{"id":1289,"date":"2001-10-14T15:45:15","date_gmt":"2001-10-14T13:45:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=107"},"modified":"2001-10-14T15:45:15","modified_gmt":"2001-10-14T13:45:15","slug":"predigthilfe-vom-4-11-2001-hesekiel-3-17-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-4-11-2001-hesekiel-3-17-21\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 4.11.2001 &#8211; Hesekiel 3, 17-21"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Christus \u2013 der Verhei\u00dfene<br \/>Predigtthema: Christus schafft Rettung<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Hesekiel 3, 17-21<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>Wir beginne mit einer Reihe von Hesekiel-Texten.<br \/>\nHesekiel (hebr\u00e4isch &#8211; Ezechiel; deutsch &#8211; &#8222;Gott st\u00e4rkt&#8220;) lebt um 600 v.Chr. Er ist ein Zeitgenosse des Jeremia und Daniel. Er wurde 597 v. Chr. mit vielen vornehmen Juden nach Babylon verschleppt und lebte und wirkte dort unter den gefangenen Juden. Seine Botschaft im Buch gliedert sich in drei Teile:<br \/>\n1.\tKapitel 1-24: Deutliche Benennung der S\u00fcnde Israels und des Gerichts<br \/>\n2.\tKapitel 25-32: Deutliche Strafworte gegen die Feindv\u00f6lker Israels<br \/>\n3.\tKapitel 33-48: Deutliche Ansage des zuk\u00fcnftigen Heils f\u00fcr Israel<\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nIm Rahmen der Berufungsgeschichte des Propheten wird sein Auftrag eindringlich genannt.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nW\u00f6rtliche Wiederholung von V 17-19 in Hes. 33, 7-9; vgl. auch Kapitel 18.<br \/>\nNeutestamentlich ist Jesus dieser Mahner vor dem Gericht. Vgl. etwa Matth. 21, 33ff: Das Gleichnis von den b\u00f6sen Weing\u00e4rtnern. Auch Paulus versteht seinen Dienst als solches warnende Ermahnen. Vgl. 1. Kor. 5, 1ff; Gal 6, 1+2. Dazu auch Hebr. 13, 17<\/p>\n<p>3. Der Aufbau \/ Gliederung des Textes<br \/>\na)\tV. 17: Der Auftrag, W\u00e4chter zu sein<br \/>\nb)\tV. 18+19: Die Warnung des Gottlosen<br \/>\nc)\tV. 20+21: Die Warnung an den Gerechten, der abf\u00e4llt<\/p>\n<p>4.Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV. 17:\t&#8222;Menschenkind&#8220; &#8211; w\u00f6rtlich: Menschensohn ist ein Ehrentitel f\u00fcr die Boten Gottes, den dann Jesus f\u00fcr sich als messianische Selbstbezeichnung verwendet, ausgehend von Daniel 7, 13.<br \/>\n&#8222;Menschensohn&#8220; beschreibt so ein Doppeltes: Ganz einem Menschen gleich, dann aber auch als &#8222;urspr\u00fcnglicher&#8220; Mensch (Adam im Paradies &#8211; vgl. 1, Mose 1, 27 &#8222;Ebenbild&#8220;) ganz Gott zugeordnet.<br \/>\n&#8222;W\u00e4chter&#8220; &#8211; der, der von hoher Warte aus aussp\u00e4ht.<br \/>\n&#8222;warnen&#8220; &#8211; w\u00f6rtlich: jemand zur Vor-\/Einsicht rufen, n\u00e4mlich, dass h\u00f6chste Gefahr droht.<\/p>\n<p>V. 18: &#8222;Der Gottlose&#8220;, der Frevler, bezeichnet einen Menschen, der Gott uns seine Gebote bewusst vergisst und sienen b\u00f6sen Neigungen folgt.<br \/>\n&#8222;Sein Blut fordern&#8220;, im hebr\u00e4ischen Wort steckt der Vorgang, dass Gott das Versagen seines Boten aufdeckt und straft.<\/p>\n<p>V.19: &#8222;S\u00fcnde&#8220; = bewu\u00dfter Fehltritt, gezieltes Abweichen von Gottes Weg.<br \/>\n&#8222;Leben errettet&#8220; = w\u00f6rtliche: Herausziehen (aus dem Abgrund, Tiefe des Todes).<\/p>\n<p>V. 20: &#8222;Gerechter&#8220; &#8211; eigentlich: Ein Bew\u00e4hrter; einer, der geradlinig den Weg des Gehorsam gegen Gottes Gebot geht.<br \/>\n&#8222;Zu Fall bringen&#8220; &#8211; w\u00f6rtlich: Ein Hindernis auf dem Weg = Seine S\u00fcnde wird ihm zu einem Stolperstein, der ihn zu Fall bringt.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nDer Gottesbote ist verpflichtet den S\u00fcnder zu warnen vor der Strafe. Verweigert er diesen Auftrag verf\u00e4llt er selber dem Gericht.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\nGewiss gilt: Wir verk\u00fcndigen das &#8222;Evangelium&#8220;, die frohe Nachricht von der Liebe Gottes zu allen Menschen (Johannes 3, 16). Gewiss gilt aber auch: Wer dieses Evangelium nicht annimmt, der wird in Ewigkeit verloren gehen. Das sollen wir ebenso klar sagen. Wir scheuen uns oft, vom Gericht Gottes zu reden. Ohne diesen Ernst aber verliert das Evangelium seinen Glanz und seine Einmaligkeit.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\na)\tDie Geschichte von Ananias und Saphira (Apg. 5,1ff) ist solch eine Warnungsgeschichte: Ein Gerechter weicht bewusst vom Weg Gottes ab und h\u00f6rt auch nicht auf die Mahnung. Er h\u00e4tte nicht sterben m\u00fcssen, h\u00e4tte er seine S\u00fcnde offen bekannt.<br \/>\nb)\tJesus mahnt den Judas in der Nacht vor dem Verrat \u00fcberdeutlich. Judas aber kehrt nicht um!<br \/>\nc)\t&#8222;In unserer Gemeinde ist soviel verborgener Groll und Gegeneinander. Niemand aber traut sich, das anzusprechen&#8220;, so sagt einer aus dem WBB. So werden wir aber selber schuldig und die Gemeinde verliert ihre Vollmacht.<br \/>\nd)\t&#8222;Warnen&#8220;, eine Wurzel des hebr\u00e4ischen Wortes hei\u00dft: &#8222;in Schlachtreihe ordnen&#8220;, also dem Einbruch des B\u00f6sen in die Gemeinde entschlossen wehren.<br \/>\ne)\tIn Gottes Namen warnen! Nicht auf eigene Rechnung. Die Polizei darf nicht f\u00fcr sich kassieren. Das entlastet uns: Das Gericht ist Gottes Entscheidung.<br \/>\nf)\tWarnen ist nicht Drohen. Keine Angst machen, sondern klar die Konsequenzen der S\u00fcnde benennen.<br \/>\ng)\tJesus warnt Israel ganz deutlich: vgl. Matth. 21, 33ff.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: Der Turmw\u00e4chter von Rothenburg o.T. ist heute eine Touristenattraktion. Im Mittelalter war er unentbehrlich: Er wachte \u00fcber der Stadt und schlug rechtzeitig Alarm bei Feuer oder Angriffen. So sind wir Christen Mahner: Achtung! Die S\u00fcnde ist der Leute Verderben, sie gehen damit ewig verloren.<\/p>\n<p>1)\tDer W\u00e4chter hat die \u00dcbersicht<br \/>\nSo beschreibt Hesekiel seinen Auftrag: Er ist zum W\u00e4chter gesetzt. Einer, der vom hohen Turm aus die Gefahren sieht und Alarm schl\u00e4gt. Das ist bleibender Auftrag der Gottesleute: Wir reden vom Gericht Gottes \u00fcber jeden, der Jesus ablehnt. Keine abschreckende Drohung mit schlimmen H\u00f6llenbildern, sondern n\u00fcchternes Aufzeigen der Konsequenzen: Mit Jesus ewiges Leben; ohne Jesus ewige Gottesferne!<br \/>\nDeshalb benennen wir deutlich die S\u00fcnde(n). das ist heute vielfach aufgeweicht. Das biblische Wort sagt klar was S\u00fcnde ist und benennt auch die einzelnen S\u00fcnden.<br \/>\nVgl. etwa die heutige Diskussion um Homosexualit\u00e4t. Doch auch die S\u00fcnden im Umgang mit Geld und Besitz, Ehrsucht, L\u00fcge usw. f\u00fchren ins Gericht.<br \/>\nWir sehen uns selber an. Welche verborgenen S\u00fcnden gibt es bei mir? Welche S\u00fcnden (und es gibt viele) st\u00f6ren unsere Gemeinde? Wie oft scheuen wir uns, nach Gal. 6, 1+2 zu handeln?<br \/>\nGott gibt uns in seinem Wort klare Ma\u00dfst\u00e4be an die Hand, was S\u00fcnde ist un von daher sollen wir klar warnen und zur Umkehr jetzt! einladen.<\/p>\n<p>2. Gewonnen aus der Einsicht<br \/>\nDer Sp\u00e4her ist nicht nur auf die eigenen Augen angewiesen: Wir verstehen S\u00fcnde schnell moralisch. Gott selbst \u00f6ffnet uns in seinem Wort die Augen f\u00fcr die Angriffe des B\u00f6sen. Wir sind von ihm beauftragt. Jesus sendet seine J\u00fcnger, eben auch mit der Aufgabe, das Gericht anzusagen (vgl. Matth. 10, 14f + 32f). Gewiss: In dieser Zeit der Gnade ist das Vernichtungsgericht ausgesetzt, aber im Endgericht entscheidet Heil oder Verdammnis allein an dem Vertrauen zu Jesus. Unsere Gerichtsverk\u00fcndigung gipfelt immer in der Jesuseinladung.<br \/>\nWie klar bezeugt das Petrus: Es ist in keinem andern Heil&#8230;<br \/>\nWir reden in Jesu Namen, also nicht auf eigene Rechnung. Hinter aller Gerichtspredigt steht Gottes gl\u00fchende Retterliebe. Wichtige biblische Aussage: 1. Tim 2,4! Gott will Rettung. Das nimmt biblischer Gerichtsaussage jeden verurteilenden Fanatismus und f\u00fchrt immer hinein in den Umkehrruf.<br \/>\nDiese zwei Einsichten hat nur der Christ. Der, der die Bibel kennt. Einmal: Es gibt einen doppelten Ausgang der Menschen- und Weltgeschichte: Rettung oder Verdammnis.<br \/>\nUnd: Gott will retten, dazu hat er alles eingesetzt, selbst einen Sohn Jesus!<\/p>\n<p>3.\tEr mahn zur Vor-sicht<br \/>\nVorsicht im Sinne von voraus-sehen, die Konsequenzen aufzeigen. Nicht drohen! Ist das Drohung, wenn ich einen Autofahrer etwa stoppe und warne: &#8222;Achtung, vorne ist die Br\u00fccke eingest\u00fcrzt, du f\u00e4hrst in den Abgrund?&#8220; Nein &#8211; doch der nat\u00fcrliche Mensch empfindet jede Rede vom Gericht als Drohung. Das m\u00fcssen wir so in Kauf nehmen und trotzdem nicht m\u00fcde werden. Gerichtsaussage aus gl\u00fchender Retterliebe heraus, das wird man uns absp\u00fcren.<br \/>\nWo ich nicht warne vor der ewigen Verdammnis, werde ich schuldig. Jesus nennt deshalb die Pharis\u00e4er &#8222;blinde Blindenleiter&#8220;.<br \/>\nAls W\u00e4chter haben wir neutestamentlich noch einen weiterreichenden Auftrag als Hesekiel: Wir sagen die Wiederkunft Jesu Christi an! Nicht nur warnen, sondern die steigende Freude er Erwartung der Vollendung wecken.<\/p>\n<p>Schluss:<br \/>\nIst der Ruf &#8222;Jesus kommt wieder&#8220; f\u00fcr dich Freudenruf oder Schreckensschrei?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Christus \u2013 der Verhei\u00dfenePredigtthema: Christus schafft Rettung Bibelstelle: Hesekiel 3, 17-21 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer Wir beginne mit einer Reihe von Hesekiel-Texten. Hesekiel (hebr\u00e4isch &#8211; Ezechiel; deutsch &#8211; &#8222;Gott st\u00e4rkt&#8220;) lebt um 600 v.Chr. 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