{"id":1255,"date":"2001-03-14T19:18:59","date_gmt":"2001-03-14T17:18:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=72"},"modified":"2001-03-14T19:18:59","modified_gmt":"2001-03-14T17:18:59","slug":"predigthilfe-vom-25-3-2001-kolosser-kol-31-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-25-3-2001-kolosser-kol-31-4\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 25.3.2001 &#8211; Kolosser Kol.3,1-4"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Christus &#8211; das Geheimnis Gottes<br \/>Predigtthema: Mit Christus auferstanden.<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Kolosser Kol.3,1-4<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Albrecht Wandel<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<\/p>\n<p>Die &#8222;Nahtstelle&#8220; zwischen ermahnendem Teil, indem die Vorgehensweise der verf\u00fchrer enttarnt und davor gewarnt wird und dem praktischen Teil ist erreicht. In diesem praktischen Teil verschwinden die Gegner nun aus dem Blickfeld und das Leben in der Freiheit und die guten Regeln dazu vor Augen gestellt. Unser Text kn\u00fcpft an an Kol. 2,12f.: Dort ist schon einmal die Rede, dass wir mit Christus auferweckt sind zu neuem Leben. In dieses neue Leben wird jetzt gleichsam eingef\u00fchrt: Lebt, was Christus euch gegeben hat!<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<\/p>\n<p>Mt.6,19-34 Wem dienen wir und f\u00fcr was sorgen wir: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes!<\/p>\n<p>R\u00f6m. 6,5-11: Mit Christus von den Toten auferweckt sein bedeutet Leben.<\/p>\n<p>Ps. 110: Der erh\u00f6hte Christus wird mitregieren in Gottes Reich.<\/p>\n<p>1.Thess.4,15-5,11: Erwartungsvoll leben &#8211; bis dass er kommt.<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes.<\/p>\n<p>3,1 Mit Christus leben bedeutet eine andere Orientierung haben, hin zu Christus.<\/p>\n<p>3,2-3 Mit Christus gestorben sein macht frei davon, &#8222;Erd-verhaftet&#8220; zu leben.<\/p>\n<p>3,4 Wenn Christus kommt, wird die ganze Herrlichkeit unseres neuen Lebens sichtbar werden.<\/p>\n<p>&#8222;Eckpunkte&#8220; des Textes: Suchet &#8230;\/ Trachtet &#8230; \/offenbar werden<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V.1<br \/>\n&#8222;nun&#8220; verbindet mit dem Vorherigen.<br \/>\nKeine weiteren Verteidigungsargumente. Nicht das streits\u00fcchtige Argumentieren ist unsere Aufgabe als Christen. Die Gl\u00e4ubigen werden jetzt in das hineingestellt, was sie durch das &#8222;Mitauferstandensein&#8220; haben: das neue Leben (vgl. 2.Kor.5,17). Wer mit Jesus aus dem Tod auferstanden ist, lebt nicht mehr &#8222;erdverhaftet&#8220;, sondern  nach oben gerichtet. <\/p>\n<p>&#8222;droben&#8220;: &#8222;unten&#8220; ist das Totenreich, dem bisher der s\u00fcndige, dem Tod verfallene Mensch ausgeliefert war (vgl. Joh.8,23). Mit der neuen Existenz, dem Leben durch und mit Christus, kommt es zu einer radikalen Umorientierung nach oben, dem Reich Gottes zugewandt. Dort ist Christus bereits jetzt und lenkt und regiert mit dem Vater. <\/p>\n<p>&#8222;sucht&#8220;: ist nicht ein hilfloses Herumstochern auf der Suche nach Wahrheit und Wirklichkeit, sondern hat den Charakter des Zielgerichteten: kommt urspr\u00fcnglich aus der Sport-\/Wettkampf-Sprache und steht f\u00fcr den Eifer der Sportler und dem Wunsch, durchzuhalten und ans Ziel zu kommen. &#8222;Das Wort enth\u00e4lt in sich den ganzen Einsatz des Willens und der Kraft, erkl\u00e4rend etwa zu \u00fcbersetzen mit: &#8222;mit ganzem Einsatz anstreben.&#8220;&#8220; (H.Krimmer)<\/p>\n<p>&#8222;wo Christus ist&#8220;: den Gl\u00e4ubigen zieht es unb\u00e4ndig zu seinem Herrn. Das &#8222;aufgefahren in den Himmel&#8220; steht f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen noch aus, aber es zieht ihn dorthin, wo sein Herr bereits jetzt ist. Das l\u00e4\u00dft ihn anders leben und anders seine Priorit\u00e4ten setzen. Auf den erh\u00f6hten Herrn sehend, l\u00e4dt der Gl\u00e4ubige seine Mitmenschen ein: Kommt mit, himmelw\u00e4rts, IHM entgegen!<\/p>\n<p>&#8222;zur Rechten Gottes&#8220;: rechte Hand ist die Hand, die Gl\u00fcck und Heil bringt, aber auch die Hand in der die Waffe gef\u00fchrt und mit der gerichtet wird. Hier wird deutlich, dass Jesus beides ist, Richter und Retter. Was er bei seiner Wiederkunft f\u00fcr den Einzelnen sein wird, entscheidet sich daran, ob ein Mensch mit Christus auferstanden ist oder nicht, ob er sich zu Jesus bekehrt hat oder nicht. AT und NT sprechen immer wieder von dem &#8222;Sitzen zur Rechten Gottes&#8220; (Ps.110,1; Mt.22,44; 26,64; Mk. 12,36; 14,62; Lk. 22,69; Apg. 2,34; 7,55; R\u00f6m.8,34; Hebr. 1,3.13; 8,1; 12,2; 1.Petr.3,22)<\/p>\n<p>Beachte: Das Leben der Gl\u00e4ubigen ist nicht ein &#8222;abgehobenes&#8220;, weltfremdes Leben, sondern gerade durch die neue Orientierung nach oben und dem Zielgerichtetsein ihres Lebens ein sehr aktives Hineinwirken in die Welt. Christen sind im wahrsten Sinn des Wortes &#8222;Himmelsboten&#8220;.<\/p>\n<p>V.2<\/p>\n<p>Paulus rei\u00dft die Kolosser gleichsam heraus aus ihrem begrenzten erdgerichteten Horizont. Ein v\u00f6llig neues Reich mit ungeahnten M\u00f6glichkeiten und \u00fcberw\u00e4ltigender Herrlichkeit hat sich ihnen aufgetan: das Reich Gottes. Es wirkt geradezu l\u00e4cherlich und zutiefst unvern\u00fcnftig, wenn sich Leute, denen sich der Himmel &#8222;ge\u00f6ffnet&#8220; hat, wieder kleinkariert dem &#8222;Irdischen&#8220; zuwenden. Dennoch wird hier nicht absch\u00e4tzig von der Erde (hier wird in eher &#8222;neutraler&#8220; Begriff verwendet) geredet. Wenn wir uns die Szene etwas bildhaft vorstellen, dann sehen wir den Gl\u00e4ubigen, der noch mit beiden F\u00fc\u00dfen in der Welt steht, aber nicht mehr nur auf die Welt starrt! Er hat eine neue Orientierung und sein Leben auf der Erde ist komplett bestimmt von seiner &#8222;neuen Heimat&#8220;, dem Ziel, dem er entgegengeht.<\/p>\n<p>&#8222;Trachtet&#8220;: Hier kommt nat\u00fcrlich sofort die Erinnerung an das Wort Jesu in Mt.6,32. &#8222;Trachten&#8220; bedeutet soviel wie &#8222;worauf unsere Gedanken und Sinne&#8220; ausgerichtet sind. Womit wir uns in Gedanken besch\u00e4ftigen, was unser Sinnen und Denken bestimmt, was die Triebfeder unseres Tuns ist. Jesus selbst beschreibt in Mt.6,31f. worauf Menschen, die ihn nicht kennen ihren Sinn richten. Christen haben auch diese Grundbed\u00fcrfnisse, aber ihr Denken ist davon nicht gefangengenommen. Bei ihnen hat ein &#8222;Sinneswandel&#8220; stattgefunden: Ihr Leben und Handeln ist bestimmt von dem, was droben ist, von ihrem Ziel. Jesus selbst macht Mut dazu: Mt.6,33<br \/>\nHeiko Krimmer beschreibt, was dies konkret bedeutet: &#8222;&#8230; das zeigt sich im Umgang mit dem Geld (aus dem &#8222;Sammler&#8220; wird ein Geber), am Umgang mit den anderen Menschen (aus dem &#8222;Ellenbogenmenschen&#8220; und Egoisten wird ein barmherziger F\u00fcrsorger) und in jedem einzelnen Lebensbereich. Die V\u00e4ter sagten: &#8222;Wo sich einer bekehrt, da merkt es die Kuh im Stall.&#8220;&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;gestorben&#8220;: &#8222;Sind Sie schon mal gestorben?&#8220; Eigentlich kann niemand diese Frage mit Ja beantworten. &#8222;Ihr seid gestorben&#8220; sagt uns Paulus. Von Kol.2,12 her wissen wir, dass Jesu Sterben am Kreuz unser Sterben war. <\/p>\n<p>&#8222;verborgen&#8220;: w\u00f6rtl. &#8222;sicher und sch\u00fctzend geborgen sein&#8220;. Beinhaltet beide Zielrichtungen: das verbergen (wir leben noch nicht in der Herrlichkeit Gottes und seines Reiches, sondern haben teil an der Begrenztheit und dem Leiden dieser Welt) und das Geborgensein (Niemand und nichts als Jesus allein hat Zugriff auf dieses neue Leben, Er erh\u00e4lt es uns und steht daf\u00fcr ein.). Das &#8222;in Gott&#8220; ist sozusagen nochmals eine zweite Zusage, sagt aber auch etwas aus \u00fcber Jesus Christus. Weil er und der Vater eins sind, sind wir mit Christus in Gott selber verborgen und geborgen.<\/p>\n<p>V.4:<br \/>\nWir haben drei verschiedene Informationen in diesem Vers:<br \/>\n1. Christus ist unser Leben.<br \/>\n2. Christus wird wiederkommen und offenbar werden, d.h. f\u00fcr alle sichtbar sein.<br \/>\n3. Christus wird uns heimholen, dorthin, wo wir hingeh\u00f6ren: in seine Herrlichkeit. <\/p>\n<p>Dieser Vers beinhaltet Zuspruch und Anspruch zugleich:<br \/>\nZuspruch: Unser neues Leben ist in Christus verwurzelt und hat eine herrliche Zukunft bei ihm.<br \/>\nAnspruch: Lebt dieses Leben so, dass es Christus Ehre macht und ihr ihm mit Freuden begegnen k\u00f6nnt, wenn er kommt!<\/p>\n<p>&#8222;offenbar werden&#8220;: etwas, was real, aber nicht sichtbar ist, erscheint nun f\u00fcr alle sichtbar.<br \/>\nBibel spricht an vielen Stellen von der Wiederkunft Jesu und dem Kommen seiner Herrlichkeit: Mt.16,27; Mt.24,30; Mt.26,64; Mk.14,62; Offb.1,7<\/p>\n<p>&#8222;Herrlichkeit&#8220;: eigentlich etwas Unbeschreibbares, das die Gegenwart Gottes beschreibt. Eine Hilfe ist uns die Gegen\u00fcberstellung unseres jetzigen Seins mit der Herrlichkeit, die wir mit Jesu Wiederkunft bekommen: 1.Kor.15,43; 2.Kor.4,17-18; Phil.3,21<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<\/p>\n<p>Christus gibt neues Leben &#8211; leb dieses Leben &#8211; himmelw\u00e4rts, ihm entgegen!<\/p>\n<p>6. Der Text heute.<\/p>\n<p>&#8222;Nichts ist unm\u00f6glich&#8220; scheint zum Slogan unserer Welt geworden zu sein. Ein \u00dcberangebot an M\u00f6glichkeiten l\u00e4\u00dft uns in extremer Weise nach dem trachten, was &#8222;unten&#8220;, d.h. auf der Erde ist. Wir lassen uns zu leicht hineinnehmen in dieses Sammeln, Ellenbogendasein und dem Lebensstil, den alle f\u00fchren. Ethik wird weitgehend in unserer Welt als unangenehmes und oft hinderliches Mu\u00df aus l\u00e4ngst vergessner Zeit angesehen und auch wir schlie\u00dfen uns &#8222;im Verborgenen&#8220; diesem Denken an. An vielen Punkten unterscheidet sich unser Leben nicht von dem unserer Mitmenschen &#8211; bis auf die paar Stunden, in denen wir uns in unserem &#8222;frommen Verein&#8220; aufhalten.<br \/>\nUnser Bibelwort will uns einen ganz neuen Horizont aufreisen: lebt das neue Leben, das Euch Jesus durch sein Sterben und seine Auferstehung erm\u00f6glicht hat. Appetit machen auf &#8222;droben&#8220; &#8211; das will unser Text. Und in den Realismus Jesu hineinnehmen: Ihr habt hier keine Heimat, lebt nicht so verhaftet auf dieser Erde, aber seid bodenst\u00e4ndig, was Eure Christus-Beziehung und die Orientierung an seinem Wort betrifft.<br \/>\nDer Text will uns abholen, mutige Schritte in das neue Leben mit Jesus zu wagen und dabei staunend zu entdecken: Wir gehen mit ihm ihm entgegen!<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>&#8211; Als Christen gleichen wir oft einem, der in ein weites neues Land gesetzt wird, aber die Augen geschlossen h\u00e4lt, weil er wei\u00df: &#8222;Wenn ich Sie aufmache und all das um mich herum wahrnehme, dann mu\u00df ich im Gehorsam gegen\u00fcber meinem Herrn  losgehen!&#8220; Unser Text will uns den Blick \u00f6ffnen f\u00fcr das, was vor uns liegt und dabei die Sinne sch\u00e4rfen f\u00fcr das, was in unserem Leben noch nicht dem vor uns Liegenden entspricht.<\/p>\n<p>&#8211; Eine interessante Akzentuierung k\u00f6nnte darin liegen, aufzuzeigen, was wir \u00dcberraschendes \u00fcber uns und \u00fcber Jesus Christus im Text erfahren (evtl. in einer Tabelle darstellen).<\/p>\n<p>&#8211; Vielleicht ist es etwas makaber, aber auch sehr hilfreich, dar\u00fcber nachzudenken, was sich bei mir \u00e4ndern w\u00fcrde, wenn ich sterben w\u00fcrde. Paulus sagt: &#8222;Du bist mit Christus gestorben, um zu einem neuen Leben auferweckt zu werden. Was ist konkret in meinem Leben mit Christus gestorben? Wo sind noch vor sich hinfaulende Stellen meines alten Lebens. Wo entdecke ich staunend, dass die Jesusart in meinem Leben durchgebrochen ist? <\/p>\n<p>&#8211; Ein evangelistischer Akzent kann gesetzt werden, indem der V.1a als Frage formuliert wird: &#8222;Seid ihr nun mit Christus auferstanden?&#8220; Kann auch an Gl\u00e4ubige gestellt werden, als Hilfe, den momentanen Lebensstil zu hinterfragen.<\/p>\n<p>&#8211; Insgesamt sollten wir wieder zum einen mutmachend aber gleichzeitig auch motivierend predigen: wir haben das neue Leben in Christus, la\u00dft uns dieses Leben ihm zur Ehre leben! Die beiden Begriffe Zuspruch und Anspruch k\u00f6nnen hilfreich sein.<\/p>\n<p>&#8211; Wer sich etwas intensiver mit dem Gedanken &#8222;Jesus gibt neues Leben&#8220; besch\u00e4ftigen m\u00f6chte, der vergleiche einmal unseren Text mit Joh.11.<\/p>\n<p>8. Gliederung der Predigt<\/p>\n<p>Zwei unterschiedliche Gliederungen seien vorgeschlagen:<\/p>\n<p>1. Himmelw\u00e4rts orientieren.<br \/>\n2. Himmelw\u00e4rts leben.<br \/>\n3. Himmelw\u00e4rts hoffen.<\/p>\n<p>1. Auferstehungsleute haben eine andere (neue) Orientierung.<br \/>\n2. Auferstehungsleute f\u00fchren ein anderes (neue) Leben.<br \/>\n3. Auferstehungsleute haben eine andere (neue) Zukunft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Christus &#8211; das Geheimnis GottesPredigtthema: Mit Christus auferstanden. Bibelstelle: Kolosser Kol.3,1-4 Verfasser: Albrecht Wandel 1. Zusammenhang Die &#8222;Nahtstelle&#8220; zwischen ermahnendem Teil, indem die Vorgehensweise der verf\u00fchrer enttarnt und davor gewarnt wird und dem praktischen Teil ist erreicht. 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