Mitarbeiterin im Bereich Hauswirtschaft und Gästebetreuung
„Vor einem Jahr half ich auf einer Freizeit in Lech in der Küche und Hans kam um die Speisekammer des Hauses zu füllen. Mit einem ganzen Bus voll Leckereien stand er plötzlich da und dank der vielen Hände ging auch das Ausräumen ruck zuck. Während dieser Aktion wurde der Grundstein für eine gemeinsame Arbeit im Lebenszentrum gelegt. Im Sommer 2010 bin ich dann für 2 Wochen im DLZ angereist, um in der Küche zu helfen. Danach überschlugen sich die Ereignisse und schnell wurde mir klar, dass mein Platz hier sein könnte. Ich fühlte immer mehr, dass Gott mich hier haben wollte. Zudem faszinierte mich die
Liebe, mit der die Familie Pfau dieses Zentrum leitet und die Liebe zu den Menschen, die hier das Haus und Gelände unsicher machten.
Bei der Daimler AG reichte ich ein Sabbatjahr ein (bis dahin hatte ich in der Produktion der SKlasse gearbeitet), und bekam die Genehmigung. Aber immer wieder spürte ich eine Unruhe in mir und fragte mich, wenn ich doch so sicher bin, dass es mein Platz ist, an dem Gott mich haben will warum lass ich mich nicht ganz darauf ein? Da gab es einfach noch viele ungeklärte Dinge in meinem Leben, Altlasten, die Sicherheit bei Daimler, einen Schrebergarten usw..., die mich noch abhielten. Ich betete viel, fragte Freunde und Bekannte was sie darüber dachten. Einige waren total begeistert und andere total entsetzt, auch meine Kollegen bei Daimler. Ich war manchmal hin und her gerissen und merkte, dass ich einfach geduldig auf Gottes Antwort warten musste. Innerhalb von 3 Monaten regelte sich alles von alleine. Ich bekam ein Abfindungsangebot von Daimler mit dem ich einiges regeln konnte, viele andere Fragen lösten sich in Luft auf. Es war als würde mich Jesus anstupsen und freundschaftlich darauf hinweisen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Also packte ich meine Sachen und zog los in mein neues Leben.
Ich fühlte mich wie Ruth aus dem Eingangstext. Es war ein Einstieg ins Ungewisse, es war Aufbrechen und etwas Neues wagen. Abschließen mit dem Alten, sich ganz in die Obhut Gottes geben und etwas Neues beginnen.
Aber Ruth und ich hatten etwas gemeinsam, wir hatten unseren Glauben und das tiefe Vertrauen zu Gott. Jetzt bin ich etwas über 3 Monate hier und jeder Tag ist anders. Es gibt viel Neues zu entdecken, ich lerne jeden Tag dazu und bin fasziniert wie Gott mich verändert und mich jeden Tag aufs Neue prägt und leitet. Es wäre schön wenn ihr im Gebet an mich denkt und mich unterstützt. Ihr werdet in nächster Zeit wahrscheinlich noch mehr von mir und meiner neuen Aufgabe hier hören und vielleicht schaut der ein oder andere auch mal vorbei.“
Liebe Grüße Andrea Rössel |