Psalmen

Predigthilfe vom 19.6.2005 – Psalmen 146

Monatsthema: Die Freude des Glaubens
Predigtthema: Die Freude über Gottes Treue

Bibelstelle: Psalmen 146

Verfasser: Dr. Heiko Krimmer

Bausteine zu Psalm 146

1. Die Psalmen 146 bis 150 – die so genannten Halleluja-Psalmen – sind Teil des täglichen Morgengebets des frommen Juden bis heute. „Der Ton macht die Musik“: So in den Tag hineingehen mit dem Lob Gottes – Halleluja = das aufstrahlende, glänzende Licht – das gibt dem ganzen Tag die Freuden- und Lobmelodie, das ganze Leben lang.

2. „Ich will“, auch wenn uns gar nicht danach ist. Nicht meine Gefühle sind gefragt, sondern mein Wille! Loben will eingeübt sein. Loben lernt man durch Loben.
3. Das Lob gilt dem ewigen König Jahwe! Er regiert Zeit und Menschen, Welt und Geschichte. Er ist der Gott Jakobs = der Israel bis heute geführt und erhalten hat. An Israel ist seine Macht ganz augenfällig sichtbar. Der ewige Gott für Zion, d.h. für Israel.

4. Auf seine Treue ist unbedingter Verlass. „Treue“ = der die Hände zusammen hält. Gott lässt uns nicht los, gerade auch dann, wenn wir wegstreben. Wie Eltern ihr Kind festhalten wenn es sich in gefährdenden Situationen losreißen will (Vgl. die Verse 7-9: alles Situationen, in denen Menschen – oft selbst verschuldet – kaputt gehen. Er, der uns geschaffen hat (V.6), er lässt uns nicht unter gehen.

5. V. 3 wörtlich: „…Menschen, die können nicht zum Jesus (Gott-hilf) werden. da ist der neutestamentlliche Horizont. Menschen, auch Fürsten sind „Erd-Leute“. Sie sind vergänglich und werden wieder zu Erde. Deshalb ist von ihnen keine wirkliche Hilfe zu erwarten. Ihr „Geist muss davon“ = heraus geht sein Geist (Lebenskraft), nämlich aus dem Körper und dieser zerfällt zu Staub. Die „Pläne“ = alles Erdachte; der Nachfolger hat ganz andere Gedanken.

6. Gott denkt nicht um. In Jesus hat er seinen Gedanken der ewigen Rettung zu Ende gedacht, Wirklichkeit werden lassen. Die Wundertaten (V.7-9) sind ja die Jesustaten, die Krafttaten des Messias. Unser Lob Gottes klingt mit Israel, aber mit dem „neuen Text“, dem Jesustext.