{"id":1227,"date":"2000-08-23T19:33:16","date_gmt":"2000-08-23T17:33:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=44"},"modified":"2000-08-23T19:33:16","modified_gmt":"2000-08-23T17:33:16","slug":"predigthilfe-vom-24-9-2000-1-thessalonicher-31-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-24-9-2000-1-thessalonicher-31-13\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 24.9.2000 &#8211; 1.Thessalonicher 3,1-13"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott finden &#8211; im vollen Evangelium.<br \/>Predigtthema: Das Wort macht fest.<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 1.Thessalonicher 3,1-13<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Dr. Heiko Krimmer<\/strong><\/p>\n<p>44. Predigthilfe<\/p>\n<p>Das Wort festmachen\t\t\t1. Thessalonicher 3,1-13\t\t\tzum 24.9.2000<\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nDirekte Fortsetzung von 2,17-20.<br \/>\nJetzt dr\u00fcckt Paulus sein Sorgen um die Gemeinde aus und w\u00fcnscht ihnen gesegnetes weiteres Wachstum im Glauben.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nZur geschichtlichen Situation vgl. Apg. 17,10-16 und Apg. 18,5.<br \/>\nZum Wanken im Leiden vgl. Apg. 14,22; Eph. 3,13 und Hebr. 10,39; 1. Petr. 4,12ff.<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<\/p>\n<p>V. 1-5:\tDie Sendung des Timotheus<br \/>\nV. 6-10:\tDie guten Nachrichten \u00fcber die Gemeinde<br \/>\nV.11-13:Segenswunsch f\u00fcr das weitere Wachstum im Glauben.<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<\/p>\n<p>V. 1: Mit \u201edarum\u201c kn\u00fcpft Paulus an den vorigen Abschnitt an. Auch in Athen predigt er (vgl. Apg. 17,16ff)<\/p>\n<p>V. 2: Timotheus (einer, der Gott ehrt) ist Paulus \u201eBruder\u201c, das meint: die geistliche Verwandtschaft und  \u201eMitarbeiter am Evangelium\u201c = Mit-Werker. Er soll die Gemeinde \u201est\u00e4rken\u201c w\u00f6rtl.: auf  festen Grund stellen und sie \u201eermahnen\u201c, eigentlich \u201eermuntern\u201c, tr\u00f6sten.<\/p>\n<p>V. 3: Die Gemeinde lebt in \u201eBedr\u00e4ngnissen\u201c w\u00f6rtl.: \u201ein Engwegen\u201c (vgl. 2,14ff) und dabei sollen sie nicht \u201ewanken\u201c, w\u00f6rtl.: hin und her schwingen. Solches Leiden ist den Christen \u201ebestimmt\u201c, w\u00f6rtl.: \u201ewohnen, im Sinn von, das ist der Ort &#8211; vom Herrn bestimmt- an dem wir in dieser Welt leben (vgl. Mt. 10,16ff).<\/p>\n<p>V. 4: Das hat Paulus in seiner &#8211; gemeindegr\u00fcndenden &#8211; Predigt nicht verschwiegen: Der Christ kommt in Engwege und so haben sie es ja dann auch erlebt.<\/p>\n<p>V. 5: Paulus sorgt sich um diese Gemeinde. Er will erfahren, wie sie im Glauben stehen, denn der Satan n\u00fctzt solche Situationen aus. \u201eVersucher\u201c, das ist der Satan.  \u201eVersuchen\u201c w\u00f6rtl.: durchstehen, auf Kernechtheit pr\u00fcfen. (vgl. Hiob). Paulus sorgt sich, ob seine \u201eArbeit\u201c (w\u00f6rtl.: die Anstrengung bis zur Ersch\u00f6pfung, das bezeichnet den ganzen Einsatz) \u201evergeblich\u201c sein, w\u00f6rtl.: ins Leere laufen.<\/p>\n<p>V. 6: Der Bericht des Timotheus \u00fcber die Gemeinde hat alle seine Bef\u00fcrchtungen zunichte gemacht. \u201eGutes berichten\u201c = Gute Nachricht (Evangelium). Glaube und Liebe geh\u00f6ren untrennbar zusammen (vgl. 1. Kor. 13,13). Die Liebes-Beziehung zwischen dem Apostel und der Gemeinde wird darin deutlich, dass beide sich nach pers\u00f6nlicher Gemeinschaft sehnen.<\/p>\n<p>V. 7: Paulus ist durch den Bericht des Timotheus \u201egetr\u00f6stet\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eermuntert, aufgemuntert\u201c, gerade in aller seiner Bedr\u00fcckung.<\/p>\n<p>V. 8: Er ist \u201ewieder lebendig\u201c im Sinne von neuen Lebens &#8211; (Dienst) Mut gewinnen.<\/p>\n<p>V. 9: Er freut sich \u00fcber den standhaften Glauben der Thessalonicher und dankt daf\u00fcr &#8211; nicht der Gemeinde!, sondern vor Gott. Der erm\u00f6glicht solchen festen Glauben.<\/p>\n<p>V. 10: Es bleibt die \u201einst\u00e4ndige\u201c (w\u00f6rt.:\u201cganz \u00fcber alle Ma\u00dfen\u201c) Bitte an Gott, dass ein pers\u00f6nliches Wiedersehen m\u00f6glich wird. Der Apostel will \u201eerg\u00e4nzen,  was in eurem Glauben noch fehlt\u201c = vollf\u00fcllen, was noch fehlt, n\u00e4mlich sowohl  in der Lehre, wie im praktischen Leben (vgl. dazu Kap.4,1ff und 5). So n\u00fcchtern sieht sie der Apostel: Die noch junge Gemeinde braucht weitere Lehre und Anleitung.<\/p>\n<p>V. 11: Seine Sehnsucht nach der Gemeinde kleidet Paulus in die Form einer Bitte an Gott (vgl. Jak. 4,1ff). Gott soll und kann es \u201elenken\u201c, trotz aller Widerst\u00e4nde des Satans (2,8).<\/p>\n<p>V. 12: Die besondere Segensbitte f\u00fcr die Gemeinde: Dass sie wachsen in der Liebe, w\u00f6rtl.: gro\u00df, viel werden\u201c; \u00fcbervoll werden. Und zwar solche Liebe (Agape) untereinander und gegen alle Menschen, wie Jesus das sagt (vgl.:Joh. 13,34+35).<\/p>\n<p>V. 13: Diese Liebe gibt den \u201eHerzen\u201c, d.h. der ganzen Person Festigkeit und St\u00e4rke. So werden die Christen \u201euntadelig\u201c = (ohne einen Vorwurf sein) und \u201eheilig\u201c vor Gott, d.h. ganz f\u00fcr ihn leben, ja sogar \u201ewie\u201c er leben (vgl. 3. Mose 11, 44f). Dann werden sie am Tag der Wiederkunft Jesu bestehen, d.h. am Tag des Gerichts wenn Jesus wiederkommt mit allen Heiligen (vgl. Sacharja 14,5).<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<\/p>\n<p>Die Gemeinde in Thessalonich steht fest auch in Verfolgung zur dankbaren Freude des Apostels.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<\/p>\n<p>a) Welche Sorge, \u201eF\u00fcrsorge\u201c des Apostels f\u00fcr die Gemeinde. Das ist nicht oberfl\u00e4chlich. Hier leuchtet wirkliche \u00d6kumene auf, n\u00e4mlich die weltweite liebende, tragende Verbundenheit der Christen untereinander. Haben wir auch solche \u201e\u00f6kumenischen\u201c Verbindungen?<\/p>\n<p>b) Welche N\u00fcchternheit des Apostels: Der Satan ben\u00fctzt das Leiden zur Versuchung. Sind sie wirklich durch und durch kern-echt? So werden auch wir immer wieder gepr\u00fcft.<\/p>\n<p>c) Welche Sehnsucht des Apostels nach der Gemeinde: So spricht die Liebe. Er will sie sehen um ihren Glauben zu st\u00e4rken und ihr praktisches Leben als Christ weiter anzuleiten. Das ist unsere Aufgabe aneinander.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>A) Sehnsucht<\/p>\n<p>a) Die Liebe will pers\u00f6nlichste N\u00e4he, gerade auch die geistliche Liebe.<br \/>\nb) Wir leben so oft in einer Fern-Ehe untereinander. Wer sich nur am Sonntag sieht, der bekommt nie echte Gemeinschaft.<br \/>\nd) Die Liebe lebt mit: Paulus wei\u00df um die schwierige Lage der Gemeinde. Wissen wir um einander?<\/p>\n<p>B) Interesse<\/p>\n<p>a) Wo mich der andere wirklich interessiert, da suche ich auch sein Ergehen zu erfahren.<br \/>\nb) Nie fragen: Wie geht s dir?, wenn du keine Zeit hast zuzuh\u00f6ren.<br \/>\nc) Christen sind miteinander nicht h\u00f6flich, sondern herzlich.<\/p>\n<p>C) Freude und Dank<\/p>\n<p>a) Timotheus berichtet \u201eGutes\u201c = Gute Nachricht (Evangelium) von der Gemeinde. Wir Christen werden so zum \u201eEvangelium\u201c f\u00fcr die Welt.<br \/>\nb) Die Freude aneinander gibt immer wieder Mut zum klaren Zeugnis.<br \/>\nc) Der F\u00fcrdank f\u00fcreinander. Vor Gott f\u00fcreinander danken und loben. Kennst du das?<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>Einleitung:<\/p>\n<p>Hier spricht \u201eschreibt\u201c die liebe, die Agape, die sich ganz f\u00fcr den andern gibt und sich f\u00fcr und um den andern sorgt. In solcher Liebe wird der Glaube fest, einander Halt und Hilfe geben durch das Wort Gottes.<\/p>\n<p>1. Einander lieben<\/p>\n<p>Die Liebe sucht die N\u00e4he. Paulus kann nicht reisen, deshalb schickt er Timotheus. Wie halten wir im WBB Verbindung miteinander? Konferenzen, Christustreff, Br\u00fcder-, Frauentage, sind sie nur ein \u201eMu\u00df\u201c, oder treibt es uns zueinander. Fernehe &#8211; sich nur am Sonntag sehen, das ist zu wenig. Haben wir auch Gemeinschaft mit Christen, die \u00fcber den WBB hinaus gehen?<br \/>\nLiebe will vom andern wissen. Frage nie, wie geht\u00b4s, wenn du keine Zeit hast, wirklich zuzuh\u00f6ren. Christen sind miteinander nicht h\u00f6flich, sondern herzlich!<br \/>\nWir wollen solche Liebe, die in praktischer Gemeinschaft gelebt wird, neu ein\u00fcben. So wird unser glaube gefestigt.<\/p>\n<p>2. Einander helfen<\/p>\n<p>Paulus wei\u00df um die Situation der Bedr\u00fcckung in der noch jungen Gemeinde. Deshalb sorgt er sich um sie. Zwar hat er das ihnen n\u00fcchtern vorausgesagt (wie Jesus den Seinen), aber halten sie auch stand? Das Wort macht fest: Eben deshalb sein Brief an sie! Er ist ja Gottes Wort an die Gemeinde, nicht ein belangloser Brief des Apostels.<br \/>\nHilfe im Leiden:<br \/>\na) Wirkliche Anteilnahme am andern. Das zeigt Paulus hier.<br \/>\nb) Deutliche Ermahnung: N\u00fcchtern wiederholt das der Apostel: Leiden ist die \u201ePlatzanweisung\u201c der Gemeinde Jesu in dieser Welt.<br \/>\nc) Den Sinn aufzeigen: Der Satan pr\u00fcft auf Kernechtheit.<\/p>\n<p>Dieser Brief des Apostels hilft der Gemeinde zur Standfestigkeit im Glauben und in der Liebe. Gilt das auch f\u00fcr uns: Das biblische Wort ist festes Fundament, darauf kann man stehen.<\/p>\n<p>3. F\u00fcreinander danken<\/p>\n<p>Die guten Nachrichten geben dem Apostel neuen Mut und bewegen ihn zur Freude und zum Dank. Kennen wir den F\u00fcr-Dank vor Gott f\u00fcr die Geschwister im Glauben? Wir kritisieren so schnell, darum stirbt die Freude an und in der Gemeinde.<br \/>\nIn der Gemeinde ist Glaube da, der w\u00e4chst. Das ist tiefer Grund zur Freude. Auch und gerade die Liebe strahlt auf. Glaube ohne Liebe trennt.<br \/>\nDer Dank gilt Gott: Er h\u00e4lt die Gemeinde fest. Eben der Dank und die Freude f\u00fcr einander bef\u00e4higen zu weiterem Dienst: dass Wachstum geschieht.<\/p>\n<p>Schluss:<\/p>\n<p>Hier schreibt die Liebe. Die ganze Bibel ist ein Liebesbrief Gottes an uns.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott finden &#8211; im vollen Evangelium.Predigtthema: Das Wort macht fest. Bibelstelle: 1.Thessalonicher 3,1-13 Verfasser: Dr. Heiko Krimmer 44. Predigthilfe Das Wort festmachen 1. Thessalonicher 3,1-13 zum 24.9.2000 1. Zusammenhang Direkte Fortsetzung von 2,17-20. 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