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Der Erste Weltkrieg und die Zeit der Weimarer RepublikNach den Wirrungen mit der Pfingstbewegung erholte sich die Gemeinschaftsbewegung langsam wieder. In Württemberg war bis zu diesem Zeitpunkt noch kein fest organisierter Brüderbund vorhanden. „Als im Jahre 1910 in Calw die „Süddeutsche Vereinigung“ gegründet wurde, schloß sich ein gewisser Teil von Brüdern nicht an, die dann später den „Württembergischen Brüderbund“ Bildeten.“57 Lediglich im Schwarzwald gab es einen lose organisierten Brüderbund. Die damals anderen Gemeinschaften in Württemberg waren in „Auffassung und Gesinnung“ den „Brüdern aus dem Reichsbrüderbund sehr ähnlich“.58 Diese lose verbundenen Gemeinschaften Württembergs hatten eine besondere Verbindung zu den Brüderbundlern. Zum einen wollten sie sich ebenso wie diese, so wenig wie nur möglich organisieren. Dies trifft auf den heutigen Brüderbund in vielen Punkten auch noch zu. Andererseits hatten sie dieselben Überzeugungen, was Gemeindebildung und Entwicklung betraf. Zudem las man den Brüderboten und einige Brüder waren im Karmelverein. Die Beziehungen waren also recht eng.
Dem lockeren Zusammenschluß der nun durch den Ältestenrat enger zusammenrückte wurde zuerst keine Satzung gegeben. Die Aufgabe der leitenden Brüder bestand darin:61
Dieser Aufgabe kamen die Brüder drei Jahre lang nach. Dann im November 1920 schloß man sich mit den Gemeinschaften des Brüderbundes zu einem größeren Verband mit dem Namen Württembergischer Brüderbund zusammen. Die Doppelausgabe 47/48 des Brü-derboten berichtet von der Bildung des neuen Brüderrates.62
Auch eine Übergabe von Heidenheim und Altheim an die Altpietisten wurde diskutiert. Dies wurde jedoch abgewiesen, da dies ungünstig für die Gemeinschaften gewesen wäre. Petri erläuterte, daß Br. Mössle, Br. Sautter und er in Chrischona gewesen seien und mit den Brüdern gesprochen haben. Die Chrischonabrüder hätten sich dann die Gemeinschaf-ten angesehen und sich zu einer Übernahme bereit erklärt. Vorstand und Ausschuß, die von dem Vorgehen der Brüder nichts wußten, waren vor vollendete Tatsachen gestellt, da der Anschluß schon vollzogen war. Der Bezirk Schorndorf wehrte sich gegen einen Anschluß an Chrischona. Es wurde dem Bezirk freie Hand in dieser Frage gewährt. Er schloß sich vermutlich noch 1931 an die Süddeutsche Vereinigung an. Bezüglich der Auflösung des Bundes bestand die Möglichkeit des Anschlusses an Chrischona. Die Auflösung des Bundes wurde beschlossen, wobei „noch in beiden Fällen die Mitgliederversammlung zu bestimmen“ hatte.“69
(57) Adolf Krimmer, „Der Württ. Brüderbund 1900-1984“, Nachrichtenbote, Nr. 20. Vertrauliche Mitteilung von Bruder Hummel an die Brüder, 3 Seiten, S. 2 v. 06.01.1917 Alle im Folgenden zitierten Karten Briefe, Mitteilungen und Protokolle können eingesehen werden bei Werner Spieth, Schnellenstr.21, 73770 Denkendorf (58) Vertrauliche Mitteilung von Bruder Hummel an die Brüder, 3 Seiten, S. 1 v. 06.01.1917 (59) Brillinger kam durch Vetter von der Zeltmission zum Glauben und gründete einen (60) Blaukreuzverein, aus dem später der Württ. Brüderbund hervorgehen sollte. (61) Vertrauliche Mitteilung von Bruder Hummel an die Brüder, 3 Seiten, S. 1 u. 2 v. 06.01.1917 (62) Brüderbote 47/48 v. 21. 11.1920 (63) vgl. Sitzungsprotokoll der 13. Sitzung des Bundes in Schorndorf V. 12.11.1927 (64) Brief von Brillinger an die Brüder v. 05.04.1929 (65) Brief von Brillinger an Petri und Sautter v. 31.12.1930 (66) Brief von Brillinger an die Brüder des Bezirks v. 31.01.1931 (67) Brief von Br. Saur an Petri v. 19.02.1931 (68) Protokoll vom 21.02.1931 (69) Protokoll vom 18.04.1931 (70) Zitiert von Friedrich Hänssler Sen. Beleg: MC in Händen Herr Werner Spieth |
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