{"id":1238,"date":"2000-11-09T18:13:28","date_gmt":"2000-11-09T16:13:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=55"},"modified":"2000-11-09T18:13:28","modified_gmt":"2000-11-09T16:13:28","slug":"predigthilfe-vom-10-12-2000-jesaja-504-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-10-12-2000-jesaja-504-9\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 10.12.2000 &#8211; Jesaja 50,4-9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott finden &#8211; in Jesus.<br \/>Predigtthema: Gottes Rettung durch Leiden.<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 50,4-9<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>55. Predigthilfe<\/p>\n<p>Gottes Rettung durch Leiden\t\t\tJesaja 50,4-9\t\t\tzum 10.12.2000<\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDie Rede des Gottesknechtes, in der er dem schuldigen Israel (50,1-3) durch sein Leiden Gottes Heils-Recht vor Augen stellt.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nDie Leidensgeschichte Jesu, wie sie alle vier Evangelien berichten.<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<\/p>\n<p>V. 4+5\tDas Seelsorge-tun des Gottesknechtes<br \/>\nV. 6+7\tDie Geduld im Leiden<br \/>\nV. 8+9\tDas Gottvertrauen des Gottesknechtes<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 4: Der Gottesknecht Jesus lebt seinen Dienst in v\u00f6lliger Abh\u00e4ngigkeit von seinem Vater. Er gibt ihm eine \u201eZunge, wie sie J\u00fcnger haben\u201c. Zunge steht hier f\u00fcr das Reden, f\u00fcr das seelsorgerliche Reden genauer. \u201eJ\u00fcnger\u201c, so kennzeichnet Jesus sich selber, w\u00f6rtlich: \u201eLehrling\u201c, also nichts Eigenes verk\u00fcndigt Jesus, sondern nur, was er von seinem Vater h\u00f6rt, vgl. Joh. 5,30; 7,16. Als Lehrling Gottes erkennt er die rechte Zeit, um mit den \u201eM\u00fcden\u201c, w\u00f6rtl.\u201cden matt und kraftlos Gewordenen\u201c zu reden, w\u00f6rtl.: sie mit einem Wort (Gottes) zu ermutigen. \u201eMorgen um Morgen\u201c, das unterstreicht die Dauer der Verbindung des Sohnes mit dem Vater, \u201eweckt\u201c w\u00f6rtl.: er l\u00e4sst wach werden, Gott seinem Sohn das  Ohr; Jesus ist und bleibt h\u00f6rbereit auf den Vater.<\/p>\n<p>V. 5: Gott selbst hat Jesus das \u201eOhr ge\u00f6ffnet\u201c; er redet zum Sohn, auch und gerade \u00fcber seinen Weg, der ins Leiden f\u00fchrt. Und Jesus ist nicht \u201eungehorsam\u201c, w\u00f6rtl: widerspenstig, und er weicht nicht zur\u00fcck. Er geht auch den Leidensweg ans Kreuz im gehorsamen H\u00f6ren auf den Willen des Vaters (vgl. die drei Leidensweissagungen in den Evangilien).<\/p>\n<p>V. 6: Jetzt ist sein Leidensweg vor-angesagt. Die Gei\u00dfelung, die Schl\u00e4ge, das Angespucktwerden (vgl. Mt. 26, 67+68; 27,29+30).<\/p>\n<p>V. 7: In alle diesem Leiden bleibt Jesus im Gottvertrauen, \u201eer hilft mir\u201c, w\u00f6rtl.: bei jemand stehen. Obwohl alle Schande \u00fcber ihn ausgesch\u00fcttet wird, &#8211; der Tod am Kreuz &#8211; wird er nicht zuschanden. Gott l\u00e4sst ihn nicht los. Jesus wird im Leiden bew\u00e4hrt: Das Bild vom Gesicht hart wie ein Kieselstein, meint nicht Verbitterung, sondern vertrauende Festigkeit, eben weil er wei\u00df, dass Gott ihn nicht preisgeben wird. <\/p>\n<p>V. 8: Das ist die vertrauende Gewissheit Jesu bei seinem ganzen Prozess, wo ihn die Frommen Israels verklagen und verurteilen: Sein Vater, Jahwe, ist neben ihm, er \u201espricht ihn gerecht\u201c, w\u00f6rtl.: ist mein Rechtshelfer. Deshalb kann er gelassen bleiben.<\/p>\n<p>V. 9: Niemand kann Jesus wirklich \u201everdammen\u201c, w\u00f6rtl.: als Gottesl\u00e4sterer beschuldigen (vgl. Mt. 26,65) wie es die Hohenpriester tun. Sie selbst gehen in ihrer Gottlosigkeit ins Verderben, wie es das Bild von den Motten, die das Gewand zerfressen,  eindr\u00fccklich verdeutlicht.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nDer Knecht Gottes bleibt auch im tiefsten Leiden der, der ganz Gott vertraut.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>a) Wie deutlich ist die Jesusgeschichte als Leidensgeschichte schon im AT angesagt. Bis in Einzelheiten hinein, etwa dem Vorwurf der Gottesl\u00e4sterung. Wir staunen \u00fcber die Wahrheit des Gotteswortes.<\/p>\n<p>b) Jesus ist und bleibt ganz abh\u00e4ngig, hingerichtet auf seinen Vater; in allem, was er tut und sagt. Da wollen wir von ihm lernen.<\/p>\n<p>c) Das Gottvertrauen bew\u00e4hrt sich im Leiden. Was f\u00fcr Jesus gilt, gilt auch f\u00fcr uns: Dem Leiden nicht ausweichen, sondern Gottes Weg annehmen und mitgehen.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>A. H\u00f6rbereit<\/p>\n<p>a) Wie oft hei\u00dft es von Jesus:\u201cEr ging auf einen einsamen Berg und betete\u201c. Da hat er geh\u00f6rt. Wir k\u00f6nnen dasselbe ein\u00fcben.<\/p>\n<p>b) Bei wichtigen Ereignissen haben Fernsehstationen eine Standleitung: Dauernd sprech- und h\u00f6rbereit. Jesus hat f\u00fcr uns diese Standleitung zu Gott eingerichtet.<\/p>\n<p>c) Wie ein J\u00fcnger h\u00f6ren, eigentlich wie ein Lehrling: Wir wissen nicht, wie richtig zu tun; der Meister sagt es.<\/p>\n<p>B. Leidensbereit<\/p>\n<p>a) Jesus weicht dem Leiden nicht aus, der Satan (vgl. Mt. 4) will ihn dazu verf\u00fchren. Doch er geht den Weg des Vaters.<\/p>\n<p>b) Jesus leidet freiwillig. Er h\u00e4tte jede Sekunde Schluss mit seinen Peinigern machen k\u00f6nnen. Das unterscheidet sein Leiden von allem sonstigen menschlichen Leiden.<\/p>\n<p>c) Durch das Leiden wird die Echtheit sichtbar: Gold wird im Feuer geschmolzen.<\/p>\n<p>C. Vertrauensvoll<\/p>\n<p>a) Bild vom Angesicht, hart wie Kiesel beschreibt das v\u00f6llige Vertrauen zum Vater, die Festigkeit des Glaubens.<\/p>\n<p>b) Jesus hat an dem, was er litt, Gehorsam gelernt (Hebr. 5,8)<\/p>\n<p>c) Jesus wird nicht zuschanden. Die Auferstehung Jesu Christi ist die Best\u00e4tigung Jesu durch den Vater.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung:<br \/>\nWelche Demut Jesu, des Gottesknechtes: Er nennt sich selber Lehrling. Er lernt vom und beim Vater, tut und sagt nur, was er von ihm h\u00f6rt.<\/p>\n<p>1. Aus dem H\u00f6ren<br \/>\nSo sieht es Jesaja f\u00fcr den Gottesknecht voraus und so lebt dann Jesus tats\u00e4chlich: Die st\u00e4ndige H\u00f6rbereitschaft auf den Vater. So kann er seinen Rettungsdienst tun, als Seel- und Leibsorger mit dem lebensschaffenden Gotteswort. Eine \u201eLehrlingszunge\u201c, das nachsprechen, was Gott (der Meister) vorspricht (vgl. Joh. 5,30; 7,16). Jesus hat die \u201eStandleitung\u201c zum Vater. Gott hat das Ohr ge\u00f6ffnet. Das kann nur er tun.<br \/>\nWir k\u00f6nnen h\u00f6ren wie und durch Jesus. Die \u201eStandleitung\u201c steht: Die Bibel, da redet Gott zu uns, wir k\u00f6nnen weiterreden. \u201eDie Bibel sagt mir nichts!?\u201c Ist dein Ohr verstopft? Neu um das H\u00f6ren bitten. Wer nicht h\u00f6ren kann, kann auch nicht tun!<br \/>\nAuch das h\u00f6ren, was ich nicht gerne h\u00f6re: Der Weg in das Leiden. Jesus ist nicht ungehorsam; der Teufel versucht ihn dazu (vgl. Mt. 4). Jesus, er geht bewusst den Weg des Vaters zur ewigen Erl\u00f6sung mit: So wird unser Heil.<\/p>\n<p>2. Durch das Leiden<br \/>\nJesus geht diesen Weg freiwillig. Er h\u00e4tte jeden Augenblick \u201eaussteigen\u201c k\u00f6nnen. Das macht sein Leiden einzigartig und unwiederholbar. Er weicht nicht zur\u00fcck. Jesaja sieht bis in die Einzelheiten (Schl\u00e4ge, angespuckt werden, Gottesl\u00e4sterer-Vorwurf) den Leidensweg voraus. Jesus nimmt das an: Ich bot dar: eben um des Gehorsams willen. So sagt er in Gethsemane: Die Stunde ist da. Er hat es in  drei Leidensweissagungen vorausgesagt. Lernen wir von Jesus: Der Weg hinter Jesus her geht in das Leiden. Leiden um Jesu willen: heute weltweit Wirklichkeit f\u00fcr die Jesusleute.<br \/>\nIm Leiden das Gesicht hart wie ein Kieselstein!? Nicht Verbitterung oder eigene Heldenpose, sondern die \u201eRuhe\u201c der Gottesgewissheit, geborgen beim Vater, \u201ewas k\u00f6nnen mir Menschen tun?\u201c Jetzt ein\u00fcben, solches Gottvertrauen. Das Leiden wird auch ganz konkret auf uns zukommen (antichristliche Zeit).<\/p>\n<p>3. Zum v\u00f6lligen Vertrauen<br \/>\nDas ist die Jesusgewissheit bis zum Kreuz: Der Vater l\u00e4sst ihn nicht zu schanden werden. Best\u00e4tigt zuletzt im Garten Gethsemane: \u201eEin Engel kam vom Himmel und diente ihm\u201c (Lk. 22,43). Vor aller Welt best\u00e4tigt Gott den Sohn durch die Auferstehung.<br \/>\nWer bei Gott gehalten ist, kann von Menschen nicht umgeworfen werden. (vgl. Paulus in R\u00f6mer 8,31-38). Lesen! Darin gr\u00fcndet unser Vertrauen. Ohne solches Gottvertrauen gehen wir Menschen ins Nichts (von Motten zerfressenes Kleid). Wir vertrauen in aller Anfechtung auf Jesu Gegenwart, die er uns zugesagt hat (vgl. Mt. 28,20).<\/p>\n<p>Schluss: Wir warten auf das neue Kleid: Die Kleider der Gerechtigkeit im Himmel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott finden &#8211; in Jesus.Predigtthema: Gottes Rettung durch Leiden. Bibelstelle: Jesaja 50,4-9 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 55. Predigthilfe Gottes Rettung durch Leiden Jesaja 50,4-9 zum 10.12.2000 1. 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