{"id":1237,"date":"2000-10-27T16:35:51","date_gmt":"2000-10-27T14:35:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=54"},"modified":"2000-10-27T16:35:51","modified_gmt":"2000-10-27T14:35:51","slug":"predigthilfe-vom-3-12-2000-jesaja-421-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-12-2000-jesaja-421-9\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3.12.2000 &#8211; Jesaja 42,1-9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott finden &#8211; in Jesus.<br \/>Predigtthema: Der Retter der Welt.<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 42,1-9<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>54. Predigthilfe<\/p>\n<p>Der Retter der Welt\t\t\tJesaja 42,1-9\t\t\tzum 3.12.2000<\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nIm Trostbuch der Erl\u00f6sung (Kapitel 40-55) die prophetische Schau von dem Erl\u00f6ser.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nDie Lieder vom Knecht Gottes in Jesaja (Kap. 49; 50,4ff; 52,13-53; 61,1ff; Matth. 12,15-21; auch Matth. 3,17 und Matth. 11,1ff)<\/p>\n<p>3. Die Gliederung des Textes<\/p>\n<p>V. 1-4\tDer von Gott bevollm\u00e4chtigte Knecht<br \/>\nV. 5-7\tDer Auftrag des Knechtes<br \/>\nV. 8-9\tDie Treuezusage Gottes<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 1: Der Knecht Gottes wird der irdischen und himmlischen Welt vorgestellt. Das tut Gott selbst. Das \u201eSiehe\u201c, das biblische Achtungszeichen ist konzentriert auf den \u201eKnecht\u201c, alle Aufmerksamkeit richtet sich auf seine Person. \u201eKnecht\u201c, w\u00f6rtl.: Diener, ist hier ein Ehrentitel (vgl. bei uns Minister = Diener). Er hat seine un\u00fcberbietbare W\u00fcrde darin, dass er Diener des allm\u00e4chtigen Gottes ist, der, der diesen Heilsplan ausf\u00fchrt (vgl. Offenb. 5,6ff). Gott stellt sich ganz zu ihm, das machen drei  N\u00e4herbestimmungen deutlich: \u201eIch halte ihn\u201c, w\u00f6rtl.: Ich halte ihn mit meiner Hand (auch in Not);  \u201emein Auserw\u00e4hlter\u201c, w\u00f6rtl.: den ich bereitet habe = Gott selbst hat ihn vorgesehen vor Grundlegung der Welt; \u201ean dem meine Seele Wohlgefallen hat\u201c = den ich liebe. Die Ausr\u00fcstung des Knechtes: Er hat Gottes Geist, vgl. Matth. 3,16+17; der Auftrag: Er wird Gottes \u201eRecht\u201c, w\u00f6rtl.: seinen Urteilsspruch, hier im Sinne von: seinen ganzen Heilsplan, zu den V\u00f6lkern \u201ebringen\u201c, w\u00f6rtl.: hinaustragen. Dazu geht Jesus hin: Vom Himmel auf die Erde.<\/p>\n<p>V. 2: Wie tut er das? Ohne lautes Geschrei und ohne Sensationshascherei. \u201eSchreien und rufen\u201c meint das marktschreierische Anbiedern, und das Geschrei auf den Gassen, sensationsweckende Propaganda (vgl. dazu immer wieder Jesu Verbot, seine Wunder zu \u201evermarkten\u201c).<\/p>\n<p>V. 3: Wem tut er das? Der Knecht Gottes wendet sich besonders denen zu, die v\u00f6llig am Ende sind, eigentlich keine Chance mehr haben. Ein Rohr (etwa Bambus) das geknickt ist, verdorrt; ein Docht, der nur noch glimmt, geht aus. Der Gottesknecht aber handelt anders: Er \u201etr\u00e4gt in Treue Gottes Recht hinaus\u201c, im Sinne von: Er bringt Gottes neumachendes Heil zu den Menschen.<\/p>\n<p>V. 4: Trotz aller Anfeindung und allem Hass (vgl. die Frommen Israels gegen Jesus, etwa Joh. 11,53) wird Jesus nicht untergehen (die Bilder vom geknickten Rohr und verglimmenden Docht sind jetzt auf ihn angewendet). Er wird auf der ganzen Erde Gottes Heilsordnung \u201eaufrichten\u201c. Sogar die \u201eInseln\u201c, gemeint sind die entlegensten Weltgegenden, \u201ewarten\u201c, w\u00f6rtl.: sehns\u00fcchtig harren, auf das Heil Gottes.<\/p>\n<p>V. 5: Gott in seiner ganzen Autorit\u00e4t stellt sich zu seinem Knecht. Gott ist der Sch\u00f6pfer und Erhalter der ganzen Sch\u00f6pfung. Er hat den Himmel = das Fundament geschaffen (vgl. 1. Mose 1,7+8) und ausgebreitet = wie ein Zeltdach ausgespannt. Er macht die Erde und ihr \u201eGew\u00e4chs\u201c, w\u00f6rtl.: alles Sprossende. Seine Erhaltung der Sch\u00f6pfung ist hier gemeint. Und er gibt dem Volk = allen Menschen den Atem = die Lebendigkeit und den Geist = die Lebenskraft.<\/p>\n<p>V. 6: Das Ich ist betont vorangestellt. Gott Jahwe ist der Handelnde, eben durch seinen Knecht, durch Jesus. Er hat ihn gerufen \u201ein Gerechtigkeit\u201c, w\u00f6rtl.: zum Heil; er h\u00e4lt ihn bei der Hand (vgl.. V. 1); er \u201ebeh\u00fctet\u201c ihn, im Sinne von Schutz geben; er macht ihn, seine Person zum Bund = zum Treue- und Heilszeichen f\u00fcr alle Menschen. Gott macht seinen Christus zum Licht f\u00fcr die Heiden, im Sinne von: durch Jesus Christus erlangen sie Erkenntnis der ewigen Rettung.<\/p>\n<p>V. 7: Jesus tut das, was hier vorausgesagt wird. Er macht Blinde sehend; f\u00fchrt Gefangene aus dem Gef\u00e4ngnis und die, die in schwerster Dunkelhaft sind f\u00fchrt er zum Licht. Hier \u00fcbertragen zu verstehen. Der Mensch ohne Gott lebt in Finsternis und Gefangenschaft der S\u00fcnde, nur Jesus kann ihn frei machen (vgl. dazu etwa Matth. 4,16).<\/p>\n<p>V. 8: Gott ist allein Gott, alle G\u00f6tzen sind vor ihm Nichtse. Ihnen geb\u00fchrt auf keinen Fall \u201eEhre\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eGewichtigkeit\u201c oder \u201eRuhm\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eAnbetung, Halleluja\u201c. Das geb\u00fchrt Jahwe allein, sein Name \u201eIch bin\u201c &#8211; f\u00fcr euch (vgl. 2. Mose 3,14), wird zu seinem Tun: in Jesus ist er ganz f\u00fcr unser Heil.<\/p>\n<p>V. 9: Das \u201eFr\u00fchere\u201c ist gekommen, n\u00e4mlich seine Sch\u00f6pfung und sein Erhaltungshandeln an der Welt und besonders an Israel. Nun geschieht endg\u00fcltig Neues, n\u00e4mlich sein Heilsplan zur Neusch\u00f6pfung. Das sagt er durch Jesaja an, noch bevor es geschieht. Das ist prophetische Rede:\u201c Ehe es sprosst, lasse ich schon h\u00f6ren\u201c. Gott will, dass wir ihn an seinem Wort messen und erkennen.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nGott wird durch seinen Christus zum ewigen Heil der ganzen Welt handeln.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>a) Wir lesen dieses Lied vom Gottesknecht in der Jesusbeleuchtung. Wort f\u00fcr Wort gedeckt durch das NT.<\/p>\n<p>b) Jesus knickt das Rohr nicht vollends ab und l\u00f6scht den Docht nicht aus. Das ist das Wunder des Evangeliums. Das darf ich f\u00fcr mich fassen: Jesus will neu machen.<\/p>\n<p>c) Was Gott ansagt, das geschieht. 700 Jahre vorher wird Christus bis in die Einzelheiten angesagt. Wir trauen Gottes Wort ohne Vorbehalt.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>A. Der Gottesknecht<\/p>\n<p>a) Vom Herrn her, dem er dient, bestimmt sich die W\u00fcrde des Knechtes. So steht z.B. der Botschafter des amerikanischen Pr\u00e4sidenten immer an der Spitze der Rangliste der Botschafter.<\/p>\n<p>b) Jesus ist als Knecht Gottes von Gott selbst berufen und so \u00f6ffentlich vor aller Welt vorgestellt. Das geschieht dann auch bei seiner Taufe und Verkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>c) Jesus bringt nicht das Heil, sondern er ist das Heil. (vgl. Apg. 4,12 und Joh. 14,6)<\/p>\n<p>B. Sein Auftrag<\/p>\n<p>a) Das geknickte Rohr: Menschen, die einen Knick haben = der Knick durch die S\u00fcnde. Der verglimmende Docht: Menschen, die keine Hoffnung mehr haben.<\/p>\n<p>b) Jesus macht nicht vollends  kaputt; er macht neu. Er macht Gebrochenes wieder ganz und gibt \u00d6l = seinen Geist, dass ein Mensch wieder angez\u00fcndet wird.<\/p>\n<p>c) Jesus verk\u00fcndigt den Heilswillen des Vaters. Er vollzieht den Heilsplan. Offenb. 5,1-6 lesen!<\/p>\n<p>C. Seine Vollmacht<\/p>\n<p>a) Gott in seiner ganzen Allmacht stellt sich zu Jesus. Das \u201eich halte ihn\u201c (2x) verdeutlicht das. Hand halten ist engste Gemeinschaft.<\/p>\n<p>b) Jesus vollzieht Gottes Heil in \u201eTreue\u201c. Der Sohn ist ganz dem Vater gehorsam , vgl. Joh. 5,19ff.<\/p>\n<p>c) Gott \u201ebeh\u00fctet\u201c seinen Jesus. Er l\u00e4sst ihn auch im Tod nicht los.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung:<br \/>\nEin Pr\u00e4sident stellt seinen Premierminister vor. So stellt Gott seinen Minister vor. Er gibt ihm alle Vollmacht.<\/p>\n<p>1. Gott handelt neu<br \/>\nMitten in die vergehende Welt hinein sagt Gott seine Neusch\u00f6pfung an. Er hat die Erde geschaffen, er erh\u00e4lt sie, aber jetzt geschieht mehr: Neues wird aufsprossen: Gott leitet die Heilvollendung ein. Das ist das Evangelium, hier klar auch im AT. Der neue Bund &#8211; der Jesusbund &#8211; ist angesagt, vgl. Matth. 26,28. Neues meint, noch nie Dagewesenes, der Qualit\u00e4t nach neu! So zeigt Gott seine Herrlichkeit. Alle G\u00f6tzen (Religionen) mit ihren Heilsversprechungen werden so entlarvt. Gott allein geb\u00fchrt die Ehre.<\/p>\n<p>2. Gott handelt in Jesus<br \/>\nJes. 42 ist ein atl. Jesuslied. Nur so k\u00f6nnen wir richtig verstehen. Jes. 42 im Licht der 4 Evangelien lesen. Gottes Geist ist auf ihm, vgl. Taufe und Verkl\u00e4rung, wo die Gottesstimme w\u00f6rtlich Jes. 42,1 wiederholt. Jesus vollzieht nicht nur das Heil Gottes; er in seiner Person ist das Heil. Er f\u00fchrt Gottes Heilsplan zum ewigen Ziel und zwar weltweit. Er tr\u00e4gt das Recht hinaus: Er verl\u00e4sst die Herrlichkeit des Vaters und kommt in diese b\u00f6se Welt. Gottes Recht = sein Schlussurteil ist nicht Vernichtung, sondern Erl\u00f6sung, Neusch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>3. Er handelt zum Heil<br \/>\nZentrum ist V. 3. Ein geknicktes Rohr. Das kann man nicht mehr reparieren. Eine geknickte Rose verwelkt, da ka nn niemand mehr was machen. Doch: Jesus kann, eben als Akt der Neusch\u00f6pfung. Er heilt den S\u00fcndenknick. Er gibt neues \u00d6l = seinen heiligen Geist, so wird ein Mensch zur Ewigkeit angez\u00fcndet. Wir brauchen unsere Knickstelle nicht verbergen. Jesus will heilmachen. Das ist der Trost des Evangeliums. Er f\u00fchrt aus dem Gef\u00e4ngnis der S\u00fcnde, er gibt das wirkliche Augenlicht: Gott als den Retter erkennen, als den, der mich liebt.<\/p>\n<p>Schluss: Gottes Wort ist wahr: Von Jesaja (700 v.Chr.) zu Jesus &#8211; bis heute!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott finden &#8211; in Jesus.Predigtthema: Der Retter der Welt. Bibelstelle: Jesaja 42,1-9 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 54. Predigthilfe Der Retter der Welt Jesaja 42,1-9 zum 3.12.2000 1. 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