{"id":1230,"date":"2000-09-12T23:45:38","date_gmt":"2000-09-12T21:45:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=47"},"modified":"2000-09-12T23:45:38","modified_gmt":"2000-09-12T21:45:38","slug":"predigthilfe-vom-15-10-2000-1-thessalonicher-51-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-15-10-2000-1-thessalonicher-51-11\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 15.10.2000 &#8211; 1.Thessalonicher 5,1-11"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott finden &#8211; mit geheiligtem Leben.<br \/>Predigtthema: Heilig in der letzten Zeit.<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 1.Thessalonicher 5,1-11<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>47. Predigthilfe<\/p>\n<p>Heilig in der letzten Zeit\t\t\t1. Thessalonicher 5, 1-11\t\t\tzum 15.10.2000<\/p>\n<p>1. Zusammenfassung<\/p>\n<p>Paulus antwortet auf eine weitere Anfrage aus Thessalonich &#8211; wohl durch Timotheus \u00fcberbracht &#8211; etwa in dem Sinn: Wann ist die Wiederkunft Jesu? Wie kann man sich angemessen darauf vorbereiten?<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nJesus hat das gleiche Thema vgl. Mt 24,32 ff; der \u201eTag des Herrn\u201c ist schon altt. Thema (vgl. Amos 5, 18-20; Jes. 13,6-16 u. \u00f6fter).<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<\/p>\n<p>V.1-3:\tDer Tag des Herrn kommt unvermutet<br \/>\nV.4-7:\tDen Tag des Herrn n\u00fcchtern und wach erwarten<br \/>\nV.8-11:\tJetzt schon Christus gem\u00e4\u00df leben<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 1: Mit \u201e\u00fcber\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: \u201eaber betreffs\u201c &#8211; nimmt Paulus die Frage der Gemeinde auf. \u201eZeiten und Stunden\u201c meint die zeitliche Abfolge und dann den genauen Zeitpunkt. \u201eEs ist nicht n\u00f6tig, euch zu schreiben\u201c, ist eine deutliche Absage an die Frage: Sie kann nicht beantwortet werden (vgl. dazu Jesus in Mt. 24, 3 ff und Apg. 1,7). Diesen Zeitpunkt kennt nur Gott selbst.<\/p>\n<p>V. 2: \u201eIch wi\u00dft genau\u201c, dabei erinnert Paulus an seine m\u00fcndliche Lehre in Thessalonich. \u201eDer Tag des Herrn\u201c bezeichnet die Wiederkunft Jesu Christi. Das Bild vom \u201eDieb in der Nacht\u201c gebraucht Jesus selbst (vgl. Mt. 24, 43); Paulus lehrt nichts anderes als Jesus selbst (vgl. auch 2. Petr. 3,10).<\/p>\n<p>V. 3: Die \u201eWeltmenschen\u201c rechnen nicht mit der Wiederkunft Jesu. Ihre Parole hei\u00dft: Das Leben geht immer so weiter! Es ist \u201eFriede\u201c im Sinn von \u201eWeiterentwicklung, Wohlstand\u201c, keine \u201eGefahr\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: Nicht Fallendes, im Sinne von \u201edie Welt ist stabil und wird sich immer weiter drehen\u201c (vgl. auch Jes. 6,14; 8,11). \u201eDas Verderben\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: Der Untergang, die Vernichtung &#8211; meint das ewige Gericht \u00fcber die Gottlosen. Es wird \u201epl\u00f6tzlich an sie herantreten\u201c (w\u00f6rtl.), so wie eine Schwangere ganz unvermutet von den Wehen \u00fcberfallen wird; auch Jesus gebraucht dieses Bild der Wehen (vgl. Mt. 24,8). Kein Gottloser wird dann entfliehen k\u00f6nnen &#8211; w\u00f6rtl.: noch ernster: keinesfalls werden sie entkommen k\u00f6nnen (vgl. Mt. 25, 31+32).<\/p>\n<p>V. 4: Christen bereiten sich auf die Wiederkunft vor: Sie leben nicht in der \u201eFinsternis\u201c, im Sinne von Gottlosigkeit und damit im Nichtwissen um Gottes Heilsplan oder im Selbstbetrug. Sie werden von der Wiederkunft nicht \u00fcberrascht, sondern erwarten sie sehnend.<\/p>\n<p>V. 5: \u201eKinder des Lichts\u201c, n\u00e4mlich im Glauben an Jesus Christus leben (vlg. Joh. 8,12). \u201eKinder des Tages\u201c, im Sinne von hellwach t\u00e4tig. Nicht von etwas sein, meint nicht diese Art, diese Qualit\u00e4t haben.<\/p>\n<p>V. 6: Deshalb die Ermahnung: Lebt anders als die \u201eanderen\u201c = die Gottlosen, n\u00e4mlich wachend und \u201en\u00fcchtern\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: bei klaren Sinnen sein.<\/p>\n<p>V. 7: Schlaf und Betrunken sein, das geh\u00f6rt zu der Nacht. So werden die Gottlosen beschrieben: Sie schlafen = sie sind nicht t\u00e4tig f\u00fcr Jesus und sie sind betrunken = ihre Sinne und ihre Erkenntnis ist vernebelt, sie haben keinen klaren Blick.<\/p>\n<p>V. 8: Christen leben bewusst. Sie haben den Panzer des Glaubens, so k\u00f6nnen sie alle Angriffe abwehren. Sie sind \u201eangetan\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: angezogen habend. Mit dem Panzer der \u201eLiebe\u201c, das meint, dass er unersch\u00fctterlich liebt, auch wo man ihn verletzt und verfolgt. Der \u201eHelm der Hoffnung\u201c ist ein Bild f\u00fcr die wachsende Vorfreude auf Jesu Wiederkunft, die auch durch die spottenden Argumente der Welt nicht ersch\u00fcttert werden kann (vgl. etwa 2. Petr. 3,3ff). Die R\u00fcstung, die Paulus hier nennt ist zun\u00e4chst die Ausr\u00fcstung eines Wachsoldaten.<\/p>\n<p>V. 9: Wer an Jesus Christus glaubt ist von Gott zur Rettung \u201ebestimmt\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: \u201edazu hingestellt\u201c &#8211; er steht wartend auf das endg\u00fcltige Heil. Er wird das Heil \u201eerlangen\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: er wird \u00fcbrig bleiben. Die Gottlosen werden vernichtet; Kinder Gottes werden \u00fcbrigbleiben in der Neusch\u00f6pfung Gottes, und das durch = wegen Jesus Christus.<\/p>\n<p>V. 10: Er, Christus ist das Fundament unseres Heils: Weil er f\u00fcr uns gestorben ist, das meint den S\u00fchnetod Jesu am Kreuz. Wir d\u00fcrfen mit ihm leben, \u201eob wir wachen oder schlafen\u201c, meint jetzt das leibliche Leben oder ob Christen schon gestorben sind (vgl. 4, 13 ff). \u201eZugleich\u201c im Sinne von in engster Gemeinschaft, ungetrennt.<\/p>\n<p>V. 11: Das ist die Antwort des Apostels, die er Jesus nachspricht. Damit sollen die Christen in Thessalonich einander \u201eermahnen\u201c = Mut geben und einander \u201eerbauen\u201c im Sinne von gegenseitig in Anfechtung st\u00fctzen und zum Glaubenswachstum helfen. Das geschieht bereits, wie wohl Timotheus berichtet hat (\u201ewie ihr ja auch tut\u201c). Der Brief des Apostels soll sie noch gewisser machen.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<\/p>\n<p>Obwohl Christen das Datum der Wiederkunft nicht wissen, leben sie n\u00fcchtern, wach und t\u00e4tig dem Herrn entgegen.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>a) Es gibt so viele \u201efromme\u201c Spekulationen \u00fcber das Datum der Wiederkunft Jesu. Noch einmal ganz deutlich: Wer ein Datum nennt redet nicht aus dem Geist Gottes und wider die Bibel.<br \/>\n.<br \/>\nb) Haben wir doch wieder den Mut so deutlich vom Gericht \u00fcber die, die Jesus nicht glauben, zu reden: Sie werden dem ewigen Zorn Gottes nicht entrinnen k\u00f6nnen. Nicht als Drohung,  sondern als klares Zeugnis von der Konsequenz eines Lebens in Gottlosigkeit.<\/p>\n<p>c) Wir sollen n\u00fcchtern leben, also im Wissen um vielfache Verf\u00fchrung und Angriffe gerade heute. Wir sollen wach leben, also mit offenen Augen diese Zeit beobachten und t\u00e4tig f\u00fcr unseren Herrn.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>A) Wann?<\/p>\n<p>a) Die Bibel nennt kein Datum f\u00fcr die Wiederkunft Jesu. Jeder, der das tut, hat die Bibel gegen sich. Das ist ein klares Erkennungszeichen f\u00fcr einen falschen Geist.<\/p>\n<p>b) Den Gottlosen \u00fcberf\u00e4llt die Wiederkunft wie ein \u201eDieb in der Nacht\u201c. Auch der Glaubende wird \u00fcberrascht sein, aber freudig, denn er wartet sehnend auf den Herrn.<\/p>\n<p>c) So t\u00e4tig leben, als k\u00e4me Jesus noch lange nicht. So bereit leben, als k\u00e4me er noch heute!<\/p>\n<p>B) Wie nicht?<\/p>\n<p>a) 2. Petr. 3, 3-10 lesen<\/p>\n<p>b) Menschen, die \u201eschlafen\u201c = Leute, die nicht mit und f\u00fcr Jesus leben. Menschen, die betrunken sind = Leute, deren klarer Blick und deren Sinne vernebelt sind, die nicht deutlich beurteilen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>c) Wer das biblische Wort nicht annimmt, lebt in der Finsternis. Im Dunkel sieht man nichts, hat Angst und kann kein Ziel erkennen.<\/p>\n<p>C) Wie?<\/p>\n<p>a) N\u00fcchtern leben = bei klaren Sinnen sein. Ein Christ rechnet gewiss mit der Wiederkunft Jesu.<\/p>\n<p>b) Das Bild vom Wachhabenden. Er schaut, was und wer kommt.<\/p>\n<p>c) \u201eZur Rettung bestimmt\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: hingestellt, aufgestellt: Wie Garben, die aufgestellt sind, damit sie der Erntewagen aufl\u00e4dt.<\/p>\n<p>8. Gliederung und Material zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung:<br \/>\nGerade bei der Frage der Wiederkunft Jesu braucht es klare Lehre. Besonders in der Letztzeit\u201c heute. Sie ist eine Zeit geballter Verf\u00fchrung, auch unter frommen Vorzeichen. Wie leben Christen?<\/p>\n<p>Als&#8230;<\/p>\n<p>1) Erwartende<br \/>\nDie Welt dreht sich nicht immer so weiter! Die Sp\u00f6tter (2. Petr. 3,3ff) haben nicht recht. Wir wissen kein Datum, aber sind gewiss, dass der Herr kommt. Wir achten auf die Zeichen seines Kommens. Vgl. Mt. 24 besonders ab V. 32. Jeder, der ein Datum nennt, redet wider die Bibel. Wir wissen, dass wir zum Heil bestimmt sind, \u201eaufgestellt wie erntereife Garben\u201c, vgl. Mt. 3,12 + 13,30. So wirkt der heilige Geist in unserem Leben. Er macht uns erntereif. Die Gottlosen werden als Unkraut verbrannt. Beides haben wir deutlich zu sagen. Das Bild vom Wachhabenden: Er h\u00e4lt Ausschau, was und wer kommt. Nicht auf Posten schlafen: Wo die Wiederkunft Jesu nicht mehr klar im Blick ist, sind wir Schlafende. Vgl. auch Mt. 25, 1ff.<\/p>\n<p>2) Wachende<br \/>\nChristen sind wache Leute, d.h. Menschen, die mit klarem Blick leben. Das Wort Gottes weckt uns auf, macht wach.<br \/>\nWir sind Kinder des Lichtes, wir leben mit dem, der das Licht ist, der den Weg und das Ziel hell macht und auch uns leuchten l\u00e40t f\u00fcr und vor anderen. Die Hoffnung der Wiederkunft macht uns zu Hoffnungstr\u00e4gern. Christen sind die \u201eOptimisten\u201c. Wer Jesus nicht glaubt, der schl\u00e4ft. Bei aller \u00e4u\u00dferer Aktivit\u00e4t geschieht nichts. Sie leben im Dunkeln: da hat man Angst = wir sind heute eine Angstgesellschaft; kommt nicht vorw\u00e4rts und sieht kein Ziel.<br \/>\nDie Bibel ruft zum Wachsein, ruft hinein in ein vorw\u00e4rtsgehendes Leben (Nachfolge), das zum Ziel dr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>3) N\u00fcchterne<br \/>\nDie Parolen dieser Welt machen betrunken, umnebeln die Sinne. Ich kann das Wesentliche nicht mehr vom Unwesentlichen unterscheiden. Die verg\u00e4nglichen Dinge, Geld, Ehre, eigenes Ich, gewinnen Vorrang. Ich kann keine Entscheidung mehr treffen, auch und gerade f\u00fcr meine Ewigkeit! Ich tue Unsinniges, werde verf\u00fchrbar.<br \/>\nN\u00fcchtern = mit klaren Sinnen leben. Schon \u00e4u\u00dferlich: Ich wei\u00df, was wirklich z\u00e4hlt, vgl. Mt. 6,33. Gewiss auch geistlich: Verf\u00fchrung erkennen, die Zeichen der Zeit erkennen, den andern zu dem Ziel der Rettung mitnehmen.<\/p>\n<p>Schluss:<br \/>\nN\u00fcchtern: So t\u00e4tig leben, als k\u00e4me Jesus noch lange nicht. So bereit leben, als k\u00e4me Jesus noch heute!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott finden &#8211; mit geheiligtem Leben.Predigtthema: Heilig in der letzten Zeit. Bibelstelle: 1.Thessalonicher 5,1-11 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 47. Predigthilfe Heilig in der letzten Zeit 1. Thessalonicher 5, 1-11 zum 15.10.2000 1. Zusammenfassung Paulus antwortet auf eine weitere Anfrage [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"class_list":["post-1230","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-thessalonicher"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-21 19:51:41","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1230"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1230\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1230"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1230"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}