Psalmen

Predigthilfe vom 24. November 2019 – Psalm 90 (90, 10-17)

Jahresthema: Geistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen

Predigtthema: Mit Jesus Abschied von der Welt nehmen: Bestelle dein Haus

Die Erarbeitung dieser Predigt erfordert etliche Stunden an Vorbereitung. Zu eurer Unterstützung enthält diese Predigthilfe deshalb Hinweise für eure Verkündigung, ersetzt aber nicht euer eigenständiges Erarbeiten des Bibeltextes. Bei der Vorbereitung dieser Predigt suchen wir nach dem, was der Herr über den Predigttext durch uns sagen will, denn wir verkündigen nur die Botschaft, die uns persönlich auf der Basis des Predigttextes aufs Herz gelegt wird. Nur wo der Herr uns das Herz gefüllt hat, da haben wir etwas zu sagen, da nur dann gilt: „Wer euch hört, hört mich“ (Lk 10,16a)!

  1. Sehen, was dasteht

Verschiedene Bibelübersetzungen um mit dem Predigttext vertraut zu werden findet man z.B. unter www.bibleserver.com (Luther 1984 / Revidierte Elberfelder Bibel / Hoffnung für alle / Schlachter 2000 / Gute Nachricht Bibel / Einheitsübersetzung / Neues Leben Bibel / Neue Evangelistische Übersetzung).

1.1 Allgemeine Hinweise zum Predigttext

Der Predigttext zeigt, dass unsere Lebenszeit auf dieser Welt begrenzt ist. Im Rahmen unseres Jahresthemas („Geistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen“) ist nun interessant zu überlegen, wann wir denn anfangen sollten, uns auf das Ende vorzubereiten.

(Lied: „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod; ach wie geschwinde und behände kann kommen meine Todesnot. Mein Gott, mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: Mach´s nur mit meinem Ende gut.“)

1.2 Hilfen zum Verständnis des Predigttextes

Hilfen zur Auslegung bieten z.B.:

* Hilfreiches Basiswissen findet sich z. B.  in „Das Alte Testament“ erklärt und ausgelegt von John Walvoord und Roy Zuck (Hänssler-Verlag)

* Studienbibel John McArthur: http://www.sermon-online.de/search.pl?lang=de&id=9146 (freier Download!)

* weitere Studienbibeln (Verkündiger sollten mehrere haben: z.B. Ryrie, Genfer Studienbibel, Elberfelder Bibel mit Erklärungen…)

* Wiersbe, Warren. Sei voller Lobpreis. CV-Verlag.

* Spurgeon. Charles Haddon. Die Schatzkammer Davids

1.3 Anmerkungen zum Verständnis des Predigttextes

In der Überschrift des Psalms lesen wir, dass der Psalm von Mose geschrieben wurde.

Der geschichtliche Hintergrund des Psalms könnte das Sterben von Aaron und Miriam gewesen sein, das Mose zu diesem Psalm bewegt haben. Ebenso könnte Mose das allmähliche Sterben der Generation in der Wüste bewegt haben, denn diese Generation durfte nicht in das verheißene Land (4.Mose 14). Das war ein wahrhaft seltsames Beobachten und Reflektieren des Sterbens von Menschen, weil dieses Sterben angekündigt war und das Leben für den jungen Rest des Volkes danach erst richtig losgehen konnte.

Wie auch immer – es geht im Psalm darum, 1. im Horizont der Ewigkeit die Kürze des Lebens zu bedenken, 2. wegen der Sündhaftigkeit des eigenen Herzens aus der Gnade zu leben, und 3. das Leben im „Jetzt“ Gott hinzugeben und ganz zur Verfügung zu stellen.

V.1 Ein Gebet von Mose, dem Mann Gottes

Ein Gebet, d.h. ein Reden des Herzens mit Gott in Dank, Bitte, Fürbitte und Anbetung (vgl. Luther). Ein Mann Gottes, weil erwählt und berufen von Gott. Wir wissen: auch Mose war nicht ohne Sünde, auch Mose machte Fehler und durfte deshalb zu Lebzeiten nicht ins Land Kanaan. Interessant ist: Später war er dann – mit und durch Jesus – im Land (auf dem Berg der Verklärung).

V.1 Herr, du bist unsere Wohnung („Heimstatt“, LUT: Zuflucht; Obdach) gewesen von Generation zu Generation

Es sind sechs Generationen von Abraham bis Mose (Abraham, Isaak, Jakob, Levi, Kehar, Amram, Mose). Diese Generationen waren ständig unterwegs und angefochten – und doch in einer gewissen Weise „daheim und sicher“ bei Gott (als Zuflucht, Obdach, Heimstatt, Wohnung, vgl. Ps.71,3; 91,9), weil Gott für sie da war und bei ihnen war. Allein in 4.Mose 33 werden 42 verschiedene Orte genannt, an denen sich Israel in der Wüstenwanderung aufhielt. Immer war Gott mit dabei, für sie da, beschützend und führend (Feuersäule, Rauchsäule…, Stiftshütte). Um das geht es: Bei-Gott-Daheim-Sein (Zuflucht haben) im angefochtenen Unterwegs-Sein.

=> Gott ist auch für uns Christen ein „Zuhause“ (als Zuflucht). Allerdings ist es jetzt so: Wir sind Wohnung für Gott („Christus in uns“, der Heilige Geist ist „in uns“; vgl. auch Gal.4,6; 1.Thess.4,8; Röm.5,5; 1.Joh.3,24; Joh.15,24; Joh.14,23). So sind wir als Pilger unterwegs zur himmlischen Heimat, wo eine Wohnung auf uns wartet (Joh.14,2). „Die Füchse haben Gruben…“ Auch Jesus hatte hier kein irdisches Zuhause, aber er war „daheim“ beim Vater. Auch als Christen sind wir letztlich nur „daheim“ bei Gott.

V.2 Ehe die Berge geboren wurden… bist du, Gott

Mose beschreibt die „lange“ Ewigkeit Gottes, die gleich nachher im Psalm von der Zeitdauer her gesehen so sehr im Kontrast steht zu einem relativ „kurzen“ Menschenleben auf der Erde. Im Vergleich zu Gottes Ewigkeit ist jedes Menschleben kurz.

=> Staunen wir noch über Gott, dass er sich mit uns beschäftigt? Staunen wir noch, dass er uns kleine Menschen so wichtig nimmt und so sehr liebt? Wer hier nicht mehr staunen kann, der nimmt sich vermutlich als Mensch zu wichtig und Gott zu unwichtig.

V.3-11 Kehrt zurück… durch deinen Grimm

Aus Staub gemacht (1.Mose 2,7) und wieder zu Staub geworden – das erlebt der Mensch seit der Schöpfung und dem Sündenfall. Dieses körperliche „Zurückkehren“ war wohl ursprünglich nicht so gedacht, aber der Sündenfall bringt das körperliche Sterben mit sich.

Der Sünde Sold ist der Tod (Röm.6,23). Das erlebt Mose sehr anschaulich an den Folgen von Kadesch (4.Mose 14). Jedes Mal, wenn jemand aus dieser Generation starb, war das die Anschauung für den Preis der Sünde. Sünde (Ungehorsam, Misstrauen gegenüber Gott) hat Konsequenzen.

=> Der Abschnitt führt zu Beugung unter/vor Gott: 1. Wenn jemand grundsätzlich noch nicht versöhnt ist mit Gott durch Jesus. 2. Wenn jemand als Christ in Sünde lebt. Es gilt: Umkehren – bevor es zu spät ist. Die Lebenszeit sinnvoll nutzen, nicht die Zeit in Sünde vergeuden und Gott damit nicht ehren mit unserem Leben.

V.4 Tausendjahre sind wie ein Tag…

Hier wird keine Rechnung gezeigt (24 Stunden-Tag oder Erdumdrehungs-Tage), sondern ein Vergleich. Das zeigt auch der zweite Vergleich im gleichen Vers: wie eine Nachtwache (ca. 4 Stunden). Mose sagt, dass unsere Lebenszeit im Vergleich zur Ewigkeit sehr gering ist, weshalb es sich lohnt, die kurze Lebenszeit zu schätzen und zu nutzen und im Aufblick zu Gott/in Abhängigkeit von ihm und seinem Willen zu gestalten – und immer im Hinblick auf eine Ewigkeit.

(Nebenbemerkung: die Schöpfungstage als 24-Stunden-Tage (oder Erdumdrehungstage) lassen sich nicht mit Ps.90 evolutionistisch dehnen, denn das Wort Gottes lässt das schon mal nicht zu durch den doppelten, aber eben zahlenmäßig unterschiedlichen Vergleich hier in V.4. Es wird deutlich: Der Vers war nie als Rechnung und mathematischer Schlüssel gedacht – dafür hat Gott in seinem Wort selber gesorgt durch den zweiten Vergleich im gleichen Vers).

V.5. Du schwemmst sie hinweg… sind wie ein Schlaf… wie Gras

Drei Vergleiche, welche die Kürze des irdischen Lebens durch die Folgen der Sünde (durch den Sündenfall) zeigen.

V.10 schnell eilt es vorüber

Nach dem Sündenfall leben alle Menschen, um zu sterben. Die Israeliten nach Kadesch-Barnea lebten diese Zeit, um zu sterben. Durch Jesus leben wir, um nach dem Sterben dann auch ewig zu leben. Das Schönste und Längste und Dauerhafteste kommt noch: Leben in Ewigkeit – was für eine Lebenserwartung! Bis dahin gilt: Das (relativ) kurze, schnell-vergehende Leben so zu gestalten, wie Gott es will und auch segnet (V.17).

V.12 lehre uns zählen unsere Tage

Unsere Tage sind zählbar, die Jahre sowieso.

V.12 Lehre uns… kehre… sättige… erfreue … lass sichtbar werden… festige DU

Diese Bitten gehen an die richtige Adresse: DU Gott. Je länger ein Mensch lebt, desto klarer wird ihm das (hoffentlich): an Gottes Segen und Geben ist alles gelegen.

V.17 Das Werk unsrer Hände wollest du fördern

Eine praktische Bitte am Schluss. Dieser Satz ist die Konsequenz des ganzen Psalms. Wenn die Spanne zwischen Geborenwerden und Sterben so überschaubar kurz ist, dann muss die Zeit dazwischen Sinn machen – zur Ehre Gottes. Das gelingt aber wegen der Sündhaftigkeit des eigenen Herzens nur durch Gnade Gottes.

  1. Verstehen, worum es geht

2.1 Hinweise für hermeneutische Überlegungen (Auslegung)

Wie können wir die Psalmen aus der Sicht des NT lesen? Ein paar Gedanken:

Zum Einen bekommen wir in diesem Gebet des Mose – wie nebenbei – wichtige Informationen (als Offenbarung Gottes): WER und WIE Gott ist (Schöpfer, Ewiger…) , WER und WIE wir Menschen sind (Sünder, vergänglich, irdische, endlich…). Ohne Offenbarung könnten wir uns vieles nicht erklären. Was für ein Vorrecht ist es doch, durch Gottes Wort Erklärungen über diese Welt zu haben.

Zum Anderen dürfen wir hier in Ps.90 die Themen als Anlass nehmen, uns darüber zu freuen, was wir in heute Jesus haben:

z.B V.1-2: Wir haben durch Jesus so viel Grund zum Dank: Wir kennen (in und durch Jesus) den ewigen Schöpfer (vgl. Kol.1)

z.B V.3-11: Wir sind durch Jesus versöhnt mit Gott: Er nahm den Zorn Gottes auf sich. Unsere irdische Vergänglichkeit ist nicht das Ende (1.Kor.15).

z.B V.12-17: Wir dürfen durch Jesus im Rahmen der Heiligung und Nachfolge bitten, dass wir ein sinnvolles Leben zur Ehre Gottes führen: lehre uns, kehre, sättige, lass sichtbar werden, festige…!

2.2 Hinweise für situative Überlegungen (Predigtanlass)

Wir predigen diesen Text i.d.R. am 24.11.2019. Es ist Ewigkeitssonntag. Es ist der letzte Sonntag im sog. Kirchenjahr. Manche (vor allem ältere Geschwister) gehen an diesem Tag bewusst auf den Friedhof und gedenken der Verstorbenen. In manchen Kirchen werden traditionell die Namen der Verstorbenen des letzten Jahres verlesen. Der Sonntag erinnert an die Vergänglichkeit des Lebens, aber auch an die herrliche Perspektive der Ewigkeit, die wir als Christen durch den Glauben an Jesus haben.

Wir haben zwar schon einige Texte aus dem Jahresthema gehört, aber wir dürfen nicht davon ausgehen, dass die „große Linie“ des Jahresthemas den Predigthörern vor Augen steht. Viel war dazwischen gepredigt worden.

Deshalb ist es sicher hilfreich und gut, wenn wir als Verkündiger oder der Gottesdienstleiter den Predigthörern in Erinnerung rufen: Das Jahresthema lautet: „Geistlich Leben in verschiedenen Lebensphasen.“

Wir haben das Jahres-Thema bisher „chronologisch“ von der „Wiege bis zur Bahre“ entfaltet:

  • Januar: Vor Grundlegung der Welt: Von Gott geliebt und gewollt.
  • Februar: Mit Jesus als Kind aufwachsen: Geprägt im Elternhaus.
  • März: Mit Jesus als Jugendlicher groß werden. Verantwortung lernen.
  • April: Mit Jesus gesunde Beziehungen knüpfen: Freundschaft und Liebe entdecken.
  • Mai: Mit Jesus Ehe gestalten: Ehe leben.
  • Juni: Mit Jesus zu zweit unterwegs sein: Als Single leben.
  • Juli: Mit Jesus Familie meistern: Kinder im Herrn erziehen.
  • August: Mit Jesus in der Midlife-Krise: Mitten im Leben angekommen (Halbzeit).
  • September: Mit Jesus den Generationenvertrag erfüllen: Wenn Kinder ihre Eltern ins Bett bringen.
  • Oktober: Mit Jesus in der zweiten Lebenshälfte: Als Senior das Leben sinnvoll gestalten.
  • November: Mit Jesus Abschied von der Welt nehmen: Bestelle dein Haus.
  • Dezember: Mit Jesus alt und lebenssatt werden: Loslassen lernen.

Unser heutiger Text erinnert uns daran, dass wir sterben müssen. „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ (Ps.90,12).

2.3 Hinweise für homiletische Überlegungen (Anwendung)

Wir könnten meinen, das Jahresthema spricht nur ältere Menschen an. Was geht das Thema aber jüngere Menschen an? Vor dieser Herausforderung der speziellen Zielgruppen der Texte standen wir bisher als Prediger bei jedem Jahresthema. Aber jedes Mal war auch für die anderen etwas dabei zu bedenken.

„Bestelle dein Haus“: Wir sehen: Der Titel zeigt eine aktive Handlung: Vor dem Sterben steht das Vorbereitet sein auf das Sterben. Diese Vorbereitung beginnt nicht erst im hohen Alter. Jeder Mensch lebt prinzipiell jederzeit in dieser Zeit der Vorbereitung, auch wenn die Wahrscheinlichkeit größer ist, erst im höheren Alter aus dem Leben zu scheiden. Umso spannender ist die Frage: Hast du auch als junger Mensch dein Haus schon bestellt?

Auch hier: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ (Ps.90,12).

Es ist nicht unhöflich, die Menschen an das Sterben zu erinnern. Es hilft zur Klugheit. In unserer heutigen Gesellschaft ist es allerdings nicht üblich über das Sterben zu reden, außer es ist unvermeidlich. Der Tod wird heute aus verschiedenen Gründen gerne ausgelagert ins Altenheim oder Hospiz. Wir haben heute manchmal nicht die Zeit und Kraft dazu, uns mit dem Sterben zu beschäftigen als Teil des Lebens. Und so wird nicht selten sehr einsam gestorben. Haben wir einen Vorschlag für eine alternative Sterbekultur? Herr lehre uns….

  1. Sagen, wo es hingeht

3.1 Predigtziel – warum halte ich diese Predigt?

Ich halte diese Predigt, um vor allem älteren Menschen Mut zu machen, sich aktiv auf die Ewigkeit vorzubereiten, so lange sie noch die Kraft dazu haben. Vielleicht gibt es noch Dinge zu ordnen.

Das gleiche gilt aber auch für jüngere Menschen, obwohl sie dazu statistisch gesehen noch Zeit haben. Bekanntlich gibt es da auch Ausnahmen – und keiner weiß, ob er dazugehört.

Geordnet aus dem Leben gehen – egal in welchem Alter – das wäre doch ein gutes Zeugnis für einen Jünger Jesu, oder?

Wie wichtig und schön wäre es doch für die Hinterbliebenen, wenn bei unserer Beerdigung durch unser Lebens-Zeugnis (Wort und Tat) klar wäre, wo wir jetzt sind.

Wie gestalte ich den Rest meines Lebens?

3.2 Predigtentfaltung – wie sage ich es in dieser Predigt?

Predigtgliederungen eher zum Jahresthema

  1. Mit Jesus Abschied von der Welt nehmen: Bestelle dein Haus:

Wie bestellen? Durch das Schauen auf den ewigen Gott (V.1-2)

Wie bestellen? Durch das Realisieren der Vergänglichkeit/Sündhaftigkeit des Menschen (V.3-12)

Wie bestellen? Durch das Fragen nach dem Willen Gottes für den Rest meines Lebens (V.14-17)

  1. Die Zukunft

Gehört denen, die sich lehren lassen (V.12)

Gehört denen, die sich füllen lassen (V.14)

Gehört denen, die sich festigen lassen (V.17)

  1. Meine Lebensqualität steigern – bis zum Lebensende

Durch Dank (V.1-2)

Durch Beugung (V.3-11)

Durch Bitte (V.12-17)

  1. Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden

Gott ist ewig (V.1-2)

Wir sind endlich (V.3-12)

Auf was es jetzt ankommt/Wie ein kluges Leben aussieht (V.13-17)

  1. Wie gestalte ich den Rest meines Lebens?

Staunen über Gott (V.1-2)

Beugen vor Gott (V.3-11)

Hingabe an Gott (V.12-17)

Predigtgliederung eher allgemein (auch Textgliederungen)

  1. Ein Gebet (nicht nur des Mose)

Danken und staunen (V.1-2)

Anerkennen (sich beugen) und fragen (V.3-11)

Bitten und hoffen (V.12-17)

  1. Was uns Gott ist (nach Brinke, 90,1-11)

Unsere Zukunft, unsere Wohnung

Der Ewige, der Unveränderliche

Der Herr

  1. Die 7 Bitten des Mose (nach Brinke, 90,12-17)

Um rechte Beurteilung der Zeit

Um Wiederherstellung

Sättige uns

Erfreue uns

Weihe uns zu neuer Hingabe

Heiligung

Befestigung

  1. Textgliederung nach Waalvoord

Die Vergänglichkeit des Menschen (V.1-12)

V.1-6

V.7-12

Gottes Erbarmen (V.13-17)

V.13-15

V.16-17

  1. Textgliederung nach Wiersbe

Wir sind Reisende, aber unser Zuhause ist bei Gott (V.1-2)

Wir sind Lernende, und das Leben ist unsere Schule (V.3-11)

Wir sind Gläubige, und die Zukunft gehört uns (V.12-17)

  1. Textgliederung nach McArthur

Die Anbetung von Gottes ewigem Wesen (V.1-2)

Die Betrachtung der Schwäche des Menschen (V.3-11)

Die Bitte um Gottes Erbarmen (V.12-17)

  1. Ein Gebet (nicht nur des Mose)

Rückblick: Dank (Vergangenheit) (V.1-2)

Einblick: Beugung (Gegenwart) (V.3-11)

Ausblick: Bitte (Zukunft) (V.12-17)

  1. Jesus im Psalm

Die Vergangenheit erfüllt uns mit Dank durch das Erlösungswerk Jesu.

Die Gegenwart lässt uns umkehren von falschen Wegen und staunen über die Gnade Jesu, die wir nicht verdient haben.

Die Zukunft gehört uns durch erneute Hingabe an Jesus und das Vorangehen Jesu.

3.3 Predigtveranschaulichungen – wie verdeutliche ich es in dieser Predigt?

Gedankensplitter:

„Herr, lehre mich bedenken…“. Beerdigungen sind eine gute Gelegenheit zum Nachdenken. Wir können hier bei aller Rücksicht auf das Trauern wegen des Verlustes das Evangelium sagen. Wir haben eine begründete Hoffnung auf Leben nach dem Tod (1.Kor.15).

Veranschaulichung: Ein Maßband nehmen – 80 cm. Jeder Zentimeter steht für 1 Jahr. Dann soviel abschneiden, die der Prediger schon erlebt haben. Was bleibt übrig? Was bedeutet das? Das gibt zu denken!

Die Frage ärgert uns manchmal, wenn sie gestellt wird (warum auch immer), aber sie macht durchaus Sinn: Was würdest du tun, wenn du nur noch 1 Stunde/1 Tag/1 Woche/ein Jahr… zu leben hättest? Was würden wir „bestellen“/zurechtbringen/…. tun? Was hindert uns, das anzugehen?

Ein Einstieg: Es gibt interessante Filme von todkranken Menschen, die das Thema aufnehmen: Knocking on heaven door (siehe Beschreibung in WIKIPEDIA).

Ps.139 spricht von allen Tagen, die in sein Buch geschrieben sind und die noch werden sollten.

Keiner weiß, wie viele Tage da für uns vorgesehen sind. Wie gut, dass wir uns da Gott anvertrauen dürfen. Keiner stirbt zu früh (nicht jeder wird 70 oder 80 oder noch mehr) oder womöglich zu spät (mancher macht in der Zielgeraden noch Alterstorheiten, vgl. Hiskia 2.Chr.32), auch wenn uns das menschlich gesehen manchmal so vorkommt und wir das dann nur schwer verstehen und akzeptieren können.

Liedvorschläge:

Meine Zeit steht in deinen Händen

Ein Leben, gegeben für den Herrn der Welt.

10000 Gründe (… und wenn am Ende…)

(Günther Ott)