{"id":1234,"date":"2000-10-16T13:26:56","date_gmt":"2000-10-16T11:26:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=51"},"modified":"2000-10-16T13:26:56","modified_gmt":"2000-10-16T11:26:56","slug":"predigthilfe-vom-12-11-2000-jesaja-51-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-12-11-2000-jesaja-51-7\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 12.11.2000 &#8211; Jesaja 5,1-7"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott finden &#8211; in der letzten Zeit.<br \/>Predigtthema: Gott sucht Frucht<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 5,1-7<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>51. Predigthilfe<\/p>\n<p>Gott sucht Frucht\t\t\tJesaja 5,1-7\t\t\tzum 12.11.2000<\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDer Schluss der \u201eSchau\u201c (Offenbarung Gottes an Jesaja) \u00fcber Juda und Jerusalem: Ank\u00fcndigung des Gerichts \u00fcber das \u201eunfruchtbare\u201c Israel.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nJesus hat in seinem Gleichnis von den b\u00f6sen Weing\u00e4rtnern (Matth. 21,35ff) Jesajas Lied sehr deutlich und in gleicher Gerichtssch\u00e4rfe aufgenommen.<\/p>\n<p>3. Gliederung des Textes<\/p>\n<p>V. 1\tEinleitung f\u00fcr ein Lied<br \/>\nV. 2\tDie Pflege des Weinbergs (1. Strophe)<br \/>\nV. 3+4\tZwischenfrage<br \/>\nV. 5+6\tDie Verw\u00fcstung des Weinbergs (2. Strophe)<br \/>\nV. 7\tProphetische Gerichtsaussage \u00fcber Israel (3. Strophe)<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 1: Jesaja kleidet seine prophetische Verk\u00fcndigung in die Form eines \u201eLiebesliedes\u201c, wohl vorgetragen mit der Laute am Tempeltor zur Zeit des Herbstfestes (Weinlese), so konnte er sich der Aufmerksamkeit sicher sein. Er tritt als \u201eFreier\u201c auf, als der, der w\u00e4hrend der Verlobungszeit zwischen Braut und Br\u00e4utigam vermittelt. \u201eMein Freund\u201c w\u00f6rtl.: der Geliebte, bezeichnet die enge Beziehung. Der \u201eWeinberg\u201c ist  Bild f\u00fcr Israel (vgl. V. 7). Die \u201efette H\u00f6he\u201c, w\u00f6rtl.: fruchtbare Berghalde, unterstreicht die gute Voraussetzung  f\u00fcr ertragreiche Ernte.<\/p>\n<p>V. 2: Alles Bilder f\u00fcr Gottes Zuwendung an Israel:\u201cDen Boden umgraben\u201c = lockern, zur Bepflanzung vorbereiten = die gro\u00dfen Heilstaten Gottes f\u00fcr Israel. \u201eEntsteinen\u201c = alles, was hindern kann aus dem Weg r\u00e4umen = Gott vergibt immer wieder. \u201eEdle Reben pflanzen\u201c = Gott erh\u00e4lt Israel. \u201eDer Turm\u201c = Wachturm = Gott beh\u00fctet Israel. \u201eKelter\u201c = alles f\u00fcr die Ernte vorbereitet = die Verhei\u00dfung an Israel. \u201eGute Trauben\u201c = ausgereifte Fr\u00fcchte = Israels ganze Liebe zu Gott! \u201eSchlechte Fr\u00fcchte\u201c = unreife, saure Trauben = Israels Undank und G\u00f6tzendienst.<\/p>\n<p>V. 3: Die H\u00f6rer des Liedes sollen \u201erichten\u201c, im Sinn von entscheiden, ihr Urteil abgeben. Noch k\u00f6nnen sie denken, es handle sich um eine Liebesgeschichte, die zu beurteilen ist. Wer gibt nicht gerne Rat in Liebesdingen?<\/p>\n<p>V. 4: Die rhetorische Frage \u201e&#8230;was sollte man noch mehr tun &#8230;?\u201c soll die Zuh\u00f6rer zum Urteil herausfordern. Die Frage \u201ewarum hat er denn schlechte Trauben gebracht&#8230;?\u201c zielt schon tiefer nach den Ursachen, ja nach der Wesensart der so \u201eUmworbenen\u201c.<\/p>\n<p>V. 5: Ohne auf Antwort zu warten singt Jesaja weiter. \u201eIch will euch zeigen\u201c, w\u00f6rtl.: euch wissen lassen = Gott gibt sein Urteil bekannt. \u201eDer Zaun\u201c, w\u00f6rtl.: die \u201eDornenhecke\u201c, der Schutz f\u00fcr den Weinberg, sie soll \u201eweggenommen\u201c werden und der nun schutzlose Weinberg soll \u201everw\u00fcstet werden\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eabgeweidet\u201c = die Tiere fressen die Reben = Feinde werden Israel zerst\u00f6ren. Die \u201eMauer\u201c, der Schutz f\u00fcr den ganzen Weinberg soll \u201eeingerissen\u201c werden und alles wird \u201ezertreten\u201c, w\u00f6rtl.: \u201ezertrampelt\u201c. = Die feindlichen Heere verw\u00fcsten das Land. Gott (die Mauer) gibt sein Volk schutzlos preis. (vgl. etwa Dan. 1,1-2).<\/p>\n<p>V. 6: Die lange Gerichtszeit wird nun in diesen Bildern ausgedr\u00fcckt: Der Weinberg wird \u201ew\u00fcst liegen\u201c, w\u00f6rtl.: \u00d6dland sein = es wird nichts wachsen = das Volk aus dem Land vertrieben sein. Nicht mehr \u201ebeschnitten\u201c und nicht mehr \u201egehackt\u201c im Sinne von, er erf\u00e4hrt keine Pflege und F\u00fcrsorge mehr = Gott verbirgt sich vor Israel. \u201eDornen und Disteln\u201c wachsen = Untaugliches = Israels vergebliches Leben und M\u00fchen ohne Gott. Kein Regen bedeutet, es kann gar nichts Gutes mehr wachsen = Gott entzieht die Lebensgrundlage.<\/p>\n<p>V. 7: Nun die \u201eAufl\u00f6sung\u201c des immer sch\u00e4rfer werdenden Liedes: Der \u201eKampfname\u201c Gottes, \u201eJahwe Zebaoth\u201c = Herr der Heere. Der Weinberg ist das Land Israel, die Israeliten (Juda steht stellvertretend f\u00fcr ganz Israel) sind die edlen Reben. Gottes \u201eHerz hing an ihnen\u201c w\u00f6rtl.: das Erg\u00f6tzen, die Freude, die Liebe zu Israel. Gott wartet bei seinem Volk auf \u201eRechtsspruch\u201c = gerechtes Handeln und Leben, aber er erlebt \u201eRechtsbruch\u201c = Ungehorsam und G\u00f6tzendienst. Israel hatte alle Voraussetzungen f\u00fcr ein Leben in Gerechtigkeit = Leben nach Gottes Geboten, aber \u201ees war Geschrei \u00fcber Schlechtigkeit\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eWehklagen\u201c \u201eHilferufe\u201c, n\u00e4mlich all derer, die ausgebeutet, unterdr\u00fcckt und betrogen werden (vgl. etwa Amos 5,10ff).<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nGottes Gericht ergeht schrecklich \u00fcber das ungehorsame Volk.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>a) Das unerm\u00fcdliche Werben Gottes um Israel, seine liebende F\u00fcrsorge f\u00fcr seine Gemeinde bis heute, endg\u00fcltig geschehen in Jesu Heilstun, soll ganz gewiss ein mutmachendes Thema dieser Predigt sein.<\/p>\n<p>b) Der erschreckende Undank und Ungehorsam Israels, unsere Schuld als Christen, wo wir die Nachfolge Jesu verlassen und eigene S\u00fcndenwege gehen &#8211; als Einzelne und als Gemeinde &#8211; soll uns zur Umkehr und entschlossenen Selbstpr\u00fcfung anleiten.<\/p>\n<p>c) Die harte Ansage des Gerichts &#8211; an Israel geschehen in der babylonischen Gefangenschaft und den 1900 Jahren Diaspora bis 1948 &#8211; soll auch uns mahnen. Auch wir gehen dem Gericht entgegen und wo wir nicht ganz zu Jesus geh\u00f6ren, verlieren wir das Heil.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>a) Unser Text ist so voll von Bildern, dass weitere Beispiele nur verdunkeln. Achten wir auf die \u00dcbertragung der Bilder (siehe Einzelerkl\u00e4rungen)<\/p>\n<p>b) Wo sind wir in der gleichen Art und der Gefahr des Ungehorsams wie Israel damals? (Wo Heuchelei ist, Gesetzlichkeit, offene S\u00fcnde; eine Kirche, die nicht mehr am Wort bleibt etc.).<\/p>\n<p>c) Ist ein guter Gitarrenspieler in der Gemeinde, er k\u00f6nnte die Lesung des Textes begleiten, so wie damals Jesaja seine Botschaft \u201egesungen\u201c hat.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung:<br \/>\n(erz\u00e4hlend) Kommt der St\u00f6rer wieder und will das Fest kaputt machen? Die Mienen hellen sich auf: Er singt ein Lied, sogar ein Liebeslied, von Irrungen und Wirrungen bei der Liebe. Da h\u00f6rt jeder gespannt zu.<\/p>\n<p>1. Strophe:<br \/>\nLiebeswerbung. Die M\u00fche um den Weinberg (die Geliebte). Ganzer Einsatz, doch: Schlechte Trauben, entt\u00e4uschte Liebe. Die Spannung steigt.<\/p>\n<p>2. Strophe:<br \/>\nIch habe doch alles getan. Helft mir, was soll ich noch tun? Wer r\u00e4t nicht gerne in Liebesdingen. Doch das Lied geht weiter. Ganz anderer Ton.<\/p>\n<p>3. Strophe:<br \/>\nDer entt\u00e4uschte, zornige Liebhaber. Ende gar nicht lustig! Deutliche Gerichtsaussage. Und dann der Hammer: Ihr seid dieser Weinberg. Verweisen (lesen) Matth. 21,33ff).<br \/>\nWir wollen den Ton dieses Liedes noch einmal f\u00fcr uns aufnehmen.<\/p>\n<p>1. Die Melodie vom Himmel her<br \/>\nWas die Engel zur Christnacht gesungen haben: Ehre sei Gott in der H\u00f6he &#8230; Da beginnt diese Melodie der Liebe Gottes zu uns. Gottes Liebeswerben. Das Wunder des Evangeliums. Was hat Gott nicht alles f\u00fcr uns getan. Ntl.: Joh. 3,16. Wie oft tut Jesus das an dir: Umgraben, entsteinen, neu pflanzen, sogar Turm bauen.<br \/>\nDanken f\u00fcr diese Liebe.<\/p>\n<p>2. Die Strophen singen wir<br \/>\nNehmen wir diese Melodie der Liebe Gottes auf, singen sie weiter! Oder schrille Misst\u00f6ne wie in Israel? S\u00fcndenmelodie, Eigenkomposition, Klagelieder, gottlose Lieder. Da pr\u00fcft uns unser Text. Gibt es Frucht in deinem Leben? Sonst andere Melodie.<\/p>\n<p>3. Was ist das Ende vom Lied?<br \/>\nDamals Gottes Urteil: Schlechtigkeit, ungenie\u00dfbares Leben. Leben, das in das Gericht geht. Gott will mehr aus unserem Leben machen; uns sogar zu Vors\u00e4ngern machen. Die Jesusmelodie: Noch nicht Gericht, sondern S\u00fcnder zur Bu\u00dfe rufen.<\/p>\n<p>Schluss:<br \/>\nDie letzte Strophe wird in der Ewigkeit gesungen. Ernst und deutlich: Heulen und Z\u00e4hneklappern oder \u201eHalleluja\u201c = Ehre sei Gott!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott finden &#8211; in der letzten Zeit.Predigtthema: Gott sucht Frucht Bibelstelle: Jesaja 5,1-7 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 51. Predigthilfe Gott sucht Frucht Jesaja 5,1-7 zum 12.11.2000 1. Zusammenhang Der Schluss der \u201eSchau\u201c (Offenbarung Gottes an Jesaja) \u00fcber Juda und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1234","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-jesaja"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-23 00:19:53","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1234"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1234\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}