{"id":1229,"date":"2000-09-12T23:34:57","date_gmt":"2000-09-12T21:34:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=46"},"modified":"2000-09-12T23:34:57","modified_gmt":"2000-09-12T21:34:57","slug":"predigthilfe-vom-8-10-2000-1-thessalonicher-413-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-8-10-2000-1-thessalonicher-413-18\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 8.10.2000 &#8211; 1.Thessalonicher 4,13-18"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott finden &#8211; mit geheiligtem Leben.<br \/>Predigtthema: Heilig f\u00fcr den Himmel.<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 1.Thessalonicher 4,13-18<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>46. Predigthilfe<\/p>\n<p>Heilig f\u00fcr den Himmel\t\t\t1. Thessalonicher 4,13-18\t\t\tzum 8.10.2000<\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nPaulus antwortet auf die Frage, die die Christen in Thessalonich umtreibt: Was ist mit den Christen, die vor der Wiederkunft Jesu Christi gestorben sind? Timotheus hatte sie wohl von seinem Besuch mitgebracht.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nJesus lehrt zur Auferstehung: vgl. Mt. 22, 22-33; Mt. 24, 29-31. Paulus hat im Brief an die Korinther die umfassende Lehre: vgl. 1. Kor. 15.<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<\/p>\n<p>V. 13:\tDie Frage nach dem Schicksal der Verstorbenen<br \/>\nV. 14:\tDie Antwort<br \/>\nV. 15-17: Die Lehre \u00fcber die Auferstehung aus dem Wort des Herrn<br \/>\nV. 18: \tZuspruch des Trostes<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 13: W\u00f6rtl.: \u201eNicht wollen wir aber, dass ihr nicht wisst&#8230;\u201c Es gibt keine christliche Geheimlehre; wir sollen wissen = Verstand und Glaube schlie\u00dfen sich nicht aus. \u201eEntschlafene\u201c = Umschreibung f\u00fcr Tote, schon im AT (vgl. 5. Mose 31,16). \u201eTraurig sein\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: \u201ezerbrechen\u201c im Sinne von: aus Schmerz zerbrechen. Die \u201eanderen\u201c bezeichnet alle, die ohne die christliche Hoffnung der Auferstehung leben.<\/p>\n<p>V. 14: Tod und Auferstehung Jesu sind geschichtliche Tatsachen und damit Fundament des Auferstehungsglaubens. \u201eDurch Jesus\u201c werden auch die jetzt schon verstorbenen Christen \u201eeinhergef\u00fchrt\u201c, w\u00f6rtl.: sie werden wieder gebracht, eben \u201emit ihm\u201c, die ewige Gemeinschaft mit Christus ist das Ziel.<\/p>\n<p>V. 15: Als \u201eWort des Herrn\u201c (V. 16 + 17) spricht Paulus Mt 24, 31 nach und zieht hier schon die Schlussfolgerung: die dann lebenden Christen werden den schon Verstorbenen bei der Wiederkunft Jesu (also der dann geschehenden Auferweckung) nicht \u201ezuvorkommen\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: fr\u00fcher da sein, \u00fcberholen. Die wir \u201e\u00fcbrigbleiben\u201c im Sinne von: die Christen, die bei der Wiederkunft Jesu leben.<\/p>\n<p>V. 16: Jetzt fasst der Apostel Jesu Lehre zusammen:<br \/>\na) Es wird ein Befehl ert\u00f6nen &#8211; w\u00f6rtl.: ein Befehlsruf wird sein, n\u00e4mlich durch die Erzengel und seine Posaune (vgl. dazu Joh. 525; Mt 24, 31 und Offb 8,2). Die Posaune warnt, ruft zusammen und ruft zur Begegnung.<br \/>\nb) Jesus Christus wird \u201eherabkommen\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: heraus treten, vom \u201eHimmel\u201c, hier die Sph\u00e4re Gottes.<br \/>\nc) Dann werden zuerst die, die als Glaubende (in Christus!) gestorben sind, auferweckt werden. Es gibt also eine Reihenfolge (vgl. 1. Kor 15, 23ff).<\/p>\n<p>V. 17:<br \/>\nd) Die dann lebenden Christen und die Auferweckten werden zusammen &#8211; zugleich &#8211; dem Herrn entgegen \u201eentr\u00fcckt\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: hinwegreissen, -raffen (das unterstreicht die Pl\u00f6tzlichkeit des Geschehens). \u201eAuf den Wolken\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: in Wolken, das bezeichnet wieder die Sph\u00e4re Gottes (vgl. Apg. 1,9ff), \u201ein die Luft\u201c &#8211; w\u00f6rtl.: im Gehauchten, Durchwehten, ist wohl Hinweis auf die neue Sch\u00f6pfung im Heiligen Geist.<br \/>\ne) Das ist die Begegnung &#8211; w\u00f6rtl.: feierlicher Empfang, mit und bei dem Herrn und schlie\u00dflich<br \/>\nf) die ewige Gemeinschaft mit ihm. \u201eAllezeit\u201c im Sinne von ewig. \u201eBeim Herrn\u201c, das Griechische unterstreicht die engste Gemeinschaft.<\/p>\n<p>V. 18: Diese \u201eWorte\u201c (Jesu und des Apostels) sollen Trost ein &#8211; w\u00f6rtl.: Ermutigung. Sich untereinander ermutigen im Sinne von: einander Glaubenshoffnung zusprechen, gerade dann, wenn ein Christ stirbt.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<\/p>\n<p>Bei der Wiederkunft Jesu Christi werden alle Gl\u00e4ubigen (auch die schon Verstorbenen) auf ewig mit ihm vereint werden.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>a) Hier ist solide biblische Anleitung zum Trost f\u00fcr Trauernde in der christlichen Gemeinde. Wir sind oft so hilflos und gehen deshalb den Betroffenen aus dem Weg. Nein: einander Glaubenshoffnung zusprechen, gerade angesichts des Todes.<\/p>\n<p>b) Wir wollen auch denen \u201edraussen\u201c deutlich unsere christliche Ewigkeitshoffnung bezeugen. Das darf sich auch bei unseren Beerdigungen zeigen. Allerdings: nicht krampfhaft auf Freude machen. Auch Christen weinen, aber weinen in Hoffnung.<\/p>\n<p>c) Wir leben auf die Entr\u00fcckung zu, nicht als sensationelles Ereignis, sondern in steigender Erwartung auf die Wiederkunft Jesu.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>A) Die Entschlafenen<\/p>\n<p>a) Der biblische Ausdruck \u201eentschlafen\u201c f\u00fcr Sterben und Tod sagt schon deutlich, dass der Tod nicht das endg\u00fcltige Aus ist. Schlafen und Aufwachen geh\u00f6ren zusammen, deshalb der Horizont der Auferstehung schon im AT (vgl. 5. Mose 31,16).<br \/>\nb) In Christus sterben, das bezeichnet christliches Sterben. Sterben ist auch f\u00fcr Christen oft schwer, aber schon David bekennt: Und ob ich schon wanderte im finstern Tal (w\u00f6rtl:: Im Tal der Todesschatten)&#8230; Du bist bei uns! Ps. 23,4).<br \/>\nc) Seit Jesu Auferstehung ist jede christliche Beerdigung nur noch eine vorl\u00e4ufige Feier. Der Tod ist nicht Punkt, sondern Doppelpunkt. Gott wird weiter handeln.<\/p>\n<p>B) Die \u00dcbriggebliebenen<\/p>\n<p>a) Wir, die wir noch leben, sind solche \u00dcbriggebliebenen. \u00dcbrigbleiben, weil wir treu geblieben sind. Vgl. Mt 24, 22.<br \/>\nb) Jesus sagt: \u201eDer Weg ist schmal, der zum Leben f\u00fchrt, und wenige sind\u2019s, die ihn finden\u201c Mt. 7, 14. Wir haben nicht die Verheissung der gro\u00dfen Zahl, aber die Zusage der gro\u00dfen Treue unseres Herrn.<br \/>\nc) Wer glaubt heute noch an die Auferstehung zum ewigen Leben? Wir sind wenige. Reinkarnation (Wieder-Geburt), das ewige Nichts, alle gehen in herrliches Licht (K\u00fcbler-Ross). Nichts ist zu abstrus, als dass Menschen nicht daran glauben. Es ist viel schwerer solchen Theorien zu glauben, als der klaren biblischen Verk\u00fcndigung der Auferstehung.<\/p>\n<p>C) Die mit Christus Vereinten<\/p>\n<p>a) Der Ort des \u201eHimmels\u201c ist nicht wichtig, sondern die ewige Gemeinschaft mit Christus.<br \/>\nb) Die Wiederkunft Jesu wird ein weltweit \u00f6ffentliches Geschehen sein: Stimme des Erzengels, Posaune, sichtbare Wiederkunft. Vgl. Phil. 2, 10f.<br \/>\nc) Die Entr\u00fcckung ist das n\u00e4chste Datum, auf das wir in der Letztzeit warten. Wann? Wir wollen nicht spekulieren, sondern t\u00e4glich bereit sein. Meine pers\u00f6nliche Erkenntnis: mitten in der \u201egro\u00dfen Tr\u00fcbsal\u201c.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung:<\/p>\n<p>Heilig f\u00fcr den Himmel: ausgesondert f\u00fcr die ewige Gemeinschaft mit dem Herrn, das ist unsere christliche Bestimmung, das ist unsere gewisse Hoffnung.<\/p>\n<p>1. Ein anderes Sterben<\/p>\n<p>Entschlafen: der Horizont der Auferstehung schon im AT (vgl. 5. Mose 31, 16). Wer an Jesus Christus glaubt, weiss, dass der Tod Doppelpunkt ist. Wir haben eine Hoffnung. Hoffnung biblisch nicht unbestimmtes Ahnen, sondern bibelgewisse Erwartung, wachsende Gemeinschaft mit dem Herrn. \u201eIn Christus sterben: Du bist bei mir!\u201c, das gilt ganz gewiss im Sterben. Er l\u00e4sst uns nicht los. Seit Jesu Auferstehung hat die Neusch\u00f6pfung begonnen. Im Tod legen wir das \u201ealte Kleid\u201c ab und erhalten in der Ewigkeit das wei\u00dfe Gewand der Erl\u00f6sten. Sterben heisst heimkommen f\u00fcr Christen. Nicht verdr\u00e4ngen: auch Christen weinen, aber Tr\u00e4nen der Hoffnung.<\/p>\n<p>2. Eine andere Hoffnung<\/p>\n<p>1. Kor. 15, 20-26 und 42-44 unbedingt lesen. Das ist biblische Hoffnung der Auferstehung. Wir wollen das bewusst einander bezeugen, gerade wo der Tod tiefes Leid verursacht. Einander Glaubensmut geben, nicht aus dem Weg gehen. Halten wir eigentlich noch Ged\u00e4chtnisstunden? Das sind Ermutigungsstunden. Wie sieht die Trauernden-Begleitung in unseren Gemeinden aus? Nicht nur kurzfristig, sondern einander langfristig ermutigen. Nein zu allen weltlichen Theorien (vgl. 7 B,c).<br \/>\nDie christliche Hoffnung: die letzte Posaune dringt auch durch die Gr\u00e4ber und die glaubenden Verstorbenen werden mit den dann noch (vgl. 7 B, a-b) Lebenden auferweckt und auf ewig mit Christus vereint sein.<\/p>\n<p>3. Eine andere Gemeinschaft<\/p>\n<p>Die Entr\u00fcckung ist biblische Lehre. Wann? Keine Spekulationen, sondern bereit leben. Die Bibel malt den \u201eHimmel\u201c nicht aus, aber das ist zentral: beim Herrn sein allezeit, in Ewigkeit. Der Ort des Himmels ist nicht wichtig, entscheidend ist Christus, der Herr des Himmels. Auf ihn geht unsere ganze Hoffnung.<\/p>\n<p>Schluss:<\/p>\n<p>Johannes sieht dieses Ziel als ewige Vollendung der Neuen Kreatur: vgl. 1. Joh. 3,2.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott finden &#8211; mit geheiligtem Leben.Predigtthema: Heilig f\u00fcr den Himmel. Bibelstelle: 1.Thessalonicher 4,13-18 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 46. 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