220; gegeben hat (vgl. 1. Mose 28, 13ff). Ausdr\u00fccklich steht &#8222;Jakob&#8220; = der Betr\u00fcger, der alte Name. Damit wird unterstrichen: Jakob\/Israel hat keine besondere Qualit\u00e4t, sonder es ist und bleibt Gottes freie Gnade und Treue. Er &#8222;sammelt&#8220; sein Volk, w\u00f6rtlich: &#8222;zu Garben binden&#8220;, ein Bild f\u00fcr die Ernte. Er schafft sich Frucht, die bleibt.<br \/>\nc) Israel wird &#8222;wohnen&#8220; im &#8222;Lande&#8220;, w\u00f6rtlich: auf seinem Erdboden, das ist also ganz dinglich gemeint. Den Erdboden des Landes Israel in seiner Realit\u00e4t, das ist der Lebensraum f\u00fcr das Volk. Da sollen sie &#8222;wohnen&#8220;, also dauerhaft zu Hause sein, sich endg\u00fcltig niederlassen. Alle noch so beschworenen Anspr\u00fcche anderer auf das Land, den Boden Isarels \u00e4ndern daran nichts. Es ist Israels Land, von Gott ihm ein f\u00fcr allemal zugesprochen. Selbst wo Israel heute &#8222;Land f\u00fcr Frieden&#8220; eintauscht hebt das Gottes Zusage nicht auf.<br \/>\nd) Sie sollen in &#8222;Sicherheit&#8220; wohnen. Zweimal betont das Gott. Hebr\u00e4isch hei\u00dft der Wortsinn &#8222;als Vertrauende&#8220;, also wo und weil sie ihrem Gott vertrauen. Israel muss die schwerste Lektion auch f\u00fcr seine &#8222;Sicherheit&#8220; noch lernen: &#8222;Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen&#8220; (Sach. 4, 6). Der heilige Gott selbst, er allein ist Israels Schutz.<br \/>\ne) Das &#8222;wohnen&#8220; wird dreimal betont und dadurch als gewisseste Zusage der Dauer festgeschrieben. Ein Wohnen, das sich entfalten kann: H\u00e4user werden gebaut und Weinberge gepflanzt. Beides Ausdruck eines lebendigen, t\u00e4tigen, sich entwickelnden und dauerhaften Gemeinwesens. Wieder: Das vollzieht sich wortw\u00f6rtlich vor unseren Augen.<br \/>\nf) Israel ist der aufgerichtete Wegzeiger in der V\u00f6lkerwelt zu Gott. Keiner kann das Geschehen um Volk und Land Israel wirklich verstehen, der nicht an den lebendigen, heiligen Gott glaubt.<br \/>\ng) Das steht noch aus: &#8222;sie sollen erfahren, dass ich, Jahwe, ihr Gott bin.&#8220;Erst bei der Wiederkunft Jesu Christi wird die Gotteserkenntnis Israels, sein Heil erf\u00fcllt sein (vgl. Sach. 9, 9ff und 12, 9ff).<\/p>\n<p>3. Der richtende Gott<br \/>\na) &#8222;Ich werde mich heilig erweisen&#8220;, heilig im Sinn von unantastbar, der ganz Andere. So wird er den V\u00f6lkern als der gerechte Richter entgegentreten. &#8222;Das Gericht&#8220; \u00fcber die Feinde Israels. &#8222;Gericht&#8220; hat zwei Grundbedeutungen. Einmal: &#8222;Zerreiben&#8220;, so wie bester Stein zermalmt und zu Staub zerrieben wird. Der milit\u00e4rische Begriff &#8222;aufreiben&#8220; kommt von daher. So wird Gott mit den Gegnern Israels tun.<br \/>\nb) Und: &#8222;Gericht&#8220; = auf ein Feuer stellen, erhitzen. Die V\u00f6lker werden in ihrem Fanatismus gegen Israel sich selbst zugrunde richten. Gott k\u00fcndigt das ausdr\u00fccklich an und wir beobachten heute schon dieses &#8222;Zerreiben&#8220;: Die weit \u00fcberlegenen arabischen V\u00f6lker zerreiben sich aneinander, finden zu keiner Einheit; ihr kochender Hass treibt diese V\u00f6lker in den eigenen Ruin.<br \/>\nc) Das &#8222;Wohl&#8220; der V\u00f6lker h\u00e4ngt von ihrer Haltung zu Israel ab. So hei\u00dft es in Psalm 122,6: &#8222;W\u00fcnschet Jerusalem Gl\u00fcck! Es m\u00f6ge wohlgehen, denen, die dich lieben&#8220;.<br \/>\nd) Es wird wieder auch f\u00fcr den Einzelnen zur Entscheidungsfrage (auf Leben und Tod) werden: Wie h\u00e4ltst du es mit Israel? Wir Christen stehen zu Israel, in Solidarit\u00e4t, helfendem Tun und ausdauernder F\u00fcrbitte.<br \/>\ne) Die &#8222;Feinde rings um sie her&#8220; sind heute schon Wirklichkeit. Die antichristliche Weltallianz gegen Israel aber wird das l\u00fcckenlos darstellen. Da wird der wiederkommende Herr Sieg &#8211; Gericht halten (vgl. Sach. 14, 2ff).<br \/>\nf) Israels Heilszukunft liegt in der Christuserkenntnis. Wir haben den unaufgebbaren Auftrag eben auch Israel seinen Messias Jesus vorzuleben und zu verk\u00fcndigen. Die Christusgl\u00e4ubigen messianischen Juden brauchen unsere besondere Begleitung.<\/p>\n<p>Schluss: Gott redet hier: So wird es geschehen, so geschieht es jetzt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Christus \u2013 der Verhei\u00dfenePredigtthema: Christus &#8211; der Heilige Bibelstelle: Hesekiel 28,25-26 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer Bei diesem Text folgen wir nicht dem sonstigen Schema der Predigttipps, sondern machen eine ausf\u00fchrliche Predigtskizze: Einleitung: Unendlich viele Erkl\u00e4rungen von Politikern, Experten und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[],"class_list":["post-1291","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hesekiel"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-06-28 12:25:00","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1291\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}