{"id":1241,"date":"2000-12-08T13:12:17","date_gmt":"2000-12-08T11:12:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=58"},"modified":"2000-12-08T13:12:17","modified_gmt":"2000-12-08T11:12:17","slug":"predigthilfe-vom-25-12-2000-jesaja-91-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-25-12-2000-jesaja-91-6\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 25.12.2000 &#8211; Jesaja 9,1-6"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott finden  &#8211; in Jesus.<br \/>Predigtthema: Das gro\u00dfe Licht.<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 9,1-6<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>58. Predigthilfe<\/p>\n<p>Das gro\u00dfe Licht\t\t\tJesaja 9,1-6\t\t\tzum 25.12.2000<\/p>\n<p>1. Zusammenfassung<br \/>\nNach der Zeit des Gerichtes (Kap. 8) ergeht die Verhei\u00dfung der Gnade Gottes, verleiblicht im Sohn.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nJesaja 11,1-5;<br \/>\ndie Geburtsgeschichte mit den Engelsworten Lukas 2;<br \/>\nauch die Nathansweissagung in 2. Samuel 7,12+13<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<\/p>\n<p>V. 1+2\tDer gro\u00dfe Jubel \u00fcber Gottes Licht<br \/>\nV. 3+4\t Das erl\u00f6sende Gotteshandeln<br \/>\nV. 5+6\tDer ewige K\u00f6nig Gottes<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 1: Das Volk ist zuerst Israel, das Gottesvolk. Sie gehen im \u201eDunkeln\u201c, das meint in der Gottesferne. In ihrer Gottlosigkeit sehen sie ein \u201egro\u00dfes Licht\u201c, n\u00e4mlich Jesus, den Gottessohn, der Evangelium verk\u00fcndigt, ihnen, die \u201ewohnen\u201c, w\u00f6rtl.: eingerichtet sind in \u201efinsterem Lande\u201c, w\u00f6rtl.: im Land der Todesschatten. Da hinein \u201escheint es hell\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eleuchtet Licht \u00fcber ihnen\u201c (vgl. den Stern \u00fcber Betlehem), d. h.: In Jesus ist die Todesverfallenheit \u00fcberwunden..<\/p>\n<p>V. 2: So wird Freude und Jubel, eben \u00fcber Gottes Heilsbringer. F\u00fcr Israel aber erst bei der Wiederkunft Jesu zum 1000-j\u00e4hrigen Reich, vorher lebt das Volk noch mit der Decke \u00fcber den Augen (vgl. 2. Kor. 3,14ff). Das Bild von der Erntefreude weist auf diese Vollendungszeit, wie auch das Bild vom \u201efr\u00f6hlich sein\u201c, w\u00f6rtl.: Siegesjubel, wenn die Siegesbeute &#8211; der Sieg \u00fcber den Satan &#8211; ausgeteilt wird, eben, wenn Israel sich bekehrt hat zu seinem Messias.<\/p>\n<p>V. 3: Gott hat seinem Volk schon oft aus der Gefangenschaft geholfen. Daf\u00fcr steht der \u201eTag Midians\u201c, als Gideon die Midianiter vernichtend schlug (vgl. Richter 7). Bewusst ist diese Schlacht gew\u00e4hlt, denn Gideon und seine 300 Mann mussten selber gar nichts tun: Gott gab ihnen kampflos den Sieg. So hat er auch durch Jesus gesiegt. Die Jochstange ist somit zerbrochen und auch der unbarmherzige Stock des Treibers. Beide Bilder f\u00fchren aus dr\u00fcckender Gefangenschaft in die Freiheit.<\/p>\n<p>V. 4: Das Dr\u00f6hnen, w\u00f6rtl.: einherstampfen mit L\u00e4rm, der angreifenden Heere und die Grausamkeiten der Unterdr\u00fccker, im Bild vom Mantel, der in Blutlachen gew\u00e4lzt wurde, hat mit der Friedensherrschaft Jesu Christi ein Ende (vgl. Jes. 2,4), f\u00fcr Israel und weltweit. Das Verbrennen mit Feuer ist ein Bild f\u00fcr das Gericht, das \u00fcber alle ergeht, die Jesus ablehnen.<\/p>\n<p>V. 5: Jetzt wird das aufstrahlende Licht in der Person Jesu Christi beschrieben (wir lesen ntl.). Er ist als Baby geboren, das ist Gottes Erniedrigung. Gott gibt seinen Sohn f\u00fcr uns, das ist un\u00fcberbietbare Liebe. Er ist der K\u00f6nig Gottes, er tr\u00e4gt dann den Herrschermantel, das meint: \u201edie Herrschaft ruht auf seiner Schulter\u201c. Seine Namen beschreiben sein Wesen und Tun: \u201eWunder-Rat\u201c, w\u00f6rtl.: Wunderbarer = er handelt  \u00fcber alles Verstehen und menschliches Begreifen hinaus, Ratgeber = er f\u00fchrt den Heilsplan Gottes durch; er ist Gott, ein \u201eHeld\u201c, w\u00f6rtl.: Starker = er hat die Kraft zu siegen; \u201eEwiger-Vater\u201c = in nie endender v\u00e4terlicher F\u00fcrsorge umgibt er die Seinen, Friede-F\u00fcrst = dahin zielt all sein Tun, den Gottesfrieden, die Gottesf\u00fclle zu bringen unter seiner Herrschaft.<\/p>\n<p>V. 6: Seine Herrschaft wird  \u201egro\u00df werden\u201c (vgl. Mt. 28,16f) ja Himmel und Erde umfassen und er auf dem Thron Davids wird den ewigen Frieden bringen und sein ewiges K\u00f6nigreich aufrichten. Die Nathansweissagung ist in Jesus dem Christus erf\u00fcllt. Die Grundpfeiler des Gottesreiches sind das ewige Gottesrecht und die Gerechtigkeit, die Jesus f\u00fcr uns erworben hat. Deshalb sind wir B\u00fcrger des Reiches der Ewigkeit. Der Herr der Heerscharen &#8211; der Siegername Gottes &#8211; wird das tun in seinem \u201eEifer\u201c, w\u00f6rtl.: Eifersucht, im Sinne von: in seiner \u00fcberw\u00e4ltigenden Liebe zu uns.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nIn dem Sohn Gottes wird alle Gefangenschaft zerbrochen und die ewige Gottesherrschaft aufgerichtet.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>a) Mit der Geburt Christi strahlt das Licht der Liebe Gottes auf \u00fcber dieser todverfallenen Welt. Die Finsternis der Gottlosigkeit wird hell durch das Evangelium. Vergessen wir nicht: Seit Jesu Geburt gilt, hier ist mehr als David, als Abraham, als Jesaja. Das neue Testament zeigt uns Gottes Heil in klarstem Licht.<\/p>\n<p>b) Noch kann Israel nicht mitjubeln. Es hat noch die Decke \u00fcber den Augen, kann das alte Testament, auch unseren Text noch nicht im Christuslicht lesen. Das treibt uns in die F\u00fcrbitte f\u00fcr das noch blinde Gottesvolk.<\/p>\n<p>c) Jesus Christus ist der Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis der Jesaja-Weissagungen. Alles ist in ihm erf\u00fcllt und wird sich erf\u00fcllen. F\u00fcr uns ist Christfest &#8211; Christusfest.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\nAuch dieser Text ist so bildhaft und sprechend, dass unsere Auslegung nur nachzeichnen sollte und keine neuen Bilder eintragen. Nur als Einleitung zur Predigt k\u00f6nnen wir den Begriff \u201eLicht\u201c mit den Kerzen am Weihnachtsbaum verdeutlichen.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung:<br \/>\nDas Licht strahlt auf. Die Kerzen am Weihnachtsbaum. Sie bezeugen den, der von sich selber sagt: Ich bin das Licht der Welt.<\/p>\n<p>1. Ein Kind ist uns geboren<br \/>\nDieser Jesus &#8211; der Welt Licht &#8211; wird als Baby geboren. Gottes Erniedrigung. Ein schwaches Licht. Ein Kind hat keine St\u00e4rke und Macht. Aber: Es ist angez\u00fcndet. Mit Weihnachten beginnt die Neusch\u00f6pfung. Wie bei der ersten Sch\u00f6pfung:\u201cGott sprach: es werde Licht\u201c, so beginnt auch die Neusch\u00f6pfung mit dem Kind  Jesus. Die Freude, wenn ein Kind zur Welt kommt, hier Welt-Freude, denn er ist der, der die Welt befriedet. Grund der Weihnachtsfreude? Einzig und allein Jesus. Uns ist geboren: Die pers\u00f6nliche Freude: Jesus ver\u00e4ndert mein Leben, z\u00fcndet mich an. Israel jubelt noch nicht mit. Sie haben noch die Decke vor den Augen. Sie k\u00f6nnen Jesaja 9 nicht  im Christuslicht lesen: Dass wir ihnen vor-lesen = vorleben.<\/p>\n<p>2. Ein Sohn ist uns gegeben<br \/>\nGottes-Sohn selber kommt. Das ist das Wunder der Christnacht, so singen es die Engel: \u201ewelcher ist Christus der Herr!\u201c Weniger tut\u2019s nicht. Um die Finsternis dauerhaft hell zu machen, braucht es den, der das Licht ist. Um zu befreien aus der Gefangenschaft braucht es den allm\u00e4chtigen Gott in seiner absoluten Freiheit.<br \/>\nDie Namen des Sohnes bezeichnen sein Wesen und Tun (vgl. zu V. 5): Jesus handelt \u00fcber alles menschliche Erfahren und Verstehen hinaus (vgl. etwa das Staunen der J\u00fcnger Mk. 4,41a, Mt.14,33). Er bringt uns die ganze Liebe des Vaters. Weihnachten: Fest der Liebe! Der Liebe Gottes! Und er wird das ewige Friedensreich aufrichten. Dahin zielt Gott: Friede = Schalom = F\u00fclle.<\/p>\n<p>3. Die Herrschaft ruht auf seiner Schulter<br \/>\nBild: Der K\u00f6nigsmantel ist ihm umgelegt. Aus dem Kind in der Krippe, dem Mann am Kreuz wird der Weltherrscher (Mt.  28,16ff). Die Nathansweissagung ist und wird in Jesus Christus erf\u00fcllt. Das ist die Sehnsucht der Menschen: Friede! Biblisch ist Schalom viel mehr als Nichtkrieg, er ist F\u00fclle, Segen, gelingendes Leben, ewiges Leben. Das im Tiefsten singen die Engel in der Christnacht: \u201eFriede auf Erden\u201c = Gottes Neuanfang, Gottes Heilvollendung.<br \/>\nRecht und Gerechtigkeit sind die Grundpfeiler des Gottesreiches: Eigentlich unvereinbar: Das ewige Gottesrecht &#8211; und wir Ungerechten. Doch Jesus lebt das Gottesrecht und erwirkt unsere Gerechtigkeit = gerechtfertigt durch seine Heilstat am Kreuz.<\/p>\n<p>Schluss: Weihnachten, das Fest der Eifersucht Gottes: Er, der uns mit ganzem Eifer sucht und liebt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott finden &#8211; in Jesus.Predigtthema: Das gro\u00dfe Licht. Bibelstelle: Jesaja 9,1-6 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 58. Predigthilfe Das gro\u00dfe Licht Jesaja 9,1-6 zum 25.12.2000 1. 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