Monatsthema: Das Wachstum im Glauben
Predigtthema: Durch das Wort wachsen
Bibelstelle: 1.Timotheus 4,6-16
Verfasser: Dr. Heiko Krimmer
Bausteine zu 1. Timotheus 4, 6-16
1. In der „letzten“ Zeit wird die Verführung immer größer werden (vgl. V. 1 ff). Wir erleben das heute (Homo-Ehe, Bibelkritik, etc.). Da braucht es „gute Diener Christi“, so wie ein Timotheus, dem Paulus hier Wegleitung gibt. Der wichtigste Dienst ist der Wortdienst. „Lehren“, griech. Wurzel: „die offenen Hände hinhalten“, auch „jemand etwas geben“, nämlich: den anderen gewinnend Gottes Wort weitergeben. Anders V. 6 „wenn du die Brüder dies „lehrst“, wörtl. „vor Augen halten“, sie in allen Verführungen auf das biblische Wort stellen.
2. „Auferzogen“, wörtlich: „sich nähren von“: Wirklich lehren kann uns der, der sich selber aus dem Wort nährt = das Wort in sich aufnimmt, „isst“ und so selber wächst. Wachsen geschieht durch Übung (V.7), wörtlich: sich nackt machen = ich lege alles Eigene ab und ziehe den neuen Menschen an. „Frömmigkeit“, griech.: „jemand ganz ergeben sein“, meint die immer enger werdende Gemeinschaft mit Jesus, nicht mein gutes Tun.
3. „Ungeistliche Altweiberfabeln“, meint wohl okkulte Praktiken. Fabeln, griech: Mythen sind mehr als Märchen, sie sind „Töne“ (so griech.) aus einer anderen Welt. Da versucht der Verführer, der Satan eine andere Melodie als das neue Lied des Glaubens einzuführen. Ganz real heute: Die psalmodierenden Musiker, heavy-metal music, etc.
4. V.11: „Gebiete“, wörtlich: als Gottesbote befehlen“. In der Militärsprache: zu den Waffen rufen. Es ist ein Kampf, am Wort Gottes zu bleiben (vgl. V. 10), am Kampf zunächst ganz persönlich (V.12) selber im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit und Treue zum Wort zu leben. Das „Vorbild“, griech. Typos = ein geformtes Meisterbild, geformt, gebildet nach Jesu Art; das überzeugt! Meine Person ist wesentlicher Teil meiner Verkündigung. Die Frau eines Verkündigers sagte: „Sein Leben schreit so laut, dass ich seine Predigt nicht mehr hören will!“
5. Zum Wortdienst gibt Gott die Gabe, nicht irgendwie mysteriös, sondern durch „Weissagung“, wörtlich: Vor-gesagtes, nämlich das, was der Heilige Geist gezeigt hat weitersagen (vgl. Apg. 13,2), und „Handauflegung“; So wird der Segen Gottes ganz dinglich weitergegeben. Die Beauftragung zum Wort-Dienst geschieht so, dass die Verantwortlichen der christlichen Gemeinde, geleitet vom Geist Gottes, den Diener am Wort einsegnen.
6. Es gibt ein „Fortschreiten“ im Glauben und Dienst; wörtlich: durch Schlagen, Hämmern breit machen, wie der Schmied ein Stück Blech. Beides ist darin ausgedrückt:
a) Hämmern tut weh. Jesu Erziehung „schmeckt“ uns oft nicht, aber sie dient zum Wachstum, und
b) Jesus will, dass wir zunehmen, immer mehr ausdehnen = neues Land für ihn gewinnen.