{"id":1233,"date":"2000-10-08T18:47:22","date_gmt":"2000-10-08T16:47:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=50"},"modified":"2000-10-08T18:47:22","modified_gmt":"2000-10-08T16:47:22","slug":"predigthilfe-vom-5-11-2000-jesaja-21-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-5-11-2000-jesaja-21-5\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 5.11.2000 &#8211; Jesaja 2,1-5"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott finden &#8211; in der letzten Zeit.<br \/>Predigtthema: Gott handelt durch Israel.<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 2,1-5<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>50. Predigthilfe<\/p>\n<p>Gott handelt durch Israel\t\t\tJesaja 2,1-5\t\t\tzum 5.11.2000<\/p>\n<p>Zum Buch Jesaja und seiner Person.<\/p>\n<p>Jesaja, auf deutsch:\u201cGottes Heil\u201c ist Gottesprophet in Juda seit dem Todesjahr des K\u00f6nigs Usija (736 v.Chr.) und wirkt bis zur Zeit des Manasse (687 v.Chr.), dann verliert sich seine Spur. Er ist im besonderen Heilsprophet und sagt in eindringlicher Weise das Kommen des Messias voraus. Er ist der erste gro\u00dfe Schriftprophet; er schreibt also seine Gottesbotschaft nieder und wird so durch die Zeiten sowohl f\u00fcr Israel, wie f\u00fcr die ntl. Gemeinde zu einem Gotteszeugen f\u00fcr das ganze Heil bis zur Neusch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nAus der Offenbarung \u00fcber Juda und Jerusalem (Kap. 1-5) die Schau f\u00fcr den Zion am Ende der Zeit.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nAuch der Prophet Micha (Kap. 4,1-3) erh\u00e4lt von Gott diese Offenbarung, vgl. auch Jer. 3.17 und Offenbarung 20,1-6.<\/p>\n<p>3. Gliederung des Textes<\/p>\n<p>V. 1\tEinleitungswort<br \/>\nV. 2\t1. Bild: Der Zion und Tempel als Richtungspunkt f\u00fcr die Welt<br \/>\nV. 3\t2. Bild: Die V\u00f6lkerwallfahrt zum Zion<br \/>\nV. 4\t3. Bild: Das Ende der Kriege<br \/>\nV. 5\tRuf zum Leben mit Gott<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 1: Jesaja wird durch den Namen seines Vaters (Amos = r\u00fcstig, stark) n\u00e4her benannt. Nachnamen in unserem Sinne gab es nicht. Er \u201eschaute\u201c, ist der atl. Ausdruck f\u00fcr eine prophetische Vision, w\u00f6rtl.: \u201eDas Wort, das er schaute\u201c, macht deutlich, dass er Gottesworte empf\u00e4ngt und zwar \u00fcber die Zukunft Judas und Jerusalems.<\/p>\n<p>V. 2: \u201eZur letzten Zeit\u201c, w\u00f6rtl.: im Ausgang der Tage erweist, dass es sich um endgeschichtliche Ereignisse (zur Zeit der Wiederkunft Jesu handelt. Jesaja sieht die Zukunft des Zion, des Berges, wo der Tempel Gottes steht, am Ende der Zeit. Er wird \u201efest stehen\u201c, w\u00f6rtl.: \u201efest gegr\u00fcndet\u201c, Gott selbst erh\u00e4lt und erh\u00f6ht den Zionsberg (eigentlich Jerusalem).  Hesekiel sieht diesen endzeitlichen Tempel auch (vgl. Hes. 40 ff. besonders Kap. 47). \u201eH\u00f6her als alle Berge und alle H\u00fcgel\u201c unterstreicht die \u00fcberragende Bedeutung des Wohnsitzes Gottes, w\u00f6rtl.: \u201eHaupt der Berge\u201c. Auch die Heiden bauten ihren G\u00f6tzen Tempel auf Bergen und H\u00f6hen. Jetzt aber werden alle Heiden (V\u00f6lker) \u201eherzulaufen\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eherbeistr\u00f6men\u201c, Kennzeichen gro\u00dfer Wallfahrten.<\/p>\n<p>V. 3: Die Menge der V\u00f6lker wird kommen und sich zu Jahwe (Jesus) bekennen. In dem \u201ekommt, lasst uns gehen &#8230;\u201c wird die andere mitnehmende Bewegung zu Gott deutlich. Es ist \u201eJahwe\u201c, der Gott Jakobs, ausdr\u00fccklich also der Gott, der die Geschichte Israels in besonderer Weise gestaltet hat und bis ans Ende der Zeit dem Volk Israel die Treue h\u00e4lt. Die V\u00f6lker ersehnen, dass sie Gott \u201eseine Wege lehrt\u201c, gemeint sind seine Gebote, die ja Wege zum und im gelingenden Leben sind. Der Zion ist in dieser Zeit, &#8211; wohl das tausendj\u00e4hrige Reich- der Ort, von dem \u201eWeisung\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eThora\u201c = Gottes Gebote \u201eausgeht\u201c, ein Wort aus der Milit\u00e4rsprache, etwa wieder zugeben mit: Zur Rettung ausziehen = Gottes Gebote retten unser Leben vorm Untergang. Es ist \u201eJahwes Wort\u201c; er selber spricht hier: Der Christus, der im tausendj\u00e4hrigen Reich von Jerusalem aus regiert.<\/p>\n<p>V. 4: \u201eEr wird richten\u201c, damit ist noch nicht das Endgericht gemeint, sondern Christus wird Recht sprechen, die Konflikte zwischen den V\u00f6lkern l\u00f6sen und so die Welt befrieden. Auch \u201ezurecht weisen\u201c unterstreicht das, w\u00f6rtl.: eine Entscheidung treffen; er wird in seiner g\u00f6ttlichen Vollmacht alle Streitf\u00e4lle entscheiden und kl\u00e4ren. Deshalb wird es keine Kriege mehr geben. Schwerter und Spie\u00dfe werden nicht mehr gebraucht und deshalb zu Pflugscharen und Sicheln umgearbeitet, denn eine \u201eparadiesische\u201c Fruchtbarkeit und F\u00fclle wird wieder einzuernten sein. Es wird umfassend Friede sein, ja, wie man Krieg f\u00fchrt werden die Menschen verlernen.<\/p>\n<p>V. 5: Weil Gott am Ende der Zeit so heilvoll handeln wird, ruft Jesaja jetzt schon sein Volk (Haus Jakob) zu einem bewussten Leben mit Gott. \u201eIm Licht\u201c meint eben das klare Heils- und Lebenswort Gottes. Vgl. auch Jesus \u201eIch bin das Licht der Welt &#8230;\u201c Vgl. Joh. 8,12.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\n Am Ende der Zeit, im tausendj\u00e4hrigen Reich, wird Gottes Licht (n\u00e4mlich Jesus) diese Erde in vollkommenem Frieden f\u00fcr alle V\u00f6lker regieren.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>a) Gott gibt dieser Welt noch eine Zeit v\u00f6lligen Friedens und gesegneter Erf\u00fcllung im 1000j\u00e4hrigen Reich. Wir wollen dieses \u201eEvangelium\u201c mutig in diese immer b\u00f6ser werdende Zeit hineinbekennen.<\/p>\n<p>b) Gott wird das tun, nicht wir Menschen. Wir warnen vor jeder voreiligen Ausrufung des Friedens. Vorher kommt die Zeit der Tr\u00fcbsal, der Schalen- und Posaunengerichte. Nicht wir Menschen sind aufgerufen, \u201eSchwerter zu Pflugscharen\u201c zu machen, Gott wird das tun und wirken.<\/p>\n<p>c) Allerdings leben wir Christen jetzt schon diesen Frieden vor. Wir \u201ekriegen\u201c nicht mehr, sondern schaffen Frieden und Vers\u00f6hnung, wo es nur geht, gerade im Vorausblick auf Gottes Friedensreich.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>A. Das 1000j\u00e4hrige Reich<\/p>\n<p>a) Das ist biblisches Zeugnis: Gott wird eine Zeit v\u00f6lliger Erf\u00fcllung f\u00fcr diese Erde geben. Offb. 20,1-6 lesen!<\/p>\n<p>b) Zur V\u00f6lkerwallfahrt zum Zion und Israels Aufgabe im 1000j\u00e4hrigen Reich unbedingt Sachj. 8,20-23 lesen.<\/p>\n<p>c) im 1000j\u00e4hrigen Reich widerlegt Gott ein f\u00fcr allemal die Ausrede der Menschen f\u00fcr ihre S\u00fcnde, wenn sie sagen: \u201eDie Umst\u00e4nde machen mich b\u00f6se\u201c. Gott wird 1000 Jahre der idealsten Umst\u00e4nde schenken und was geschieht? Am Ende der 1000 Jahre wird der Satan die V\u00f6lker zum letzten Kampf verf\u00fchren k\u00f6nnen, (vgl. Offb. 20,7ff) denn nicht gute Umst\u00e4nde schaffen den neuen Menschen, das neue Herz, sondern nur die Lebenshingabe an Jesus.<\/p>\n<p>B. Der Zion<\/p>\n<p>a) Gottes Stadt ist und bleibt bis ans Ende der Zeit Jerusalem. Diese Stadt hat er zu seinem \u201eWohnsitz\u201c erw\u00e4hlt. Deshalb ist diese Stadt bis heute so umk\u00e4mpft und wird es bleiben (trotz Camp David II). Vgl. dazu Sachj. 12,2-3.<\/p>\n<p>b) Der neue Tempel (Hesekiel) ist Regierungsort Christi im 1000j\u00e4hrigen Reich. Nicht orthodoxe Juden werden ihn bauen, sondern Christus.<\/p>\n<p>c) Deshalb wird Jerusalem Mittelpunkt sein, weil dort Christus mit seiner Gemeinde regieren wird. Vgl. Offb. 20,6.<\/p>\n<p>C) Ideale Lebensbedingungen<\/p>\n<p>a) \u201eSchwerter zu Pflugscharen\u201c, diese Parole der \u201eFriedensbewegung\u201c ist richtig, aber nicht menschlich machbar; Gott wird das wirken.<\/p>\n<p>b) Den Krieg verlernen kann ein Mensch nur dort, wo das B\u00f6se weg ist, besser: der B\u00f6se! Im 1000j\u00e4hrigen Reich ist der Satan gebunden weggesperrt, vgl. Offb. 20,2+3.<\/p>\n<p>c) Auch das 1000 j\u00e4hrige Reich ist Missionszeit,  die Zeit Israels!; die V\u00f6lker kommen zum Zion. Jetzt ist Zeit der \u201eGehet hin-Mission\u201c, dann die Zeit der \u201eKomm-Mission\u201c.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung:<br \/>\nBlick vom Gipfel \u00fcber alle T\u00e4ler: Jesaja sieht das Schlussgeschehen. Noch kommen viele T\u00e4ler, aber dort kommt Gottes Heil zum Ziel.<\/p>\n<p>1. Die neue Zeit<br \/>\n\u201eIn der letzten Zeit\u201c, in der Sp\u00e4te, im Ausgang der Tage! Es ist also die Letztzeit, das 1000j\u00e4hrige Reich gemeint.<br \/>\nDas 1000j\u00e4hrige Reich:\ta) Zeit ohne den B\u00f6sen!<br \/>\n\t\t\tb) Zeit der Gegenwart Gottes<br \/>\n\t\t\tc) Zeit v\u00f6lliger Erf\u00fcllung<br \/>\n\t\t\td) Auch Zeit noch zur Entscheidung!<\/p>\n<p>Bedenke: Auch ideale Zust\u00e4nde \u00e4ndern nicht das Herz des Menschen (7A,c).<\/p>\n<p>Wichtig:\tDiese Erde hat Zukunft. Gott gibt sie. Wider die Angstmache heute.<br \/>\n\t\tKeine Vertr\u00f6stung, sondern biblisch gewisse Hoffnung.<\/p>\n<p>2. Der neue Mittelpunkt<br \/>\nHeute Zentrum der Macht? Die Hauptst\u00e4dte der Gro\u00dfm\u00e4chte mehr noch die Wirtschaftszentren, die Finanzm\u00e4rkte. Dann: Jerusalem, Gottes erw\u00e4hlte Stadt. Er l\u00e4sst diese Stadt nicht fallen (vgl. 7 B, a-c). Sacharja sieht das voraus. Lesen Sachj. 12,2-3.<br \/>\nIm 1000j\u00e4hrigen Reich Regierungssitz Christi; er regiert mit seiner Gemeinde. Darum, weil  er regiert ist Jerusalem Mittelpunkt der Erde. ER ist die Mitte. Seine Weisung und seine Lehre weisen die V\u00f6lker zur F\u00fclle. Allerdings: An der Frage nach der Liebe f\u00e4llt die Entscheidung. Liebst du Jesus? Oder tun sie im 1000j\u00e4hrigen Reich seinen Willen, weil er so offensichtlich F\u00fclle und Frieden bringt?<\/p>\n<p>3. Das neue Sein<br \/>\nWas alle Politiker nicht konnten: Jesus wird weltweiten Frieden schaffen. Richter = entscheiden, alle<br \/>\nKonflikte l\u00f6sen (Reich &#8211; arm etc.). Politische und soziale Gerechtigkeit weltweit. Der B\u00f6se weg, der, der aufstachelt und verf\u00fchrt zum B\u00f6sen. Krieg verlernen, weil der Kriegstreiber (Satan) weg ist.<\/p>\n<p>Wir als Christen jetzt schon zeichenhaft leben. Wo die Liebe da ist, da h\u00f6rt der Krieg auf: Wir brauchen nicht mehr Krieg f\u00fchren. Friede leben in Ehe, Familie, Gemeinde etc.<\/p>\n<p>Schluss:<br \/>\nF\u00fcr die ganze Erde noch einmal Heilsangebot. \u201eKomm-Mission\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott finden &#8211; in der letzten Zeit.Predigtthema: Gott handelt durch Israel. Bibelstelle: Jesaja 2,1-5 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 50. Predigthilfe Gott handelt durch Israel Jesaja 2,1-5 zum 5.11.2000 Zum Buch Jesaja und seiner Person. 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