{"id":1290,"date":"2001-10-15T11:07:39","date_gmt":"2001-10-15T09:07:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=108"},"modified":"2001-10-15T11:07:39","modified_gmt":"2001-10-15T09:07:39","slug":"predigthilfe-vom-11-11-2001-hesekiel-1114-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-11-11-2001-hesekiel-1114-21\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 11.11.2001 &#8211; Hesekiel 11,14-21"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Christus \u2013 der Verhei\u00dfene<br \/>Predigtthema: Christus wirkt den neuen Bund<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Hesekiel 11,14-21<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nMitten in deutlichen Gerichtsaussagen \u00fcber Israel und seine F\u00fchrer eine Gnaden- und Heilsaussage f\u00fcr die, die verschleppt und gefangen sind.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nJesus redet vom neuen Bund bei der Einsetzung des Abendmahls; vom wiedergeboren werden aus Wasser und Geist mit Nikodemus (vgl. Joh 3, 1ff). Das neue Herz (vgl. Lukas 24, 25ff) &#8211; die Emmausj\u00fcnger: &#8222;brannte nicht unser Herz?&#8220;, auch R\u00f6mer 5,5 und Gal. 4,6 und \u00f6fter im NT. Zur Wiedererw\u00e4hlung Israels R\u00f6mer 11,25ff.<\/p>\n<p>3. Der Aufbau \/ Gliederung des Textes<br \/>\nV. 14-16 Das Urteil \u00fcber die Weggef\u00fchrten<br \/>\nV. 17-20 Gottes Gnadenzusage der erneuten Gabe des Landes<br \/>\nV. 21 Warnung vor dem G\u00f6tzendienst<\/p>\n<p>4.Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV. 14: Hesekiel redet nicht aus eigener Einsicht. Er sagt Gottes Wort, was Jahwe ihm sagt, wortgetreu.<br \/>\nV. 15: Das selbstgerechte Urteil der in Jerusalem Verbliebenen \u00fcber die Weggef\u00fchrten, die fast alle der Oberschicht angeh\u00f6rten.<br \/>\n&#8222;Verwandte&#8220;, eigentlich: der &#8222;L\u00f6ser&#8220;, der zum R\u00fcckkauf verpflichtete, wenn einer in Schulden gekommen war und sich selbst nicht ausl\u00f6sen konnte.<br \/>\n&#8222;Ferne vom Herrn&#8220;, das ist ein geistliches Urteil = sie sind von Gott versto\u00dfen. Aber auch r\u00e4umlich gemeint: Fern vom Tempel, dem Wohnsitz Gottes. Die Jerusalemer sehen die Eigentumsrechte der Weggef\u00fchrten f\u00fcr erledigt an und sehen sich als alleinige Inhaber des Landes. Selbstgerecht schreiben sie die Juden in Babylon ab.<br \/>\nV. 16: Gott bes\u00e4ttigt: Die Verschleppung ist Gericht. &#8222;Vertreiben&#8220; = aussch\u00fctten, verstreuen, zerscheitern. Aber: Keine ganze Gottesferne, w\u00f6rtl.: nur noch ein weniges w\u00fcrde ich ihnen zum Heiligtum. Auch in der (r\u00e4umlichen) Gottesferne ist er noch ein wenig da, eben in seinem Wort durch Hesekiel.<br \/>\nV. 17: Er gibt eine Gnadenzusage. &#8222;Zusammenbringen&#8220;, w\u00f6rtl.: in Garben binden = als Ernte sammeln. Er wird ihnen wieder das Land Israel geben, w\u00f6rtl: den Erdboden Israels, also ganz real gemeint.<br \/>\nV. 18: Auch das Urteil \u00fcber die, die im Lande geblieben sind: Sie tun G\u00f6tzendienst.<br \/>\nV. 19: Gott wird sein Volk verwandeln : &#8222;Anderes Herz&#8220;= geradliniges Herz, d.h. ganz auf ihn ausgerichtet. &#8222;Neu&#8220; = im Sinn von &#8222;noch nie da gewesen&#8220;.<br \/>\nDas &#8222;fleischerne&#8220; Herz meint ein Herz, das zur Liebe f\u00e4hig ist.<br \/>\nV. 20: Die Liebe zu Gott zeigt sich im Halten seiner Gebote, vgl. Joh. 14, 15+21.<br \/>\n&#8222;Ordnungen&#8220;, w\u00f6rtl.: Rechtssetzungen beschreibt den ganzen Heilswillen Gottes.<br \/>\nV. 21: Dazu geh\u00f6rt die entschlossene Absage an allen G\u00f6tzendienst. &#8222;G\u00f6tze&#8220;, eigentlich: Das Ekel erregende, Verabscheuungsw\u00fcrdige (vgl. etwa die obsz\u00f6nen G\u00f6tzenbilder Kanaans).<br \/>\n&#8222;Greuel&#8220; = Das Unreine, Ungeheiligte, gemeint sind die G\u00f6tzenopfer, die ja bis hin zu Menschenopfern gingen. <\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nAuch in der Gottesverlassenheit des Gerichtes l\u00e4sst Gott die Seinen nicht v\u00f6llig los. Er h\u00e4lt in seinen Heilsgedanken auch durch Gerichte fest.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\na) Dieses Heilswort gilt gewiss durchhaltend f\u00fcr das Volk Israel, ganz konkret auch mit der Landzusage. Das ist heute politisch h\u00f6chst umstritten, aber Gott wird sein Wort einl\u00f6sen.<br \/>\nb) Wir als neutestamentliche Gemeinde sind &#8222;Erf\u00fcllung&#8220; dieser Verhei\u00dfung vom &#8222;fleischlichen&#8220; = liebenden Herzen (Israel wird folgen). In Jesus Christus und seiner Gabe des heiligen Geistes an die Glaubenden ist dieses &#8222;Neue!&#8220; geschenkt.<br \/>\nSo predigen wir diesen Verhei\u00dfungstext als &#8222;erf\u00fcllt&#8220; in Christus und seiner Gemeinde und als auf Voll-Erf\u00fcllung gerichtet bei der endlichen Errettung ganz Israels.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\na) Die Sonderstellung Israels als der &#8222;ersterw\u00e4hlte&#8220; Sohn bleibt bis zur Heilsvollendung bestehen (vgl. R\u00f6mer 9-11). Bei der Wiederkunft Jesu wird sich ganz Israel bekehren und im 1000-j\u00e4hrigen Reich vollst\u00e4ndig gesammelt im Israrelland Heilsvolk f\u00fcr alle V\u00f6lker sein.<br \/>\nb) Die Verhei\u00dfungen Gottes eilen von Erf\u00fcllung zu Erf\u00fcllung. das Bild einer Br\u00fccke: Pfeiler um Pfeiler wird in den Strom (der Zeit!) gesetzt, bis die Br\u00fccke am andern Ufer ist (im Reich Gottes).<br \/>\nc) Das  1. Gebot: &#8222;Ich bin der Herr, dein Gott, du sollst keine anderen G\u00f6tter neben mir haben&#8220; ist der Vorspruch f\u00fcr alle Gottesgemeinschaft.<br \/>\nd) Das fleischerne Herz ist eine Gabe Gottes; wir k\u00f6nnen uns das nicht selber geben. Unser Herz ist &#8222;b\u00f6se von Jugend auf&#8220; (1. Mose 8,21). Die Rechtfertigung allein aus Gnade ist schon alttestamentliche Grundlinie. Vgl. &#8222;Ich will geben&#8230;&#8220;<br \/>\ne) Die Liebe zu Gott wird am Tun seines Willens erkannt (vgl. Joh. 14,15). Leibe ist biblisch ein Tun und keine Gem\u00fctsbewegung.<br \/>\nf) Wie selbstgerecht sind die &#8222;Verschonten&#8220; in Jerusalem. Wir haben uns selber vor Gott zu fragen, wo wir seine Ehre verletzen.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung:<br \/>\nGeschichtliche Situation: 597 v. Chr. war die Oberschicht Israels nach Babylon gefangen weggef\u00fchrt worden. Die Zukunft Israels war aus. 585 v. Chr. erfolgte dann die endg\u00fcltige Zerst\u00f6rung Jerusalems und des Tempels. Gott redet durch seinen Boten in diese trostlose Situation hinein, in Ernst und Gnade.<\/p>\n<p>1. Alles verloren?<br \/>\nSo ist es. Das ist der Ernst der Verk\u00fcndigung. In seinem G\u00f6tzendienst und seiner S\u00fcnde hat Israel alles verloren: Die Gemeinschaft mit Gott und die Heilsgabe des Landes. Sie sind rechtlose Gefangene Babels. Noch meinen die Zur\u00fcckgebliebenen selbstgerecht: Sie h\u00e4tten keine Strafe verdient, aber auch sie ereilt das Gericht. Hesekiel redet im Namen Gottes \u00fcberdeutlich. Ja, das ist Gottes Gericht.<br \/>\nDas gilt f\u00fcr uns alle: Wir sind dem Gericht verfallen. Paulus sagt: &#8222;Da ist keiner der Gutes tue, auch nicht einer!&#8220;(R\u00f6mer 3,12). Erst wo ein Mensch das erkennt, da kann Rettung geschehen. Wie oft gleichen wir den selbstgerechten Jerusalemern von damals. Wir zeigen auf die &#8222;b\u00f6se&#8220; Welt, diesen verlorenen S\u00fcnder und sehen nicht unsere eigene Versuchung &#8211; Jesus sagt:&#8220;Zieh erst den Balken aus deinem Auge&#8220; (Matth. 7,5).<br \/>\nJa, wir haben &#8211; zu Recht &#8211; alles verloren. Der nat\u00fcrliche Mensch lebt in der babylonischen Gefangenschaft des Satans durch die S\u00fcnde. Diese Analyse unserer Lage ist eindeutig. Und: Keiner kann sich daraus selbst befreien. Doch von Gott her gilt:<\/p>\n<p>2. Alles gewinnen!<br \/>\nEr lie\u00df damals und bis heute Israel nicht los, nicht endg\u00fcltig untergehen. Er k\u00fcndigt Heil an. An Gottes treue zu Israel h\u00e4ngt unsere Heilsgewissheit, denn wir sind nicht besser als Israel. Gott kommt zur Ernte, selbst da, wo alles verdorben erscheint (vgl. Mt. 9, 37f). Sammeln, zusammenbringen, w\u00f6rtl: zu Garben binden. Wo kein &#8222;L\u00f6ser&#8220; = R\u00fcckk\u00e4ufer da ist, da tritt Gott selbst auf den Plan.<br \/>\nIn Jesus Christus ist das geschehen- Noch erkennt ihn das &#8222;blinde&#8220; Israel nicht, aber das wird geschehen. Ohne Israel gibt es keine Heilsvollendung (vgl. R\u00f6mer 11,25ff). Wir Jesus-Glaubende haben in ihm alles gewonnen: Erl\u00f6sung, lohnendes Leben, Freiheit und ewiges Leben. Das ist das Evangelium. Gott hat das getan! Jesus hat uns freigekauft am Kreuz; wir konnten das nicht selber tun. Die Erl\u00f6sung geschieht allein aus Gnade.<br \/>\nDurch die Gabe des Geistes haben wir das neue Herz, das fleischerne Herz, den neuen Geist, den heiligen Geist! Hesekiel 11,19 ist in der neutestamentlichen Gemeinde vor-erf\u00fcllt. Jesus hat den neuen Bund gestiftet, den Bund der ewigen Erl\u00f6sung. Wir k\u00f6nnen nur staunend danken.<\/p>\n<p>3. Deshalb: Alle Liebe f\u00fcr IHN<br \/>\nDer neue Geist ist der Geist, der uns zur Liebe bef\u00e4higt; das fleischerne Herz ist das Herz, das Gott liebt und den N\u00e4chsten. Liebe ist biblisch ein Tun: &#8222;Wer mich liebt, h\u00e4lt meine Gebote&#8220;(Joh. 14,15). Noch lebt Israel ohne &#8222;Liebe&#8220;, vertraut auf die eigene Kraft. Wir bitten in diesen Tagen besonders f\u00fcr Israel, dass Gott jetzt schon vielen im Volk das fleischerne Herz gibt. Und: Wo wir bitten, sind wir auch bereit, Jesuszeugen zu sein. Mission in Israel ist das Gebot der Stunde.<br \/>\nUnsere Liebe zeigt sich an dem, dass wir nach Gottes Willen fragen (in seinem Wort) und ihn dann auch tun. Wir wollen Gott zu Liebe leben. Lasst uns wieder brennender werden und alles wegtun, was Jesus traurig macht.<\/p>\n<p>Schluss: Das ist unsere Botschaft in diese trostlose Welt hinein: Mit Jesus gewinnst du das Leben, das ewige Leben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Christus \u2013 der Verhei\u00dfenePredigtthema: Christus wirkt den neuen Bund Bibelstelle: Hesekiel 11,14-21 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 1. Zusammenhang Mitten in deutlichen Gerichtsaussagen \u00fcber Israel und seine F\u00fchrer eine Gnaden- und Heilsaussage f\u00fcr die, die verschleppt und gefangen sind. 2. 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