{"id":1231,"date":"2000-09-12T23:47:42","date_gmt":"2000-09-12T21:47:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=48"},"modified":"2000-09-12T23:47:42","modified_gmt":"2000-09-12T21:47:42","slug":"predigthilfe-vom-22-10-2000-1-thessalonicher-512-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-22-10-2000-1-thessalonicher-512-22\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 22.10.2000 &#8211; 1.Thessalonicher 5,12-22"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott finden &#8211; mit geheiligtem Leben.<br \/>Predigtthema: Heilig zueinander.<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 1.Thessalonicher 5,12-22<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>48. Predigthilfe<\/p>\n<p>Heilig zueinander\t\t\t1. Thessalonicher 5, 12-22\t\t\tzum 22.10.2000<\/p>\n<p>1. Zusammenfassung<\/p>\n<p>Die abschlie\u00dfenden Schlu\u00dfermahnungen des Briefes, die das gesamte Leben der Gemeinde im Blick haben.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nPaulus schlie\u00dft so auch oft seine anderen Briefe, vgl. besonders R\u00f6mer 12, 9-18; auch Jesu ausf\u00fchrliche Abschiedsreden Joh. 13,31 &#8211; 16,33. (Wieder einmal lesen im Zusammenhang).<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<\/p>\n<p>V.12-13:Achtung haben vor den Gemeindeleitern<br \/>\nV.14-15:Gelebte Liebe untereinander<br \/>\nV.16-22:Fromm leben<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 12: Paulus tritt als Bittender auf: \u201ebitten\u201c w\u00f6rtl.: \u201eforschend befragen\u201c, enth\u00e4lt die Bedeutung jemand befragen ohne Besserwisserei. Leben die Thessalonicher miteinander in geistlicher Liebe? Gegen die, die an ihnen \u201earbeiten\u201c, w\u00f6rtl.: \u201edie sich f\u00fcr euch abm\u00fchen\u201c, im Sinne von, die euch ihre ganze F\u00fcrsorge angedeihen lassen; die \u201eeuch vorstehen\u201c, als0o Gemeindeleiter sind. (Ein bestimmtes \u201eAmt\u201c ist noch nicht im Blick); Gemeindeleitung geschieht \u201eIm Herrn\u201c = seine Autorit\u00e4t, nicht eigene, bevollm\u00e4chtigt zum Dienst; die euch \u201eermahnen\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eermuntern, zurechtweisen\u201c. Das sind die drei Hauptaufgaben der Gemeindeleiter: F\u00fcrsorge, Wegleitung und Seelsorge.<\/p>\n<p>V. 13: Solche Gemeindeleiter sollen sie \u201elieber haben\u201c, w\u00f6rtl.: \u00dcber alle Ma\u00dfen hochhalten (achten und ehren) in Liebe. Eigennutz und geistlicher Neid zerst\u00f6ren. \u201eWegen ihres Werkes\u201c, wegen dessen, was sie als Dienst f\u00fcr die Gemeinde tun. \u201eWerk\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eAufgepfl\u00fcgtes\u201c macht deutlich, dass es der Heilige Geist ist, der zum Dienst brauchbar macht. \u201eHaltet Frieden unter euch\u201c, diese Mahnung wehrt allem Konkurrenzdenken und liebloser Kritik, vgl. R\u00f6. 12,3 (den andern h\u00f6her achten als sich selbst).<\/p>\n<p>V. 14: Die seelsorgerliche Ermahnung (Wegweisung) f\u00fcr das Leben untereinander. Die \u201eUnordentlichen\u201c, w\u00f6rtl.: Die aus dem Takt geraten, die aus der (Kampf)-Ordnung getreten, meint alle, die nicht in der Lebenseinheit der Gemeinde bleiben. \u201eZurechtweisen\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eans Herz legen\u201c vgl. dt: den Kopf zurecht setzen, betont die Deutlichkeit solcher Seelsorge. Die \u201eKleinm\u00fctigen\u201c sind die, w\u00f6rtl. die wenig Atem (Kraft) haben; solche, die z.B. in den Verfolgungen schnell der Mut verl\u00e4\u00dft. Sie sollen \u201egetr\u00f6stet werden\u201c, w\u00f6rtl.: \u201ewieder zum T\u00f6nen bringen\u201c im Sinne von Mut zusprechen, wieder zum Zeugnis ermuntern. Die \u201eSchwachen\u201c, gemeint sind Christen, die angefochten sind leiblich, seelisch und geistlich; \u201etragen\u201c w\u00f6rtl.: \u201eannehmen\u201c meint die besondere Zuwendung. Gerade bei diesen Gruppen verliert man so schnell die Geduld. Deshalb die Mahnung: \u201eSeid geduldig\u201c, w\u00f6rtl.: Habt einen langen Atem, vgl. auch das \u201eGesetz Christi\u201c (Gal. 6, 2).<\/p>\n<p>V. 15: Dieser lange Atem gilt allen Menschen. \u201eSehet zu\u201c im Sinne von \u201ehabt besonderes Augenmerk darauf\u201c leitet die Mahnung zur allgemeinen Liebe ein. \u201eNicht B\u00f6ses mit B\u00f6sem vergelten\u201c, w\u00f6rtl.: \u201ezur\u00fcckgeben\u201c, nicht mit gleicher M\u00fcnze heimzahlen. Das altt. Gesetz: \u201eAuge um Auge, Zahn um Zahn, Leben f\u00fcr Leben&#8230;\u201c vgl. 2. Mose 21, 23ff hat schon Jesus \u00fcberboten (vgl. Matth. 5, 38ff). Er hat Leben f\u00fcr Leben gegeben am Kreuz. Jetzt sind wir Christen zur Liebe befreit und k\u00f6nnen \u201edem Guten\u201c, w\u00f6rtl.: \u201edem was aufbaut\u201c, \u201enachjagen\u201c, w\u00f6rtl.: eifrig erstreben, und zwar untereinander, ja ausgeweitet gegen \u201ejedermann\u201c, w\u00f6rtl.: alle (Menschen). Das ist die neue Art der J\u00fcnger in dieser Welt gegen\u00fcber den Menschen.<\/p>\n<p>V. 16: \u201eSeid allezeit fr\u00f6hlich\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eAllezeit freut euch\u201c gilt gerade in Thessalonich in der Verfolgungssituation. Die Freude der Christen ist unabh\u00e4ngig von den \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden, denn sie wurzelt in der Gemeinschaft mit Jesus Christus, \u201eFreude\u201c, das griechische Wort hat auch die Bedeutung: \u201eDank, Lob, Anbetung\u201c kann deshalb sogar geboten werden denn es geht dabei nicht um Gef\u00fchle, sondern um immer engere Gemeinschaft mit Christus.<\/p>\n<p>V. 17: \u201eBetet ohne Unterlass\u201c weist eben in diese Freude der Gemeinschaft in und mit Christus. Feste Gebetszeiten (wie im Judentum) sind hilfreich, aber Christen d\u00fcrfen in st\u00e4ndigem Gespr\u00e4ch mit dem unsichtbar gegenw\u00e4rtigen Herrn leben.<\/p>\n<p>V. 18: \u201eDanket in allem\u201c, diese Ermutigung lebt aus dem Wissen, dass Gott der Vater durch Jesus Christus alles f\u00fcr uns getan hat und dass uns deshalb \u201ealles zum Besten dienen muss\u201c (vgl. R\u00f6. 8,28). Selbst schwere Strecken (Verfolgung) wirken mit zu unserem Heil.<\/p>\n<p>V. 19: \u201eUnterdr\u00fcckt nicht den Geist\u201c, auch \u201el\u00f6scht nicht aus\u201c, das gilt f\u00fcr den Einzelnen; denn der Geist Gottes f\u00fchrt uns ja in diese Christusgemeinschaft. das gilt aber auch f\u00fcr das gottesdienstliche Leben der Gemeinde: Dass uns ja nicht eine starre Ordnung (Liturgie) das Wirken des Geistes einengt oder gar ausl\u00f6scht, in dem etwa pers\u00f6nliche Zeugnisse oder Gebetsgemeinschaft nicht mehr Raum haben. Eine Ordnung ist gut, aber eine \u201eoffene\u201c Ordnung.<\/p>\n<p>V. 20: \u201eBehandelt die prophetische Rede nicht ver\u00e4chtlich\u201c. (vgl. 1.Kor. 14,24f). \u201eProphetische Rede\u201c im Gottesdienst ist die \u201eaufdeckende\u201c Verk\u00fcndigung. \u201eEs ging ihnen durchs Herz\u201c (Apg. 2, 37). Solche Verk\u00fcndigung darf nicht madig gemacht werden, auch wenn sie weh tut. Streichelverk\u00fcndigung ist ohne Wert.<\/p>\n<p>V. 21: Die \u201ePr\u00fcfung\u201c ist Aufgabe der Gemeinde, sowohl wo geistgewirkte, spontane Zeugnisse geschehen, wie bei der ganzen Verk\u00fcndigung. Das Kriterium hei\u00dft: Stimmt das Gesagt mit der Bibel \u00fcberein. Das biblische Wort ist das \u201eGute\u201c, das was die Gemeinde auferbaut.<\/p>\n<p>V. 22: Christen halten sich fern vom \u201eB\u00f6sen\u201c, hier nicht moralisch gemeint. \u201eB\u00f6se\u201c w\u00f6rtl.: ins Nichts f\u00fchrende, ist alles, was dem biblischen Wort widerspricht und k\u00e4me es noch so sehr unter dem Mantel der Geistesf\u00fclle etc. daher. Hier liegen wichtige Linien f\u00fcr den Umgang mit den heutigen charismatischen Str\u00f6mungen.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<\/p>\n<p>Christen leben miteinander in der tragenden Agape (hergebende Liebe) und in der N\u00e4chstenliebe gegen\u00fcber allen Menschen.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>a) So sieht die Agape aus: Die ehrende Anerkennung derer, die in besonderer Leitungsverantwortung stehen. Wie schnell sind wir mit liebloser Kritik zur Hand. Lasst uns lernen wieder deutlich die Leitenden zu ermutigen in bewusstem Dank und gezieltem Lob. Das gilt auch untereinander. Gerade bei solchen Gemeindegliedern, die M\u00fche machen.<br \/>\n.<br \/>\nb) Das pers\u00f6nliche geistliche Leben soll von der Freude, verwurzelt in der Jesusgemeinschaft, gepr\u00e4gt sein. Wir lassen uns so oft von den Umst\u00e4nden niederdr\u00fccken. \u201eLoben zieht nach oben!\u201c<\/p>\n<p>c) Das gottesdienstliche Leben der Gemeinde bleibt dort lebendig und wachsend wo der Grundsatz unverr\u00fcckbar gilt: Das biblische Wort ist alleiniger Ma\u00dfstab. Das ist unser Hauptsatz in der Auseinandersetzung mit den \u201eCharismatikern\u201c. Unsere eigenen Gottesdienste d\u00fcrfen nicht in starren Ordnungen ersticken. Haben wir Raum f\u00fcr spontane Zeugnisse?<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>A) Die Leiter anerkennen<\/p>\n<p>a) Leitungsdienst in der Gemeinde ist F\u00fcrsorge, keine Machtaus\u00fcbung oder Selbstbest\u00e4tigung.<\/p>\n<p>b) Leitung geschieht nicht aus eigener Kraft, sondern ist \u201eAufgepfl\u00fcgtes\u201c. Der Geist Gottes begabt zu solchem Dienst, bevollm\u00e4chtigt und schafft Frucht.<\/p>\n<p>c) Viel Kritik an den Gemeindeleitern kommt aus geistlichem Neid. Bewusst f\u00fcr die Leiter danken, sie auch konkret loben.<\/p>\n<p>B) Einander in Geduld tragen<\/p>\n<p>a) Unsere besondere Zuwendung in der Gemeinde gilt denen, die in Not sind und Not machen. Keine Ausgrenzung, sondern hinein nehmen. Aus einer \u201eFamilie2 kann ich niemand entlassen; er geh\u00f6rt blutsm\u00e4\u00dfig immer dazu.<\/p>\n<p>b) Wir zahlen nicht mit gleicher M\u00fcnze zur\u00fcck. Christen haben neues Geld: Das Kleingeld der praktisch gelebten Liebe.<\/p>\n<p>c) Nicht mehr altt.: \u201eAuge um Auge..\u201c, sondern \u201eLeben f\u00fcr Leben!\u201c Jesus hat dieses Gesetz erf\u00fcllt: Sein Leben f\u00fcr unseres. Nun ntl.: Liebet die Feinde, tut wohl den Hassern und Verfolgern.<\/p>\n<p>C) Leben im Herrn Jesus Christus<\/p>\n<p>a) Christen leben in und aus Freude. Das ist kein Gef\u00fchl, sondern die N\u00e4he zu Jesus Christus, unabh\u00e4ngig von den \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nden.<\/p>\n<p>b) Es ist m\u00f6glich, den heiligen Geist auszul\u00f6schen, \u00fcberall dort n\u00e4mlich, wo wir Ordnungen \u00fcber das Leben stellen. Verkehrsschilder sollen sichere Fahrt gew\u00e4hrleisten, wo es nur noch rote Ampeln gibt, geht nichts mehr.<\/p>\n<p>c) Die Gemeinde hat die Pr\u00fcfpflicht f\u00fcr alle Verk\u00fcndigung. Einziger Ma\u00dfstab: Es steht geschrieben&#8230;<\/p>\n<p>8. Gliederung und Material zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung:<br \/>\nChristen leben alter-nativ, w\u00f6rtl.: wiedergeboren. das wird sichtbar an ihrem eigenen Leben, im Leben untereinander und im Leben mit der Welt. Das Neue ist die Liebe.<\/p>\n<p>1) Die anerkennende Liebe<br \/>\n\u201eMobbing\u201c, gerade in Leitungsaufgaben ist heute vielfach verbreitet. Wir alternativ: Wir ehren die Gemeindeleitung. Konkrete: Bedanke dich bewusst bei dem Gemeinschaftsleiter, tue ihm etwas Gutes. Zeige so deine dankende Liebe. Achtung vor liebloser Kritik, ihre Wurzel ist oft geistlicher Neid. \u201eAnerkennen\u201c hei\u00dft, bewusst wahrnehmen, die Wichtigkeit erkennen: Geistliche Leiter sind vom Geist berufen, begabt und bevollm\u00e4chtigt. Leitungsdienst in der christlichen Gemeinde ist nie Machtaus\u00fcbung oder Selbstbest\u00e4tigung. Solche anerkennende Liebe pr\u00e4gt auch den Umgang miteinander: Den andern h\u00f6her achten als sich selbst, vgl. Phil. 2, 3. Nicht falsche Demut, sondern Anerkennung dessen, was der Geist durch den Bruder wirkt.<\/p>\n<p>2) Die tragende Liebe<br \/>\nDa zeigt sich unser alter-natives Leben im besonderen: Wie tragen wir die mit, die besonders Not und M\u00fche machen. Aus einer Familie kann man niemand einfach hinauswerfen. Wir \u201eweisen zurecht2 = deutliche Wort in suchender Liebe; wir \u201etr\u00f6sten\u201c = neuen Mut geben; wir \u201etragen\u201c = besondere Zuwendung und Hilfestellung. Wir haben miteinander einen langen Atem! Ist das so bei unserer Gemeinde? Wir wollen uns von Paulus \u201ebitten\u201c = befragen lassen.<\/p>\n<p>3) Die pr\u00fcfende Liebe<br \/>\nSo alter-nativ leben wir auch gegen\u00fcber allen Menschen. Denn so steht es in der Bibel. Die ist unser entscheidender Ma\u00dfstab: Es steht geschrieben&#8230; Daran muss sich auch alle Verk\u00fcndigung messen lassen, auch alle sogenannten charismatischen Str\u00f6mungen. Die Gemeinde hat die Pr\u00fcfpflicht. Es soll Ordnung sein in den Gottesdiensten, aber eine Ordnung, die nicht ausl\u00f6scht (Bild von der roten Ampel). So entfaltet sich das geistliche Leben des Einzelnen und der Gemeinde in Freude = Dank und Lob.<\/p>\n<p>Schluss: Alles dient einem: Immer enger mit Jesus zu werden. Er ist unsere erste Liebe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott finden &#8211; mit geheiligtem Leben.Predigtthema: Heilig zueinander. Bibelstelle: 1.Thessalonicher 5,12-22 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 48. Predigthilfe Heilig zueinander 1. Thessalonicher 5, 12-22 zum 22.10.2000 1. 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